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    [ST] Neues aus Nordkorea? Her damit!

    Reaktion auf neue Sanktionen
    Nordkorea droht mit Atomwaffen

    Pjöngjang ärgert sich über neue Sanktionen der UN und kündigt den Ausbau seines nuklearen Arsenals und die Entwicklung modernerer Raketen an. Ein neuer Atomwaffentest steht offenbar kurz bevor.


    Die Führung Nordkoreas erwägt den Ausbau des Atomwaffenarsenals des Landes. Pjöngjang reagiert damit auf neue Sanktionen der Vereinten Nationen. "Wir werden Maßnahmen ergreifen, um unsere defensive Militärstreitmacht zu stärken, einschließlich der nuklearen Abschreckung", hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums. Das Regime will künftig zudem keine Gespräche mehr über sein Atomprogramm führen.

    Wenige Stunden vor dieser Ankündigung hatte der Sicherheitsrat in New York die bestehenden Sanktionen gegen Nordkorea wegen des umstrittenen Raketenstarts im Dezember durch eine neue Resolution ausgeweitet. Sie beinhaltet Reiseverbote und Kontensperrungen. Betroffen sind vier in der Resolution namentlich genannte nordkoreanische Manager und sechs Unternehmen, unter anderem Banken, Weltraumtechnik- und Handelsfirmen. Der Sicherheitsrat hatte den Raketenstart bereits zuvor scharf verurteilt, weil er bestehende Resolutionen des Gremiums aus den Jahren 2006 und 2009 verletze.

    Ende des Dialogs

    Den Vereinigten Staaten unterstellte Nordkorea erneut eine feindselige Politik. "Angesichts der sich verschlechternden US-Politik der Feindseligkeit gegenüber Nordkorea sind die Sechs-Parteien-Gespräche null und nichtig und die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu einem Ende gebracht worden", wurde das Außenministerium von den Staatsmedien zitiert.

    Nordkoreas Führung ließ aber die Tür zu einem Dialog offen. Es werde künftig keine Verhandlungen über eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel geben, aber dafür Gespräche über Frieden und Sicherheit, erklärte Pjöngjang.

    Die sogenannten Sechser-Gespräche, bei denen es vor allem um die Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms gegangen war, hatte Nordkorea bereits im April 2009 für beendet erklärt. Auch damals hatte Pjöngjang auf die Verurteilung des UN-Sicherheitsrats auf einen Raketenstart des Landes reagiert. An den Sechser-Gesprächen nehmen neben Nordkorea und den USA noch China, Russland, Südkorea und Japan teil. Der frühere nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il hatte sich vor seinem Tod im Dezember 2011 mehrmals zu neuen Gesprächen bereiterklärt, jedoch keine konkreten Zusagen gemacht.

    China warnt vor Eskalation

    China hatte vor der jüngsten Reaktion Pjöngjangs Zurückhaltung angemahnt und vor einer Eskalation des Konflikts gewarnt. Die nun verabschiedete Resolution sei ein Kompromiss, an dem vor allem die USA und China wochenlang gearbeitet hätten, hieß es aus Diplomatenkreisen. China hatte ursprünglich nur eine weitere Erklärung mit einer Verurteilung angestrebt und wollte keine neuen Sanktionen. Nach Einschätzung Chinas werden mit der Resolution die bereits bestehenden Sanktionen nur ausgeweitet. Auch Russland stimmte für die Resolution.

    Der Raketenstart am 12. Dezember diente nach nordkoreanischen Angaben dazu, einen Satelliten zu friedlichen Zwecken ins All zu bringen. Die USA, Südkorea und andere Staaten werfen dem Land vor, einen verdeckten Test für die Entwicklung von Interkontinentalraketen unternommen zu haben, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden können.

    "Physische Aktionen"

    Südkorea begrüßte die neuen Sanktionen gegen den Nachbarn. Nordkorea müsse die UN-Resolution vollständig befolgen, "indem es alle Atomwaffen und damit verbundenen Programme abschafft und alle Aktivitäten im Zusammenhang mit ballistischen Raketenstarts stoppt", erklärte das Außenministerium in Seoul. Das Land erwägt nun gar zusätzliche eigene Sanktionen. So will es Südkorea womöglich die Inspektionen nordkoreanischer Schiffe verschärfen.

    Die Sorge in Seoul ist groß, dass das Nachbarland erneut einen Atomtest unternehmen könnte. Es wäre der dritte Atomtest in Nordkorea nach 2006 und 2009. Eine Formulierungen aus der jüngsten Reaktion schüren diese Angst weiter.

    "Unsere Wissenschaftler und Ingenieure (...) werden weitere Raketen entwickeln und noch leistungsfähigere Raketen starten lassen", hieß es aus Nordkorea. Auch von "physischen Aktionen" war die Rede. Damit könnte ein weiterer Atomtest gemeint sein. Vergangenen Monat hatte das US-koreanische Institut der John Hopkins University unter Berufung auf Satellitenfotos erklärt, Nordkorea habe durch Regenfälle verursachte umfangreiche Schäden an seiner Atomtestanlage im Nordosten des Landes behoben und könne binnen zwei Wochen einen neuen Test vornehmen. Der südkoreanische Wiedervereinigungsminister Yu Woo Ik bezeichnete es kürzlich vor einem Parlamentsausschuss als "höchstwahrscheinlich", dass Nordkorea nach seinem Raketentest im Dezember einen Atomtest vornehme.

