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    Schnellster Superrechner am Netz

    Herzstück: Grafikprozessoren
    Schnellster Superrechner am Netz
    Was bisher vor allem für Computerspiele wichtig war, kommt nun für Spitzenleistungen der IT zum Einsatz. Der Supercomputer Titan bündelt 18.668 Grafikprozessoren.


    Der Supercomputer Titan am Oak Ridge National Laboratory
    Bildquelle: Oak Ridge National Laboratory
    Der schnellste Supercomputer der Welt ist beim US-Energieministerium in Oak Ridge (Tennessee) ans Netz gegangen. Die Anlage "Titan" in der Größe eines Baseball-Feldes ist nach Angaben des Herstellers Cray zehn Mal leistungsfähiger als sein Vorgänger, allerdings auch fünf Mal energieeffizienter. Sie soll für wissenschaftliche Zwecke etwa für die Material- und Klimaforschung sowie in der Astrophysik und Nuklearforschung eingesetzt werden. Das Besondere: Anders als bei herkömmlichen Supercomputern wird die Rechenleistung beim Titan zu rund 90 Prozent von 18 688 Grafikprozessoren (GPUs) des Hersteller Nvidia ermöglicht, zu zehn Prozent von Computer-Prozessoren (CPUs), 16-Kern-Prozessoren von AMD.

    Immer leistungsfähigere Grafikprozessoren wurden bislang vor allem für aufwendige Computerspiele entwickelt. "Die Technologie für Games ist die umwälzende Technologie, die nun das Computing weitgehend beeinflusst", sagte Jeff Nichols vom Oak Ridge National Laboratory der "Washington Post". Grafikchips haben eine vergleichsweise einfache Architektur, können aber einfache Rechenaufgaben deutlich schneller abarbeiten als CPUs. Die Kombination von GPUs und CPUs sei nicht neu, sagte Steve Scott, Technik-Chef des Chipherstellers Nvidia. Noch nie aber seien GPUs in dieser Größenordnung zum Einsatz gekommen.

    20 Petaflops Spitze
    Als Spitzenleistung erreicht Titan eine Leistung von mehr als 20 Petaflops (Billiarden Fließkomma-Berechnungen pro Sekunde). Laut der zweimal im Jahr veröffentlichten Liste der weltweit schnellsten Supercomputer ("Top 500") lag die Spitzenleistung im internationalen Vergleich im Sommer noch bei 16,32 Petaflop. Diese Leistung hatte der bis dahin weltschnellste Rechner Sequoia im Lawrence Livermore National Laboratory des US-Energieministeriums erreicht.

    Verglichen mit seinem Vorgänger (Jaguar) benötige der Titan bei erheblicher Leistungssteigerung nur wenig mehr Strom und sei damit fünfmal sparsamer im Verbrauch - ein immer wichtigerer Kostenfaktor. Im Oak Ridge National Laboratory des US-Energie-Ministeriums soll die Anlage für mehrere Forschungsrichtungen offen stehen. Forscher aus Hochschulen, staatlichen Labors und private Unternehmen sollen mit der Anlage physikalische und biologische Phänomene modellieren können und damit schneller zu Ergebnissen kommen.
    Quelle

    Europas schnellster Rechner wird mit warmem Wasser gekühlt
    "Top 500" der schnellsten Computer - Deutschland ist Europameister
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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    Schnellster Supercomputer leidet an zu viel Gold
    Der aktuell weltweit schnellste Supercomputer "Titan" hat ein regelrechtes Luxus-Problem, dass wohl so mancher zu gern mit ihm teilen würde: Es ist einfach zu viel Gold in ihm verbaut.

    Der Computer, der vom Oak Ridge National Laboratory in den USA betrieben wird, musste zuletzt teilweise heruntergefahren werden. Erst im Oktober war das System in Betrieb gegangen. Kurz darauf stellten sich allerdings zunehmend Probleme ein. Es stellte sich heraus, dass einige Testläufe nicht abschließend durchgeführt wurden. Eventuell wollte man mit einem schnellen Start sicherstellen, bei der Veröffentlichung der Top500-Liste auch wirklich den Spitzenplatz einzunehmen.

    Im Regelbetrieb erwies Titan sich dann aber als nicht stabil genug. Im Februar war die Quote regulär erfüllter Aufgaben auf 92 Prozent gesunken - 95 Prozent sind hier allerdings als Untergrenze definiert. Bei einer Überprüfung stellte sich heraus, dass reihenweise Connectoren nicht ordnungsgemäß arbeiteten. Der Betreiber fuhr daher schrittweise einen Teil der 200 Kabinette, aus denen sich der Titan zusammensetzt, herunter und schickte die Motherboards zurück an den Hersteller Cray, um Reparaturen durchführen zu lassen.

    Der Schwachpunkt saß dabei an einer entscheidenden Stelle: Die fraglichen Connectoren waren dafür zuständig, die Kommunikation der Haupt-Prozessoren mit den Grafikchips, die bei den Berechnungen für einen ordentlichen Performance-Schub sorgen sollen, zu gewährleisten.

    Wie die Betreiber mitteilten, stellte sich heraus, dass in den Löt-Materialien ein zu hoher Gold-Anteil enthalten ist. Das Edelmetall wird hier beigefügt, da es nicht oxidiert und eine sehr gute Leitfähigkeit aufweist. Eine Legierung aus Zinn und Gold, in der der Goldanteil zu hoch ist, neigt allerdings dazu, spröde zu werden.

    Bei Cray arbeitet man jetzt daran, die Connectoren mit einem besseren Material zu versehen. Das kann allerdings einige Zeit dauern. Denn Titan verfügt über 20.000 solcher Verbindungen, die jeweils mit 100 Pins ausgestattet sein.
    Quelle

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