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    Meilenstein im europäischen Flugzeugbau - Airbus A350 absolviert Jungfernflug

    Airbus A350 absolviert Jungfernflug
    Premiere am Himmel: Am Flughafen Toulouse-Blagnac rollt der Prototyp einer A350-900 XWB an den Start. Exakt nach Zeitplan legt Cheftestpilot Chandler den Schubhebel um. Der zweistrahlige Jet beschleunigt - Punkt 10.00 Uhr löst sich die neuartige Maschine zum ersten Mal vom Boden.

    Der große Tag ist da: Das neue Langstreckenflugzeug Airbus A350 ist in Toulouse zu seinem Jungfernflug gestartet. Kurz vor Beginn der Luftfahrtausstellung in Le Bourget schickt Airbus seinen neuen Hoffnungsträger zum ersten Mal in den Himmel. Der Bilderbuchstart des hochmodernen Großraumjets rückt den Wettbewerb zwischen dem europäischen Airbus-Konzern und dem US-Hersteller Boeing zum Pariser Luftfahrtsalon voll ins Rampenlicht.

    Der erste Testflug soll nach Angaben des Herstellers etwa vier Stunden dauern. Während dieser Zeit sind Manöver in verschiedenen Flughöhen zum Test von Fahrwerk, Landeklappen und Ruder geplant. Außerdem soll die Testflug-Besatzung das Flugverhalten der A350 XWB ("Extra Wide Body") in unterschiedlichen Höhen und bei verschiedenen Geschwindigkeiten erproben.

    Das hochmoderne Flugzeug in Leichtbauweise ist darauf ausgelegt, dem europäischen Flugzeugbau neue Marktanteile im prestigeträchtigen Langstreckensegment zu verschaffen. Die Maschine gilt aufgrund ihrer Auslegung und ihrer Zielgruppe schon jetzt als schärfster Konkurrent des pannengeplagten Leichtbaufliegers Boeing 787 "Dreamliner" und der angekündigten Boeing "777X".

    Airbus will die A350 in drei Versionen für 270 bis 350 Passagiere bauen. Die teuerste Variante steht mit rund 250 Mio. Euro in der Preisliste. Die erste Auslieferung ist für das zweite Halbjahr 2014 geplant. Bisher haben laut Airbus 33 Fluglinien 613 Maschinen des neuen Typs geordert.

    Echt europäisches Produkt
    Der Produktionsprozess bei Airbus ist überaus komplex: Unter dem Dach des dezentral aufgestellten Europa-Konzerns kommen die Bauteile der A350 nach einem aufwändig abgestimmten Logistiksystem aus verschiedenen europäischen Richtungen: Aus Hamburg-Finkenwerder stammen zum Beispiel Heck und Teile der hinteren Flügel, am Airbus-Standort Bremen werden die Flügelkanten gefertigt. Airbus-Mitarbeiter im britischen Broughton steuern die Flügel bei. Aus dem spanischen Getafe werden horizontale Teile der Heckflügel geliefert. Alles andere wird in Frankreich gebaut. Auch die Endmontage findet im Airbus-Werk in Toulouse statt.

    Die Geschichte der neuen Baureihe reicht weit zurück: Erste Vorüberlegungen stammen aus dem Jahr 2004. Ursprünglich wollte Airbus dazu die A330 weiterentwickeln, in deren Größenklasse sich die A350 bewegt. Forderungen der Fluggesellschaften mündeten dann aber in einem völlig neuen Flieger: Die Planung hat unter anderem wegen Problemen mit den Flügeln länger gedauert als gedacht und mit geschätzt gut 10 Mrd. Dollar auch mehr gekostet als erwartet. Nun sollen moderne Verbundwerkstoffe das Gewicht senken und den Treibstoffverbrauch nach Airbus-Rechnung um 25 Prozent senken.

    Experten zufolge schließt Airbus mit der A350-Familie eine wichtige Lücke im Langstreckensegment, in dem Konkurrent Boeing unter anderem mit der 747 und der 787 punktet. Nach dem Ärger von Konkurrent Boeing mit den Batterien des Dreamliners setzt Airbus bei der A350 auf herkömmliche Nickel-Akkus anstatt ursprünglich geplanten, leichterem Lithium-Ionen-Technik einzubauen. Im Testflieger stecken allerdings noch die neuen Akkus.

    Die A350 in Zahlen

    Ein Modell, drei Versionen:
    # A350-800
    # A350-900
    # A350-1000

    Eckdaten:
    # Spannweite: 64,75 Meter
    # Rumpfdurchmesser: 5,96 Meter
    # Höhe (über alles): 17,08 Meter
    # Länge: 60,54 Meter (A350-800) bis 73,78 Meter (A350-1000)
    # Reichweite: bis zu 15.750 Kilometer
    # Triebwerke: 2 x "RR Trent XWB"
    # Schubkraft: je 432 Kilonewton
    # max. Startgewicht: 308,0 Tonnen
    Blick nach Le Bourget
    Ein erfolgreicher Erstflug käme für den europäischen Boeing-Rivalen Airbus gerade noch rechtzeitig: In wenigen Tagen trifft sich die Branche in Paris zur Luftfahrtausstellung Le Bourget, einer der wichtigsten Show- und Verkaufsveranstaltung für Flugzeughersteller.

    Tom Enders, Chef der Airbus-Konzernmutter EADS, rechnet mit "einigen hundert" neuen Order auf der Pariser Luftfahrtmesse. Das Unternehmen werde allerdings wohl nicht mehr Aufträge einfahren als bei der vergangenen Airshow vor zwei Jahren, sagte Enders vor Journalisten. Damals hatte die EADS-Tochter mehr als 700 Bestellungen an Land gezogen.

    Wettbewerb der Schwergewichte
    Im Rennen um die Marktführerschaft hatte der europäische Flugzeugbauer seinen Erzrivalen Boeing zu Jahresbeginn überholt. Mit netto 410 Flugzeugbestellungen lag die EADS-Tochter im ersten Quartal vor dem US-Konzern, der für sich 209 Order verbuchen konnte. Im vergangenen Jahr musste sich Airbus den Amerikaner dagegen knapp geschlagen geben. Airbus verkaufte 588 Maschinen und damit 13 weniger als Boeing.

    Zur Pariser Flugschau wird in diesem Jahr schon jetzt eine Rekordbeteiligung erwartet. Von kommenden Montag an wollen 2215 Aussteller aus 44 Ländern sieben Tage lang Produkte und Entwicklungen präsentieren. Zur 50. Ausgabe der wichtigen Industriemesse, die alle zwei Jahre in Le Bourget stattfindet, dürften nach Veranstalterangaben rund 350.000 Besucher kommen. Sie können weit mehr als 100 Luftfahrzeuge in Hallen und auf dem Freigelände sehen.
    Fliegt die A350 nach Paris?

    Airbus schickt in jedem Fall das Flaggschiff der Flotte, das Großraumflugzeug A380, und den Militärtransporter A400M. Boeing will mit dem 787 "Dreamliner" in Le Bourget dabei sein. Der französische Hersteller Dassault Aviation schickt den Kampfjet Rafale, der in Europa unter anderem mit dem Eurofighter konkurriert.

    Nach dem erfolgreichen Erstflug könnte auch die A350 zu den Höhepunkten in Le Bourget zählen. Schon mit Flügen über das Gelände würde der hochmoderne Flieger mancher Maschine auf dem Rollfeld die Schau stehlen. Airbus wollte nicht ausschließen, dass der Prototyp der A350 auf den Luftweg von Toulouse nach Paris geschickt wird. Enders dazu: "Ich könnte mir vorstellen, dass er über Le Bourget fliegt."
    Quelle

    Letzte Vorbereitungen in Toulouse: Airbus A350 kurz vor Erstflug
    Geändert von delle59 (23.11.14 um 17:39 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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    AW: Meilenstein im europäischen Flugzeugbau - Airbus A350 absolviert Jungfernflug


    Der neue A 350 von Airbus hat eine Flügelspannweite von fast 65 Metern. © dpa

    Kohlefaser-Flieger in Hamburg gelandet

    Der neue Airbus A 350 der Fluggesellschaft Finnair ist am Sonntag zum ersten Mal in Hamburg-Fuhlsbüttel gelandet. Das Langstreckenmodell ist deshalb so besonders, weil es zum Großteil aus Kohlefasern besteht - und nicht aus Aluminium wie herkömmliche Flugzeuge. Dadurch wird viel Gewicht eingespart.

    Kohlefaser-Flieger setzt Maßstäbe

    Teile des A 350 werden in Hamburg und in Stade gebaut, ausgeliefert werden die Maschinen im französischen Toulouse. Bislang wurden insgesamt sieben Maschinen ausgeliefert, doch Finnair ist die erste europäische Fluglinie, die den A 350 bekommen hat. 19 Flugzeuge des Modells bestellten die Finnen, insgesamt hat Airbus 783 Bestellungen erhalten.

    Finnair setzt die Maschine zunächst zum Training seiner Piloten nur auf Linienflügen innerhalb Europas ein. Flugzeug-Enthusiasten können die Jungfernflüge gezielt buchen. Ab Mitte November ist der erste europäische A 350 dann im Liniendienst zwischen Helsinki und Shanghai unterwegs.

    Platz für 300 Passagiere

    Der Kohlefaser-Flieger ist 66,89 Meter lang, hat eine Flügelspannweite von 64,75 Metern und kann in der Bestuhlung von Finnair 297 Passagiere transportieren. Die Maschine verlässt Hamburg am Sonntag bereits wieder mit Ziel Helsinki.
    ndr.de

    Der neue Leiseflieger im Liniendienst
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  3. Bedankos eddy-dien8, Buster01 bedankte(n) sich für diesen Post

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