    Quelle


    Drohungen gegen USA: Nordkorea prahlt mit neuer "Super-Rakete"
    Nordkorea lockert Einreiseregeln: Ausländer dürfen Handys behalten
    Nordkorea verfolgt heftig Christen
    "Unsere Raketen haben die USA zum Ziel"


    Geändert von salviner01 (21.12.14 um 20:40 Uhr)
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    Videodrohung an die USA
    Eine Videobotschaft zeigt eine nach Raketenangriffen brennende US-Großstadt
    Das nordkoreanische Regime verschärft den Ton seiner Kriegsdrohungen gegen die USA. Das Land habe sich entschlossen, über einen Atomtest hinausgehende Maßnahmen zu ergreifen, hieß es in einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA. Nordkorea reagiere damit auf die Vorbereitungen für einen Atomkrieg, den die Feinde des Landes immer offener anstrebten. Im Internet kursiert ein aus dem abgeschotteten Land stammendes Video, das eine nach einem Raketenangriff brennende US-Großstadt zeigt.

    Das dreireinhalb Minuten lange, ebenso bizarre wie langatmige Video stammt von der für Propaganda zuständigen offiziellen Webseite Uriminzokkiri. Zu sehen ist der von Michael Jacksons Welthit "We are the world" unterlegte Traum eines jungen Mannes. Zunächst sieht man den Start einer nordkoreanischen Rakete, bevor am Ende eine von einer US-Flagge hinterlegte Großstadt unter Raketenbeschuss in Flammen aufgeht.

    Die koreanischen Untertitel sagen unter anderem, "Irgendwo in den Vereinigten Staaten wabern schwarze Rauchwolken" und "Es scheint, dass das Nest der Verruchtheit wegen des von ihm selbst begonnenen Feuers lichterloh brennt."

    Niemand wird das Volk stoppen
    Am Ende ist wieder der Träumer zu sehen und die Untertitel versichern, dass sein Traum bestimmt wahr wird. "Trotz aller Versuche der Imperialisten, uns zu isolieren und zu vernichten (...) wird niemals jemand das Volk auf seinem Marsch in Richtung des finalen Sieges stoppen", so der heroische Text.

    Die USA und Südkorea halten gemeinsame Manöver ab, die von Nordkorea als Generalprobe für eine Invasion bezeichnet werden. Die beiden Verbündeten weisen diese Darstellung zurück.

    Unverhohlene Kriegsdrohung
    Bereits vor wenigen Tagen hatte Nordkorea seinem südlichen Nachbarn unverhohlen mit Krieg gedroht, sollte das Land dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen folgen. Dieser hatte zuvor Nordkoreas Raketentest vom Dezember einstimmig als Verletzung bestehender UN-Auflagen verurteilt und Sanktionen gegen das Land verschärft. Zwei Tage später kündigte Nordkorea den Start weiterer Langstreckenraketen sowie einen neuen Atomtest an.

    Nordkorea könnte nach Einschätzung des scheidenden südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak möglicherweise mehrere simultane Atomtests vornehmen. "Es ist sehr gut möglich, dass Nordkorea an zwei oder mehr Orten gleichzeitig mehrere Atomtests vornimmt", sagte Lee der Zeitung "Chosun Ilbo" vom Dienstag. Ziel sei eine erhöhte wissenschaftliche Erkenntnis vor einer möglichen weiteren Verschärfung der internationalen Sanktionen.

    Erkenntnisse erhofft
    Die USA und ihre Verbündeten hoffen, durch den bevorstehenden nordkoreanischen Atomtest Erkenntnisse über den aktuellen Stand des Atomprogramms zu gewinnen. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob Nordkorea inzwischen in der Lage ist, einen Sprengkopf herzustellen, der auf einer Rakete platziert werden kann. Experten erwarten, dass der Test vor dem koreanischen Neujahr am 10. Februar stattfinden könnte. Auch der Geburtstag von Ex-Machthaber Kim Jong Il am 16. Februar gilt als möglicher Stichtag. Nordkorea hatte den Test als Reaktion auf neue UN-Strafmaßnahmen angekündigt und als Antwort auf den "Erzfeind" USA bezeichnet.
    Quelle
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    Nordkorea bestätigt erfolgreichen dritten Atomtest

    Der kommunistische Staat hat seine Drohung wahrgemacht und einen unterirdischen Nukleartest durchgeführt. Neue Sanktionen wahrscheinlich.


    Seoul/Moskau/New York. Eskalation im Atomstreit mit Nordkorea: Das kommunistische Land hat am Dienstag nach eigenen Angaben einen weiteren Atomtest unternommen. Ein dritter Nukleartest sei erfolgreich durchgeführt worden, berichteten die Staatsmedien. Die amtliche Agentur KCNA meldete, ein miniaturisierter Sprengsatz mit größerer Stärke als bei früheren Tests sei gezündet worden. Der Versuch sei in sicherer und perfekter Art und Weise ausgeführt worden.

    Im Nordosten Nordkoreas seien Erdstöße registriert worden, die auf einen unterirdischen Nukleartest hinwiesen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul. Das "künstliche" Beben in Nordkorea um etwa 12 Uhr Ortszeit (4 MEZ) habe wahrscheinlich eine Stärke von 4,9 gehabt, hieß es. Südkorea und Japan beriefen jeweils ihren nationalen Sicherheitsrat ein.

    Es werde angenommen, dass der Test eine Sprengkraft von sechs bis sieben Kilotonnen TNT gehabt haben könnte, sagte der Ministeriumssprecher in Seoul. Die Bombe, die 1945 über Hiroshima niedergegangen war, hatte ein Sprengkraft von 13 bis 16 Kilotonnen.

    Russland und Ban verurteilen Atomtest

    Russland hat den nordkoreanischen Atomtest entschieden verurteilt. Er sei eine Verletzung der internationalen Verpflichtungen des Landes, zitierte die Agentur Interfax aus Kreisen des Außenministeriums.

    In New York erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der Test sei eine klare und schwerwiegende Verletzung bestehender UN-Resolutionen. Es sei bedauerlich, dass Nordkorea die internationalen Appelle ignoriert habe, derartige provokative Akte zu unterlassen.

    Atombehörde kündigt Untersuchungen an

    Bereits vor der Bestätigung durch Pjöngjang war das südkoreanische Verteidigungsministerium davon ausgegangen, dass Nordkorea am Dienstag seinen dritten Atomtest durchgeführt hat. Dieser Test sei vermutlich die Ursache für ein Beben, das in der Nähe des Ortes registriert worden sei, an dem Nordkorea schon früher Atomtests durchgeführt habe, erklärte ein Sprecher. Nordkorea habe China und die USA von seinen Plänen unterrichtet, einen Atomtest durchzuführen.

    "Das ungewöhnliche seismische Ereignis zeigt eine klar explosionstypische Charakteristik und es lag annähernd deckungsgleich mit den Atomtest der DPRK (Nordkorea) von 2006 und 2009", sagte Tibor Toth, Leiter der UN-Behörde zur Überwachung des internationalen Kernwaffenteststopp-Abkommens (CTBTO), am Dienstagmorgen in Wien. Sollte sich das bestätigen, dann wäre es eine Gefahr für den internationalen Frieden und die Sicherheit. Tóth kündigte weitere Untersuchungen seiner Behörde an.

    Zuvor hatten mehrere Beobachtungsstellen ein Beben in Nordkorea gemeldet, das anscheinend nicht natürlichen Ursprungs war. Ein Analyst in Seoul erklärte, es sei "sehr wahrscheinlich", dass es sich um einen Atomtest gehandelt habe. Das südkoreanische Verteidigungsministerium hob die Alarmstufe an. Auch unterirdische Atomtests können Beben auslösen, sie unterscheiden sich aber von denen natürlichen Ursprungs.

    Weitere Sanktionen gegen Nordkorea?

    Das Politbüro in Nordkorea hatte zuvor angekündigt, dass das Land auch in Zukunft ungeachtet aller internationalen Proteste Langstreckenraketen testen wolle. Das ging aus einer Erklärung hervor, die am Dienstag von den staatlichen Medien in Pjöngjang verbreitet wurde. Der im vergangenen Monat angekündigte Atomtest wurde dabei aber nicht weiter erwähnt.

    Angrenzende Länder haben gewarnt, bei einem Atomtest werde es weitere Sanktionen gegen Nordkorea geben. Südkorea und die USA hatten dem kommunistischen Land für den Fall eines dritten Tests schwerwiegende Konsequenzen angedroht. Unter anderem wird eine weitere Verschärfung der UN-Sanktionen gegen das weitgehend isolierte Land wird nicht ausgeschlossen.

    Nordkorea hatte einen neuen Atomtest und weitere Raketentests im Januar aus Protest gegen die Ausweitung von UN-Sanktionen angekündigt. Ein Zeitrahmen dafür war aber nicht genannt worden. Der Weltsicherheitsrat hatte mit den verschärften Sanktionen auf einen nordkoreanischen Raketenstart im Dezember reagiert.

    Quelle


    Koreanischer Atomstreit eskaliert
    Geändert von salviner01 (21.12.14 um 20:41 Uhr)
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    Chinas Geduld mit Nordkorea ist am Ende

    Nordkoreas Atomtest empört die Chinesen – verliert die Diktatur auch den letzten Verbündeten? Während Südkorea über Präventivschläge nachdenkt, wächst in China die Angst vor Strahlenschäden.


    Hat Nordkoreas junger Machthaber Kim Jong-un mit dem Atomtest zu hoch gepokert? Lässt ihn sein letzter politischer Verbündeter China nun auch fallen? Die Fragen sind nicht mehr abwegig, seit weltweit über einschneidende Sanktionen beraten wird, die das isolierte Regime zur Umkehr zwingen sollen.

    Pjöngjang kann nicht mehr auf Peking bauen, wenn es darum geht, neue See- und Landblockaden zu entschärfen. Chinas Außenministerium hatte Nordkoreas Atomtest "entschieden verurteilt", aber scheinbar gezögert, den Stab vollends zu brechen. Es rief alle Staaten auf, weiterhin "einen kühlen Kopf zu bewahren und auf dem Verhandlungsweg nach Lösungen zu suchen".

    Vielen Beobachtern entging jedoch eine wichtige Nuance in Chinas Antwort: Anders als in seinen Reaktionen auf frühere Atom- und Raketentests Nordkoreas fehlte diesmal der Schluss-Satz: "Peking wird sich dafür einsetzen."

    Dieser Satz bedeutete stets eine Rückversicherung für Pjöngjang, dass es mit den Sanktionen nicht so schlimm kommen wird. Jetzt aber will China, das größter Energielieferant und Handelspartner Nordkoreas ist, Pjöngjang offenbar nicht mehr aus der Patsche helfen.

    Chinesen empört über das Kim-Regime

    Die Regierung reagiert nicht nur auf weltweiten Druck, wenn sie Nordkorea nicht mehr in Schutz nimmt. Auch innerhalb Chinas wachsen Wut und Ungeduld über die Nachsichtigkeit mit Nordkoreas Führer, der mit seinen Atomtests die Interessen des Landes und die Gesundheit des Volkes aufs Spiel setzt.

    Selbst die parteiloyale "Global Times" warnte auf ihrer Website die eigene Führung: China müsse diesmal nicht nur harte Sanktionen unterstützen, sondern rechtzeitig an seinen Grenzen für Schutzmaßnamen sorgen, falls in Nordkorea Chaos ausbricht und es zu größeren Fluchtbewegungen kommt. "Wir hoffen nicht, dass so etwas passiert. Wir müssen aber vorbereitet sein."

    Nordkoreas Strategen haben sich mit ihrem Atomtest so sehr ins Abseits manövriert, dass sich selbst der Iran distanzierte und Verbündete wie China sich abwenden. Mikroblogs, die die Zensur nicht streicht, wüten gegen das Kim-Regime und auch gegen die Pekinger Regierung, falls sie weiterhin auf "verlogene Solidarität" setzt.

    Offiziell gibt es keine erhöhte Strahlung

    Tausende Menschen bedrängten zudem das Umweltministerium mit kritischen Fragen zu Strahlungsschäden.

    Die Messämter gaben am Donnerstag die Ergebnisse von 150 Kontrollstellen bekannt. Pjöngjangs Atomtest soll keine zusätzliche Verseuchung in den Grenzgebieten verursacht haben, wurde da versichert. Die Nervosität der Bevölkerung ist gut nachzuvollziehen: Manche Grenzregionen sind nur 100 Kilometer vom nordkoreanischen Testgebiet entfernt.

    Mobile Teams hätten 24 Stunden lang Chinas Nordosten intensiv kontrolliert sowie Proben von Wasser und Boden genommen, gab das Umweltamt bekannt. Nirgendwo sei erhöhte Strahlung gemessen worden. Zahlreiche Blogger blieben jedoch skeptisch. "Wir hoffen, dass das wahr ist und nicht aus ideologischen Gründen geschönt wurde."

    Südkorea rüstet Raketenarsenal auf

    Nordkoreas Atomtest drohen derweil ein Aufrüstungsrennen in der asiatisch-pazfischen Region anzufachen. Besonders Südkorea rüstet sich gegen den unberechenbaren Nachbarn.

    Um die Kampfbereitschaft des Militärs zu demonstrieren, ordnete die Regierung in Seoul am Donnerstag Land-, Luft- und auch Seemanöver in enger Abstimmung mit den USA an, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Bereits 24 Stunden nach der Zündung der Atomwaffe hatte Südkoreas Regierung begonnen, Cruise-Missiles- Raketen an der Grenze zum Norden aufstellen zu lassen.

    Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Kim Min-seok, sagte, dass Südkorea jetzt auch "rascher als geplant ballistische Raketen mit einer Reichweite von 800 Kilometern entwickeln wird". Zugleich werde es auch sein eigenes Raketenabwehr-System aufbauen.

    Seoul und Washington rücken näher zusammen

    Nordkoreas Handlungen würden die USA tiefer in das asiatische Geschehen hineinziehen, schrieb unterdessen die Nachrichtenagentur Xinhua alarmiert. Sie verwies auf Obamas Regierungsansprache, bei der er sagte: " Die USA stehen fest an der Seite ihrer Verbündeten, verstärken ihre eigene Raketenabwehr und führen die Welt dabei an, mit entschiedenen Handlungen auf solche Bedrohungen zu reagieren."

    Seither habe Obama Südkorea und Japan erneut Beistand der USA zugesichert und sie ausdrücklich auch unter den Schirm des US- Nuklearschutzes gestellt. "China Daily", die als eine der wenigen Zeitungen am Donnerstag erschien, schrieb, dass Nordkorea den USA "die Entschuldigung verschaffte, mit ihrem Militär in der asiatischen Region aufzutrumpfen."

    Seit dem Koreakrieg (1950 bis 1953) sind Südkorea und die USA, die noch 28.500 US-Soldaten im Land stationiert haben, über einen Beistandspakt verbunden. Die neue atomare Bedrohung lässt beide Staaten enger zusammenrücken.

    Beratungen über mögliche Präventivschläge

    Hohe Beamte ihrer Verteidigungsministerien und Militär-Fachleute vereinbarten inzwischen neue Abwehrmaßnamen, meldete zudem Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap.

    Auf einem am 21. Februar in Washington geplanten Treffen wollen sie auch erörtern, unter welchen Bedingungen sie Pjöngjangs fortwährenden Atomtests durch Präventivschläge gegen die Nuklearanlagen des Nordens zuvorkommen sollten.

    Hintergrund für solche Planspiele waren Nordkoreas Bekundungen, dass es in seinem dritten Atomtest eine "kleinere, leichtere Atomwaffe mit größerer Sprengkraft" zündete, die "auch physikalisch die vielfältige koreanische Atommacht" unter Beweis stelle.

    Pentagon-Chef spricht von "Bedrohung"

    Beobachter interpretierten diese kryptischen Äußerungen als Hinweise, dass Pjöngjang erstmals eine Atomwaffe auf Basis von angereichertem Uran und in miniaturisierter Größe testen konnte.

    Experten in Südkorea konnten beide Vermutungen noch nicht bestätigen. Falls sie aber zutreffen, würden sie Nordkorea nicht nur erlauben, seine Langstreckenraketen atomar zu bestücken und bis zu 10.000 Kilometer entfernte Regionen, darunter auch die Westküste der USA, zu bedrohen. Sie würden auch die Proliferationsgefahr erhöhen, da waffenfähiges Uran leichter transportierbar ist.

    US-Verteidigungsminister Leon Panetta nannte Nordkorea auf einer Pressekonferenz des Pentagon eine "Bedrohung" für die USA, ihre Interessen in Nordostasien und ihre Bündnispartner.

    Selbst China und Japan nähern sich einander an

    Eine gute Seite scheint der Atomtest Nordkoreas zu haben: Überraschend bringt er die über ihren Territorialansprüche auf die Inselgruppe Diaoyu – auf Japanisch Senkaku – im ostchinesischen Meer tief zerstrittenen Nachbarn China und Japan wieder zusammen.

    Der Asien-Beauftragte im Tokioter Außenministerium, Shinsuke Sugiyama, fährt kommende Woche nach dem Ende des chinesischen Frühlingsfestes nach Peking, um mit Chinas Unterhändler für Nordkorea, Wu Dawei, über die Lage nach dem Atomtest zu beraten.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (21.12.14 um 20:42 Uhr)
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    Nordkorea droht US-Truppen mit „elendiger Vernichtung“

    Anfang März wollen die USA und Südkorea gemeinsame Übungen auf der koreanischen Halbinsel abhalten. Nordkorea hält das für die Vorbereitung auf einen Angriff und droht den US-Truppen nun mit deutlichen Worten.

    Knapp zwei Wochen nach seinem jüngsten Atomtest hat Nordkorea neue Drohungen gegen die USA ausgestoßen. Den amerikanischen Truppen auf der geteilten Halbinsel stehe die „elendige Vernichtung“ bevor, sollten sie an den im März geplanten Manövern mit der südkoreanischen Armee festhalten, warnte der Norden am Samstag.

    Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, die entsprechende Botschaft habe der nordkoreanische Chefdelegierte bei der Waffenstillstands-Kommission in Panmunjom dem Oberkommandierenden der US-Truppen in Südkorea, General James Thurman, in einem Telefongespräch übermittelt. Die USA und Südkorea hatten eine zweimonatige Feldübung („Foal Eagle“) und eine Kommandoschulung („Key Resolve“) angekündigt.

    Kim Jong Un ruft zu Kampfbereitschaft auf

    In einer weiteren Nachricht der KCNA vom Freitag heißt es zudem, Nordkoreas Kim Jong Un habe die Armee aufgerufen, sich auf Einsätze vorzubereiten. „In dem Moment, in dem der Feind uns provoziert, solltet ihr eure unerschöpfliche Kampfkraft entfesseln, um dem Feind tödliche Wunden zuzufügen, um ihm keine Zeit zu geben, zu Sinnen zu kommen, und um ihre Festungen der Aggression zu zerstören“, sagte er demnach.

    Die KCNA als staatliche Nachrichtenagentur gilt als Sprachrohr der kommunistischen Regierung. Nordkorea wird daher aus propagandistischen Gründen ausschließlich positiv dargestellt. Meldungen werden auch auf Englisch im Internet veröffentlicht.

    Nordkorea und Südkorea im Krieg

    Auch 50 Jahre nach dem Ende der Kampfhandlungen befinden sich die beiden koreanischen Staaten technisch noch immer im Krieg. Direkte Kontakte wie jetzt zwischen dem nordkoreanischen Chefunterhändler Pak Rim-Su zum US-Oberkommandierenden sind selten. Im März sind sowohl eine Stabsübung als auch ein Großmanöver mit mehr als 200 000 Soldaten aus Südkorea und den USA geplant.

    Die Spannungen auf der Halbinsel waren nach einem nordkoreanischen Atomtest am 12. Februar eskaliert. Auf einer UN-Abrüstungskonferenz drohte der kommunistisch regierte Norden dem Süden mit der „endgültigen Vernichtung“.

    Quelle
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    Washington und Peking beschließen Sanktionen gegen Nordkorea

    Am Dienstag tagt der Uno-Sicherheitsrat zur Causa Nordkorea - doch schon jetzt stehen erste Strafmaßnahmen offenbar fest. Die USA wollen mit Sanktionen auf den erneuten Nukleartest reagieren, China zieht mit. Auch Moskau signalisiert Zustimmung.




    New York/Pjöngjang - Das nordkoreanische Regime muss sich offenbar auf neue Sanktionen durch die Weltgemeinschaft gefasst machen. Wie Diplomaten in New York berichten, haben sich die USA und China auf einen gemeinsamen Strafentwurf geeinigt. Über den konkreten Inhalt des Papiers ist noch nichts bekannt.

    Dass auch China hinter möglichen Strafmaßnahmen steht, ist bemerkenswert. Eigentlich gilt Peking als einer der wenigen Verbündeten des weltweit isolierten Regimes. Auch Russland will die Maßnahmen mittragen. Südkorea, das seit langem mit den Drohungen des Nachbarlands leben muss, sprach von "bedeutenden Fortschritten".

    Der Sicherheitsrat tagt am Dienstagabend (17 Uhr MEZ) in nichtöffentlicher Runde. Dann soll das Papier verteilt werden. Laut "New York Times" müssen die 15 Mitglieder dann erst einmal mit ihren Regierungen über die Inhalte beraten. Die Sanktionen könnten noch im März in Kraft treten. Wie das Blatt meldet, ist der Entwurf das Ergebnis wochenlanger intensiver Verhandlungen der Amerikaner.

    Bisher wird spekuliert, dass bestehende Sanktionen zu Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm verschärft werden. Zudem werden wohl die Handel- und Finanzrestriktionen gegen das Land ausgeweitet.

    Pjöngjang hatte Mitte Februar trotz massiver internationaler Warnungen erneut einen Atomtest durchgeführt. Der Uno-Sicherheitsrat erklärte damals nach einer Dringlichkeitssitzung, der Test stelle eine "eindeutige Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit dar".

    Quelle


    Weltsicherheitsrat berät in Sondersitzung über Nordkorea
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    Pjöngjang droht mit Atomschlag

    Damit reagiert Nordkorea noch aggressiver gegenüber den USA als bisher. Pjöngjang ist verärgert über gemeinsame Militärmanöver von südkoreanischen und US-Truppen und über die geplanten verschärften UN-Sanktionen.


    Nordkorea droht den USA mit einem präventiven Atomschlag. Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte, das Land könne von seinem Recht eines Präventivschlags gegen "das Hauptquartier des Aggressors" Gebrauch machen, weil die USA dabei seien, einen Atomkrieg gegen Nordkorea vorzubereiten. Diese aggressive Rhetorik gegen die USA ist nicht neu. Aber sie hat in den letzten Tagen zugenommen. Hintergrund sind die geplanten verschärften Sanktionen gegen Pjöngjang. Der UN-Sicherheitsrat will an diesem Donnerstag darüber entscheiden.

    Sanktionen sollen das Regime gezielt treffen

    Sinn und Zweck der Sanktionen ist es, die Geldströme zu unterbinden, die Nordkorea zur Entwicklung seines Atom- und Raketenprogramms braucht. Konkret würden mit dem Beschluss drei weitere nordkoreanische Führungspersönlichkeiten, ein Unternehmen und eine Organisation auf die Sanktionsliste der Vereinten Nationen gesetzt. Darunter ist der größte Waffenhändler des Landes und eine Organisation, die Raketentechnologie erforscht und wahrscheinlich auch für die Entwicklung von Atomwaffen verantwortlich ist.

    Die USA und Nordkoreas engster Verbündeteter, China, hatten die Resolution über die Sanktionen entworfen, weil Pjöngjang am 12. Februar einen unterirdischen Nuklearwaffentest vorgenommen hatte. Nach 2006 und 2009 war das der erste Atomtest unter dem neuen Machthaber Kim Jong Un, der Nordkorea seit dem Tod seines Vaters Kim Jong Il Ende 2011 führt.

    Ein weiterer Grund für Nordkoreas Drohungen sind Militärübungen der USA und Südkoreas. Pjöngjang fühlt sich provoziert. Es wirft den USA und Südkorea vor, schwere Waffen und Kampfkräfte in der entmilitarisierten Zone zwischen Nord und Süd zu positionieren.

    60 Jahre Waffenstillstand mit dem Süden sollen zuende sein

    Nordkorea droht aber nicht nur mit einem Atomschlag gegen die USA, sondern auch damit, den Waffenstillstand mit Südkorea aufzukündigen. Am Dienstag hieß es, der Waffenstillstand, der den Korea-Krieg 1953 beendete, werde am 11. März aufgekündigt. Auch solche Töne sind nicht ungewöhnlich. Dennoch hat Südkorea seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Das Militär sei "vollständig" auf mögliche Provokationen vorbereitet, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul. Das Ministerium befürchtet, Nordkorea bereite ein "massives" Militärmanöver vor, das zu Zwischenfällen führen könnte. Ein ranghoher Offizier des südkoreanischen Generalstabs warnte in einem Fernsehkommentar die nordkoreanische Führung: "Wenn Pjöngjang mit seinen Provokationen weitermacht und das Leben und die Sicherheit der Südkoreaner bedroht, wird unser Militär stark und streng an seiner Führung und deren unterstützenden Kräften Vergeltung üben."

    Drohung mit dem Atomschlag - ein Erpressungsversuch?

    Amerikanische und südkoreanische Analysten sehen die Drohungen Nordkoreas als Versuch, direkt Verhandlungen mit Washington zu erzwingen. Pjöngjang braucht einerseits Unterstützung für seine hungernde Bevölkerung, fordert aber gleichzeitig, die 28.000 amerikanischen Soldaten in Südkorea sollen abziehen. John Delury, Professor an der Yonsei Universität in Seoul, sagte, Pjöngjang wolle die internationale Gemeinschaft davon überzeugen, dass formelle Friedensgespräche und eine neue Sicherheitsarchitektur Voraussetzung für eine komplette nukleare Abrüstung seien.

    Quelle


    Deshalb droht Kim mit dem Atomschlag
    Korea-Konflikt eskaliert - Atomdrohungen gegen USA
    Geändert von salviner01 (21.12.14 um 20:47 Uhr)
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    Nordkorea kündigt Nichtangriffspakt mit Südkorea auf

    Der Konflikt um Nordkorea spitzt sich weiter zu. Nordkorea reagiert mit Drohungen und Abbau der diplomatischen Beziehungen auf die verhängten UN-Sanktionen . Südkorea reagiert indes mit scharfen Tönen auf die Ankündigen aus dem Nachbarland.

    --------------------------------------------------------------------------------------------------
    Wenige Stunden nach der Verhängung neuer UN-Sanktionen gegen Pjöngjang hat Nordkorea den Nichtangriffspakt mit Südkorea aufgekündigt. Alle Nichtangriffs-Übereinkommen zwischen Nord- und Südkorea seien aufgehoben, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag das staatliche „Komitee zur friedlichen Wiedervereinigung Koreas“. Auch das Rote Telefon als ständige Verbindung zum Süden werde mit sofortiger Wirkung gekappt.

    Der UN-Sicherheitsrat hatte am Donnerstag drei Wochen nach dem jüngsten nordkoreanischen Atomwaffentest die Sanktionen gegen das Land verschärft.

    Südkorea reagierte in scharfem Ton auf die Drohungen Nordkoreas. Das Regime von Machthaber Kim Jong Un werde zugrunde gehen, sollte es Südkorea mit Atombomben angreifen, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Kim Min Seok, am Freitag vor Journalisten in Seoul. Auch die USA wiesen die Atombomben-Drohungen des kommunistischen Landes zurück. „Die USA sind voll und ganz in der Lage, sich gegen nordkoreanische Raketendrohungen zu verteidigen“, sagten die Sprecher von Weißem Haus und Außenministerium am Donnerstag in Washington wortgleich.

    Der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul sagte, Nordkorea habe zuletzt Truppenübungen von „beispielloser Intensität“ durchgeführt. Dazu seien U-Boote, Kampfjets und Spezialeinheiten mobilisiert worden. Nordkorea fühlt sich durch ein jährliches Frühlingsmanöver der südkoreanischen Streitkräfte mit US-Einheiten provoziert. Beiden Ländern unterstellt es, einen Nuklearangriff vorzubereiten. Die USA haben in Südkorea 28 500 Soldaten stationiert.

