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    Leuchtende Zukunft: Nie wieder Blendung

    Auto-Scheinwerfer blendet Regentropfen aus
    Was wie reinste Science Fiction klingt, könnte schon in zehn Jahren in Autos umgesetzt werden. Zusammen mit der Carnegie Mellon University experimentiert Chip-Gigant Intel derzeit an einem innovativen Autoscheinwerfer, der Regentropfen, Hagel und Schnee ausblenden und so für sichereres Fahren sorgen soll. Intel hat das System nun in Europa vorgestellt.

    Den Regen komplett verschwinden lassen kann natürlich auch der neue Scheinwerfer nicht. Indem die einzelnen Regentropfen aber nicht mehr beleuchtet werden, können die störenden Reflexionen beinahe vollständig eliminiert werden. Der Fahrer sieht somit wesentlich weniger Regentropfen in Fahrbahnnähe, was gerade in der Nacht die Fahrkonzentration erleichtern und das Fahren im Allgemeinen sicherer machen soll.


    Einige Bauteile
    Die Komponenten für das innovative System sind schnell erklärt. Zunächst erfasst eine Digitalkamera die fallenden Regentropfen in einigen Metern Entfernung. Mittels eines eingebauten Prozessors wird dann die wahrscheinliche Flugbahn des einzelnen Tropfens berechnet. Den Rest erledigt dann der tatsächliche Scheinwerfer, der nicht wie bei herkömmlichen Lichtsystemen mit einer Lampe ausgestattet ist, sondern in Wahrheit ein Projektor ist.

    „Der Vorteil von Projektoren ist, dass der ausgeleuchtete Bereich präzise programmiert und auch ständig adaptiert werden kann. Im Prinzip muss man sich das wie eine digitale Schablone vorstellen, welche die einzelnen Regentropfen von der Beleuchtung ausspart“, erklärt Intel-Forscher John Tompkins bei der Präsentation des Konzepts in Hamburg. Der gesamte Vorgang, von Bildaufnahme bis zur Berechnung und schließlich angepassten Ausleuchtung beträgt 13 Millisekunden, wie auch einige Videos auf der Homepage der Carnegie Mellon University zeigen.

    80 Prozent Genauigkeit
    Bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h und durchschnittlich starkem Regenfall können in den Testreihen bereits 80 Prozent aller fallenden Tropfen von der Beleuchtung ausgeblendet werden. Bei Geschwindigkeiten von 50 bis 60 km/h liegt die Trefferquote immerhin immer noch bei 60 bis 65 Prozent. Auch Schneeflocken und Hagelkörner sollen zukünftig auf diese Weise erfasst werden können, stellen die Forscher aber vor andere Herausforderungen.

    „Bei geringen Geschwindigkeiten bis zehn, 15 km/h ist die Erfassung noch genauer als bei Regen, da Schnee im Normalfall auch langsamer zu Boden fällt. Fährt das Auto schneller, ist die Berechnung ungleich schwieriger als bei Regen, da die Flugkurve von Schneeflocken viel leichter durch Außeneinflüsse wie Wind verändert werden kann“, erklärt Tompkins auf Nachfrage der futurezone.


    Kleinere Bauteile
    Darüber, wann und in welcher Form genau der smarte Autoscheinwerfer tatsächlich in Serie gehen könnte, wollen die Forscher vor Ort nicht spekulieren. Laut Intel könnte das System aber bereits in zehn Jahren fix verbaut werden. Die Automobilindustrie habe definitiv Interesse an der Entwicklung bekundet.

    Als größte Herausforderung gilt dabei laut Tompkins weniger das System und die Berechnungsgenauigkeit als das Entwickeln von kleineren Bauteilen, die sich für die Massenproduktion und den Einsatz in Autos eignen. Und auch die Feinjustierung – etwa das Einberechnen von Fahrvibrationen auf verschiedenen Untergründen – erfordere in der Praxis noch viel Arbeit, erklärt Tompkins. Zugute kommen dürfte den Wissenschaftlern hingegen, dass sich die Leistungsfähigkeit der verwendeten Komponenten, wie Kamera oder auch Prozessor, in den kommenden Jahren weiter verbessern wird.
    Quelle

    "Jedes Auto produziert 10 GB Daten pro Stunde"
    Geändert von delle59 (23.11.14 um 17:31 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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    AW: Leuchtende Zukunft: Nie wieder Blendung

    1024 steuerbare Lichtpunkte: Nie wieder Blendung: So clever ist der Scheinwerfer der Zukunft

    Nachts auf der Landstraße, der Gegenverkehr blendet: Diese Gefahr dämmt ein Forschungsprojekt um Osram, Daimler und Fraunhofer Institut mit einem intelligenten Autoscheinwerfer ein. Seine 1.024 Lichtpunkte passen sich automatisch der Verkehrssituation an.

    Neu sind steuerbare Autoscheinwerfer nicht. In der aktuellen Mercedes-Benz E-Klasse etwa arbeiten LED-Scheinwerfer mit je 84 einzeln ansteuerbaren LED von Osram. Nun hat der Münchner Lichtspezialist aber noch Einen draufgesetzt. Mit Daimler, dem Scheinwerferhersteller Hella, dem Chipproduzenten Infineon und dem Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) hat Osram einen LED-Chip entwickelt, der 1.024 Lichtpunkte eines Scheinwerfers individuell ansteuern kann. Und wozu?

    Passgenaue Beleuchtung für jede Verkehrssituation


    Der Scheinwerfer des Forschungsprojekts analysiert mit Sensoren kontinuierlich die Wetter- und Fahrsituation: Ist es Nacht? Regnet es? Wie ist der Straßenverlauf, wie schnell fährt das Auto, kommt Gegenverkehr? Für jede Situation stellt der Scheinwerfer seine jeweils 1.024 Lichtpunkte pro Lichtquelle optimal ein – vollelektronisch, also ohne mechanische Stellmotoren.



    Bei höherer Geschwindigkeit vergrößert der Scheinwerfer beispielsweise automatisch die Reichweite des Lichtkegels, im Stadtverkehr hingegen sorgt er für eine breitere Lichtverteilung, um auch den Bürgersteig auszuleuchten.



    Der Clou: Das System erkennt Köpfe von Passanten und spart diesen Bereich gezielt aus. Dieses Prinzip bewahrt auch den Gegenverkehr vor Blendungen, wenn der Autofahrer nachts auf der Landstraße das Fernlicht anschaltet.

    In den nächsten drei Jahren will Osram die Lichttechnik auf den Markt bringen. „Wir wollen diese neue Art hochauflösender LED-Lichtquellen nun zur Serienreife bringen und sehen großes Potential für die Anwendung im Fahrzeuglicht“, sagt Osram-Technikvorstand Stefan Kampmann.

    Opel lenkt Scheinwerfer mit den Augen

    Auch Opel forscht an intelligenten Scheinwerfern. Sie sollen sich dank Eye-Tracking-System sogar mit Augenbewegungen steuern lassen. Sieht der Fahrer einen verdächtigen Schatten auf der rechten Seite, folgt das Licht dem Blick. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.
    ingenieur.de
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