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    Islamistenszene / Salafistenszene in Deutschland wird immer größer

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    Salafistenszene in Deutschland wird immer größer



    Der salafistische Prediger Pierre Vogel im Sommer auf einer Kundgebung mit rund 300 Anhängern.
    Foto: dpa

    Die Zahl der Salafisten in Deutschland wächst rasant. Nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz gehören derzeit rund 6300 Menschen diesen Gruppen an. Vor allem Jugendliche fühlen sich vom Salafismus angezogen.

    Die Islamistenszene in Deutschland wächst nach Erkenntnissen des Bundesverfassungsschutzes rasant. Inzwischen zählten 6300 Menschen zu den radikalislamischen Salafisten, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, am Samstag dem RBB. Bis zum Jahresende könnten es schon 7000 sein. "Das ist besorgniserregend", warnte Maaßen. Vor wenigen Jahren habe es lediglich 2300 Salafisten in Deutschland gegeben. Aus der Szene heraus seien inzwischen mehr als 450 Islamisten in den Krieg nach Syrien gezogen. Sieben bis zehn von ihnen hätten dort Selbstmordanschläge verübt. Viele der Islamisten schließen sich der Miliz Islamischer Staat (IS) an, der radikalsten Organisation in der Region.

    Der Salafismus ist seit Jahren die am stärksten wachsende islamistische Bewegung in Deutschland. Er ist eine fundamentalistische Strömung des Islam und für junge Muslime häufig eine Zwischenstation auf dem Weg in den Dschihad. Ziel der Salafisten ist die Abschaffung der Demokratie und die Errichtung eines Gottesstaats. Bei der Missionierung bedienen sie sich stark des Internets, setzen aber auch auf öffentliche Hasspredigten und Aktionen zur Koranverteilung.

    Vor allem Jugendliche fühlten sich vom Salafismus angezogen, weil er offenbar für Menschen in einer Umbruchsituation attraktiv sei, sagte Maaßen. Der Salafismus gebe eine klare Vorgabe, wie man zu leben habe. "Salafisten sagen, was weiß und was schwarz ist", erklärte der Geheimdienstchef. Anhänger der Gruppierung seien häufig Jugendliche mit den vier "M" in ihrer Biographie: "Männlich, muslimisch, Migrationshintergrund, Misserfolge in der Pubertät, der Schule oder in der sozialen Gruppe", sagte Maaßen. Die Salafisten vermittelten solchen Jugendlichen das Gefühl, zu einer Avantgarde zu gehören.

    Der deutsche Inlandsgeheimdienst verzeichne 150 Rückkehrer aus dem Krieg in Syrien. Welche Bedrohung von ihnen ausgehe, lasse sich aber nicht in jedem Fall einschätzen, weil häufig unklar sei, was sie in Syrien getan hätten. Von 25 Islamisten sei bekannt, dass sie gekämpft hätten.

    Maaßen setzt auf Prävention


    Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Salafismus in Deutschland plädierte Maaßen vor allem für eine bessere Prävention und nicht in erster Linie für Gesetzesverschärfungen. Es müsse dafür gesorgt werden, "dass diese Menschenfänger, die auf Marktplätzen auftreten, vor Schulen stehen und Korane verteilen, dass diese Leute keine Zugänge mehr haben zu jungen Menschen", forderte er. Dies lasse sich aber nur schwer durch neue Gesetze bewerkstelligen. Zugleich müsse dafür gesorgt werden, dass junge Häftlinge in Gefängnissen nicht salafistischen Mitgefangenen ausgesetzt und durch sie radikalisiert würden.

    Bei einer Razzia vor einer Woche in Deutschland enttarnte die Bundesanwaltschaft einem Medienbericht zufolge ein hoch professionell operierendes logistisches Netzwerk für den IS. In abgehörten Telefonaten habe dessen mutmaßlicher Anführer, der Tunesier Kamel Ben S., erklärt: "Wir haben Zweigstellen in Deutschland, die dem Islamischen Staat im Irak und Syrien untergeordnet sind. Wir kümmern uns um viele - Tausende Familien", berichtete das Magazin "Focus" unter Berufung auf Ermittlungspapiere. Der Inhaftierte habe laut Bundesanwaltschaft etliche deutsche IS-Kämpfer mit Geld und Kleidung unterstützt und über Mittelsmänner neue Rekruten in die Ausbildungslager in Syrien geschleust.
    www.fr-online

    Religioeser Fanatismus - Es fehlt so ziemlich an allem
    Geändert von delle59 (08.03.15 um 08:50 Uhr)
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    Bizarre Allianz radikaler Fußballfans gegen Salafisten

    Eigentlich sind die Hooligans der verschiedenen Vereine in Deutschland verfeindet. Aber durch die Salafisten haben die gewaltbereiten Schläger ein gemeinsames Feindbild bekommen und machen nun mobil.



    Die Ultra-Bewegungen (Bild) sind in Gefahr. Von rechts drängen Hooligans in die Kurven. Sie mobilisieren im Internet neue Anhänger, um gegen Salafisten vorzugehen

    Sie werden immer mehr. Stündlich. "Hooligans gegen Salafisten" nennen sie sich. Sie sind gegen alles, was im Verdacht steht, irgendwie radikal und islamisch zu sein. Damit erreichen sie nicht nur in Deutschland derzeit eine breite Öffentlichkeit. Gegen den Terror von Islamisten zu sein, ist gesellschaftlicher Konsens. Ihren Protest will die Gruppierung am Sonntag in Köln auf die Straße tragen, "laut und martialisch". Um möglichst viele Anhänger zu bewegen, prahlen die Veranstalter auf ihrer Homepage mit systemfeindlichen Parolen: "Das Volk steht auf, der Sturm bricht los", heißt es da.

    Das Volk? Bislang bestand die Gruppe aus einem versprengten Haufen lose organisierter Alt-Hooligans, die sich vornehmlich am Wochenende zur Massenschlägerei auf der grünen Wiese verabredeten. Die Feindschaften verliefen strikt zwischen den Vereinen, da prügelten Dortmunder auf Schalker, Braunschweiger auf Hannoveraner und Frankfurter auf Lauterer ein. Doch die alten Gräben sind vorerst zugeschüttet. "In den Farben getrennt, in der Sache vereint", lautet nun das Motto der Hooligan-Szene. Und die "Sache", das ist der Salafismus.

    Plötzlich schließen sich die eigentlich tief zerstrittenen Fanlager gegen ein neues Feindbild zusammen. "Das haben wir erstmals Anfang des Jahres beobachten können", sagt Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft. "Da tauchten im Internet die ersten geschlossenen Gruppen auf, die zur Demonstration gegen Salafisten mobilisierten." Die Erfolge waren zunächst bescheiden. Mal trafen sich 80 Leute in Essen, mal tauchten 50 in Frankfurt zu sogenannten Kennlerntreffen auf.

    Testdemo in Dortmund

    Anfang Oktober kamen zu einer solchen Testdemo in Dortmund dann schon 400 Unterstützer, viele trugen Kleidung von in der rechten Szene beliebten Herstellern wie Thor Steinar, hielten Deutschlandflaggen und Vereinsschals in die Luft und skandierten Parolen wie "Kein Platz für Salafisten!" Erstmals war auch der Schlachtruf "Ho.Ge.Sa." zu hören. Unter dieser Abkürzung treten die"Hooligans gegen Salafisten" im Internet auf. Der Zuspruch wurde größer, das Selbstbewusstsein der Gruppe wuchs.

    Die deutsche Hooliganszene ist heterogen. In ihr finden sich sowohl linke wie unpolitische Anhänger wieder, aber eben auch nicht wenige Vertreter mit rechtem Gedankengut. Für diesen Teil könnte die Kölner Demo den Beginn einer neuen, rechtsnationalen Bewegung markieren. Zunächst haben die Veranstalter mit 1500 Demonstranten gerechnet, inzwischen sind es schon knapp 7000 Unterstützer, die auf dem Breslauer Platz am Kölner Hauptbahnhof erwartet werden, darunter auch Rechtsextreme aus ganz Europa.

    Seitdem der Protestzug bei der Polizei Köln angemeldet und im Internet angekündigt worden ist, schießt die Zahl derer, die ihr Kommen ankündigen, in die Höhe. Pro Stunde gewinnt die Seite "Gemeinsam sind wir stark" dutzende Likes. Sollte auch nur ein Bruchteil dieser anonymen Internet-User tatsächlich am Kölner Hauptbahnhof aufmarschieren, könnte das die größte Demonstration rechter Fußballfans hierzulande werden.

    Rüdiger Holecek von der Gewerkschaft der Polizei mahnt zur Besonnenheit. "Wir rechnen nicht damit, dass all diejenigen, die sich da im Internet ankündigen, auch wirklich kommen werden." Und wenn doch? "Dann sind die Kollegen vor Ort sehr gut vorbereitet." Die genaue Einsatzstrategie will die Polizei nicht verraten, für den Ernstfall ist man jedenfalls gerüstet: gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Hooligans und Salafisten.


    Schließlich hat Köln nicht nur Hooligans, sondern auch eine große Salafisten-Gemeinde. Unter anderem die Lies!-Bewegung des salafistischen Hasspredigers Ibrahim Abou-Nagie, die kostenlose Koran-Verteilungen organisiert und ihre Anhänger auf einen radikalen Islam einschwört. Die Demo der Salafisten-Gegner findet also sozusagen in der Höhle des Löwen statt. Eine kalkulierte Provokation. "Das Gewaltpotenzial dieser Gruppen ist sehr hoch", sagt Holecek.
    Im Internet freut man sich schon auf Krawall. "Ja, das wäre was", frohlockt etwa der User "Ernst Ernst" auf Facebook: "21.000 Hools auf einen Haufen. Und dann noch Gewaltbereite. Oh, Angela M., was machst du dann???" Er und viele andere fabulieren sich schon einen politischen und sozialen Umsturz zusammen, sie kriegen "Gänsehaut" bei dem Gedanken, dass nun endlich die "Samthandschuhe ausgezogen werden". Der Protest gegen Islamisten, Altparteien und sonstige Querulanten soll auf die Straße getragen werden. Dafür formulieren die Organisatoren klare Verhaltensregeln. "Kein Palaver. Keine Randale. Kein Pyro." Nur schwarz-rot-goldene Fahnen sind erwünscht.

    Nach außen gibt man sich betont harmlos, um möglichst viele Menschen auch jenseits des politisch radikalen Spektrums anzusprechen – eine unter Rechtspopulisten verbreitete Strategie. "Es wird zwar zu einer friedlichen Demo aufgerufen, aber es ist noch nicht abzuschätzen, wie glaubwürdig das ist", sagt ein Sprecher der Polizei Köln. Und die Konflikt- und Gewaltforscherin Claudia Luzar von der Fachhochschule Dortmund sagt: "Die Frage ist, ob die 'Hooligans gegen Salafisten' es schaffen, auch andere Bevölkerungsschichten zu erreichen – und ob sie es darüber hinaus schaffen, jüngere Fans aus der Ultra-Szene zu politisieren."

    Die Ultras sind in den vergangenen Jahren durch gemeinsame Anstrengungen von Vereinen, Fanbündnissen und Sozialprojekten gut in die friedliche Fanszene integriert gewesen. Nun droht ihnen durch die Renaissance des rechten Hooliganismus eine Radikalisierung. "Man muss sich im Klaren sein, dass diese rechten Gruppierungen im Fußballbereich weiterhin und noch verstärkt auf Mitglieder- und Stimmenfang gehen werden", sagt Martin Winands Experte für Fangewalt an der Uni Bielefeld. Er blickt gespannt nach Köln: "Es ist interessant zu beobachten, welche Entwicklung das nimmt. Ob es da zukünftig systematische Verbindungen geben wird zwischen Hooligan-Gruppen und organisiertem Rechtsextremismus. Und ob die Sympathien, die sich im Internet artikulieren, auch in Handlungen auf der Straße umgesetzt werden."

    Die Veranstaltung in Köln hatte mit Dominik Roeseler ursprünglich ein Mitglied der vom Verfassungsschutz beobachteten rechten Vereinigung Pro Köln angemeldet. Nach heftiger Kritik seiner Partei trat Roeseler die Versammlungsleitung dann an eine Privatperson aus dem süddeutschen Raum ab. Bei der Polizei spricht man im Vorfeld der Demonstration von einer "grundlegend neuen Situation". Man könne nicht mehr von einem "klassischen Rechts-Links-Schema" ausgehen, da auch dezidiert sich als links bezeichnende Hooligans zu erwarten seien. Selbst Rocker hätten ihr Kommen schon angekündigt.

    Egal wie groß die Demo letztlich sein wird, die bizarre Allianz aus Hooligans, Linken, Rockern, Rechtsextremen und zum Teil auch Kurden birgt jetzt schon enormes Konfliktpotenzial. Denn vielen geht es gar um einen Kulturkampf. "Das könnte die Geburtsstunde einer breiten Bewegung gegen den Islam in Deutschland sein", sagt Claudia Luzar. "Bei den bisherigen Demos wurde deutlich, dass dort nicht nur der Salafismus oder der islamistische Extremismus abgelehnt wird, sondern der gesamte Islam."

    Quelle
    Geändert von delle59 (22.05.16 um 12:59 Uhr)
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
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    Terror in Deutschland

    Verdacht auf Kriegswaffenbesitz alarmierte Bremer Polizei

    Die Warnung vor einer erhöhten Gefahr durch islamistische Gewalttäter in Bremen geht auf den Verdacht zurück, dass sich muslimische Extremisten Kriegswaffen beschafft haben könnten.


    Die Hinweise seien so konkret gewesen, "dass wir einen Anschlag in Bremen nicht mehr ausschließen konnten", teilte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Sonntag mit. Bei Durchsuchungen eines Islamischen Kulturzentrums sowie der Wohnung eines 39-jährigen Libanesen wurden nach Angaben Mäurers und der Staatsanwaltschaft jedoch keine Waffen gefunden. Die Polizei schraubte daraufhin ihre sichtbare Präsenz in der Hansestadt zurück.

    Der 39-jährige Libanese stehe im Verdacht, dass er Maschinen- und Automatikpistolen beschaffe und an Personen verteile, die dem Islamischen Kulturzentrum nahestünden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Das Ermittlungsverfahren gegen ihn laufe seit Jahresanfang. Am Samstag seien seine Wohnung, sein Arbeitsplatz und das Kulturzentrum durchsucht worden. In der Nacht zum Sonntag sei die Wohnung eines zweiten Beschuldigten, der möglicherweise ein Gehilfe sei, durchsucht worden. Beide wurden demnach vorläufig festgenommen, aber wieder freigelassen.

    Die Bremer Polizei hatte am Samstag vor einer erhöhten Gefährdung durch islamistische Gewalttäter gewarnt, ohne Details zu nennen. Sie berief sich dabei auf eigene Erkenntnisse sowie Hinweise des Verfassungsschutzes und einer Bundesbehörde. Auf öffentlichen Plätzen wie auch vor dem Landtag und der Synagoge gingen schwer bewaffnete Polizisten auf Streife.

    Innensenator Mäurer sagte, es gebe über 300 Salafisten in Bremen. Seit Herbst vergangenen Jahres gebe es Hinweise, dass darunter Personen seien, die versuchten, an Waffen zu gelangen. Die Islamisten rekrutieren nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes auch in Deutschland Kämpfer für die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS), die Teile Syriens und Iraks unter ihre Kontrolle gebracht hat. Vor allem Rückkehrer aus den Kriegsgebieten werden als Gefahr gesehen, weil sie Anschläge in Deutschland verüben könnten.

    Quelle

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    AW: Salafistenszene in Deutschland wird immer größer

    Bremen gilt in Deutschland als Hochburg der Salafisten

    Die Hansestadt gilt seit Jahren als Hochburg des Salafismus. Nach Angaben von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) werden derzeit 360 Anhänger dieser besonders radikalen Form des Islamismus durch den Verfassungsschutz beobachtet, allerdings ist die gesamte Szene deutlich größer.


    Zwei Frauen beobachteten, wie die Polizei Anfang Dezember 2014 die Räume des Kultur- und Familienvereins
    (KuF) in Gröpelingen durchsuchte.


    Mindestens 19 Salafisten sollen nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden nach Syrien und in den Irak ausgereist sein, um dort zu kämpfen, insgesamt elf Kinder wurden von ihren Eltern mit in das Kriegsgebiet genommen. Fünf Personen sowie drei Kinder sollen inzwischen wieder nach Bremen zurückgekehrt sein. Drei Männer wurden im Nahen Osten getötet. Die Zahl der Ausreisen ist seit Anfang 2014 sprunghaft angestiegen.

    Im Visier der Bremer Behörden stand lange Zeit vor allem der Kultur- und Familienverein (KuF), der in Bremen-Gröpelingen in einem alten Kindergarten eine Moschee und Unterrichtsräume unterhielt. Zuletzt nahmen dort bis zu 50 Personen am Freitagsgebet teil. Fast alle der nach Syrien ausgereisten Islamisten waren Anhänger des Vereins. Innensenator Mäurer verbot den KuF schließlich im Dezember 2014.

    Dort wurde nach Informationen der Sicherheitsbehörden eine äußerst radikale Form des Salafismus gelehrt, der den bewaffneten Kampf in Syrien verherrlicht und die Gültigkeit des Grundgesetzes bestreitet. Die Sicherheitsbehörden durchsuchten im Zug des Verbots die Vereinsräume und Privatwohnungen. Dabei wurden das Vereinsvermögen, einige Waffen und Dokumente beschlagnahmt.

    Werben für das Terrornetzwerk Al-Kaida

    Der KuF entstand 2007 als Gründung einer radikalen Splittergruppe aus einem anderen salafistischen Verein in Bremen, dem Islamischen Kulturzentrum (IKZ) am Breitenweg. 2011 verurteilte das Oberlandesgericht München zwei KuF-Gründungsmitglieder wegen Werbens für das Terrornetzwerk Al-Kaida sowie ihr nahestehenden terroristischen Organisationen. Reneé Marc S., einer der beiden Angeklagten, wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er nach Überzeugung des Gerichts in ein Al-Kaida-Ausbildungslager nach Afghanistan reisen wollte.

    Bis Dezember 2014 saß er seine Strafe in der Justizvollzugsanstalt Oslebshausen ab. Inzwischen wurde Reneé Marc S. in den Hochsicherheitstrakt der JVA Oldenburg verlegt und von allen äußeren Kontakten abgeschnitten. Zuvor war der Verdacht entstanden, er habe mindestens zwei seiner Mithäftlinge für den Kampf in Syrien gewonnen, außerdem bestanden offenbar weiterhin intensive Kontakte zum KuF. Allerdings wurde das Verfahren nicht weiter verfolgt, da eine Straftat nicht ausreichend belegt werden konnte. Der Schwager von Reneé Marc S. ist indes einer der Bremer Männer, die in dem Kriegsgebiet bei Kämpfen getötet wurden.

    Neben dem Vereinsverbot ergreift die Bremer Innenbehörde immer wieder Maßnahmen, um eine mögliche Ausreise von Islamisten nach Syrien zu verhindern. Im April 2014 beschlagnahmte die Polizei unter anderem die Reisepässe von sieben mutmaßlichen Salafisten und erteilte ihnen Ausreiseverbote. Bei Hausdurchsuchungen wurden Gas- und Schreckschusspistolen, ein Elektroschocker sowie Handys und Computer sichergestellt.

    In Bremen gibt es neben dem KuF ein weiteres salafistisches Zentrum, das ebenfalls vom Verfassungsschutz überwacht wird: Das Islamische Kulturzentrum am Breitenweg hat laut Verfassungsschutzbericht 350 bis 400 Anhänger. Allerdings sind bisher keine Verbindungen zu Syrienausreisenden öffentlich geworden.

    Immerhin das Wachstum der salafistischen Bewegung in Bremen hat sich laut Verfassungsschutz im vergangenen Jahr stark verlangsamt, vielleicht auch ein Resultat der Präventionsarbeit des Vereins Kitab, der Familien von jungen Salafisten berät.
    weser-kurier.de

    Salafisten in Dinslaken: Die deutsche Wiege der Extremisten
    Vorgehen gegen Salafismus- Im Gefängnis radikalisiert
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    AW: Salafistenszene in Deutschland wird immer größer

    Grundschüler in Neu-Ulm: "Du Christ" ist für sie ein Schimpfwort

    An einer Grundschule in Neu-Ulm haben Kinder offenbar islamistische Parolen weiterverbreitet. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt.


    Neu-Ulmer Grundschule Stadtmitte: "Aussagen, die man nicht stehenlassen kann"

    Neu-Ulm - In einer Grundschule in Neu-Ulm sind mehrere Schüler mit islamistischen Äußerungen im Unterricht aufgefallen. Nach dem Anschlag auf das Magazin "Charlie Hebdo" Anfang Januar drohten die Kinder Christen und forderten deren Tod. Die Polizei bestätigte am Freitag auf Anfrage einen Bericht der "Augsburger Allgemeinen". Die Zeitung hatte getitelt: "Wer das Kreuz malt, kommt in die Hölle" und bezog sich damit auf ein Zitat eines Schüler. Auch der Bayerische Rundfunk berichtet über die Vorfälle.

    In dem Artikel der "Augsburger Allgemeinen" heißt es, die Kinder hätten auch die Ansicht geäußert, dass die Terroropfer des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" den Tod verdient hätten. Lehrerinnen der "Grundschule Stadtmitte" haben laut Zeitungsbericht genau aufgeschrieben, was die Kinder gesagt hätten.


    • Demnach hätten neun- und zehnjährige Kinder muslimischen Glaubens erzählt, dass "Du Christ" für sie eine schlimme Beleidigung sei.
    • Weiterhin hieß es, dass "Jude" ein noch übleres Schimpfwort sei.
    • Ein Schüler hätte zudem gefürchtet, dass er von Allah verstoßen und in die Hölle kommen würde, wenn er über das Christentum spräche.
    • Dem Zeitungsbericht zufolge haben die Lehrer in Gesprächen mit den Kindern herausgefunden, dass diejenigen, die viel Zeit in bestimmten Moscheen oder Gebetsräumen verbrächten, von muslimischen Geistlichen offenbar so indoktriniert seien, "dass sie keiner anderen Religion gegenüber Respekt oder Wertschätzung zollen dürfen". Besonders viele erschütternde Aussagen stammten dem Zeitungsbericht zufolge von Schülern, die regelmäßig in eine Moschee im Stadtteil Schwaighofen gingen.

    • Neu-Ulm und das benachbarte Ulm gelten seit Jahren als Hochburg radikaler Islamisten. Im Jahr 2005 wurde das sogenannte Multikulturhaus in Neu-Ulm geschlossen und der entsprechende Verein vom bayerischen Innenministerium verboten. In dem Zentrum soll es zuvor immer wieder Hass-Predigten gegeben haben.

    • Die Polizei versucht nun herauszufinden, woher die strafunmündigen Kinder diese Parolen hatten. Es werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen Unbekannt ermittelt, sagte ein Polizeisprecher.

    • Die Schule will keine Intoleranz dulden und hat mit mehreren Projekten auf die Vorfälle reagiert. "Das sind Aussagen, die man nicht stehenlassen kann", sagte Ludwig Unger, Pressesprecher des Kultusministeriums in München.


    Quelle

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    Polizei vereitelt Terroranschlag


    Oberursel

    Polizei vereitelt Terroranschlag von Salafisten

    Die Polizei hat nach Informationen der "Welt" einen geplanten Terroranschlag mit mutmaßlich salafistischem Hintergrund vereitelt. In der Wohnung der Verdächtigen wurde ein Waffenarsenal gefunden.


    Ein Spezialeinsatzkommando nahm Verdächtige mit mutmaßlich salafistischem Hintergrund fest


    Die hessische Polizei hat nach Informationen der "Welt" einen geplanten Terroranschlag vereitelt. Ein Spezialeinsatzkommando nahm in der vergangenen Nacht zwei Verdächtige mit mutmaßlich salafistischem Hintergrund fest und durchsuchte deren Wohnung in Oberursel. Dabei wurden eine Rohrbombe, Zündstoff, ein Sturmgewehr und scharfe Munition sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt.

    Das Ehepaar Halil und Senay D. wurde seit einigen Tagen von einem mobilen Einsatzkommando observiert. Sie waren ins Visier der Sicherheitsbehörden geraten, nachdem sie Ende März in einem Frankfurter Baumarkt eine ungewöhnlich große Menge Wasserstoffperoxid und Spiritus gekauft hatten. Dabei gaben sie einen falschen Namen an.

    Wasserstoffperoxid wurde bereits in der Vergangenheit von terroristischen Gruppierungen wie der Sauerland-Zelle als Grundstoff für Sprengstoff verwendet. Nach Erkenntnis der Ermittler pflegt der Beschuldigte Halil D. Kontakte in die salafistische Szene in Frankfurt am Main und zum Terrornetzwerk al-Qaida.

    Am späten Mittwochabend entschied sich die Polizei für einen Zugriff. Der Mann war dabei beobachtet worden, wie er ein Waldstück in der Nähe von Oberursel erkundete – just in einer Gegend, durch die am 1. Mai ein Radrennen führen soll. Um jegliche Gefährdung von Sportlern und Zuschauern auszuschließen, wurde der Mann festgenommen.

    Bei der Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei eine fertig gebaute Rohrbombe nebst Utensilien, die für die Zündung einer Bombe verwendet werden können. Weiter wurden ein Sturmgewehr und scharfe Munition sichergestellt.



    Quelle: welt.de

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    AW: Salafistenszene in Deutschland wird immer größer

    Salafist Sven Lau darf nicht in den Dschihad

    Die Stadt Mönchengladbach hatte Sven Laus Reisepass eingezogen. Lau klagte dagegen – und verlor. Es besteht laut Gericht die Gefahr, dass er ins Ausland reise und sich dort an Gewalttaten beteilige.


    Der islamistische Prediger Sven Lau, auch Abu Adam genannt, auf einer Veranstaltung von
    Salafisten. Er wollte sich Hinweisen zufolge in Syrien am sogenannten Dschihad beteiligen.
    Foto: dpa


    Der radikale Islamist Sven Lau hat sich Hinweisen zufolge in Syrien am sogenannten Dschihad beteiligen wollen. Die Stadt Mönchengladbach hat deswegen seinen Reisepass eingezogen und die Gültigkeit seines Personalausweises auf Deutschland beschränkt. Das heißt, Lau kann das Land nicht verlassen.

    Lau klagte gegen die Maßnahme und verlor. Sven Lau bewege sich in einem Kreis gewaltbereiter Salafisten, es bestehe die Gefahr, dass er sich im Ausland an Gewalttaten beteilige, heißt es in der Entscheidung des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts, die am Donnerstag bekannt wurde.

    Lau war im vergangenen Jahr als einer der Hintermänner der "Scharia-Polizei" bekannt geworden, die in Wuppertal für Aufsehen gesorgt hatte. Zuvor hatte er bereits in Untersuchungshaft gesessen, kam aber wieder auf freien Fuß. Laut Bundesanwaltschaft hat Lau einem Terrorverdächtigen Geld für den "Islamischen Staat" in Syrien übergeben.

    Anfang April war der zum Islam konvertierte Sven Lau beim Prozess gegen den radikalen Prediger Ibrahim Abou-Nagie in Köln anwesend.

    Lau war bereits 2013 in Syrien

    Lau hatte sich offenbar bereits 2013 in Syrien aufgehalten. Ein Foto soll ihn auf einem Panzer in Syrien mit einer Kalaschnikow um den Hals zeigen. Lau gilt als einer der führenden Köpfe der islamistischen Szene. Laut Verfassungsschutz ist er ein "ideologisches Bindeglied" salafistischer Netzwerke.

    In einem Terrorprozess in Stuttgart war er im vergangenen Dezember als Zeuge geladen, hatte aber die Aussage verweigert. Der 1980 geborene Lau ist verheiratet und hat fünf Kinder.
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    AW: Salafistenszene in Deutschland wird immer größer

    Ja, ja nur kein Islamist aus Deutschland rauslassen, sind alles Fachkräfte von denen Deutschland profitiert.


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    AW: Salafistenszene in Deutschland wird immer größer

    Terror-Verdacht in Hessen: Der Bombenfund, das Radrennen und die Spurensuche



    Halil D. und seine Ehefrau planten einen Terror-Anschlag, möglicherweise auf den Radklassiker in Frankfurt am 1. Mai - davon gehen Ermittler aus. Das Rennen wurde abgesagt und Haftbefehl gegen das Paar erlassen. Hier der Überblick zum Ermittlungsstand.


    Immer neue Details zu den Anti-Terror-Ermittlungen in Hessen werden bekannt. Am Donnerstagabend teilte das hessische Landeskriminalamt (LKA) schließlich mit, dass Haftbefehl gegen ein Ehepaar erlassen wurde - wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.


    Die Behörden gehen davon aus, dass Halil D., 35, und seine Frau Senay, 34, einen islamistisch motivierten Terroranschlag planten und möglicherweise das für Freitag geplante Radrennen "Rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn" im Visier hatten. Aus Sicherheitsgründen wurde das Rennen mittlerweile abgesagt.

    "Das ist ein ganz schwerer Schritt auch für die Polizei gewesen", sagte LKA-Präsidentin Sabine Thurau. Es gehe jedoch darum, Leben und Gesundheit der Zuschauer und Sportler zu schützen. Es sei nach wie vor unklar, ob das Ehepaar allein gehandelt habe. Das bei dem Ehepaar sichergestellte Material sei geeignet, eine Vielzahl von Menschen zu töten oder zumindest schwer zu verletzen.


    Was hat die Polizei entdeckt?


    Das Ehepaar D. schweigt, seit es in der Nacht zu Donnerstag festgenommen wurde. Aber das, was Spezialkräfte der Polizei in der Oberurseler Wohnung und im Keller des Paares fanden, nährt die Befürchtungen, dass hier tatsächlich ein Terroranschlag geplant worden war.


    Sicherheitskräfte entdeckten eine funktionsfähige Rohrbombe, dazu unter anderem Bauteile eines Sturmgewehres G3, 100 Schuss Munition vom Kaliber neun Millimeter, ein Übungsgeschoss für eine Panzerfaust, drei Flaschen mit Wasserstoffperoxid, Brennspiritus. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wurden auch "Schriften mit Bezug zum konservativen Islam" gefunden - dazu machten die Sicherheitsbehörden am Donnerstag keine Angaben. Auf einer Pressekonferenz sagten sie jedoch, dass die Funde eindeutig darauf hindeuteten, "dass das Geschehen dem islamistisch-extremistischen Spektrum zuzuordnen ist".


    Was deutet auf das Radrennen als Anschlagsziel hin?


    Der beschuldigte Mann, also Halil D., sei in den vergangenen Tagen auf Parkplätzen und im Wald entlang der Rennstrecke von Oberursel auf den Feldberg beobachtet worden, sagte der Leiter der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Albrecht Schreiber. Deshalb habe sich die Polizei zum Zugriff entschlossen. Zwar sei ein geplantes Anschlagsziel weiterhin nicht bekannt. "Allerdings gab es deutliche Überschneidungen von Streckenverlauf des Radrennens und Bewegungsprofil der festgenommen Personen", hieß es einer Mitteilung des LKA.


    Sportveranstaltungen gelten als mögliches Ziel für Terroristen. Beim Marathon in Boston in den USA töteten im Jahr 2013 zwei Islamisten drei Menschen mit Sprengsätzen und verletzten fast 250. In Deutschland sind wegen befürchteter Terrorgefahr bereits mehrfach Veranstaltungen abgesagt worden, etwa im Januar in Dresden Demonstrationen von Pegida-Anhängern und -Gegnern sowie im Februar der Karnevalsumzug in Braunschweig.


    Im Rhein-Main-Gebiet gibt es eine sehr aktive salafistische Szene. Am Frankfurter Flughafen ereignete sich 2011 der bislang einzige islamistische Terroranschlag in Deutschland. Dabei ermordete ein 22-jähriger Islamist mit Wurzeln im Kosovo zwei US-Soldaten und verwundete zwei Soldaten lebensgefährlich.


    Was ist bislang bekannt zu Halil D.?



    Der Verdächtige Halil D. ist bereits in der Vergangenheit auffällig geworden: Polizeipräsident Stefan Müller sprach bei einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag von Körperverletzung, Bedrohung sowie Verstoß gegen das Waffengesetz.

    Halil D. soll zudem mittelbar Kontakte zu dem ebenfalls aus Hessen stammenden Adem Y. gehabt haben, einem der Mitverschwörer der sogenannten Sauerland-Gruppe. Der Beschuldigte unterhielt Verbindungen zur Extremisten-Szene im Rhein-Main-Gebiet", sagte Staatsanwalt Schreiber. Im hessischen Landtag sprach Innenminister Peter Beuth (CDU) von einem salafistischen Hintergrund der Verdächtigen. "Die Verdachtsmomente bestehen auch gegen die Frau", sagte Polizeipräsident Müller. Die "Welt" berichtete, Halil D. habe nach Erkenntnissen der Ermittler auch Kontakte zum Terrornetzwerk al-Qaida unterhalten.


    Zuletzt kamen Fahnder dem Paar auf die Spur, weil es Ende März in einem Frankfurter Baumarkt unter falschen Namen einen ungewöhnlichen Einkauf tätigte: drei Liter Wasserstoffperoxid - eine große Menge einer Chemikalie, die zum Bau von Bomben verwendet werden kann. Der Kauf von Wasserstoffperoxid ab einer bestimmten Menge ist meldepflichtig. Der Baumarkt habe die Polizei informiert, teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft mit.

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    AW: Salafistenszene in Deutschland wird immer größer

    Salafistenszene wächst weiter

    Die Islamistenszene in Berlin wird immer größer. Innensenator Henkel spricht von einer "hohen abstrakten Gefahr". Deshalb soll der Verfassungsschutz gestärkt werden.

    Die Islamistenszene in Berlin wächst weiter. Laut dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Verfassungsschutzbericht werden rund 660 Personen zur Salafistenszene in der Hauptstadt gezählt, 2013 waren es 500. Davon gelten 340 Personen als gewaltbereit. Innensenator Frank Henkel (CDU) sprach von „einer hohen abstrakten Gefahr“, die von islamistischen Extremisten ausgehe. Das Geschehen in Syrien habe auch starke Einfluss auf die hiesige Szene, sagte Verfassungsschutzchef Bernd Palenda. Der IS, der so genannte Islamische Staat, sei "die größte Herausforderung für die westlichen Staaten". Dazu gehöre auch, dass man auch hier mit Anschlagsplanungen rechnen müsse.

    Konkrete Hinweise auf einen geplanten Anschlag gibt es nicht

    „Ein Anschlag in der Hauptstadt Berlin hätte große symbolische Bedeutung“, sagte Palenda. Konkrete Hinweise, dass etwas Entsprechendes vorbereitet werde, gebe es derzeit jedoch nicht. Auch schon vor den Anschlägen in Frankreich, Kuwait und Tunesien in der vergangenen Woche sei die Sicherheitslage auf einem gleichbleibend hohen Niveau gewesen. Man müsse vorsichtig sein und sich entsprechend wappnen. Mit Koranverteilungsaktionen an so genannten Lies-Ständen und durch Islamseminare in Moscheen mit bekannten Gastpredigern werben die Salafisten laut auch in Berlin.

    Rund 100 Berliner Islamisten seien bisher ins syrische Kriegsgebiet gereist, sagte Henkel. Gut 15 Prozent von ihnen seien Frauen. 30 der Berliner Jihadisten seien inzwischen wieder zurückgekehrt. Rund ein Dutzend sei in Syrien ums Leben gekommen. Vor allem auf "schwache, nicht gefestigte Persönlichkeiten" übe der Jihadismus eine Anziehungskraft aus. Man könne nicht von einem bestimmten Typus sprechen, sagte Verfassungsschutzchef Palenda: "Jeder hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Bruch." Henkel verwies darauf, dass ein Präventions- und Deradikaliesierungsprogramm im April gestartet worden sei. Über Ergebnisse könne man aber jetzt noch nichts sagen. Dazu sei es noch zu früh.

    Henkel will mehr Stellen für die Behörde

    Henkel will den Verfassungsschutz sieht nicht nur die Gefahren durch den Salafismus. "Auch die Entwicklungen im links- und rechtsextremistischen Spektrum müssen wir weiter sehr aufmerksam beobachten", sagte der Innensenator. Er will den Verfassungsschutz auch personell stärken und hat deswegen entsprechende Mittel für den kommenden Doppelhaushalt angemeldet. Diesen will der Senat am kommenden Dienstag beschließen. Henkel wollte deswegen nicht vorher nennen, wie viele Stellen es zusätzlich geben soll. Er sprach von einem Zuwachs im hohen zweistelligen Bereich. Dem Vernehmen nach soll die knapp 200-köpfige Behörde - wie berichtet - 45 neue Stellen erhalten.

    Im Bereich Rechtsextremismus beobachtet der Verfassungsschutz vor allem, dass die Extremisten vor allem die Anti-Flüchtlings-Bewegung in Berlin mitgestalten und prägen. Zeitweilig und getarnt als "Bürgerbewegungen" oder "Bürgerinitiativen" sei es den Rechtsextremisten gelungen, bei ihren fremdenfeindlichen Protesten gegen Flüchtlingsunterkünfte auch Personen außerhalb der Szene einzubinden. So hätten beispielswiese zeitweise mehrere hundert Menschen in Marzahn-Hellersdorf gegen die neue Heime protestiert. Allerdings sei es den rechtsextremen Organisatoren nicht gelungen, diese Unterstützer dauerhaft zu binden. Die Zahl der Anhänger der rechtsextremen Szene wird in Berlin auf rund 1350 beziffert.

    Beim Linksextremismus war die Szene laut im vergangenen Jahr im Umbruch. Vor allem die Basis der "traditionellen Autonomen" sei gebröckelt. Hingegen hätten vordergründig moderater auftretende postautonome Bewegungen neue Aktivisten rekrutieren können. Palenda führte dieses auf die demografische Entwicklung zurück: Dem Jugendalter entwachsene Autonome führten ihr politisches Engagement in weniger aggressiven Formen fort.
    tagesspiegel.de

    100 Salafisten aus Berlin nach Syrien ausgereist


    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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