    Das staatliche nordkoreanische Wiedervereinigungskomitee verurteilte die UN-Resolution zur Verschärfung der Sanktionen am Freitag als Beweis dafür, dass Washington und seine „Marionetten“ in Seoul „wild entschlossen“ zur Konfrontation seien. Die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea hätten die „Gefahrenlinie“ derart weit überschritten, dass sie nicht mehr zu kitten seien. Auf der koreanischen Halbinsel sei die Lage „extrem gefährlich“, ein Atomkrieg „könnte jetzt ausbrechen“.

    Das staatliche Komitee warnte, das nordkoreanische Militär werde auf jegliche Grenzverletzung - und sei sie „nur um einen Zentimeter“ - „gnadenlos“ reagieren. Sowohl Süd- als Nordkorea planen für kommende Woche große Militärmanöver. Laut KCNA besuchte der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un am Donnerstag eine Militäreinheit an der innerkoreanischen Grenze, die 2010 in einen tödlichen Zwischenfall mit dem Süden verwickelt war. Dabei habe er die Bereitschaft des Landes zum Krieg betont und verkündet, im Falle einer Provokation werde er Angriffe entlang der gesamten Grenze anordnen.

    Der wichtigste bilaterale Nichtangriffspakt zwischen Nord- und südkorea wurde 1991 unterzeichnet. Er sieht eine friedliche Regelung von Meinungsverschiedenheiten vor und soll versehentliche militärische Zusammenstöße an der innerkoreanischen Grenze vermeiden helfen. Das Rote Telefon als ständige Verbindung zwischen Pjöngjang und Seoul wurde 1971 eingerichtet. Nordkorea hatte schon häufig mit seiner Kappung gedroht und den direkten Draht auch tatsächlich bereits zweimal unterbrochen.

    Am Dienstag hatte Pjöngjang mit der Aufkündigung des 1953 nach dem Korea-Krieg geschlossenen Waffenstillstandsabkommens mit Südkorea gedroht. Nord- und Südkorea befinden sich formal seit dem Ende des Krieges noch immer im Kriegszustand. Immer wieder kommt es im Grenzgebiet zwischen beiden Staaten zu militärischen Zwischenfällen.

    Quelle


    Politologe: Atomdrohung nicht ernst zu nehmen

    Kontensperrungen und Reiseverbote

    Die am Donnerstag verabschiedete Resolution verstärkt die schon bestehenden Strafmaßnahmen durch Reiseverbote und Kontensperrungen. Zudem richtet sich die Resolution gezielt gegen Diplomaten des Regimes. Und: Es gibt eine ganze Reihe Luxusgüter, die nicht mehr nach Nordkorea exportiert werden dürfen, etwa Schmuck und Autos.

    Erst das chinesische Einlenken hatte die Resolution möglich gemacht. "Diese Resolution ist sehr deutlich", sagte UN-Botschafter Li Baodong. Er hoffe, dass Pjöngjang die Botschaft verstehe: "Die Verhandlungen müssen weitergehen. Wir ermutigen alle Beteiligten: Sprecht miteinander."...Quelle
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    "Totaler Krieg"
    Nordkoreas Armee wartet nur noch auf den Befehl

    Vor Beginn einer südkoreanisch-amerikanischen Militärübung rasselt Nordkorea mit dem Säbel: Kims Armee warte nur noch auf den Befehl, loszuschlagen. Das gelte auch für die Atomwaffen des Landes.


    Kurz vor Beginn neuer amerikanisch-südkoreanischer Militärübungen schlägt Nordkorea weiterhin kriegerische Töne an. Die gesamte Armee des Landes befinde sich bereits "auf einer Stufe des totalen Kriegs" und warte nur noch auf den Befehl, loszuschlagen, hieß es laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Sonntag in einem Artikel der offiziellen nordkoreanischen Zeitung "Rodong Sinmun". Auch die Atomwaffen des Landes stünden einsatzbereit.

    Nordkorea hatte zuletzt fast täglich vor einem Krieg gewarnt. Am Samstag kündigte das Regime in Pjöngjang den weiteren Ausbau seines umstrittenen Atomprogramms an. Zugleich hatte das kommunistische Land die Annullierung des Waffenstillstandsvertrags von 1953 zur Beendigung des Korea-Kriegs angekündigt, den USA mit einem atomaren Erstschlag gedroht und erneut einen Nichtangriffspakt mit Südkorea für ungültig erklärt.

    Pjöngjang reagiert damit auf die laufenden Militärmanöver der Streitkräfte der USA und Südkoreas sowie auf den wachsenden internationalen Druck wegens seines Atomwaffenprogramms.

    Damit reagierte die Führung des kommunistischen Landes auf die Verschärfung der Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat am Donnerstag als Antwort auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas beschlossen hatte. Die Sanktionen sehen nun unter anderem Reiseverbote und Kontensperrungen vor. Pjöngjang hatte den USA kurz zuvor mit einem atomaren Erstschlag gedroht.

    China fordert Rückkehr an Verhandlungstisch

    China, das im Weltsicherheitsrat die neuen Sanktionen mitgetragen hatte, rief die Führung in Pjöngjang zu neuen Verhandlungen auf. "Sanktionen sind nicht das Ende der Aktionen des Weltsicherheitsrates", sagte Außenminister Yang Jiechi am Rande der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Dialog sei der "einzig richtige Weg".

    Der UN-Sicherheitsrat habe in seiner Resolution auch zu einer Wiederaufnahme der seit 2009 eingefrorenen Sechs-Parteien-Gespräche mit Nordkorea, den USA, Südkorea, Japan und Russland unter Chinas Vermittlung aufgerufen. Alle Parteien sollten "Ruhe und Zurückhaltung" zeigen und nichts unternehmen, was die Lage weiter eskalieren lassen könnte, mahnte Chinas Außenminister.

    Nordkorea ließ sich allerdings von den Mahnungen seines traditionellen Freundes nicht beeindrucken: Der neue Sanktionsbeschluss sei ein "Produkt der feindseligen Politik der USA" und werde vollständig zurückgewiesen, hieß es am Samstag in einer Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang. Die Welt werde deutlich sehen, wie die Volksrepublik ihre "permanente Stellung als Atomwaffenstaat und Satellitenstarter festigen wird", wurde ein nicht namentlich genannter Sprecher von den Staatsmedien zitiert.

    Konkreter wurde das Ministerium nicht. Nordkorea hatte aber bereits im Januar neben der Drohung mit dem Ausbau seines Atomwaffenarsenals weitere Satellitenstarts und neue Tests von Langstreckenraketen angekündigt, die gegen die USA gerichtet sein sollten.

    USA "jederzeit" bereit, Südkorea beizustehen

    Der Kommandeur der US- und UN-Truppen in Südkorea, James D. Thurman, bezeichnete die Kündigung des Waffenstillstandsabkommens mit dem Süden als Provokation.

    "Als Kommandeur werde ich mit allen Mitteln auf die weitere Einhaltung des Abkommens dringen", sagte er dem "Focus". "Wir sind jederzeit bereit, der Republik Südkorea beizustehen."

    Am Montag wollen Südkorea und die USA ihre jährliche mehrtägige Übung zur Kommandoschulung ("Key Resolve") beginnen. Seit Anfang März laufen in Südkorea bereits die gemeinsamen Frühjahrsfeldübungen. Nach Angaben Südkoreas bereitet sich das nordkoreanische Militär derzeit selbst auf ein massives Manöver vor.

    Quelle


    Die Methode Kim: Abschreckung durch Irrsinn
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  12. Bedankos Cirurgicus bedankte(n) sich für diesen Post
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    Kim Jong-un benennt Angriffsziel in Südkorea

    Das Muskelspiel geht weiter: Bei einem Truppenbesuch fordert Diktator Kim Jong-un die Soldaten auf, den "verrückten Feinden" zu zeigen, "was ein echter Krieg ist". Erstes Ziel soll eine Insel sein.


    Mit martialischen Worten hat der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un einen Angriff auf die südkoreanische Insel Baengnyong angedroht. Die kleine Insel nahe der Seegrenze zwischen dem Norden und dem Süden werde im Falle eines bewaffneten Konflikts das erste Ziel der nordkoreanischen Armee sein, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA Kim.

    Wenn der Befehl zum Angriff erteilt worden sei, "müsst ihr den verrückten Feinden das Kreuz brechen, die Kehle durchschneiden und ihnen so klar zeigen, was ein echter Krieg ist", sagte Kim demnach bei einem Kasernenbesuch weiter.

    Der besuchten Artillerieeinheit befahl Kim demnach, die Insel in ein "Meer von Flammen" zu verwandeln. Vorrangige Angriffsziele seien unter anderem Radarstellungen und Raketenwerfer.

    Inselbewohner bereiten Notunterkünfte vor

    Ein Verwaltungsbeamter auf Baengnyeong sagte, die Notunterkünfte auf der Insel seien vorbereitet, alle Dorfversammlungen seien im Alarmzustand. Es gebe zwar keinen "Massenexodus" auf die Hauptinsel, aber "wir haben ein bisschen Angst", fügte er hinzu. Auf der Insel leben rund 5000 Menschen, zudem gibt es dort mehrere militärische Einrichtungen.

    Anlass für die nordkoreanischen Drohungen war ein groß angelegtes Militärmanöver der USA und Südkoreas, das am Montag begann. Wegen dieses Manövers und neuer UN-Sanktionen, die wegen eines Raketentests und eines erfolgreichen Atomtests Nordkoreas verhängt worden waren, hatte Pjöngjang schon seit Tagen immer neue Drohungen gegen Südkorea und die USA ausgesprochen.

    Unter anderem wurde Washington ein atomarer Erstschlag angekündigt. Südkorea hat unter seiner neuen Präsidentin Park Geun-hye seinerseits seine Truppen in Alarmbereitschaft versetzt.

    Beobachter – keine unmittelbare Kriegsgefahr

    Unmittelbare Kriegsgefahr sehen Beobachter dennoch nicht. Nach Ansicht der Vereinten Nationen bleibt der Waffenstillstand weiterhin in Kraft. Sprecher Martin Nesirky sagte in New York, das Abkommen sei von der UN-Vollversammlung angenommen worden, und weder Nord- noch Südkorea könnten es einseitig aufheben.

    Er fügte hinzu, bislang seien seit Nordkoreas Ankündigung noch keine praktischen Veränderungen auf der koreanischen Halbinsel festgestellt worden. Experten wiesen zudem darauf hin, dass Pjöngjang das Abkommen in den vergangenen 20 Jahren etwa ein Dutzend Mal für nichtig erklärt hat.

    Seit dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 gibt es zwischen den beiden Staaten keinen Friedensvertrag. Nordkorea hat sich nahezu komplett abgekapselt, Südkorea vertraut auf ein Bündnis mit den USA, die 28.500 Soldaten in dem asiatischen Land stationiert haben.

    Quelle


    Gammastrahlen-Impuls: Plant Kim US-Angriff aus kosmischem Hinterhalt?

    "müsst ihr den verrückten Feinden das Kreuz brechen, die Kehle durchschneiden und ihnen so klar zeigen, was ein echter Krieg ist", sagte Kim
    ..und er scheißt sich derweil in die Hose ^^
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