Bedanken Bedanken:  0
Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    Klage gegen Google: Bettina Wulff wehrt sich gegen Verleumdungen

    Klage gegen Google und Jauch

    Bettina Wulff wehrt sich gegen Verleumdungen

    Es geht um das Gerücht, sie habe im Rotlichtmilieu gearbeitet: Bettina Wulff, Frau des Ex-Bundespräsidenten, verklagt Google und Günther Jauch. Nach SZ-Recherchen haben CDU-Kreise in Hannover seit 2006 Gerüchte gestreut. Die Denunziation sollte offenbar vor allem Christian Wulff treffen.


    Kämpft mit juristischen Mitteln um ihren Ruf: Bettina Wulff, Gattin des ehemaligen
    Bundespräsidenten Christian Wulff, hier vor ihrem Haus in Großburgwedel. (© dapd)


    Bettina Wulff, die Frau des früheren Bundespräsidenten, geht massiv gegen die Verbreitung von Gerüchten und Denunziationen über ihr angebliches Vorleben vor. Am Freitag hat die 38-Jährige Klagen beim Hamburger Landgericht gegen den Fernsehmoderator Günther Jauch und gegen den Google-Konzern eingereicht. In den vergangenen Monaten hatten bereits 34 deutsche und ausländische Blogger und Medien, darunter der Stern, die Mediengruppe Österreich und die Berliner Zeitung Unterlassungserklärungen abgegeben. Mehrere Medienhäuser haben Schmerzensgeld in fünfstelliger Höhe zahlen müssen.

    Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung haben CDU-Kreise in Hannover seit 2006 das Gerücht gestreut, Bettina Wulff habe früher angeblich im Rotlichtmilieu gearbeitet. Die Denunziation sollte offenbar vor allem Christian Wulff treffen, der damals noch CDU-Ministerpräsident in Niedersachsen war. Er hatte in der Partei einige einflussreiche Feinde und auch außerhalb der Partei etliche Gegner.

    "Bettina Wulff war mir egal", sagt eine Bloggerin, die in regionalen FDP-Gremien sitzt, und das Gerücht zehn Tage vor der Präsidentenwahl im Juni 2010 mit auf den Weg gebracht hat. Im Internet breitete es sich dann epidemieartig aus und wurde nicht nur von einigen Medien ernst genommen. Bereits am Rande der Bundesversammlung Ende Juni 2010 in Berlin hatten CDU-Politiker Journalisten auf die Internet-Veröffentlichungen aufmerksam gemacht.

    Die Kolportage über das angebliche Vorleben von Bettina Wulff lastete dann von Dezember 2011 an auch auf der Affäre ihres Mannes. Einflussreiche Kreise in Berlin schlossen nicht aus, dass an den Gerüchten etwas dran sein könne. Bettina Wulff hat sich als Präsidentengattin gegen die anonymen Gerüchte nicht öffentlich gewehrt. Offenkundig befürchtete sie, den Verleumdungen durch eine eigene Stellungnahme zu viel Gewicht zu geben.

    Seit Wulffs Abschied aus dem Präsidentenamt im Februar geht die frühere erste Frau der Republik juristisch vehement gegen den Rufmord vor. So hat sie zur Vorlage bei Gericht eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, wonach alle Behauptungen über ihr angebliches Vorleben als Prostituierte oder als Escort-Dame falsch seien.

    Klagen gegen Jauch und Google

    Eine eidesstattliche Erklärung einer ehemaligen First Lady ist so einzigartig, wie auch die Denunziationen beispiellos waren. Durch diese "Verleumdungen" sei aus Sicht von Bettina Wulff ihre "Reputation zerstört worden". Die wolle sie "jetzt zurückgewinnen", beschreibt ein Insider ihre zahlreichen juristischen Aktivitäten.


    Derzeit zeigt Googles Autovervollstänigung Begriffe wie "Escort" an,
    wenn man "Bettina Wulff" eingibt.


    Juristisch besonders spektakulär sind die Klagen gegen Jauch und Google m Mai hatte Wulffs Anwalt den Moderator Jauch erstmals aufgefordert, wegen des Zitierens eines Zeitungsbeitrags über das angebliche Gemunkel in Berlin eine sogenannte Unterlassungsverpflichtungserklärung abzugeben. Jauchs Anwalt lehnte damals ab.

    Durch die Klage gegen Google soll nun verhindert werden, dass bei Eingabe des Namens "Bettina Wulff" in der Suchzeile durch die sogenannte Autocomplete-Funktion Begriffe wie "Rotlichtvergangenheit" oder "Escort" auftauchen. Publizistisch will Bettina Wulff ebenfalls in die Offensive gehen. Noch im September soll ein Buch über ihr Leben erscheinen. Wulff sehe sich "gezwungen", durch die Buchveröffentlichung der "Zerstörung ihres Ansehens in der Öffentlichkeit entgegenzuwirken", wird aus ihrem Umfeld berichtet.
    Quelle
    Geändert von delle59 (06.11.14 um 20:15 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. #2
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Bettina Wulff erzielt Teilerfolg
    Google hat acht Suchergebnisse zu Bettina Wulff gelöscht. Ihre Anwälte haben rund 3.000 Einträge beanstandet. Bei den gelöschten Einträgen handelte es sich laut Google um rechtswidrige Inhalte. Die Autovervollständigung wurde bislang nicht geändert.

    Bettina Wulff hat in ihrem Streit mit Google einen Teilerfolg erzielt. Der Suchmaschinenanbieter hat acht Suchergebnisse aus seinem Index entfernt, die auf rechtswidrige Tatsachenbehauptungen zu der Vergangenheit der Gattin von Ex-Bundespräsident Christian Wulff verweisen. Das bestätigte Google-Sprecher Kai Overbeck im Gespräch mit Spiegel Online.

    Das sei schon vor Wochen passiert, sagte Overbeck. Google lösche solche Einträge immer, wenn es um rechtswidrige Inhalte gehe. Bettina Wulffs Anwälte hätten die Löschung von mehr als 3.000 Inhalten aus dem Google-Index gefordert, darunter auch zu ihrem Wikipedia-Artikel. Das habe Google aber bislang abgelehnt.

    Außerdem fordern die Anwälte Bettina Wulffs Suchbegriffe aus der Autovervollständigung der Suchmaschine zu löschen. Es soll sich dabei um mindestens 80 Einträge handeln. Sie sind noch nicht gelöscht. Laut Overbeck ist noch keine entsprechende Klage bei Google eingegangen.
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  3. #3
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Bettina Wulff will Prozess gegen Google verschieben
    „Rotlichtvergangenheit“ und „Escort“: Wegen dieser Suchbegriffe, die beim Googeln ihres Namen vorgeschlagen werden, ist die ehemalige First-Lady Bettina Wulff vor Gericht gezogen. Kurz vor Prozessbeginn beantragt sie nun Aufschiebung.


    dpa / Jens Kalaene
    Bettina Wulff will ihren Prozesstermin gegen den Internet-Konzern Google verschieben lassen – ursprünglich sollte am 26. April in Hamburg verhandelt werden. Wulff will mit ihrer Klage verhindern, dass beim Googeln ihres Namens automatisch Suchbegriffe wie „Rotlichtvergangenheit“ oder „Escort“ vorgeschlagen werden.

    Der „Spiegel“ hatte berichtet, Wulffs Anwälte hätten das Landgericht Hamburg und Google gebeten, das Verfahren auf Eis zu legen, weil der Bundesgerichtshof gerade einen ähnlichen Fall prüfe. Dabei wehrt sich ein Kläger dagegen, dass sein Name bei einer Google-Suche automatisch um die Begriffe „Scientology“ und „Betrug“ ergänzt werde.

    Google gibt sich siegessicher
    Dagegen sagte Wulffs Anwalt Gernot Lehr: „Es geht nicht darum, etwas auf Eis zu legen.“ Es sei lediglich vorgeschlagen worden, den für den 26. April anberaumten Termin zu verschieben, um die Entscheidung des BGH in dem anderen Verfahren abzuwarten. Bettina Wulff wolle ihren Prozess gegen Google aber auf jeden Fall fortführen.

    Google hat nach eigenen Angaben in Deutschland mehrere Verfahren zum Thema Autoergänzung gewonnen. Der Internet-Konzern hatte stets argumentiert, Google nehme keinen Einfluss auf die Suchbegriffe. Die Autovervollständigungs-Funktion bei einer Suche spiegele nur die tatsächlichen Suchanfragen der Nutzer wider. Ähnliche Verfahren gegen Google in Deutschland habe das Unternehmen alle gewonnen.
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  4. #4
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Klage gegen Google: Bettina Wulff wehrt sich gegen Verleumdungen

    Autocomplete-Funktion: Bettina Wulff und Google einigen sich

    Google hat sich mit der Frau des Ex-Bundespräsidenten auf einen Vergleich geeinigt. In dem Rechtsstreit ging es um Begriffe wie "Prostituierte", die automatisch bei einer Suche nach dem Namen Bettina Wulff vorgeschlagen wurden.

    Bettina Wulff und der Suchmaschinenkonzern Google haben ihren Streit beigelegt. Zur Erinnerung: Es ging darum, welche weiteren Vorschläge die Suchmaschine ihren Nutzern anbietet, wenn man den Namen "Bettina Wulff" ins Suchfenster eintippt.

    Im Fall der ehemaligen First Lady erschienen dabei Begriffe wie etwa "Rotlichtvergangenheit", "Escort" oder "Prostituierte". Dagegen war die Frau von Ex-Bundespräsident Christian Wulff juristisch vorgegangen, vor dem Landgericht Hamburg klagte sie gegen 43 Wortkombinationen der Autocomplete-Funktion. Man habe sich außergerichtlich geeinigt, teilten Wulffs Anwälte und Google nun mit.

    "Wir haben unsere Autocomplete-Richtlinien in Bezug auf Beschwerden zu automatischen Vervollständigungen von Personennamen überarbeitet", kommentiert Google-Sprecher Klaas Flechsig. Dies sei schon vor einigen Monaten geschehen. "Auf dieser Grundlage haben wir die fraglichen Ergänzungen entfernt." Mittlerweile sind die Suchvorschläge im Fall Wulff tatsächlich wieder harmlos: Bei einem Test am Donnerstag erschienen bei der Suche nach "Bettina Wulff" unter anderem die Begriffe "Kommunikation", "Freund", "Buch", "Größe", "Tattoo", "Facebook" - und, vermutlich wegen des Rechtsstreits, auch "Google".

    Mit den Änderungen sei eine gerichtliche Entscheidung unnötig geworden, teilte Wulffs Anwalt Simon Bergmann mit. Die beanstandeten Wortkombinationen würden auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr angezeigt. "Damit konnte Frau Wulff ihre Grundsatzklage wegen der durch die Autocomplete-Funktion erfolgten Verbreitung zahlreicher haltloser Gerüchte in der Sache erfolgreich zum Abschluss bringen."

    Der Bundesgerichtshof hatte 2013 entschieden, dass Google automatisch ergänzte Suchvorschläge löschen muss, wenn sie direkt Persönlichkeitsrechte von Nutzern verletzen. Google hat ein Formular ins Netz gestellt, mit dem sich Nutzer beim Internetkonzern beschweren können, etwa über die "Autovervollständigung". Man sei jetzt etwas offener für solche Beschwerden geworden, sagte Google-Sprecher Flechsig. Wie viele Beschwerden eingegangen seien, ließ er offen.
    spiegel.de
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


Ähnliche Themen

  1. ZTE und Huawei unter Spionageverdacht gegen Telekom
    Von delle59 im Forum Wirtschaft
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 03.08.16, 10:18
  2. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 15.03.14, 20:42
  3. Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 01.07.13, 12:53
  4. Australier gewinnt Prozess gegen Google
    Von delle59 im Forum Netzwelt
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 02.11.12, 11:09
  5. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 12.09.12, 08:49

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •