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    Kriegsgefahr in Nahost

    Kriegsgefahr in Nahost

    Israel bereitet Bodenoffensive im Gaza-Streifen vor

    Die ersten Truppen nehmen Kurs auf die Grenze, bis zu 30.000 Reservisten stehen vor der Einberufung in die Armee: Israel treibt die Vorbereitungen für eine Bodenoffensive im Gaza-Streifen voran. Die Regierung reagiert damit auf unverminderte Raketenangriffe, die sogar Tel Aviv erreichten.


    Tel Aviv/Gaza - Trotz weltweiter Appelle stehen im Nahen Osten die Zeichen auf Krieg. Einen Tag nach der Tötung von Ahmad al-Dschabari, dem Militärchef der Hamas, setzten Israel und militante Palästinenser die Auseinandersetzungen fort: Vom Gaza-Streifen aus wurden Raketen auf Tel Aviv gefeuert. Die Geschosse richteten zwar keinen Schaden an, führten aber umgehend zu einer Reaktion Israels: Verteidigungsminister Ehud Barak billigte die Einberufung von bis zu 30.000 Reservisten. Außerdem wurden erste Truppen an die Grenze zum Gaza-Streifen geschickt - als Vorbereitungen für eine Bodenoffensive. Am Abend waren mindestens ein Dutzend Transporter zu sehen, auf denen Panzer in das Grenzgebiet gebracht wurden. Busse mit Soldaten waren auf dem gleichen Weg.

    Die Einberufung der Reservisten könne jederzeit erfolgen, sagte ein Armeesprecher am Donnerstagabend. General Joaw Mordechai sagte dem Fernsehsender Channel 2, die Armee sei dabei, "die Kampagne auszuweiten". Ob die Obergrenze bei einer Einberufung voll ausgeschöpft werde, sei unklar. "Alle Optionen liegen auf dem Tisch." Am Abend flogen israelische Kampfflugzeuge nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters mehr als Luftangriffe auf Ziele im Gaza-Streifen.

    Zuvor war es erstmals seit dem Golfkrieg von 1991 zu einem Raketenangriff auf die Küstenmetropole Tel Aviv gekommen. Daraufhin wurde Luftalarm ausgelöst, die Menschen liefen in Panik zu den Schutzräumen. Bei dem am frühen Abend vor dem Stadtteil Jaffa ins Meer gefallenen Geschoss habe es sich um eine Fadschr-5-Rakete aus iranischer Produktion gehandelt, teilten die palästinensischen Al-Kuds-Brigaden mit. Zuvor war laut der israelischen Armee eine andere Rakete 15 Kilometer südöstlich von Tel Aviv eingeschlagen, auch hier sei niemand zu Schaden gekommen.

    Bislang galten Angriffe auf Tel Aviv als klare rote Linie bei den jahrelangen Scharmützeln zwischen Israel und der Hamas. Verteidigungsminister Barak bezeichnete die Raketenattacken auf Tel Aviv als "Eskalation", für den die militanten Kräfte in Gaza einen Preis zu zahlen hätten.

    Die USA bezeichneten die Raketenangriffe auf Israel als "feige Taten" der Hamas. Präsident Barack Obama verurteile die Angriffe, für die es keine Rechtfertigung gebe, sagte sein Sprecher Jay Carney am Donnerstag vor Reportern. Bereits am Vortag hatte Obama dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in einem Telefonat seine Unterstützung zugesichert.

    "Säule der Verteidigung" soll die Hamas einschüchtern

    Seit Mittwochnachmittag hatte Israels Luftwaffe nach eigenen Angaben rund 150 Angriffe auf den Gaza-Streifen geflogen. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben bis Donnerstagmittag mindestens 15 Palästinenser getötet, darunter zwei Kinder und eine schwangere Frau. Mindestens 150 Palästinenser wurden verletzt. Die israelische Armee habe seit Beginn der Offensive "Säule der Verteidigung" fast 230 Ziele aus der Luft und vom Meer aus angegriffen, teilte eine Sprecherin in Tel Aviv mit.

    Die Operation "Säule der Verteidigung" soll die Hamas-Führung einschüchtern, damit sie die Raketenangriffe auf Israel stoppt. Mitglieder der politischen Führungsriege der Hamas, wie der ehemalige Ministerpräsident Ismail Hanija, sollten sich nirgendwo mehr in Sicherheit wähnen, drohte Transportminister Israel Katz von der regierenden Likud-Partei am Donnerstag. "Wenn es sein muss, werden wir sie jagen wie wilde Tiere", sagte er bei der Besichtigung eines durch Raketenbeschuss beschädigten Wohnhauses in Kiriat Malachi. Bei dem Volltreffer in dem vierstöckigen Haus starben drei Menschen, zwei Frauen und ein Mann.

    In Gaza versammelten sich Tausende Palästinenser, um Dschabari das letzte Geleit zu geben. Bewaffnete Männer feuerten Salven in die Luft, Trauernde schworen Israel Rache, während sie Dschabaris Leiche durch die Straßen Gazas trugen. "Wir werden den Widerstand nicht aufgeben", gelobte Dschabaris 20 Jahre alter Sohn Muas. Der Tod seines Vaters werde die Kassam-Brigaden, den militärischen Arm der Hamas, nicht zerstören. "Wir werden weiter Gewehre tragen und seiner Botschaft folgen."

    Vergebliche Appelle internationaler Politiker

    Die Kassam-Brigaden bezeichneten die gezielte Tötung Dschabaris als "Kriegserklärung" und kündigten massive Rache an. Die Hamas-Führung schloss eine Waffenstillstandsvereinbarung mit Israel zum momentanen Zeitpunkt aus. "Wir werden uns nicht weiteren Tricks der Besatzung aussetzen", sagte Sprecher Sami Abu Suhri bei einer Pressekonferenz in Gaza. "Wir betrachten Gespräche über eine Feuerpause derzeit als Versuch, mehr Deckung für die Fortsetzung der Eskalation im Gaza-Streifen zu erhalten." Suhri warf Israel vor, "einen offenen Krieg gegen unser Volk und unseren Widerstand im Gaza-Streifen" begonnen zu haben.

    Weltweite Appelle zur Deeskalation scheinen damit erfolglos zu sein. Am Abend forderte Tony Blair, Sondergesandter des Nahost-Quartetts, die Hamas auf, den Beschuss Israels einzustellen. Es sei jetzt wichtig, dass sich die Lage beruhige, sagte Blair dem Fernsehsender Sky News. Am Abend kam auch Frankreichs Staatschef Hollande zu Gesprächen mit Netanjahu zusammen.

    Bundesaußenminister Guido Westerwelle verurteilte in einem Telefongespräch mit seinem israelischen Kollegen Avigdor Lieberman die Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen. Wie das Auswärtige Amt am Donnerstag mitteilte, betonte der FDP-Politiker das israelische Recht auf Selbstverteidigung und den Schutz seiner Bürger. Es müsse alles getan werden, um eine Deeskalation zu bewirken und zivile Opfer zu vermeiden.

    Quelle


    Luftalarm in Tel Aviv
    Liveticker: Israel bringt Panzer und Reservisten ins Grenzgebiet
    Geändert von salviner01 (22.12.14 um 00:51 Uhr)
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    Es scheint, dass dieser Nahostkonflikt niemals ein Ende finden wird...Israel weiß doch, dass man immer auf die Unterstützung der USA zählen kann und somit werde man auch in Zukunt immer wieder mit Waffengewalt auf Provokationen der Hamas antworten...fakt ist, dass man seitens der USA niemals Israel aufgeben wird, denn in der Nähe des Verbündeten liegt ein Land, das den Amerikaner ein Dorn im Auge ist...

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    Israelische Luftwaffe bombardiert Hamas-Regierungsgebäude

    Nach Hamas-Angaben wurden seit Beginn der israelischen Luftangriffe im Gazastreifen bislang 30 Palästinenser getötet.


    Gaza/Jerusalem. Israelische Kampfflieger haben am Sonnabend Regierungsgebäude der Hamas in Gaza bombardiert. Attackiert wurden das Büro des Ministerpräsidenten Ismail Hanijeh sowie eine Polizeizentrale, teilte die Hamas mit. Ein israelischer Militärsprecher bestätigte den Angriff auf Hanijehs Büro. Dort hatte dieser am Freitag noch den ägyptischen Ministerpräsidenten Hisham Kandil empfangen.

    Nach Hamas-Angaben wurden seit Beginn der israelischen Luftangriffe im Gazastreifen bislang 30 Palästinenser getötet, 14 Soldaten und 16 Zivilisten, darunter acht Kinder und eine schwangere Frau. Auf israelischer Seite starben am Donnerstag drei Zivilisten durch eine Rakete. Laut israelischem Militär schlugen seit Freitag 133 Raketen auf israelischem Boden ein. 82 weitere wurden durch die Raketenabwehr abgefangen. Umgekehrt gab es mehrere Dutzend Luftangriffe Israels auf Ziele im Gazastreifen.

    +++ So verlief der Freitag am Gazastreifen +++

    Im Konflikt mit der radikal-islamischen Hamas bereitet sich Israel auf eine mögliche Bodenoffensive vor. Dafür will Verteidigungsminister Ehud Barak statt 16.000 nun bis zu 75.000 Reservisten zu den Waffen rufen, wie aus politischen Kreisen verlautete. Nahe der Grenze zum Gazastreifen fuhren Panzer und Panzerhaubitzen auf. Die israelische Armee sperrte drei Straßen für den zivilen Verkehr, die zu dem Küstenstreifen führen oder an ihn grenzen.

    US-Präsident Barack Obama setzte sich in erneuten Telefonaten mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Ägyptens Präsident Mohamed Mursi für eine Deeskalation in der Gaza-Krise ein. Der ägyptische Ministerpräsident Kandil hatte am Freitag gesagt, sein Land sei zur Vermittlung bereit, um eine Waffenruhe auszuhandeln.

    Quelle


    Hintergrund: Was ist die Hamas?
    Geändert von salviner01 (22.12.14 um 00:52 Uhr)
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    Gaza-Konflikt: Social Media als Sicherheitsrisiko?
    Im Gaza-Konflikt sieht die israelische Armee Social-Media-Dienste derzeit offenbar als Sicherheitsrisiko. Durch Fotos von Raketeneinschlägen, insbesondere in Verbindung mit den derzeit populären GPS-Daten beziehungsweise "Location Data", erhalte die Hamas Informationen, durch die sie ihre Raketen gezielter abschießen könne, so die Befürchtung.
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    Berichten von Anwohnern zufolge forderte die Armee, die "Israeli Defense Force" (IDF) israelische Internet-Nutzer auf, auf das Hochladen derartiger Fotos bei Diensten wie Facebook, Twitter oder Instagram zu verzichten. Anderenfalls, so befürchtet man, könnte die Hamas die enthaltenen Daten unter Umständen verwenden, um ihre Raketenabschüsse genauer zu berechnen.

    Derzeit bleibt es aber bei einer Empfehlung. Durchsetzen können die israelischen Autoritäten den Wunsch nach einer Nachrichtensperre für derartige Informationen wahrscheinlich nicht. Es gibt kein Gesetz in Israel, das die Betätigung als Blogger oder Bürger-Journalist, auch unter Einbeziehung der potentiell problematischen Geo-Daten, verbietet.
    Quelle

    Das ist natürlich auch so ne Sache die man bedenken muß damit sie nicht nach hinten losgeht.
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    Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ist in Kraft

    Seit 20.00 Uhr gilt der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen. Bis kurz zuvor gingen die Angriffe von beiden Seiten ungehindert weiter.


    Israel und die radikalislamische Hamas haben ein Abkommen über eine Feuerpause geschlossen. Diese solle am heute Mittwochabend um 20.00 Uhr MEZ in Kraft treten, sagte der ägyptische Aussenminister Mohammed Amr bei einer Pressekonferenz mit US-Aussenministerin Hillary Clinton in Kairo.

    Nach israelischen Angaben willigte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ein, dem ägyptischen Vorschlag der Waffenruhe «eine Chance zu geben». Israel hatte vor einer Woche eine Militäroffensive gegen Ziele im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen begonnen, um damit den Raketenbeschuss von palästinensischer Seite zu stoppen. Alle Bemühungen um eine Waffenruhe hatten sich bislang zerschlagen, so zuletzt am Dienstag.

    Obama dankt Mursi

    Unter der Vermittlung Ägyptens wurde in Kairo weiter über eine Übereinkunft verhandelt. Clinton traf zu Gesprächen mit Präsident Mohammed Mursi ein, nachdem sie am Vormittag in Ramallah mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gesprochen hatte. Dieser bezeichnete Ägypten als den «Schlüssel» für eine Lösung, wie von palästinensischer Seite bekannt wurde.

    Überschattet wurden die Bemühungen um eine Feuerpause von einem Anschlag auf einen Bus im Zentrum der israelischen Metropole Tel Aviv, bei dem mindestens 17 Menschen verletzt wurden. Nach Angaben von Netanyahus Sprecher Ofir Gendelman explodierte eine Bombe in dem Bus unweit des Verteidigungsministeriums. Es war der erste Anschlag auf den öffentlichen Nahverkehr Israels seit März 2011.

    Clinton erklärte in Kairo, Washington begrüsse die Waffenruhe. «In den kommenden Tagen werden die USA mit ihren Partnern in der Region weiter daran arbeiten, die Fortschritte zu festigen». Zuvor hatte sich US-Präsident Barack Obama erneut in die diplomatischen Bemühungen eingeschaltet. Nach Angaben des Weissen Hauses bekräftigte er in einem Telefonat mit Netanyahu Israels Recht auf Selbstverteidigung.

    Später dankte Obama dem israelischen Ministerpräsidenten, dass er den ägyptischen Vermittlungsvorschlag angenommen habe. Zudem dankte er dem ägyptischen Präsidenten Mursi für sein Engagement. Nach Angaben des israelischen Rundfunks soll die Feuerpause zu einem Abkommen über einen dauerhaften Waffenstillstand führen. Für die Überwachung des Abkommens soll demnach Ägypten zuständig sein.

    Bericht: Verhandlungen über längerfristige Lösung

    Die israelische Zeitung «Yedioth Ahronoth» hatte zuvor berichtet, die Eckpunkte des Abkommen sähen vor, dass im Anschluss an die Waffenruhe Verhandlungen über eine langfristige Lösung beginnen würden. Dabei würde Israel das Feuer einstellen, die Angriffe auf hochrangige radikale Islamisten beenden und Gespräche darüber versprechen, wie sich die Blockade des Gazastreifens lockern liesse. Die Hamas würde sich im Gegenzug verpflichten, die Raketenangriffe auf Israel zu stoppen und dafür zu sorgen, dass auch die übrigen Palästinenser-Gruppen dies befolgten, hiess es.

    US-Aussenministerin Hillary Clinton war im Laufe des Tages nach Kairo gereist, um mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi zu beraten. Zuvor hatte sie in Israel mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und im Westjordanland mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas gesprochen.

    20 Verletzte bei Attentat auf Bus

    Die internationalen Bemühungen um einen Waffenstillstand im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern im Gazastreifen hatten noch am Mittwochnachmittag einen Rückschlag erlitten. Bei einem Bombenanschlag auf einen Stadtbus im Zentrum von Tel Aviv waren mindestens 20 Menschen verletzt worden. Die in Gaza herrschende Hamas begrüsste die Tat. Die Explosion ereignete sich in der Nähe des Hauptquartiers der israelischen Streitkräfte auf einer Hauptverkehrsstrasse. Ein Augenzeuge sagte im israelischen Militärradio, der Bus sei innen völlig ausgebrannt. Zum Explosionszeitpunkt gegen Mittag hielten sich nur wenige Menschen im Bus auf.



    Es war der erste Bombenanschlag in Tel Aviv seit dem Jahr 2006. Damit wuchs die Gefahr einer israelischen Bodenoffensive gegen den Gazastreifen erneut. Es handle sich um eine «natürliche Reaktion» auf die Tötung von Zivilisten durch die israelische Luftwaffe, hiess es im Hamas-Fernsehsender.

    USA und UNO verurteilen Bombenanschlag

    Die USA verurteilten den Anschlag. «Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Familien der Verletzten und der israelischen Bevölkerung», hiess es in einer Erklärung des Weissen Hauses. Auch US-Aussenministerin Hillary Clinton, die im Rahmen ihrer Mission zur Vermittlung einer Waffenruhe in Kairo eingetroffen war, zeigte sich betroffen.

    UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Anschlag ebenfalls «auf das Schärfste». Kein Umstand rechtfertige es, Zivilisten ins Visier zu nehmen. Auch Ban bemüht sich gegenwärtig bei Gesprächen in Ägypten, Israel und dem Westjordanland um eine Feuerpause und eine diplomatische Lösung für den Konflikt.

    Bis zum jüngsten Anschlag in Tel Aviv hatte es Hoffnungen gegeben, dass ein bereits am Dienstagabend erwarteter Durchbruch bei den Bemühungen um ein Ende der Gewalt doch noch zustande kommen könnte. Vermittler wie Clinton und Ban versuchten auch danach, eine Feuerpause zwischen den verfeindeten Seiten auszuhandeln.

    Kein Ende der Luftangriffe

    Unterdessen gingen die israelischen Angriffe im Gazastreifen mit unverminderter Härte weiter. Auch militante Palästinenser feuerten am Mittwoch wieder Raketen auf Israel ab. Die Opferzahl stieg vor allem im Gazastreifen weiter. Die Zahl der Toten in der Enklave am Mittelmeer erhöhte sich auf mindestens 147. Mehr als 1100 Menschen wurden seit Beginn der Feindseligkeiten am Mittwoch vergangener Woche verletzt, wie in Gaza der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Aschraf al-Kedra, sagte.

    In Israel starben durch palästinensische Raketen im gleichen Zeitraum fünf Menschen, 80 wurden verletzt. Im Westjordanland wurden bei Protesten gegen die Luftangriffe mindestens vier Menschen bei Zusammenstössen mit israelischen Soldaten verletzt.

    Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, verurteilte Israels Angriffe auf den Gazastreifen als «Schandmal auf dem Antlitz der Menschlichkeit». Er hatte das Palästinensergebiet am Dienstag besucht. «Die Blockade dort hat das Niveau eines Kriegsverbrechens erreicht», sagte er in Kairo. Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani bestätigte am Mittwoch zum ersten Mal, dass sein Land der Hamas militärische Hilfe leiste und darauf «stolz» sei.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (22.12.14 um 00:53 Uhr)
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    Hamas und Fatah

    Gemeinsam feiern, getrennt marschieren

    Die Hamas gestattet der Fatah, die zentrale Feier zu ihrem 48. Gründungsjubiläum in Gaza abzuhalten. Aber die beiden palästinensischen Organisationen haben weiter unterschiedliche Strategien gegenüber Israel.


    Erst wird gebetet, dann gefeiert. Nicht im Westjordanland, sondern mitten in Gaza-Stadt darf die Fatah-Organisation an diesem Freitag den 48. Jahrestag ihrer Gründung begehen. Zum ersten Mal seit fünf Jahren gestatteten die regierenden Islamisten von der Hamas ihren säkularen Rivalen, nach dem Freitagsgebet eine Großkundgebung auf dem zentralen Saraja-Platz abzuhalten. Im Jahr 2007 hatte die Hamas die Fatah gewaltsam aus dem Gazastreifen vertrieben: Jetzt wollen beide Organisationen gemeinsam feierlich der Fatah-Gründung gedenken; auch Hamas-Politiker wollen teilnehmen.

    Seit dem Ende der militärischen Konfrontation mit Israel im November gehen Hamas und Fatah wieder aufeinander zu. Ministerpräsident Ismail Hanija lud damals schon den Fatah-Führer Nabil Schaath ein, um mit der Hamas in Gaza-Stadt den „Sieg“ über Israel zu feiern. An diesem Freitag ist Schaath wieder der ranghöchste Fatah-Vertreter in Gaza. Nach Ansicht palästinensischer Beobachter revanchiert sich die Hamas damit bei der Fatah: Im Dezember erlaubte die von Abbas geführte Autonomiebehörde der Hamas im Westjordanland, in mehreren Städten der Gründung der islamistischen Organisation vor 25 Jahren zu gedenken - es waren die ersten öffentlichen Hamas-Veranstaltungen in Nablus, Hebron und Ramallah seit fünf Jahren.

    „Moderne palästinensische Revolution“

    „Die moderne palästinensische Revolution“ lautet das Motto der Feier in Gaza, auf das sich Fatah und Hamas geeinigt haben. Delegationen aus Ägypten und Algerien werden erwartet. Zudem sollen mehr als 30 Künstler auftreten. „Versöhnung muss mehr sein als Feierstunden und Verhandlungen“, sagte zuvor mahnend Fatah-Führer Schaath der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan: Es sei höchste Zeit, die beiden 2011 und 2012 von beiden Palästinensergruppen unterzeichneten Versöhnungsabkommen endlich in die Tat umzusetzen. Sie sehen vor, eine gemeinsame Übergangsregierung zu bilden und bald Parlaments- und Präsidentenwahlen im Gazastreifen sowie im Westjordanland abzuhalten.

    Obwohl sie ausgiebig miteinander feiern, finden die Palästinenser aber weiterhin nicht aus eigener Kraft zusammen. Für nächste Woche hat der ägyptische Präsident Muhammad Mursi nun den Fatah-Chef und palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas und die Hamas-Führung zu neuen Gesprächen nach Kairo eingeladen. Seit Jahren versucht Ägypten, zwischen den zerstrittenen Palästinensern zu vermitteln. Zuletzt spielte Mursi eine wichtige Rolle bei der Waffenruhe, die die jüngste Gewalt im Gazastreifen beendete. Die innenpolitischen Konflikte um die neue ägyptische Verfassung ließen dem ägyptischen Staatschef jedoch bisher keine Zeit mehr, um zu helfen, die Palästinenser auszusöhnen. Das ist nicht einfacher geworden, denn beide Gruppen treten selbstbewusster auf: Die Hamas sieht sich durch den militärischen Konflikt mit Israel gestärkt. Abbas, der nicht zur Feier in Gaza erwartet wurde, verweist hingegen darauf die Aufwertung Palästinas durch die UN-Vollversammlung zu einem Beobachterstaat erreicht zu haben.

    Eine Ende Dezember veröffentlichte Umfrage erweckt jedoch den Eindruck, dass die Islamisten politisch am stärksten von den vergangenen Wochen profitieren konnten: 81 Prozent der vom Institut des Meinungsforschers Khalil Schikaki befragten Palästinenser sehen die Hamas als Sieger der bewaffneten Auseinandersetzung mit Israel. Diese gewaltsame Strategie der Islamisten halten mittlerweile sechzig Prozent für den besseren Weg, um die israelische Besatzung zu beenden und einen eigenen Staat zu gründen. Gleichzeitig nahm die Popularität der Hamas im Vergleich zur Fatah um sieben Prozent zu. In Präsidentenwahlen würde Hamas-Ministerpräsident Ismail Hanija Abbas mit 48 Prozent knapp schlagen, wie die von Schikaki gemeinsam mit der Hebräischen Universität in Jerusalem erstellte Befragung zeigte.

    In Israel warnen einige Militärs und Politiker daher schon vor dem Ausbruch einer dritten Intifada, eines weiteren Palästinenseraufstands. Sie sind besorgt über die jüngste Zunahme von gewaltsamen Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten sowie Siedlern im Westjordanland. Fatah-Politiker sprechen sich für gewaltlosen „Volkswiderstand“ mit Demonstrationen und andere friedliche Proteste aus. „Die israelische Besatzung muss ihren Preis haben, sonst gibt es keine Veränderung“, sagt etwa Mohammed Stayyeh, der Präsident Abbas nahesteht.

    Hamas: Heiliger Krieg ist der einzige Weg

    Zugleich will die von der Fatah dominierte PLO aber auch ihre diplomatische Aufwertung durch die UN nutzen, um internationale die palästinensische Position gegenüber Israel zu stärken. Man will weiteren UN-Organisationen beitreten, aber offenbar vorerst nicht dem internationalen Strafgerichtshof, den palästinensische Politiker bisher nur als eine Art Drohkulisse nutzen. Vor dem Gerichtshof in Den Haag könnten möglicherweise Israelis wegen ihrer Aktivitäten in den besetzten Gebieten angeklagt werden.

    Die Hamas hat andere Vorstellungen von der künftigen Strategie, was die Aussöhnungsgespräche wohl nicht gerade erleichtern wird. „Der Heilige Krieg und bewaffneter Widerstand sind der einzige Weg. Wir können Israels Legitimität nicht anerkennen“, hatte Hamas-Politbürochef Khaled Meschal während seiner umjubelten Rückkehr in den Gazastreifen Anfang Dezember angekündigt. Zuvor hatte er gegenüber Israel versöhnlichere Töne angeschlagen. Noch immer wird darüber gerätselt, ob es sich bei Meschals Auftritt in Gaza um eine Abschieds- oder eine Bewerbungsrede handelte: Eigentlich hatte Meschal vor einem Jahr seinen Rückzug als Politbürochef angekündigt, gleichzeitig aber andeuten lassen, dass er sich andere Führungspositionen vorstellen könnte. Bis heute ist für ihn kein Nachfolger ernannt und die Lage an der Hamas-Spitze ist weiter ungeklärt. Auch das erschwert die Verhandlungen mit der Fatah.

    In der Bevölkerung kommt trotz der politischen Jahrestage und der bevorstehenden Gespräche in Kairo ohnehin keine richtige Feierstimmung auf. Die Leute in den Palästinensergebieten kommen im Alltag kaum über die Runden. Im Gazastreifen hatte die Hamas den Menschen Hoffnungen gemacht, dass sich ihr Leben durch die neue Waffenruhe mit Israel bald deutlich verbessern werde. Zum Jahreswechsel erlaubte Israel, dass täglich 20 Lastwagen Baumaterial in den Gazastreifen bringen dürfen. Aber diese Lieferungen reichen noch lange nicht für die Großprojekte aus die die Hamas mit Hilfsgeldern aus Qatar errichten will. Im Westjordanland kämpft die Autonomiebehörde ums finanzielle Überleben. Seit der UN-Abstimmung Ende November überweist die israelische Regierung nicht die Zoll- und Steuereinnahmen, die sie für die Palästinenser erhebt. In Nablus, wo am Donnerstag der Fatah-Gründung gedacht wurde, gab es noch am Dienstag Proteste gegen die Autonomiebehörde, die auf einmal von allen Bürgern verlangt, ihre Stromrechnungen korrekt zu bezahlen.

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    Gewalt zwischen Israel und den Palästinensern eskaliert
    Der Schlagabtausch zwischen Israel und den radikalen Palästinensern wird immer heftiger: Im Nahen Osten wächst die Sorge vor einem neuen Krieg im Gazastreifen. Gibt es noch Hoffnung auf eine Waffenruhe?

    Bei der israelischen Offensive gegen Extremisten im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens 25 Menschen getötet worden. Etwa 130 seien verletzt worden, berichteten Sanitäter und Sicherheitsleute in der Nacht zum Mittwoch. Die radikalen Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad setzten unterdessen ihren Raketenbeschuss Israels fort. Die Angriffe wurden sogar auf die israelischen Großstädte Tel Aviv und Jerusalem ausgeweitet. Nach Angaben der israelischen Armee schlug auch in der Küstenstadt Chadera nördlich von Tel Aviv eine Rakete ein. Die Stadt liegt 117 Kilometer vom Gazastreifen entfernt. Dies sei der Raketenangriff mit der bisher größten Reichweite gewesen, sagte eine Armeessprecherin.

    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kündigte als Reaktion auf den eskalierten Nahost-Konflikt für diesen Mittwoch ein Krisentreffen seiner Regierung an. Das berichtete der israelische Rundfunk. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi habe Abbas am Telefon zugesichert, sein Land werde sich für einen Waffenstillstand zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas einsetzen, hieß es weiter. Die Arabische Liga forderte den UN-Sicherheitsrat in New York auf, eine Dringlichkeitssitzung wegen der Lage im Nahen Osten abzuhalten, schrieb die israelische Zeitung "Haaretz".

    Bei einem israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen sind nach Angaben palästinensischer Medien in der Nacht zum Mittwoch mindestens sechs Menschen in einem Haus getötet worden. Der Schlag habe sich gegen ein führendes Mitglied des militärischen Arms des Islamischen Dschihad gerichtet. Der Mann und mehrere Familienmitglieder seien getötet worden, berichtete "Haaretz" online.

    Israelische Armee mobilisiert Reservisten
    Auslöser der jüngsten Runde der Gewalt waren die Entführung und die Ermordung von drei jüdischen Teenagern am 12. Juni sowie der mutmaßliche Rachemord an einem palästinensischen Jugendlichen in der vergangenen Woche. Israel ist seit der Entführung massiv gegen die Infrastruktur der Hamas im Westjordanland vorgegangen und hat Hunderte Mitglieder der Organisation festgenommen.

    Nach Angaben des israelischen Militärsprechers Arye Shalicar hat die Armee die Mobilisierung von bis zu 40.000 Reservesoldaten bewilligt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte an, im Kampf gegen die Hamas sei es an der Zeit, "die Samthandschuhe auszuziehen". Israel will mit der Operation "Zuk Eitan" (Fels in der Brandung) den ständigen Raketenbeschuss seiner Ortschaften unterbinden. Seit Beginn der Offensive hat die israelische Armee nach Angaben eines Sprechers mehr als 270 "Terrorziele" im Gazastreifen angegriffen.

    Die EU reagierte extrem beunruhigt auf die eskalierende Gewalt in Nahost. "Wir verfolgen die sich rasch verschlechternde Lage im Süden Israels und im Gazastreifen mit schwerer Besorgnis", erklärte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in einer in Brüssel veröffentlichten Mitteilung. "Die EU verurteilt das willkürliche Feuer auf Israel durch militante Gruppen im Gazastreifen scharf." Doch auch die wachsende Anzahl ziviler Opfer, insbesondere Kinder, durch israelisches Gegenfeuer verurteile die EU. Alle Seiten müssten "äußerste Zurückhaltung" walten lassen und alles an eine sofortige Waffenruhe setzen.
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    Palästinenser verkünden längere Waffenruhe

    Seit 18 Uhr herrscht eine lange Waffenruhe im Gaza-Krieg zwischen den Palästinensern und Israel. Das verkündete Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Israel hat einen Vermittlungsvorschlag akzeptiert.


    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kündigte die Waffenruhe in einer TV-Übertragung an

    Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat eine neue Waffenruhe im Gaza-Krieg angekündigt. Die Feuerpause zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen soll um 19.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit) bereits in Kraft getreten sein, sagte Abbas am Dienstagabend in einer Fernsehansprache.

    Allerdings: Trotz Abbas Ankündigung gab es wenige Minuten nach 18 Uhr erneut Raketenalarm auf israelischer Seite in den Gemeinden am Gazastreifen. Danach schien es aber friedlich zu bleiben.

    Israel hat ebenfalls dem ägyptischen Vorstoß zugestimmt: "Israel hat den Vorschlag einer kompletten und zeitlich unbegrenzten Waffenruhe akzeptiert", sagte ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter. Auch die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete, Israel habe der Waffenruhe zugestimmt. Mehrere israelische Minister sollen aber Widerstand angekündigt haben.

    Blockierte Übergänge sollen geöffnet werden

    Die neue Initiative Ägyptens sieht nach palästinensischen Angaben weitreichende Vorschläge vor. Demzufolge sollen die blockierten Übergange vom Gazastreifen nach Israel und Ägypten sofort geöffnet werden. Zudem sollen die Fischfanggebiete der Palästinenser im Mittelmeer ausgeweitet werden.

    In einem Monat sollen die Konfliktparteien dann Gespräche über den Bau eines Seehafens für den wirtschaftlich am Boden liegenden Gazastreifen aufnehmen sowie über eine Freilassung von gefangenen Hamas-Mitgliedern im besetzten Westjordanland durch Israel, wie Palästinenservertreter erläuterten. Israel und Ägypten betrachten die Hamas als Sicherheitsbedrohung und fordern Garantien dafür, dass keine Waffen in den Gazastreifen kommen.

    Sieben Wochen Kämpfe

    Ägypten vermittelt in dem Konflikt. Die Kämpfe toben seit sieben Wochen. Seit Beginn des Gaza-Kriegs am 8. Juli sind nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mehr als 2130 Palästinenser getötet und mehr als 11.100 verletzt worden. Auf israelischer Seite starben 64 Soldaten und 4 Zivilisten. Frühere Waffenruhen scheiterten bereits nach Tagen.

    Die israelische Luftwaffe hatte noch kurz zuvor rund 40 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Dabei wurde nach palästinensischen Medienberichten auch ein zuvor geräumtes 13-stöckiges Hochhaus im Süden der Stadt Gaza zerstört. Eine israelische Militärsprecherin sagte, in den beschossenen Gebäuden hätten sich Kontrollzentren der Hamas oder anderer militanter Organisationen befunden.

    "Großer Erfolg" für die Hamas

    Im Gaza-Streifen wurde die Waffenruhe gefeiert: Militante Palästinenser feuerten nach Verkündung einer unbefristeten Waffenruhe mit Israel immer wieder Freudenschüsse in die Luft. Ungeachtet der dramatischen Zerstörungen feierten die Menschen in der Küstenenklave die Vereinbarung als einen großen Triumph. Aus Moscheen wurde über Lautsprecher der Sieg der radikal-islamischen Hamas und des palästinensischen Widerstands verkündet. "Gott ist groß, lang lebe Hamas, lang lebe das palästinensische Volk", lauteten die Botschaften.

    Israelische Kommentatoren sehen 50 Tage nach Beginn der Offensive einen Vorteil der Hamas Israel gegenüber. Die Hamas habe einen "großen Erfolg" verzeichnet, sagte ein Kommentator des Zweiten Israelischen Fernsehens am Dienstag. Es sei der Eindruck entstanden, dass Israel von der Gnade der Hamas abhänge, während es auf die Verkündung einer neuen Waffenruhe wartete. "Die Hamas ist zwar angeschlagen, aber ihr Selbstbewusstsein ist gewachsen, und das beobachtet man auch in (der libanesischen Hisbollah-Hochburg) Dachija und in Teheran sehr genau."

    Palästinenser verkünden längere Waffenruhe
    Israel wird an drei Fronten mit Raketen beschossen

    Da kann man nur hoffen, dass sich beide Seiten auch daran halten!!!
    Geändert von salviner01 (23.10.14 um 21:29 Uhr)
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
    Albert Einstein (1879-1955)

  9. Bedankos delle59 bedankte(n) sich für diesen Post
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    Avatar von salviner01




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    Schweden erkennt Staat Palästina an




    Schweden hat die Anerkennung Palästinas als eigenständigen Staat beschlossen. "Die Regierung fällt heute die Entscheidung, den Staat Palästina anzuerkennen", erklärte Außenministerin Margot Wallström. Dies sei ein "wichtiger Schritt", der die Rechte der Palästinenser auf Selbstbestimmung bestätige. Schwedens neuer Ministerpräsident Stefan Löfven hatte die Anerkennung Palästinas bei seiner Antrittsrede Anfang Oktober angekündigt und damit scharfe Proteste Israels ausgelöst.

    Schweden ist das achte EU-Mitglied, das die palästinensischen Gebiete als eigenständigen Staat anerkennt. Diesen Schritt hatten Malta, Zypern, Tschechien, die Slowakei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn bereits 1988 vollzogen. Damals war aber keines der Länder Mitglied der Europäischen Union. Umso aufmerksamer wurde die Entscheidung der neuen Regierung in Stockholm im Nahen Osten verfolgt, die auch unter dem Eindruck des jüngsten Gaza-Krieges gefallen war.

    Neue Regierung setzt auf Zwei-Staaten-Lösung

    Die nach Neuwahlen gebildete schwedische Minderheitsregierung aus Sozialdemokraten und Grünen sieht die Anerkennung Palästinas als Mittel zur Lösung des Nahost-Konflikts. Israel, die USA, Deutschland und andere westliche Staaten vertreten dagegen bislang die Linie, dass ein souveräner Palästinenserstaat erst zum Abschluss von Friedensverhandlungen mit Israel ausgerufen und anerkannt werden könne. Löfven erklärte bei seiner Antrittsrede, eine Zwei-Staaten-Lösung setze "die gegenseitige Anerkennung und den Willen zur friedlichen Koexistenz" auf israelischer und palästinensischer Seite voraus. Dabei müsse sowohl dem Sicherheitsbedürfnis Israels als auch dem Streben der Palästinenser nach Selbstbestimmung Rechnung getragen werden.

    In Israel wird befürchtet, dass weitere zur Anerkennung neigende Länder wie Irland, Belgien oder Portugal dem schwedischen Beispiel nun folgen könnten. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas begrüßte die Entscheidung Schwedens. Es handele sich um einen "mutigen und historischen" Schritt, sagte Abbas nach Angaben seines Sprechers. Abbas rief demnach weitere Länder auf, der Entscheidung Schwedens zu folgen. Das britische Unterhaus hatte vor wenige Tagen für eine Anerkennung eines Staates Palästina gestimmt. Dieses symbolische Votum hat allerdings keine bindende Wirkung für die Regierung.

    Schweden erkennt Staat Palästina an

    Fatah ruft „Tag des Zorns“ aus
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
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  11. Bedankos reho, Rungor bedankte(n) sich für diesen Post
  12. #10
    so etwas passiert wenn man sich beim knieenden beten den kopf auf dem boden stösst...lach.
    das wird da unten eh nie aufhören.
    man sollte sich nur mal fragen, warum das nun schon seit jahrhunderten so läuft, dass die "lieben jüdischen Juden" von fast jedes Volk auf dieser Erde vertrieben und gehasst wurden/werden. dat muss ja einen gewaltigen, nicht aufhörenden Ursprung haben. oder sind vielleicht alle nicht jüdische Völker behemmert und nur die Juden alleine die beläuchteten Lampen auf unseren Planeten?
    mir selbst ist es relativ bockwurst, ob die sich da unten die Birne alle weghauen...wichtig ist nur, die beschädigen keine internationale Internetleitung. *grins
    Hau, Ahhhladin und seine Lampe hat gesprochen!

  13. Bedankos salviner01 bedankte(n) sich für diesen Post
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