<span style="color:#ffffff;"><span style="font-family:arial, sans-serif;"><span style="font-size:14.5pt;">Telekom bohrt LTE-Advanced auf 600 MBit/s auf


<span style="color:#ffffff;"><span style="font-family:arial, sans-serif;"><span style="font-size:11pt;">Die Telekom hat im Vorfeld des Mobile World Congress eine neue Entwicklungsstufe der LTE-A-Mobilfunktechnik demonstriert. Der Geschwindigkeitsgewinn resultiert anders als zuvor nur zu einem Teil aus der Bündelung von mehreren Trägern.


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<span style="color:#ffffff;"><span style="font-family:arial, sans-serif;"><span style="font-size:11pt;">Der Netzbetreiber Deutsche Telekom hat in der rheinhessischen Stadt Alzey am Donnerstag erstmals LTE-Advanced (LTE-A) im Rahmen eines Pilotprojekts demonstriert. LTE-A führt die Entwicklung der aktuellen LTE-Technik fort (Long Term Evolution), kann aber laut Spezifikation im Endausbau Übertragungsraten auf Gigabit-Niveau liefern. Im Feldversuch demonstrierte die Telekom nun als erster Betreiber eine Netztechnik für brutto bis zu 600 MBit/s. Im Übertragungstest unter sehr guten Bedingungen zu einem einzelnen Teilnehmer lieferte das System Durchsatzraten bis 580 MBit/s. In Deutschland liefern aktuelle LTE-Netze nicht mehr als 150 MBit/s brutto.


<span style="color:#ffffff;"><span style="font-family:arial, sans-serif;"><span style="font-size:11pt;">Wie im Mobilfunk üblich, teilen sich die maximale Datenrate alle in einer Zelle eingebuchten Teilnehmer. Somit ist auch klar, warum Zulieferer und Netzbetreiber bestrebt sind, immer schnellere Verfahren zu entwickeln und zu implementieren: Die Nachfrage nach schnellem Mobilfunk steigt stetig und selbst das enorm schnell erscheinende LTE kann mit gleichfalls schnellen Empfangsgeräten eben doch ausgelastet und auch überlastet werden. Vier Teilnehmer versorgt eine aktuelle LTE-Zelle mit allenfalls je 37,5 MBit/s. Für die LTE-A-Zellen des Feldversuchs lautet in der Spitzenwert in dieser Konstellation aber 150 MBit/s. In der Praxis muss man jeweils Abstriche durch Funkstörungen und suboptimale Position zur Basisstation hinnehmen, sodass der Durchsatz selten an diese Spitzenwerte heran reicht. Im Feldversuch konnte eine Baisstation die vier Testteilnehmer mit immerhin 94 MBit/s versorgen.


<span style="color:#ffffff;"><span style="font-family:arial, sans-serif;"><span style="font-size:11pt;">LTE-A-Geräte bündeln zwei bis fünf Träger, und zwar nicht nur, wenn diese im selben Band spektral getrennt sind, sondern selbst dann, wenn sie in verschiedenen Bändern liegen. Die Telekom bündelt in ihrem LTE-A-Feldversuch zwei Träger von je 20 MHz Breite.Â*<span style="font-family:arial, sans-serif;"><span style="font-size:11pt;"><span style="color:#ffffff;">LTE-A setzen weltweit bisher nur wenige Provider im Regelbetrieb ein, beispielsweise LG in Südkorea, CSL in Hong Kong und Telstra in Australien. Sie liefern bisher maximal 300 MBit/s. Im Testbetrieb hielt bisher der Netzausrüster NSNÂ*<span style="color:#ffffff;">den Spitzenwert mit 450 MBit/s<span style="color:#ffffff;">. Gegenüber LTE, das bis zu 150 MBit/s liefert, resultiert der Zugewinn in allen genannten Fällen aus breiteren Frequenzspektren. LG, CSL und Telstra bündeln jeweils zwei 20-MHz-Träger für zusammen 40 MHz, NSN nunmehr bis zu drei Träger und somit 60 MHz.


<span style="color:#ffffff;"><span style="font-family:arial, sans-serif;"><span style="font-size:11pt;">Die Telekom führt in ihrem Feldversuch hingegen eine Kombination zweier Techniken ein, Trägerbündelung und Mehrantennentechnik. Auf den zunächst fünf LTE-A-Basisstationen werden zwei 20-MHz-Träger im 1800- und 2600-MHz-Band zusammengefasst, die zusammen brutto bis zu 300 MBit/s erreichen. Zusätzlich verdoppelt die Telekom die Anzahl der Antennen pro Basisstation und Empfänger von zwei auf vier und erreicht so 600 MBit/s. Die Daten werden also über insgesamt vier räumlich separierte Sendeempfangszüge befördert (4 x 4 MIMO, Multiple Input Multiple Output).


<span style="color:#ffffff;"><span style="font-family:arial, sans-serif;"><span style="font-size:11pt;">Zwei-Kanal-MIMO-Spielart: Ein Sender befördert auf derselben Strecke zwei unterschiedlich polarisierte Signale mittels zweier Antennen und verdoppelt so die Datenrate gegenüber einer herkömmlichen Übertragung. Die Telekom setzt in Alzey vier Antennen ein. Als Empfänger kommt ein Prototyp mit spezieller Antennenkonstellation zum Einsatz.Â*<span style="color:#ffffff;"><span style="font-family:arial, sans-serif;"><span style="font-size:11pt;">Empfangsgeräte mit vier Antennen gibt es bisher freilich nur im Labor; im Feldversuch wurde ein Prototyp mit vier Antennen statt der üblichen zwei eingesetzt. Ob und wann diese Mehrantennentechnik in Smartphones Einzug halten wird, ist noch offen. Die Telekom präsentierte einen Interessanten Ansatz mit einer kreuzförmigen Anordnung und einer speziellen Isolierung der beiden Antennenpaare. In stationären LTE-A-Geräten wie Routern oder auch in größeren mobilen Gehäusen dürfte die 4x4-MIMO-Technik einfacher und damit wohl schneller zum Zuge kommen.


<span style="font-family:arial, sans-serif;"><span style="font-size:11pt;"><span style="color:#ffffff;">In Deutschland arbeiten neben der Telekom auch Vodafone und O2 am Ausbau der LTE-A-Technik. Vodafone plant derzeit ein konkretes LTE-A-Angebot mit 225 MBit/s für Geschäftskunden in mehreren Großstädten.Â*(<span style="color:#ffffff;">dz<span style="color:#ffffff;">)<span style="color:#ffffff;">Â*


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<span style="color:#ffffff;"> Quelle: heise.de


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