Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    15 Jahre ISS: 450 Tonnen Technik und ein Millionenklo

    Sojus-Kapsel fliegt in Rekordzeit zur ISS
    Erfolg für Russlands Raumfahrt: In nur sechs Stunden hat eine Sojus-Kapsel drei neue Besatzungsmitglieder zur Internationalen Raumstation gebracht. Bisher dauerte die Reise zwei Tage. Die Forscher können sich dank der Abkürzung ins All besondere Wünsche erfüllen.


    Foto: AFP
    Weniger als sechs Stunden Flug - in Rekordzeit hat eine neue Besatzung die Internationale Raumstation (ISS) erreicht. Die Sojus -Kapsel mit zwei russischen Kosmonauten und einem US-Astronauten startete planmäßig um 21.43 Uhr (MEZ) vom Weltraumbahnhof Baikonur in der kasachischen Steppe - und dockte bereits um 3.28 Uhr an der ISS an, wie Live-Bilder im russischen Fernsehen zeigten.

    Bislang kreisten Sojus-Kapseln gut zwei Tage lang 30-mal um die Erde, bevor sie die ISS erreichten - diesmal reichten vier Umkreisungen. Ermöglicht wurde die enorme Verkürzung durch Verbesserungen bei Antrieb und Steuerung. Zudem startete die Sojus genau zu dem Zeitpunkt, als die ISS über Baikonur hinwegzog. Das neue Manöver war zuvor bereits bei drei unbemannten Raumflügen getestet worden.

    Russland möchte das neue Flugschema nun für alle Flüge zur ISS übernehmen. Die US-Weltraumbehörde Nasa zögert aber noch: Sie bemängelt unter anderem, dass die Sojus-Besatzung während des gesamten Flugs angeschnallt bleiben muss und sich nicht, wie sonst üblich, die Beine vertreten kann.

    Erfolg für die russische Raumfahrt
    Die geglückte Reise in Rekordzeit ist ein Erfolg für die russische Raumfahrt, die zuletzt mit mehreren gescheiterten Starts von Satelliten zu kämpfen hatte. Bei der bemannten Raumfahrt hatte es allerdings keine Probleme gegeben. Die russischen Sojus-Kapseln sind seit der Einstellung des US-Shuttle-Programms 2011 die einzige Möglichkeit, Menschen zur ISS zu befördern.

    An Bord der Sojus-Kapsel befanden sich die beiden Russen Pawel Winogradow und Alexander Missurkin sowie der US-Astronaut Christopher Cassidy. Sie sollen nun fünf Monate im All bleiben. Dort ergänzen sie die drei ISS-Besatzungsmitglieder - den Russen Roman Romanenko, den US-Bürger Thomas Marshburn und den Kanadier Chris Hadfield, die seit Dezember für knapp sechs Monate im All sind.

    Vor dem Start hatte sich Raumfahrtveteran Winogradow begeistert von der verkürzten Reise zur ISS geäußert. Die Sojus könne nun auch biologisches Material zur ISS mitnehmen, das bei einer längeren Flugdauer verderben würde, sagte der 59-Jährige, der schon 1997 und 1998 genau 197 Tage an Bord der damaligen russischen Raumstation Mir verbracht hatte. "Die Crew könnte sogar Eiscreme mitbringen - sie hätte nicht einmal Zeit zu schmelzen", sagte er.
    Quelle


    Geändert von delle59 (23.11.14 um 17:21 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. Bedankos Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  3. #2
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Die ESA ist da jetzt mit den Russen zusammen am machen, könnte ma dann auch schon fast in den Nasa/ESA Thread reinschieben.

    Zweiter Sojus-"Express" bringt Astronauten zur ISS
    Sechs Flugstunden bis zum Außenposten der Menschheit: Zum zweiten Mal brachte eine Sojus-Kapsel in Rekordzeit Raumfahrer zur "Internationalen Raumstation". Vor Kurzem noch dauerte die Reise zwei Tage.

    Nach knapp sechsstündigem Flug haben drei Raumfahrer die "Internationale Raumstation" (ISS) erreicht. Eine russische Sojus-Kapsel mit dem Italiener Luca Parmitano, dem Russen Fjodor Jurtschichin und der US-Amerikanerin Karen Nyberg an Bord koppelte am frühen Mittwochmorgen an der ISS an. Das berichtete Nasa TV.

    Die Raumfahrer waren wenige Stunden zuvor vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Es war der zweite "Expressflug" einer bemannten Sojus – bis vor Kurzem dauerte die Reise fast zwei Tage. In rund 410 Kilometer Höhe sollen die Raumfahrer zahlreiche Experimente durchführen. Ihre Rückkehr zur Erde ist für November geplant.

    Für Parmitano von der Europäischen Weltraumbehörde Esa ist es der erste Aufenthalt im All. Seine Mitreisenden sind schon erfahrener: Nyberg flog zum zweiten Mal zur ISS, für Jurtschichin ist es bereits das vierte Mal.

    Mit ihrer Ankunft erreicht die ISS wieder die sechsköpfige Sollstärke. Dort sind auch die russischen Kosmonauten Pawel Winogradow und Alexander Missurkin sowie der US-Astronaut Chris Cassidy im Einsatz.

    "Kurzes Schema" ermöglicht Rekordflüge
    Möglich werden die Rekordflüge mit den Sojus-Kapseln durch ein sogenanntes Kurzes Schema. Diese Entwicklung der Russen ist möglich, weil der digitale Bordcomputer nun unabhängig vom Flugleitzentrum in Koroljow bei Moskau arbeitet. Ein ständiger Funkkontakt mit der Bodenstation ist damit nicht mehr nötig. Der Schnellflug war seit August 2012 mit drei verschiedenen unbemannten Raumfrachtern getestet worden.

    Jetzt, nach dem zweiten Flug dieser Art, will die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos alle biologischen Faktoren der Crew prüfen und dann entscheiden, ob der Schnellflug zum Standard wird.

    Außer Russland kann derzeit kein Staat Menschen ins All bringen und wieder zurück – und erst recht nicht in dieser Geschwindigkeit. Doch Roskosmos will noch weiter, zu den Sternen: Endlich sollen mithilfe russischer Technik auch entferntere Ziele wie der Mond – auf dem noch nie ein Kosmonaut stand – und der Mars in Reichweite geraten.

    Um es dorthin zu schaffen, arbeitet Russland nun auch eng mit der Europäischen Weltraumorganisation Esa zusammen. Das gemeinsame milliardenschwere Projekt ExoMars soll den Roten Planeten auf Spuren von gegenwärtigem oder früherem Leben untersuchen.
    Quelle

    Find ich ja mal nen enormen Fortschritt, ob 48 oder 6 Stunden, man muss mal überlegen wie schnell die dann auf dem Mond sein könnten.
    Der Kandier der da jetzt zurückgekommen ist war auch voll OK, hab mir mal n paar Videos angeschaut von dem, echt ein spitzen Typ. Video --->


    Geändert von delle59 (23.11.14 um 17:21 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  4. Bedankos Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  5. #3
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Kirobo beendet Einsamkeit der Astronauten
    Der japanische Roboter Kirobo ist auf dem Weg zur Raumstation ISS. Er soll den Astronauten Gesellschaft leisten und ihnen emotionale Unterstützung bieten bei ihrem langen Aufenthalt im All. Unklar ist allerdings, ob Kirobo in der Schwerelosigkeit überhaupt zurecht kommt.

    Japan hat erstmals einen Roboter-Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Eine Rakete vom Typ H-2B brachte ein Versorgungsmodul samt dem Androiden namens Kirobo erfolgreich ins All. Der Raketenstart vom Weltraumbahnhof auf der Südinsel Tanegashima sei nach Plan verlaufen. Kurz darauf habe sich das Modul HTV4 abgekoppelt, sagt ein Sprecher der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA.

    Der Roboter soll dem japanischen Astronauten Koichi Wakata Gesellschaft leisten. Wakata wird in Kürze zur ISS fliegen. Er ist der erste Japaner, der die Raumstation kommandieren wird. Dabei soll ihm der nur 34 Zentimeter große und rund ein Kilogramm schwere Androide als Gesprächspartner dienen und die Konversation an Bord zum Teil aufzeichnen. Die Wissenschaftler erhoffen sich von dem Einsatz vor allem Erkenntnisse über Möglichkeiten emotionaler Unterstützung menschlicher Astronauten durch Roboter während langer Aufenthalte im All.


    "Ein großer Schritt für einen Roboter" ... :giggle:
    Nach Angaben seines Schöpfers Tomotaka Takahashi ist der Androide unter anderem in der Lage, das Gesicht Wakatas wiederzuerkennen. Außerdem verfüge er über eine große Bandbreite an Bewegungen. Eine Kostprobe gab Kirobo bereits bei seiner Präsentation: "Das scheint ein kleiner Schritt zu sein, aber es ist ein großer Schritt für einen Roboter", sagte er über seine bevorstehende Mission und hob dabei ein Bein.

    Unklar ist, ob der Roboter mit den äußeren Umständen zurecht kommen wird. Um zu überprüfen, ob die Schwerelosigkeit im All Kirobo zu schaffen macht, bleibt ein baugleicher Roboter namens Mirata auf der Erde, der die gleichen Aufgaben bewältigen muss. Neben dem Roboter-Astronauten hat das japanische Versorgungsmodul unter anderem Trinkwasser, Lebensmittel, Kleidung und Arbeitsmaterialien für die ISS-Crew an Bord.
    Quelle
    Geändert von delle59 (23.11.14 um 17:22 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  6. #4
    Avatar von Rungor


    Registriert seit
    May 2012
    Ort
    Over the Rainbow
    Beiträge
    198
    Points
    9
    Level
    1
    Level completed: 17%, Points required for next Level: 41
    Overall activity: 0%
    Achievements:
    7 days registered250 Experience Points
    Mal ehrlich, wer von euch hat bei dem Beitrag noch an diesen Roboter denken müssen ->


    Geändert von delle59 (23.11.14 um 17:22 Uhr)

  7. #5
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Japanischer Roboter spricht aus dem All
    Es ist eine Welt(all)-Premiere: Als erster zweibeiniger Roboter hat der japanische Mini-Astronaut „Kirobo“ aus dem All gesprochen.

    „Guten Morgen Sie alle auf der Erde“, sagte der 34 Zentimeter große und ein Kilogramm leichte Roboter an Bord der Internationalen Weltraumstation ISS in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft.

    „Kirobo“ war im August zur ISS geflogen, wo der Roboter bald den japanischen Astronauten Koichi Wakata „empfangen“ und ihm während dessen langen Aufenthaltes im All zur Seite stehen soll. Er als Roboter habe „einen kleinen Schritt hin zu einer helleren Zukunft für alle“ unternommen, sagte „Kirobo“ in seiner ersten Rede im All.

    Der von einem Forscherteam der Firma Robo Garage geschaffene Roboter gilt als guter Zuhörer, kann sich Gesichter merken und macht Small Talk mit seinen menschlichen „Kollegen“. Kreiert wurde er nach seinem Comic-Vorbild Tetsuwan Atomu, dem wohl berühmtesten Roboterhelden in Japans Geschichte.

    Anweisungen an Bodenstation
    „Kirobos“ Aufgabe soll es sein, die Anweisungen der Bodenkontrollstation an Wakata auszurichten. Die Entwickler wollen herausfinden, ob Roboter mentale Unterstützung für Menschen, die sich lange Zeit im All aufhalten, leisten können. „Kirobo“ selbst bekommt dabei auch Unterstützung: Er wird vom baugleichen Double „Mirata“ begleitet, der einspringt, wenn „Kirobo“ mal schlapp machen sollte.

    Die Entwickler vermarkten den kleinen Roboter geschickt: In Anlehnung an den berühmten Ausspruch des ersten Menschen auf dem Mond, Neil Armstrong („ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit“) sagte „Kirobo“ vor seinem Flug ins All: „Ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer Schritt für die Roboter.“ Nach der Rückkehr von Wakata wird „Kirobo“ ebenfalls zur Erde zurückkehren. Er könnte sich wohl auch kaum mit den anderen Astronauten auf der ISS unterhalten: Er spricht nur Japanisch.
    Quelle
    Geändert von delle59 (23.11.14 um 17:22 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  8. #6

    Registriert seit
    Apr 2012
    Beiträge
    105
    Points
    145
    Level
    2
    Level completed: 90%, Points required for next Level: 5
    Overall activity: 0%
    Achievements:
    7 days registered100 Experience Points
    Okay ,also kommen dan in ein Monat die Transformas? :rofl: :rofl: :rofl:

  9. #7
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    15 Jahre ISS: 450 Tonnen Technik und ein Millionenklo

    23. Mai 2011: Die Raumstation ISS ist das größte Objekt, das die Menschheit bislang im Weltall zusamengebaut hat.
    DPA/ NASA
    Anmutig schwebt der Koloss im Orbit: Die Internationale Raumstation ISS wird 15 Jahre alt. Wie lebt es sich an Bord? Privatsphäre gibt es für die Astronauten kaum, es ist eng, Alkohol ist untersagt, und das pfiffige WC war eine Millionen-Investition.

    Mit rund 28.000 Kilometern pro Stunde rast die Internationale Raumstation ISS um den Erdball. Raumfahrer schwärmen vom Ausblick auf unseren Planeten. Doch bis der kreisende Koloss seine heutige Form hatte, dauerte es Jahre: Am 20. November 1998 legten die Russen mit dem Modul "Sarja" den Grundstein für die internationale Forschungsstation. Zwei Wochen später dockte eine Space-Shuttle-Crew das US-Modul "Unity" an das Segment an.

    Mehr als 200 Raumfahrer arbeiteten seitdem auf der ISS. Seit 2000 ist die Forschungsstation ständig besetzt. Doch das Leben im Inneren der Labor-Röhren ist unbequem. Kandidaten durchlaufen ein jahrelanges Training, um für einige Wochen auf der ISS leben zu können. Die außerirdische Wohngemeinschaft haust fast ohne Privatsphäre zwischen Computern und Kabeln, das Essen ist gewöhnungsbedürftig und Alkohol untersagt. Er wirkt im All viel stärker, weil der Körper in der Schwerelosigkeit Substanz abbaut.

    Dinge wie Toilettengänge werden zum hochtechnischen Akt: Wegen der Schwerelosigkeit müssen die Bewohner ihre Beine an der Toilette festklemmen. Was auf der Erde mit Wasser weggespült wird, saugt Unterdruck zunächst in einen 20-Liter-Behälter und anschließend in einen Raumtransporter. Der dient als Müllcontainer und verglüht beim Absturz in der Atmosphäre. Rund 14 Millionen Euro kostet das Kosmo-Klo und kann notfalls sogar Urin zu Trinkwasser aufbereiten.


    Ein Symbol der Völkerverständigung
    Als erster Deutscher reiste 2006 der Astronaut Thomas Reiter auf die Raumstation. Fast die Hälfe seiner 350 Tage im All verbrachte er auf der ISS. Heute schwärmt Reiter, inzwischen Direktor für bemannte Raumfahrt bei der Europäischen Weltraumorganisation Esa, von dem internationalen Projekt: "Die ISS ist das ideale Labor sowohl für Forschung in der Schwerelosigkeit als auch für die Erprobung neuer Technologien." Deutschland gehöre mit fast 100 Experimenten zu den intensivsten Nutzern der ISS.

    Die meisten Bauteile der ISS stammen aus Russland und den USA, aber mit dem in Bremen und Turin gebauten Columbus-Labor hat sie seit 2008 auch ein "europäisches Zimmer". Gut ein Dutzend Nationen - neben den USA und Russland vor allem Europäer sowie Japan und Kanada - haben sich an der ISS beteiligt. Nach dem kosmischen Wettlauf zwischen der Sowjetunion und den USA im Kalten Krieg ist die Raumstation heute auch ein Symbol der Völkerverständigung.


    Der Typ ist mal cool. :yes:
    Besondere Probleme brauchen besonderes Personal
    Von Beginn an gab es aber auch Kritik. Die Gesamtkosten von mehr als 100 Milliarden Euro stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen, meinen ISS-Gegner. Keines der bisher mehr als 1200 Experimente auf der ISS habe Bahnbrechendes zutage gefördert, behaupten sie.

    Um die Betriebskosten zu senken, könnten Raumfahrer theoretisch Experimente zur ISS bringen und nach einigen Monaten wieder abholen. Doch der US-amerikanische Chef des ISS-Programms, Michael Suffredini, warnt vor einer längeren Abwesenheit von Raumfahrern. Immer wieder seien Probleme aufgetreten, die nur von Astronauten vor Ort lösbar waren. Seit den Anfängen 1998 hat es auf der Station fast 200 Außeneinsätze gegeben, darunter auch einen mit Olympia-Fackel.

    Europa will China an der ISS beteiligen
    Doch die finanzielle Zukunft des fliegenden Labors steht in den Sternen. Bisher haben die Partner der ISS nur eine Finanzierung bis 2020 zugesagt. Auch deswegen schlagen die Europäer vor, China an der ISS zu beteiligen. Das Riesenreich plant derzeit den Aufbau einer eigenen Raumstation. Die USA und Russland sind skeptisch. Für sie hat Raumfahrt auch eine militärische Komponente. Zudem bezweifeln Experten, dass Peking seine eigenen Pläne fallenlässt, um eine alternde ISS mitzufinanzieren. Sollte die ISS tatsächlich nach 2020 verschrottet werden, wollen die Partner stattdessen kleinere unbemannte Labore im All betreiben.

    Ungeachtet der Finanzierungsschwierigkeiten wird morgen wohl erst einmal gefeiert. Der ehemalige Raumfahrer Reuter räumt ein, die Alkoholregelung auf der ISS sei eher Richtlinie als Verbot. Zwar sei es wichtig, alle Sinne beisammen zu haben. Aber "es gibt hin und wieder Anlässe, bei denen ein kleiner Tropfen dazu gehört." Der 15. Geburtstag der ISS könnte ein solcher Moment sein.
    Quelle


    Geändert von delle59 (23.11.14 um 17:24 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  10. #8
    Avatar von eddy-dien8


    Registriert seit
    Dec 2014
    Ort
    I am a Viking
    Beiträge
    5.948
    Points
    1.004
    Level
    17
    Level completed: 4%, Points required for next Level: 96
    Overall activity: 82,0%
    Achievements:
    Social1000 Experience PointsOverdrive

    AW: 15 Jahre ISS: 450 Tonnen Technik und ein Millionenklo

    SpaceX-Unglück

    Kurz nach dem Start regnete es Trümmerteile

    Neues Unglück bei einem Versorgungsflug zur Raumstation ISS. Die Falcon-9-Rakete des Unternehmens SpaceX sollte Nachschub ins All bringen. Jetzt werden allmählich die Lebensmittel auf der ISS knapp.

    Es ist eine einmalige Pannenserie in der Geschichte der Raumfahrt: Binnen eines Jahres gibt es Fehlschläge bei Versorgungsflügen zur bemannten Internationalen Raumstation von zwei privaten US-Unternehmen und einer russischen Mission. Obwohl am Sonntag erstmals ein Flug der Falcon-9-Rakete des US-Unternehmens SpaceX des Milliardärs Elon Musk scheiterte, bestehe für die derzeitige Drei-Mann-Besatzung im Weltraum noch keine Gefahr, hieß es bei der Nasa. Das Essen, Wasser und der Sauerstoff reiche noch mindestens bis Ende Oktober.

    Am Sonntag sollte eine unbemannte Rakete von SpaceX mit gut 1,8 Tonnen Nutzlast vom Startplatz in Florida zur ISS fliegen. An Bord beispielsweise Wasser, Lebensmittel, Experimente und ein neuer Raumanzug. Es sollte eine Bilderbuchmission werden, mit der sich SpaceX-Gründer Elon Musk selbst zum 44. Geburtstag beschenken wollte.

    Der Multi-Unternehmer, der auch an der Spitze des Elektro-Sportwagenfirma Tesla steht, wollte der Branche erneut den technischen Vorsprung seiner Raketenfirma demonstrieren. Im dritten Versuch sollte es klappen, die erste Stufe der Falcon-9-Rakete automatisch zur Erde zurück zu fliegen und senkrecht auf einer Plattform im Meer landen zu lassen.

    Rückschlag in mehrfacher Hinsicht

    Die Mission öffnete jedoch nicht das Kapitel der Recyclingraketen. Im Gegenteil. Der Flug wurde zur größten Katastrophe des erst ein Jahrzehnt alten Unternehmens. Gut zwei Minuten nach dem Abheben und kurz vor der Zündung der zweiten Stufe platzte die Oberstufe der Rakete in gut 44 Kilometer Höhe und bei Überschallgeschwindigkeit. Wie auf Fernsehbildern zu sehen war, regnete es Trümmerteile ins Meer. Angeblich kam es zu einem Überdruck im Sauerstofftank der zweiten Stufe, teilte Elon Musk per Kurznachricht mit.




    Da lief alles noch gut: Start der Falcon-9-Rakete in Cape Canaveral, Florida


    Für SpaceX ist es ein Rückschlag in mehrfacher Hinsicht. Die Falcon-9-Rakete galt als zuverlässig und zog immer mehr kommerzielle Kunden an. Sogar die US-Militärs gaben die Freigabe für ihre sensiblen Satelliten. Zudem wurde SpaceX mit der Nutzlastkapsel Dragon an der Spitze von der Nasa ausgewählt, ab Ende 2017 auch bemannte Missionen ins All zu schicken. Erst jüngst testete SpaceX ein Notfall-Rettungssystem für künftige bemannte Dragon-Kapsel, falls die Falcon 9-Rakete versagen würde – so wie es jetzt passierte.

    Tatsächlich überstand die Dragon-Kapsel – gefüllt mit Nachschub für die ISS – das Aufplatzen der Rakete weitgehend unversehrt. Die Kapsel habe noch einige Zeit Daten gesendet, sagte SpaceX-Co-Chefin Gwynne Shotwell auf einer Nasa-Pressekonferenz nach dem Unglück. Wären Astronauten an Bord gewesen, hätte sie das Rettungssystem vermutlich vor Schlimmeren bewahrt, sagte die Managerin. Sie spekulierte, dass die Flüge der Falcon-Rakete nach den Unfall jetzt womöglich für ein paar Monate ausfallen werden, aber nicht für ein Jahr.

    Sojus-Rakete soll am Freitag starten

    Die US-Weltraumbehörde hätte nicht damit gerechnet, dass seit Herbst 2014 Raketen und Nutzlastkapseln von Oribital Science (USA), die russische Sojus-Rakete mit der Versorgungskapsel Progress und jetzt die Falcon-9 mit der Dragon-Kapsel verloren gehen, sagte Nasa-Manager Bill Gerstenmaier. Der Zwischenfall zeige einmal mehr, wie herausfordernd Raumfahrt sei. "Wir lernen aus jedem Fehler. Das macht die bemannte Raumfahrt dann sicherer", sagte Gerstenmaier.

    Geht es nach den Plänen der Nasa, soll bereits an diesem Freitag, dem 3. Juli, wieder eine russische Sojus-Rakete mit Versorgungsgütern zur ISS fliegen. Am 22. Juli soll dann sogar eine bemannte Sojus-Kapsel zur Raumstation fliegen und im August eine Versorgungskapsel der Japaner. Es gebe zu viel Arbeit an Bord der Raumstation, um eine kleine Drei-Personen-Besatzung an Bord zu haben, sagten die Nasa-Vertreter auf der Pressekonferenez.

    Nur wenn der nächste Versorgungsflug auch wieder scheitere und die Vorräte an Bord der ISS auf unter 45 Tage abschmelzen, werde über eine Evakuierung der Raumstation nachgedacht. Derzeit sei das noch kein Thema. Eine Journalistin wolle von SpaceX-Co-Chefin Shotwell wissen, was das Unglück das Unternehmen koste. Sie hatte darauf keine Antwort parat.

    Quelle






  11. Bedankos delle59, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  12. #9
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: 15 Jahre ISS: 450 Tonnen Technik und ein Millionenklo


    Esa-Grafik einer möglichen Mond-Basis.(Foto: dpa)

    Raumstation ISS wird 15
    Russland und die Esa wollen jetzt zum Mond


    Nicht mehr lange hin: Die Internationale Raumstation ISS soll 2024 zerlegt werden. Vor allem Russland will seine kosmischen Projekte dann mit wechselnden Partnern verwirklichen. Gelingt eine spektakuläre Mission mit der europäischen Raumfahrtagentur Esa?

    Dunkel, einsam, bitterkalt: Der kraterübersäte Südpol des Mondes ist ein lebensfeindlicher Platz. Für Russland und die europäische Raumfahrtagentur Esa gilt er dagegen als Sehnsuchtsort, an dem Raumfahrtgeschichte geschrieben werden soll. Schon in fünf Jahren, so der ehrgeizige Plan, wollen beide gemeinsam auf dem Erdtrabanten nach Wasser suchen. Dies wäre eine Voraussetzung für eine ständige bewohnte Basis, für ein "Dorf auf dem Mond".

    Der Traum von der Kolonie im Kosmos beflügelt die Fantasie der Forscher in Ost und West. 15 Jahre nach dem Start der ersten Besatzung zur Internationalen Raumstation ISS am 31. Oktober 2000 planen die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos und ihr europäischer Partner den nächsten Schritt. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit tüftelten Experten beider Seiten schon lange an dem Projekt "Luna 27", sagt der Moskauer Wissenschaftler Igor Mitrofanow.

    Doch nicht nur zum Mond, sondern auch zum Mars wollen die beiden Partner. Bei der Mission "ExoMars" soll ein Forschungsfahrzeug ab 2019 auf der Nordhalbkugel des Roten Planeten nach Hinweisen auf Leben suchen. Bereits 2016 wollen die Esa und Roskosmos eine um den Mars kreisende Sonde starten, um seine Atmosphäre zu untersuchen.

    Bemannte Basen auf dem Mond

    Weiter fortgeschritten ist die Planung der Mission "Luna 27". "Der Mond ist der nächste Kontinent, den die Zivilisation besiedeln wird. Es wird dort bemannte Basen geben, wie heute Stationen in der Antarktis", meint Mitrofanow. Ähnlich sieht es Europas Raumfahrtchef Jan Wörner. "Die jüngere Generation lechzt nach einer großen, globalen Kooperation", sagt der Esa-Generaldirektor. Eine Basis (moon village) sei eine Projektidee, die Grundlage sei für eine weltweite Diskussion über einen Nachfolger der ISS nach 2024, betont er.

    Russischen Experten zufolge ist der Südpol des Mondes für eine mögliche Besiedlung auch deshalb interessant, weil dort sowohl Sonnenlicht als auch Schatten ist. Das Licht werde für Solarzellen gebraucht, die für die nötige Energie sorgen sollen. Raumfahrer hingegen sollten weitgehend vor Sonnenstrahlung geschützt sein. Zudem sei im Schatten die Wahrscheinlichkeit größer, Wassereis zu finden.

    Bei der Mission soll zunächst eine russische Rakete eine Sonde zum Südpol bringen, die dort bei etwa zwei Meter tiefen Bohrarbeiten Wasser und Bodenschätze sucht. Die Esa sei bei der "kosmischen Antarktisexpedition" zwar "nur" Juniorpartner, sie steuere aber ein Schlüsselelement bei, sagt Mitrofanow der Moskauer Tageszeitung "MK": "Ein Ultraschallbohrer soll verhindern, dass mögliche Wasservorräte durch Reibung - wie bei einem sonstigen Bohrer - zerstört werden."

    Auch bei Projekt ISS herrschte Skepsis

    Auf europäischer Seite steht eine formale Bestätigung des Projekts noch aus. Roskosmos entgegnet Skeptikern von "Luna 27", dass auch vor 15 Jahren nicht alle gleich vom großen Erfolg der Internationalen Raumstation ISS überzeugt waren.

    Am 31. Oktober 2000 waren die Russen Sergej Krikaljow und Juri Gidsenko sowie der US-Amerikaner William Shepherd als historische erste Besatzung zum Außenposten der Menschheit aufgebrochen. Das von Deutschland mitfinanzierte Labor rund 400 Kilometer über der Erde ist seitdem ständig besetzt. Auch drei Deutsche waren dort, zuletzt der Astronaut Alexander Gerst. Mit etwa 28.000 Kilometern je Stunde rast die außerirdische Wohngemeinschaft in rund 90 Minuten einmal um den Erdball. Raumfahrer schwärmen vom Blick auf unseren Planeten: Nachts funkeln Megastädte, tags glitzern Ozeane.

    Der "Grundstein" der Raumstation war 1998 gelegt worden, als eine russische Proton-Rakete das erste Bauteil ins All brachte. Gut ein Dutzend Nationen - neben den USA und Russland vor allem Europäer sowie Japan und Kanada - beteiligen sich an der ISS, die mit ihren Sonnensegeln aussieht wie eine riesige Libelle.

    Bakterienpopulation auf der ISS

    Schlagzeilen machte dieser Tage eine Analyse zur Bakterienpopulation auf der ISS. Forscher der US-Raumfahrtbehörde Nasa hatten unter anderem Bakterien entdeckt, die bei geschwächten Menschen ernsthafte Erkrankungen auslösen können - allgemein aber relativ harmlos sind. Als "Symbol der Völkerverständigung" war der 450-Tonnen-Koloss ISS immer wieder bezeichnet worden. Trotzdem will Russland 2024 aus dem Projekt aussteigen und Ideen künftig mit wechselnden Partnern verwirklichen. Ein Grund ist auch die aktuelle Krise zwischen Ost und West.

    Mit China plant Russland den Bau einer neuen Station - und mit der Esa will Roskosmos zum Mond. Forscher Mitrofanow ist sicher: "'Luna 27' wird das Arbeitspferd für die Erschließung des Mondes." Spätestens 2030 soll erstmals ein Russe den Mond betreten - oder eine Russin? In einem nachgebauten Raumschiff trainierten in Moskau jetzt sechs Frauen für eine mögliche Mission. Bei dem Experiment sollte getestet werden, wie eine rein weibliche Crew in Isolation auf Stress reagiert, sagt Oleg Orlow vom Institut für biomedizinische Probleme.
    n-tv.de

    Gute oder böse Keime? : ISS von Bakterien heimgesucht
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  13. Bedankos Buster01, eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 24.08.13, 18:18
  2. Zehn Jahre Skype
    Von delle59 im Forum Netzwelt
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 23.04.13, 14:25
  3. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 24.01.13, 21:19
  4. 15 Jahre Haft für Raubkopierer
    Von Kalle1909 im Forum Szene / Hacking
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 13.11.12, 16:52
  5. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 19.09.12, 12:12

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •