Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    Das Alma - Observatorium der Eso

    Startschuss für Super-Teleskop
    Astronomen lassen Bergspitze wegsprengen


    2024 soll das europäische Riesen-Teleskop E-ELT auf dem Gipfel des Cerro Armazonas
    in Chile in Betrieb gehen (Quelle: Grafik ESO)

    Astronomen haben in Chile eine Bergspitze wegsprengen lassen, um Platz für das europäische Super-Teleskop ELT zu schaffen. Das Extremely Large Telescope soll auf dem Gipfel des 3000 Meter hohen Cerro Armazonas errichtet werden. Fast 40 Meter Spiegel-Durchmesser, etwa 1,4 Milliarden Dollar Kosten und zehn Jahre Bauzeit - das sind die Superlative des gigantischen Projekts.

    Der sprichwörtliche Startschuss erschütterte am Donnerstag den Cerro Amazonas in der Atacama-Wüste: Wo in zwölf Jahren das größte optische Teleskop der Erde in Betrieb gehen soll, reißt eine gewaltige Explosion 5000 Kubikmeter Felsen in Stücke.

    Astronomen nennen es schon jetzt "das größte Auge der Welt in den Himmel". Von ihm erhoffen sie sich neue Einblicke "in die Erforschung völlig unbekannter Bereiche des Universums".

    Suche nach erdähnlichen Himmelskörpern
    "Wir haben keinen Beweis für die Existenz erdähnlicher Planeten in der gleichen Entfernung von der Sonne in unserer galaktischen Nachbarschaft", sagte Comeron. "Nicht, weil es sie nicht gibt, sondern weil wir nicht die Mittel haben, sie zu finden." Das soll sich mit dem ELT ändern.

    Der von der Europäischen Südsternwarte (ESO) geplante Komplex soll Astronomen neue Erkenntnisse über die Entstehung des Universums bringen. "Mit E-ELT bauen wir ein Teleskop für das 22. Jahrhundert", sagte der ESO-Vertreter in Chile, der Astronom Fernando Comeron. Das Hauptmerkmal des Teleskops sei, dass die Oberfläche, die das Licht auffängt, zehn bis 15-mal größer sei als bei den bisher eingesetzten optischen Spitzenteleskopen.

    Die ESO, ein Zusammenschluss aus 15 überwiegend europäischen Staaten, betreibt mehrere hochwertige Teleskope in Chile, darunter das optische Teleskop Very Large Telescope (VLT) und das größte Radioteleskop der Welt, Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (Alma).

    Aufgrund der kühlen und trockenen Wetterbedingungen in Chile werden die meisten astronomischen Beobachtungen weltweit in dem südamerikanischen Land ausgeführt.
    Quelle


    Geändert von delle59 (01.04.16 um 15:03 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. #2
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Bauarbeiten zum weltgrößten Teleskop haben begonnen

    Bisher detaillierteste Aufnahme einer protoplanetaren Scheibe geglückt

    Entdeckung legt nahe, dass Planeten um junge Sterne deutlich früher entstehen als angenommen

    München - Astronomen ist die bisher genausete Aufnahme der protoplanetaren Scheibe um einen jungen Stern gelungen. Das Bild des Radioteleskops Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile zeigt die Staubscheibe um den jungen Stern HL Tauri im Sternzeichen Stier. Deutlich sind in der Scheibe dunkle Ringe und Lücken zu erkennen, die höchstwahrscheinlich von entstehenden Planeten stammen, teilte die europäische Südsternwarte Eso bei München mit.
    "Das ist sehr überraschend, da so junge Sterne eigentlich keine großen planetaren Begleiter haben sollten, die in der Lage sind, solche Strukturen zu verursachen", erläuterte Stuartt Corder, stellvertretender Direktor von ALMA.


    Aufnahme der protoplanetaren Scheibe um den jungen Stern HL Tauri. foto: alma (eso/naoj/nrao)

    Folgenreiche Entdeckung

    Die Aufnahme legt nahe, dass Planeten um frisch geborene Sterne deutlich früher entstehen können als angenommen. "HL Tauri ist nicht mehr als eine Million Jahre alt, und trotzdem scheint seine Scheibe voll von entstehenden Planeten zu sein", so Corders Kollegin Cathrine Vlahakis. "Diese eine Aufnahme allein könnte die Theorien zur Planetenentstehung revolutionieren." Derartige Untersuchungen helfen auch, die mehr als vier Milliarden Jahre alte Entstehungsgeschichte unseres eigenen Sonnensystems genauer zu entschlüsseln.

    Sterne entstehen aus gigantischen kosmischen Gas- und Staubwolken, in denen sich heiße Kerne zusammenballen, die schließlich zu Sonnen heranwachsen. Die restliche Wolke sammelt sich mit der Zeit in einer sogenannten protoplanetaren Scheibe um den jungen Stern. In dieser Scheibe ballt sich wiederum Materie zusammen, und mit der Zeit entstehen daraus Asteroiden, Kometen und Planeten. Größere planetare Körper pflügen Spalten und Ringe in die Scheibe, wie sie jetzt mit Alma beobachtet wurden.


    Auf der Scheibe sind Strukturen zu erkennen, die möglicherweise von entstehenden Planeten stammen. grafik: alma (eso/naoj/nrao)

    Rekordaufnahme

    Um diese Details in der Staubscheibe erkennen zu können, haben die Forscher die zahlreichen Antennenschüsseln des Alma-Observatoriums zu einem virtuellen Riesen-Radioteleskop zusammengeschaltet. Auf diese Weise erreicht die Anlage eine Detailschärfe, die auch jene des "Hubble"-Weltraumteleskops übersteigt - allerdings bei einer anderen Wellenlänge, im sogenannten Submillimeterbereich. Nach Angaben der Eso handelt es sich dabei um die schärfsten Aufnahmen, die je im Submillimeterbereich gemacht worden sind. (APA/red, derStandard.at, 8.11.2014)
    derstandard.at
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  3. Bedankos salviner01, Rungor bedankte(n) sich für diesen Post
  4. #3
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Das Alma - Observatorium der Eso

    Eine entstehende Erde um TW Hydrae?

    Mithilfe des Radioteleskopverbunds ALMA gelangen Astronomen jetzt die bislang detailreichsten Aufnahmen eines jungen Planetensystem-Vorläufers rund um den Stern TW Hydrae. Lücken in der protoplanetaren Scheibe könnten genau an der Stelle auf die Entstehung eines Planeten hindeuten, an der sich in unserem Sonnensystem die Erde befindet.

    Wir können zwar nicht in der Zeit zurückreisen und mit eigenen Augen beobachten, wie unsere Erde einst aus einer sogenannten protoplanetaren Scheibe um die junge Sonne entstanden ist. Vor über vier Milliarden Jahren dürften in dieser dichten Scheibe aus Gas und Staub winzige Eis- und Staubkörner verklumpt sein, bis daraus immer größere Objekte wurden und sich schließlich die Planeten und auch die Erde bildete.

    Astronomen können allerdings entfernte Sternsysteme beobachten, die sich in demselben frühen Entwicklungszustand befinden wie unser Sonnensystem vor mehreren Milliarden Jahren. Die Geburt einer anderen Erde haben Astronomen dabei noch nicht direkt beobachten können, aber sie sind diesem Ziel jetzt einen wichtigen Schritt näher gekommen.

    Beobachtungen einer protoplanetaren Scheibe haben zum ersten Mal Strukturen auf Größenskalen des inneren Bereichs unseres Sonnensystems sichtbar gemacht, also einer Region, in dem sich auch unsere Erde befindet. In der Scheibe um den jungen Stern TW Hydrae konnten sie eine ringförmige Lücke ausmachen, die auf das Vorhandensein eines neu entstehenden Planeten hinweisen könnte.

    Diese Lücke ist genau soweit von TW Hydrae entfernt wie die Erde von der Sonne. Wenn die Entstehungsprozesse in der Umgebung von TW Hydrae ähnlich vor sich gehen wie damals bei unserer Sonne, wäre dies ein naheliegender Geburtsort für erdähnliche Planeten oder ihre größeren Verwandten, die massereicheren Supererden.

    TW Hydrae ist ein junger Stern im Sternbild Wasserschlange, der von einer protoplanetaren Scheibe aus Gas und Staub umgeben ist. Mit einem Abstand von nur 176 Lichtjahren von der Erde ist dies eine der uns nächsten protoplanetaren Scheiben, und entsprechend auch eine der am besten untersuchten. Bis 2012 konnte die Scheibe allerdings nur indirekt untersucht werden - direkte Abbildungen der Scheibe und ihrer Struktur gab es noch nicht. Ab Ende 2014 setzte das neu in Betrieb genommene ALMA-Observatorium dann neue Maßstäbe für die Beobachtungen von Staub in solchen Scheiben.

    ALMA-Bild der protoplanetaren Scheibe um den jungen Stern TW Hydrae. Die in beiden Bildern sichtbaren ringförmigen Lücken könnten auf das Vorhandensein von Planeten hindeuten. Das Zoombild zeigt die innere Scheibenregion. Dort befindet sich eine Lücke, deren Abstand vom Stern dem Abstand der Erde von der Sonne entspricht. Bild: S. Andrews (Harvard-Smithsonian CfA), ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)
    Staub ist das Rohmaterial für erdähnliche Planeten und die festen Kerne von Gasriesen. Dank ALMA konnten Staubstrukturen detailreicher und mit größerer Empfindlichkeit abgebildet werden als zuvor. Nun hat eine Gruppe von Astronomen unter der Leitung von Sean Andrews vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts mithilfe von ALMA das bislang detailreichste Bild der Scheibe um TW Hydrae aufgenommen - und die Möglichkeiten des ALMA-Observatoriums dabei aufs äußerste ausgereizt.

    "Das ist das am höchsten aufgelöste Bild, das ALMA je von einer protoplanetaren Scheibe aufgenommen hat", so Andrews. "Diese Auflösung wird auch in Zukunft schwer zu übertreffen sein." In den nächsten Jahren dürfte ALMA keine protoplanetare Scheibe mit höherer Auflösung abbilden als hier geschehen.

    Deutlich ist in dem Bild eine Struktur aus Ringen und ringförmigen Lücken in der protoplanetaren Scheibe zu sehen, und das bis hin zu den innersten Scheibenregionen, die von der Größe her den inneren Regionen unseres Sonnensystems entsprechen. Zuvor hatte ALMA ähnliche, aber deutlich größere Ringe in einer anderen Scheibe um den Stern HL Tauri gezeigt. (astronews.com berichtete) Jene andere Scheibe ist allerdings deutlich jünger - eine Million Jahre im Vergleich zu den 10 Millionen Jahren bei TW Hydrae - und die Astronomen waren einigermaßen überrascht, in einer vergleichsweise alten Scheibe solchen engen, perfekt symmetrischen Ringe zu finden.

    "Wir kennen einige Mechanismen, die derartige Strukturen erzeugen können: Magnetfelder etwa, oder bestimmte Arten von Strömungsstabilitäten", spekuliert Tilman Birnstiel vom Max-Planck-Institut für Astronomie, der an den Beobachtungen beteiligt war. "Die spannendste Möglichkeit ist natürlich, dass es sich um Spuren von Planeten handelt, die um TW Hydrae umlaufen. Die Scheibe ist alt genug, dass sich Planeten gebildet haben könnten. Diese Planeten würden Gas und Staub entlang ihrer Umlaufbahnen aufsammeln und so die ringförmigen Lücken erzeugen."

    Als nächstes sind die Theoretiker am Zuge, die sich mit Planetenentstehung beschäftigen. Sie müssen jetzt zeigen, wie die neuen Beobachtungsdaten zu ihren Modellen der Planetenentstehung passen. "Wir Theoretiker müssen jetzt vor allem zeigen, wie sich anhand von Beobachtungen zwischen den verschiedenen möglichen Erklärungen für die Lücken unterscheiden lässt - und welches die richtige Erklärung ist", so Birnstiel. "Aber egal was sich als die richtige Antwort herausstellt: Schon jetzt ist sicher, dass diese Beobachtung ein Meilenstein für unser Verständnis der Planetenentstehung sein wird."
    astronews.com
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  5. Bedankos eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post

Ähnliche Themen

  1. 30-Meter-Teleskop darf gebaut werden
    Von delle59 im Forum Wissenschaft
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 03.12.15, 19:38
  2. Russen haben Raketentechnologie nicht mehr im Griff
    Von delle59 im Forum Wissenschaft
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 18.05.15, 21:14
  3. Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 14.09.14, 00:41
  4. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 18.06.13, 19:03
  5. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 06.03.13, 09:33

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •