Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    Die Brennstoffzelle kommt in Fahrt: Mit Wasserstoff in die Zukunft

    Toyota FCV
    Erstes Brennstoffzellenauto geht in Serie

    (Quelle: Reuters)
    Toyota macht Nägel mit Köpfen: Die Japaner bringen im ersten Quartal des nächsten Jahres das erste Serien-Brennstoffzellen-Fahrzeug auf den Markt. Den Anfang macht das Toyota FCV in Japan, schon im Sommer 2015 soll das Modell dann in Europa und in den USA zu haben sein.

    Japaner sehen sich als Vorreiter
    Anlässlich der Präsentation sparte Toyota-Vizepräsident Mitsuhisa Kato nicht mit blumigen Worten und präsentierte sein Unternehmen als Vorkämpfer für eine Gesellschaft, die im Einklang mit der Umwelt lebt. "Toyotas Aufgabe ist es, umweltfreundliche Autos zu entwickeln", erklärte der Manager. Außerdem sollen die neuen Fahrzeuge "die Kunden lächeln lassen." Das schafft das FCV. Zumindest optisch: Die Brennstoffzellen-Limousine folgt dem Formenspiel der FCV-Studie und sieht schnittig aus.

    Preis stark nach unten gesenkt
    Der Preis für das futuristische Vehikel wird in Japan rund 50.000 Euro betragen. Auch wenn das Auto in Europa mehr kosten dürfte, ist das durchaus eine Ansage. Bisher waren Brennstoffzellen-Fahrzeuge astronomisch teuer. Diese radikale Kostenreduktion erreichen die Japaner mit neuen Produktionsverfahren und neuer Technik. Toyota hat eine Brennstoffzelle entwickelt, die ohne zusätzlichen Membran-Befeuchter auskommt. Auch das Gewicht und die Größe der der Brennstoffzelle wurde verringert. Der Treibstoff wird in zwei Tanks untergebracht sein, die in drei Minuten betankt sein sollen.

    Schulter an Schulter mit Hybridantrieb
    Mit der Serienreife des Brennstoffzellen-Autos vollzieht sich auch ein Strategiewandel bei Toyota. Der Hybridantrieb ist nicht mehr das alleine Seligmachende Mobilitätskonzept. Der nach Einsatzbereich des Fahrzeugs bestimmt den Antrieb: So sind reine E-Autos für den urbanen Bereich gedacht. Die Brennstoffzelle dagegen garantiert eine Reichweite von rund 700 Kilometern und soll auch in Bussen und Lkw verwendet werden.

    Fehlende Wasserstoff-Infrastruktur
    Mit der Brennstoffzellen-Technologie wird den Autofahrern die Reichweitenangst genommen. Natürlich sollen Brennstoffzellenautos noch billiger werden. Allerdings ist damit noch nicht das Problem der fehlenden Wasserstoff-Tankstellen-Infrastruktur gelöst.

    Toyota: Entwicklung geht weiter
    Damit ist die Entwicklung der neuen Technologie aber noch längst nicht zu Ende. "Wichtig ist, dass wir die Entwicklung in den eigenen Händen behalten", macht Toyota-Vizepräsident Mitsuhisa Kato klar. Da passt es ins Bild, dass Toyota die Zusammenarbeit mit Tesla zum Ende des Jahres auslaufen lässt. Der amerikanische Elektro-Autobauer hatte Batterien und Antriebsstrang für die elektrisch angetriebene Version des Kompakt-Geländewagens RAV4 geliefert.
    Quelle

    Wiki: Brennstoffzellenfahrzeug





    Geändert von delle59 (28.10.14 um 13:58 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  3. #2
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Die Brennstoffzelle kommt in Fahrt: Mit der Dampfmaschine in die Zukunft

    VW pflanzt Golf die Brennstoffzelle ein



    Den Elektroantrieb mit Brennstoffzelle sieht man dem HyMotion-Prototyp von außen nicht an. (Foto: DPA)

    Premiere auf der LA Auto Show: VW hat einen Golf mit Brennstoffzelle präsentiert. Der Variant HyMotion fährt mit Wasserstoff aus Kohlefasertanks. Eine Serienproduktion ist noch fraglich.

    Anhand eines Prototyps demonstriert VW auf der LA Auto Show (noch bis 30. November), dass ein Elektroantrieb mit Brennstoffzelle auch in den kompakten Golf Variant passt. Seit den 1990er Jahren forscht der Wolfsburger Hersteller an der Brennstoffzelle und testet die aktuelle Systemgeneration in einer US-Passat-Flotte im Straßenverkehr.

    Als weiterer deutscher Autobauer zeigt Audi auf der Messe in Los Angeles die Brennstoffzelle in einem Forschungsfahrzeug auf Basis des Oberklassemodells A7 Sportback. Der kleinere Technologieträger Golf Variant HyMotion fährt mit Wasserstoff aus Kohlefasertanks im Unterboden, das Gas wird in einer Brennstoffzelle in Strom für den 100 kW/136 PS starken Elektromotor umgewandelt. Mit Wasserdampf als einzigem Abgas kommt das Forschungsfahrzeug laut VW auf eine elektrische Reichweite von 500 Kilometern. Während man ein konventionelles Elektrofahrzeug danach stundenlang laden muss, lassen sich die Gastanks binnen drei Minuten wieder auffüllen.

    Zu den Serienaussichten für die Brennstoffzelle im Passat, Golf oder anderen Modellen der Marke machte VW noch keine Angaben. Das erste Serienauto mit der neuen Antriebstechnik wird der Toyota Mirai: Für knapp 80.000 Euro will der japanische Hersteller den Wagen ab September 2015 in Deutschland anbieten.
    n24.de





    Da werden die Japaner wohl wieder die Nase vorne haben.
    Geändert von delle59 (25.11.14 um 11:18 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  4. Bedankos salviner01 bedankte(n) sich für diesen Post
  5. #3
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Die Brennstoffzelle kommt in Fahrt: Mit der Dampfmaschine in die Zukunft

    Toyota lässt Patente für Brennstoffzellen-Technik gratis nutzen

    Mit seinem Modell "Mirai" ist Toyota der einzige Autohersteller, der Brennstoffzellen-Fahrzeuge bereits auf den Markt bringt. Jetzt greifen die Japaner zu einem radikalen Schritt, um die Branche anzukurbeln.

    Toyota stellt seine Patente für Brennstoffzellen-Technologie der Konkurrenz kostenlos zur Verfügung, um den Markt in Bewegung zu bringen. Das Angebot solle für die Einführungszeit des ersten kommerziell vermarkteten Brennstoffzellen-Modells "Mirai" von Toyota voraussichtlich bis Ende 2020 gelten, sagte Konzernmanager Bob Carter auf der Technik-Messe CES in Las Vegas am Montag. Die 170 Patente für Nachfüllstationen will Toyota sogar unbegrenzt gratis nutzen lassen.

    Während andere Autobauer in Las Vegas einen Schwerpunkt auf selbstfahrende und vernetzte Autos setzten, beschränkte Toyota die kurze CES-Präsentation fast ausschließlich auf das Brennstoffzellen-Auto. Es kommt in diesem Jahr auf den Markt. Man werde 2015 voraussichtlich nur 700 "Mirai"-Fahrzeuge bauen, sagte Carter. In den 2020er Jahren dürften es "Zehntausende" jährlich sein.

    Der "Mirai" habe inzwischen eine Reichweite von rund 300 Meilen (482 km), sagte Carter. Toyota arbeitet seit rund 20 Jahren an der Brennstoffzellen-Technologie und nahm dafür auch hohe Investitionen in Kauf. Im Rest der Branche wird die Technik, bei der Wasserstoff in Strom umgewandelt wird, größtenteils skeptisch gesehen. Die Technologie gilt zwar als umweltfreundlich, weil keine Abgase entstehen. Aber die Kosten bleiben weiterhin ein Problem.

    Es ist kein Einzelfall, dass ein Unternehmen seine Patente frei nutzen lässt, um einem Markt den nötigen Schub zu geben. Einen ähnlichen Weg ging zum Beispiel auch der Elektroauto-Hersteller Tesla.

    "Dass Toyota seine Brenstoffzellen-Patente kostenlos zur Verfügung stellt, ist ein Zeichen einer neuen Realität", sagte der Autoexperte der IT-Marktforschungsfirma Gartner, Thilo Koslowski in Las Vegas. "Die Investitionen für die neuen Technologien sind nicht alleine zu stemmen."
    zeit.de
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  6. Bedankos salviner01 bedankte(n) sich für diesen Post
  7. #4
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Die Brennstoffzelle kommt in Fahrt: Mit Wasserstoff in die Zukunft

    Pedelec mit Fuel Cell
    Radeln mit Wasserstoff


    Ohne Akku Pedelec fahren? Linde hat ein Fahrrad vorgestellt, das sich seinen Strom aus mitgeführtem Wasserstoff mittels einer winzigen Brennstoffzelle selbst herstellt.


    In den kleinen Tank aus Aluminium und Carbon von der Größe einer Feldflasche
    passen unter einem Druck von 340 bar 34 Gramm Wasserstoff. © Hersteller

    Wie man ohne Akku Pedelec fahren kann, zeigt der Gase-Spezialist Linde. Vor wenigen Tagen wurde dem Bundesverkehrsminister ein Fahrrad übergeben, das sich seinen Strom aus mitgeführtem Wasserstoff mittels einer winzigen Brennstoffzelle (Fuel Cell) selbst herstellt. Es ist das erste einer Pilotserie von 100 Stück, mit der Linde zeigen will, dass das Konzept nicht nur für Autos taugt.


    In den kleinen Tank aus Aluminium und Carbon von der Größe einer Feldflasche passen unter einem Druck von 340 bar 34 Gramm Wasserstoff. Das klingt nicht nach viel, die Menge (sie entspricht 1000 Wh) soll aber nach Aussage des Linde-Sprechers Stefan Metz für mehr als 100 Kilometer Fahrt mit Elektrounterstützung reichen. Damit die Polymer-Brennstoffzelle nicht ständig an- und abgeschaltet werden muss, ist eine kleine Pufferbatterie mit 60 Wh dazwischen geschaltet.


    © Hersteller .. Volltanken geht zu Hause

    Das ganze Antriebssystem wiege nur 3,7 Kilogramm, das gesamte Rad bringe 23,6 Kilo auf die Waage, sagt Metz. Befüllt wird der Tank mit einem neu entwickelten System, das unter anderem aus einer Flasche mit 20 Liter Inhalt, Druckentlastungsventil und Membranverdichter besteht. Das Ensemble wird zu Hause aufgestellt, das Betanken damit dauert höchstens sechs Minuten.


    Linde betreibt derzeit rund hundert Wasserstoff-Tankstellen in 15 Ländern. Der Treibstoff sei nachhaltig aus Windstrom oder Biogas erzeugt, die CO2 Bilanz des H2-Bikes wesentlich besser als der Energiemix des deutschen Netzstroms, teilt das Unternehmen mit. Was mit der Kleinserie geschieht, steht noch nicht endgültig fest. Auch über Preise mag niemand reden, die Kosten der Brennstoffzellentechnik sind noch jenseits von Gut und Böse. In einer Serienproduktion soll laut Metz aber ein Preis in vierstelliger Höhe möglich sein.
    faz.net

    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  8. Bedankos Struppi, eddy-dien8, reho bedankte(n) sich für diesen Post
  9. #5
    Avatar von Struppi




    Registriert seit
    Nov 2012
    Ort
    Aus dem weiß-blauen Königreich
    Beiträge
    1.178
    Points
    320
    Level
    6
    Level completed: 40%, Points required for next Level: 30
    Overall activity: 6,0%
    Achievements:
    Social7 days registered1000 Experience Points

    AW: Die Brennstoffzelle kommt in Fahrt: Mit Wasserstoff in die Zukunft

    Und wie betanke ich dieses Teil, wenn ich unterwegs bin? Passt da der Tankstutzen von der Gas-Tankstelle?

    Aber so im Großen und Ganzen eine interessante Sache, mit der ich mich sicherlich anfreunden könnte. Nur der Preis ist schon deftig...

    Gruß,

    Struppi
    Geändert von Struppi (12.11.15 um 14:43 Uhr)
    Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
    &
    Nehmt mich nicht zu ernst, lacht lieber mit mir - es sei denn, ich höre mich verärgert an

  10. Bedankos delle59, eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post
  11. #6
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Die Brennstoffzelle kommt in Fahrt: Mit Wasserstoff in die Zukunft

    Wasserstoff-Autos als neue Hoffnung

    Der Wasserstoff wurde schon als das neue Öl gefeiert – dann wurde es ruhig um den alternativen Treibstoff. Jetzt kommen zwei neue Wasserstoffmodelle nach Deutschland. Sie sind die Vorboten einer erneuten Offensive.



    Revolutionär oder Einzelgänger? Toyotas Wasserstoffauto Mirai ist nicht nur optisch eine auffällige Erscheinung. Seine Technik könnte bald auch bei BMW serienreif eingesetzt werden.(Foto: ap)
    Es noch nicht lange her, da dachte man auch in Deutschland, dass dem Wasserstoff die Zukunft gehören werde. Konzerne wie BMW und Daimler investierten Milliarden in die Technologie, versprachen serienreife Modelle. „Wasserstoff“, jubelte Daimler-Chef Dieter Zetsche noch im Jahr 2013, „wird das neue Öl“. Doch auf serienreife Modelle aus Deutschland wartet man bisher noch vergeblich.

    Stattdessen bringen die asiatischen Autobauer die Diskussion um den Antrieb wieder ins Rollen: Mit dem Toyota Mirai und dem Hyundai ix35 Fuel Cell starten in diesen Tagen gleich zwei serienreife Wasserstoff-Autos im deutschen Markt. Der Strom in der Brennstoffzelle wird durch die chemische Reaktion von Wasserstoff mit dem Sauerstoff der Umgebungsluft erzeugt. Aus dem Auspuff kommt dadurch reines Wasser statt giftiger Abgase. Auch wenn die aktuelle Diskussion um den Diesel der sauberen Technologie eigentlich Rückenwind verschaffen sollte, bremsen die Verantwortlichen die Erwartungen. Eine schnelle Alternative scheint auch der Wasserstoffantrieb nicht zu sein.

    Bei der Präsentation des Mirai in Hamburg erklärt Chefentwickler Yoshikazu Tanaka gar, dass bis zum Durchbruch wohl noch „zehn, zwanzig oder vielleicht noch mehr Jahre“ vergehen werden. Seine Botschaft: Wasserstoff sei langfristig unverzichtbar – in friedlicher Koexistenz mit dem Elektroauto. Man brauche aber einen langen Atem, um die Technologie massentauglich zu machen. Für die Revolution lässt man sich Zeit. Man braucht sie auch.

    Denn mit einem Preis von 78.540 Euro für den Toyota Mirai, bzw. 65.450 Euro für den Hyundai ix35 Fuel Cell rangieren die Fahrzeuge mit Brennstoffzelle preislich immer noch deutlich über dem Verbrenner. Das wissen auch die Hersteller. Man richte sich an „progressive Technologiefans“ als Zielgruppe, erklärt Toyota. 700 Exemplare des Mirai sollen im ersten Jahren produziert werden, davon gehen nur wenige nach Deutschland. Aber der Marktanteil soll sukzessive erhöht werden. Nächstes Jahr sollen es bereits 2.000 Mirai vom Band laufen – bis man in einigen Jahren eine Produktion von 30.000 erreicht haben will. Bis dahin muss aber die Brennstoffzelle deutlich günstiger werden.

    Lange war es vor allem das verbaute Platin, das die Brennstoffzelle so teuer machte, dass sie kaum für den Massenmarkt geeignet schien. Künftig wolle man den Platin-Anteil deutlich verringern und die Brennstoffzelle so bezahlbarer machen, heißt es aus der Industrie.

    Und auch beim bisher sehr dünnen Tankstellennetz soll sich in den nächsten Jahren etwas tun. OMV, Shell und Total verkündeten Mitte Oktober gemeinsam mit Air Liquide, Daimler und Linde, die H2 Mobility Initiative. Bis 2023 sollen in Deutschland rund 400 Wasserstofftankstellen gebaut werden. Derzeit sind es deutschlandweit davon rund 50. Für eine flächendeckende Versorgung wären rund 1000 Tankstellen nötig.



    Während Preis und fehlende Wasserstofftankstellen noch abschreckend wirken, sollen die Wasserstoffautos für den Kunden aber absolut komfortabel sein: Die Technik sei sicher bei Unfällen und nicht mehr so anfällig für Temperaturunterschiede. Vor allem Autofahrer müssen sich – anders als beim Elektroauto nicht umstellen. Die Reichweite ist vergleichbar mit Verbrennern. Das Fahrgefühl auch. Und der Tank ist innerhalb weniger Minuten gefüllt.

    Der größte Hemmschuh bleibt vorerst allerdings der Treibstoff selbst. Denn der Wasserstoff, den die Fahrzeuge für den Betrieb der Brennstoffzelle brauchen, muss künstlich hergestellt werden. Kritiker werfen dem Wasserstoff vor, dass bei der Produktion und dem Transport viel Energie verloren geht. Wird die Energie für die Wasserstoffproduktion dann auch noch in Kohlekraftwerken produziert, fällt auch die Ökobilanz eines Wasserstoff-Autos nicht so optimal aus.

    Trotzdem werden in den nächsten Jahren etliche neue Wasserstoff-Autos erwartet: Bei der Tokyo Motorshow zeigte Honda jüngst den FCV Clarity, der nächstes Jahr in der Verkauf gehen. Zu einem noch günstigeren Preis als der Mirai.

    Und auch die Deutschen wollen im Geschäft mit dem Wasserstoffantrieb einsteigen. Gemeinsam mit Ford und Nissan will Daimler 2017 sein F-Cell-Projekt straßenreif machen – mit zwei Jahren Verspätung. Und BMW könnte von den Erfahrungen profitieren, die Toyota nun mit dem Mirai sammelt. Nachdem man das hauseigene Wasserstoffmodell mit Direktverbrenner Hydrogen 7 vor einigen Jahren eingestellt hat, versucht man es nun ebenfalls mit der Brennstoffzelle. Intern testet man den 5er GT mit Wasserstoffantrieb intensiv. "Die Kombination aus Brennstoffzelle und Wasserstoff scheint ab circa 2020 eine denkbare Antriebsform zu sein“, prognostiziert BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich.

    Die Hoffnung, dass der Wasserstoff am Ende doch noch zum neuen Öl werden könnte, scheint die Branche noch nicht aufgegeben zu haben. Doch sie scheint geduldiger geworden zu sein.
    handelsblatt.com
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  12. Bedankos eddy-dien8, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  13. #7
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Die Brennstoffzelle kommt in Fahrt: Mit Wasserstoff in die Zukunft

    Hazer will Wasserstoff günstiger machen

    Ein neues Verfahren soll die Erzeugung von Wasserstoff deutlich günstiger machen. Entscheidend ist der eingesetzte Katalysator. Der ist in der australischen Heimat der Entwickler leicht zu finden.

    Wasserstoff gilt als ein wichtiger Energieträger der Zukunft. Auf der Erde gibt es das Element aber hauptsächlich in gebundener Form - im Wasser beispielsweise oder in Methan. Das australische Unternehmen Hazer hat ein Verfahren entwickelt, um günstig und weitgehend ohne Schadstoffemissionen Wasserstoff zu gewinnen.

    Ausgangspunkt ist Methan, das aufgespalten wird. Als Katalysator dient erhitztes Eisenerz. Wenn das Gas mit dem Katalysator in Berührung kommt, zerfällt es in seine Bestandteile Wasserstoff und Kohlenstoff.

    Wasserstoff soll nur noch die Hälfte kosten


    Eisenerz komme in Western Australia, der Heimat von Hazer, in großer Menge vor, sei also sehr günstig, sagt Hazer-Geschäftsführer Geoff Pocock der britischen Tageszeitung The Guardian. Ziel sei, die Kosten für die Wasserstoff-Erzeugung zu halbieren - von derzeit 1 bis 1,5 US-Dollar auf 50 bis 75 US-Cent.

    Weiterer Vorteil des Verfahrens: Es werden kaum Schadstoffe emittiert. Der Kohlenstoff wird nämlich - anders als bei der Dampfreformierung - nicht als Kohlendioxid freigesetzt, sondern fällt als Graphit aus. Das Graphit wiederum lässt sich weiter verwerten, etwa zur Herstellung von Elektroden für Lithium-Ionen-Akkus.

    2017 soll die Produktion anlaufen


    Entwickelt wurde das Verfahren von Technikchef Andrew Cornejo. Ausgangspunkt war ein Projekt an der Universität in Perth, der Hauptstadt des australischen Bundesstaates Western Australia. Das Unternehmen wurde 2010 gegründet. Ende 2017 soll eine Pilotanlage fertig sein, die im Jahr etwa 30 Tonnen Wasserstoff erzeugt.

    Wasserstoff ist ein guter Energieträger. Damit sollen künftig Brennstoffzellenautos betrieben werden. Ein solches Auto kann ähnlich wie ein konventionelles Auto mit Verbrennungsmotor in ein paar Minuten betankt werden und muss nicht längere Zeit an die Steckdose, um den Akku zu laden. Außer als Treibstoff für Brennstoffzellenautos kann Wasserstoff zur Herstellung von Treibstoffen wie Kerosin genutzt, selbst als Treibstoff für Verbrennungsmotoren eingesetzt oder Erdgas beigemischt werden.

    Das Problem ist bisher die Gewinnung von Wasserstoff. Derzeit geschieht das meist per Elektrolyse, Dampfreformierung oder aus Biomasse. Die Verfahren sind aufwendig und der Wasserstoff ist deshalb recht teuer.
    golem.de

    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  14. Bedankos eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post
  15. #8
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Die Brennstoffzelle kommt in Fahrt: Mit Wasserstoff in die Zukunft

    iLint: Der erste Wasserstoffzug der Welt fährt nach Cuxhaven

    In Deutschland verkehren noch immer viele Dieseltriebwagen. Bald soll damit Schluss sein: Die Firma Alstom hat einen Zug entwickelt, der per Brennstoffzelle angetrieben wird. 2017 soll er in Betrieb gehen.

    Im deutschen Nahverkehr sollen von Ende nächsten Jahres an die weltweit ersten Brennstoffzellenzüge rollen. Zunächst fahren zwei Prototypen zwischen Buxtehude und Cuxhaven, bis 2020 sollen dort 14 Züge im Einsatz sein, teilte Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) mit.


    Quelle: dpa

    Der französische Hersteller Alstom präsentierte den neuen Antrieb auf der Bahntechnikmesse Innotrans, die am Dienstag in Berlin eröffnet wurde. Nach Angaben des Unternehmens ist der Coradia iLint genannte Zug der weltweit erste, der die Brennstoffzellentechnologie verwendet. Die Prototypen, die durch Niedersachsen fahren, seien ebenfalls die ersten, die weltweit im Einsatz seien, sagte eine Sprecherin SPIEGEL ONLINE.

    Der Zug wird mit Wasserstoff betrieben. In einer Brennstoffzelle kommt es zu einer chemischen Reaktion mit Sauerstoff, bei der Strom entsteht. Dieser treibt einen Elektromotor an. Dazu wird überschüssige Elektrizität in einer Batterie zwischengespeichert.

    Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einem neuen Zeitalter auf Bahnstrecken ohne Oberleitung. Demnach gibt es Absichtserklärungen aus mehreren Bundesländern, in denen auch Züge mit Wasserstoff fahren sollen.



    Die Entwicklung der in Salzgitter gebauten Züge hat der Bund mit acht Millionen Euro gefördert. Sie haben auf dem Dach einen Wasserstofftank und die Brennstoffzelle, damit können sie bis zu 140 Stundenkilometer fahren. Die Reichweite des Coradia iLint beträgt nach Angaben von Alstom bis zu 800 Kilometer.

    "Insbesondere auf Nebenstrecken, an denen Oberleitungen unwirtschaftlich oder noch nicht vorhanden sind, fahren bislang Züge mit Dieseltriebwagen", erklärte Dobrindt. Die Brennstoffzelle sei eine emissionsfreie, energieeffiziente und kostengünstige Alternative. Lies sagte, die Technik könne einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, etwa wenn mit überschüssigem Windstrom Wasserstoff erzeugt werde.
    spiegel.de

    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


Ähnliche Themen

  1. Welche Serie schaut ihr? Was ist euer Geheimtipp?
    Von Movienator im Forum Entertainment
    Antworten: 38
    Letzter Beitrag: 02.03.15, 09:59
  2. Geht ihr wählen?
    Von Dolf92 im Forum Politik
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 30.04.14, 17:35
  3. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 12.08.13, 14:43
  4. TIPP: Death Valley (serie)
    Von Karl Ranseier im Forum Entertainment
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 19.05.12, 18:22

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •