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    Obama als Präsident wiedergewählt

    US-Wahl
    Obama als Präsident wiedergewählt
    Was für eine Nacht! Stundenlang musste Barack Obama bangen, dann holte er sich einen Swing State nach dem anderen - jetzt wird er von seinen Anhängern als neuer, alter Präsident der Vereinigten Staaten gefeiert. Doch Konkurrent Mitt Romney will seine Niederlage bisher nicht einräumen.

    Washington - Es war ein knappes Rennen, eine dramatische Nacht. Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney mussten lange bangen. Obama feierte schließlich einen Sieg im hart umkämpften Swing State Ohio. Um 5.15 Uhr erklärten die TV-Sender NBC, CBS, CNN und Fox den Demokraten zum Sieger des Staates - damit hat Obama so viele Wahlmänner auf sich vereint, dass Mitt Romney ihn nicht mehr einholen kann (alle Infos hier im Liveticker).

    Die Anhänger des Präsidenten hatten bis zuletzt auf die 29 Stimmen aus dem Bundesstaat Florida spekuliert. Dort verzögert sich die Auszählung immer noch, doch Obama kommt auch so bereits jetzt auf 290 Wahlmännerstimmen. Romney hat 201. Die Grenze für einen Sieg bei der Wahl um das Präsidentenamt lag bei 270 Stimmen.

    Romney erkennt die Wahlniederlage nach einem US-Fernsehbericht aber vorerst nicht an. Er habe den Staat Ohio noch nicht verloren gegeben, meldete der Sender NBC. Man werde die Ergebnisse zunächst gründlich überprüfen, meldet die TV-Station CNN unter Berufung auf das Romney-Lager.

    Praktisch zeitgleich mit den ersten Meldungen der US-Sender schickte Obama über seinen Twitter-Account die Nachricht "Vier weitere Jahre" - und dankte seinen Anhängern. Ein beigefügtes Foto zeigt Obama in einer innigen Umarmung mit seiner Frau Michelle. In der ersten halben Stunde nach dem Tweet wurde die Botschaft etwa 260.000 Mal "retweeted", also weitergeschickt. Das bedeutet einen neuen Rekord.

    Nachdem die Fernsehsender den Sieg des Präsidenten ausgerufen hatten, brandeten Applaus und Jubelgeschrei am Times Square in New York auf. Im Herzen Manhattans hatten sich Hunderte Menschen versammelt, um den Ausgang der Wahl zu verfolgen, mehrheitlich Anhänger von Obama.

    Bilder von der Wahlparty des Präsidentenlagers in Chicago zeigen ein Meer aus US-Flaggen, Bannern und Plakaten. Auch vor dem Weißen Haus in Washington versammelten sich Anhänger der demokratischen Partei zu einer spontanen Siegesfeier.

    Nach der Zitterpartie kam der Wahlsieg in der Nacht zum Mittwoch letztlich schneller als erwartet. Experten hatten angesichts der Umfragen mit extrem knappen Ergebnissen und Verzögerungen durch Nachzählungen gerechnet.

    Obama und Romney holten jeweils die Stimmen in den Hochburgen ihrer Parteien. Umso wichtiger wurden damit die Swing States, die in der Vergangenheit mal für den Bewerber der Republikaner, mal für den der Demokraten gestimmt hatten.

    Gegen 23 Uhr (Ortszeit, 5 Uhr MEZ) ging es nach der langen Zitterpartei plötzlich ganz schnell. Zunächst konnte Romney dem Präsidenten den Schlüsselstaat North Carolina abnehmen. Anschließend holte Obama aber gleich eine ganze Reihe Swing States. Zunächst erklärten die Fernsehsender den Präsidenten in Iowa und dann in Ohio zum Sieger. Auch die Demokraten-Hochburgen an der Westküste, darunter das bevölkerungsreiche Kalifornien, stimmten erwartungsgemäß für Obama.

    Auch in anderen Swing States hatte der Präsident klar die Nase vorn: In Nevada, Colorado, Indiana, Wisconsin und New Hampshire konnte Obama die Wähler von sich überzeugen. Virginia und Florida sind noch offen, auch hier geht die Tendenz bisher jedoch in Richtung des amtierenden Machthabers.

    US-Wahl 2012 Ergebnisse:
    Als einer der ersten internationalen Politiker äußerte sich der deutsche Außenminister Guido Westerwelle zum Wahlausgang. Der FDP-Politiker erklärte, er hoffe nach der Wiederwahl auf neue Impulse in der Abrüstung sowie für eine weitere Liberalisierung des Welthandels. "Bei der Abrüstungspolitik muss noch mehr passieren", sagte Westerwelle in der Nacht zum Mittwoch in New York. Die "Gunst der Stunde" müsse nun genutzt werden. Zugleich plädierte er für "mehr Freihandel" zwischen Europa und den USA.

    Insgesamt erwartet Westerwelle in der Außenpolitik jedoch keine großen Veränderungen. "In der Außenpolitik ist mit keinen Brüchen zu rechnen. Wir haben bisher mit den USA sehr gut zusammengearbeitet. Das wird auch weiter so sein." Westerwelle hält sich zu Gesprächen bei den Vereinten Nationen in New York auf.
    Quelle
    Geändert von delle59 (23.11.14 um 10:46 Uhr)
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    "Jahrzehnt des Krieges" ist beendet
    Obama legt erneut Amtseid ab
    Vor den Augen der Nation wird US-Präsident Obama in seine zweite Amtszeit eingeführt. Obama leistet in einer feierlichen Zeremonie auf den Stufen des Kapitols in Washington den Amtseid. Er ruft seine Landsleute zur Einheit auf. Die USA müssten als "eine Nation, ein Volk" handeln. Er erklärt ein "Jahrzehnt des Krieges" für beendet und legt sein Augenmerk auf die wirtschaftliche Erholung.

    US-Präsident Barack Obama hat vor hunderttausenden Amerikanern öffentlich den Eid für seine zweite Amtszeit geleistet. Auf den Stufen des Kapitols schwor er auf Verfassung und Bibel. Offiziell hatte Obamas zweite Amtszeit bereits am Sonntag begonnen, als der 51-Jährige im kleinen Kreis im Weißen Haus vereidigt worden war.

    In seiner mit Spannung erwarteten Rede betonte er die Bedeutung von Freiheit und Gleichheit. Darin liege die eigentliche Stärke Amerikas, sagte er vor Hunderttausenden Schaulustigen unmittelbar nach seiner Vereidigung vor dem Kapitol in Washington. 200 Jahre nach der Verkündigung der Verfassung gehe es darum, diese Werte einzulösen. "Eine große Nation muss sich um die Verletzlichen kümmern und sein Volk vor den schlimmsten Unglücksfällen bewahren", sagte Obama.

    Der US-Präsident erklärte ein "Jahrzehnt des Krieges" für beendet und legte sein Augenmerk auf die wirtschaftliche Erholung. "Amerikas Möglichkeiten kennen keine Grenzen, denn wir besitzen alle Eigenschaften, die diese Welt ohne Grenzen braucht." Obama betonte auch die Notwendigkeit, gegen den Klimawandel vorzugehen. Zwar gehe es immer noch Menschen, die die Urteile der Wissenschaftler über den Klimawandel nicht zur Kenntnis nehmen wollten. Aber Amerika könne sich der Forderung nach einem Wandel in der Energiepolitik nicht verschließen.

    Obama lobte die Vielfalt seines Landes und mahnte gleiche Chancen für alle Bürger an. Dazu zählte er gleiches Gehalt für Frauen und Männer, gleiche Rechte für Homosexuelle und eine offene Immigrationspolitik. Er betonte auch die Rolle der USA in der Welt. Die Vereinigten Staaten würden auch weiterhin von Asien bis Afrika, vom Nahen Osten bis Lateinamerika die Demokratie unterstützen. Amerika müsse zudem auch weiterhin "eine Quelle der Hoffnung für die Armen, die Kranken und die Marginalisierten sein".

    Die Menschenmassen, die sich seit dem frühen Morgen zwischen dem Kapitol und dem Obelisken des Washington Monument unter strahlend blauem Himmel versammelt hatten, jubelten und schwenkten US-Flaggen. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt waren bis zu 800.000 Zuschauer auf der National Mall erwartet worden.

    Schwur auf zwei Bibeln
    Der Präsident legte seinen Amtseid auf zwei Bibeln ab. Ein Exemplar gehörte einst Präsident Abraham Lincoln, der im 19. Jahrhundert die Sklaverei in Amerika beendete und von Obama sehr verehrt wird. Die andere Bibel stammt aus dem Besitz von Martin Luther King. Die Amtseinführung Obamas fiel mit dem nationalen Gedenktag für den 1968 ermordeten afroamerikanischen Bürgerrechtler zusammen.

    Auch US-Vizepräsident Joe Biden legte am Montag seinen öffentlichen Eid für eine zweite Amtszeit ab. Offiziell war der 70-Jährige bereits am Sonntag in einer kleinen Zeremonie in der Sternwarte der US-Marine in Washington vereidigt worden. Den Amtseid nahm die Richterin am Obersten Gerichtshof, Sonia Sotomayor, ab. Obama hatte Sotomayor als erste Richterin mit lateinamerikanischen Wurzeln an den Supreme Court berufen.

    Sicherheitskräfte kontrollierten die Straßen rund um die National Mall, gepanzerte Fahrzeuge sperrten die Gegend für den Verkehr ab. Über der Stadt kreisten Helikopter. Etwa 30.000 Polizisten und Soldaten der Nationalgarde waren im Einsatz. Die Bundespolizei FBI hatte allerdings verlauten lassen, dass es "keine glaubhaften Drohungen" gegen die Inaugurationsfeier gebe.

    Nach der Vereidigungsrede speist der Präsident mit Abgeordneten und Würdenträgern im Kapitol, anschließend nimmt er die Parade über die Pennsylvania Avenue zum Weißen Haus teil. Am Abend tanzen Obama und seine Frau Michelle auf den Präsidentenbällen.


    © dpa
    Erstmals vier Amtseide seit Roosevelt
    Als erster US-Präsident seit Franklin Delano Roosevelt legt Obama damit vier Mal den Amtseid ab. Doch während der von 1933 bis 1945 regierende Roosevelt vier Präsidentschaftswahlen gewann, stecken hinter Obamas Vierfach-Schwur eine Panne bei seiner ersten Vereidigung und der Zufall im diesjährigen Terminkalender.

    Der Oberste Richter John Roberts brachte damals die Eidesformel durcheinander, Obama sprach den Fehler nach. Um sicherzugehen, dass der Eid rechtskräftig ist, wiederholte Obama den Schwur am Tag danach im kleinen Kreis. "Wir haben beschlossen, das nochmal zu machen, weil es so viel Spaß gemacht hat", hatte der Präsident damals gescherzt.

    Grüße aus Deutschland
    Bundespräsident Joachim Gauck gratulierte Obama zu seiner zweiten Amtszeit und lud ihn zu einem Besuch nach Deutschland ein. "Die Deutschen bringen Ihrem Land, aber auch Ihnen persönlich, eine hohe Wertschätzung und große Sympathie entgegen", hieß es in einem Glückwunschschreiben Gaucks, wie das Bundespräsidialamt mitteilte.

    Gauck nannte Obamas Besuch vor fast fünf Jahren in Berlin ein "beredtes Zeugnis" für die Wertschätzung des Präsidenten und der USA in Deutschland. "Gern würde ich gemeinsam mit Ihnen hieran anknüpfen und lade Sie daher, zur Vertiefung der bewährten Freundschaft zwischen unseren Ländern, zu einem Besuch in Deutschland ein", hieß es weiter.

    Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Obama bereits nach dessen Wiederwahl im November zu einem Deutschland-Besuch eingeladen. Einen bilateralen Besuch Obamas in Deutschland gab es in dessen erster Amtszeit als Präsident nicht. Er war allerdings zu internationalen Terminen in Deutschland. Seinen vielbejubelten Auftritt an der Berliner Siegessäule absolvierte Obama noch als Präsidentschaftskandidat im Sommer 2008.
    Quelle

    Warum Obama in die Geschichtsbücher eingehen wird
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