Mehr als eine Milliarde Internetseiten online
Seit 25 Jahren existiert es und ist aus dem Leben kaum mehr wegzudenken: Das Internet. Nun hat das World Wide Web einen neuen Rekord geknackt.

Gut ein Vierteljahrhundert nach der Erfindung des World Wide Webs hat die Zahl der Internetseiten die Hürde von einer Milliarde genommen. Wie die Statistikseite internetlivestats.com mitteilte, waren in der Nacht zum Mittwoch 1,06 Milliarden Internetseiten online. Der als Vater des Internets geltende britische Physiker Tim Berners-Lee verkündete das Erreichen dieses Meilensteins auf der Kurznachrichtenseite Twitter.

Berners-Lee hatte seine Idee für das World Wide Web, das den Datenaustausch unter Forschern vereinfachen sollte, am 12. März 1989 seinem Chef am schweizerischen Forschungszentrum CERN präsentiert. Dieser Tag gilt gemeinhin als der Geburtstag des Internets. Mit seiner Idee schuf der heute 59-Jährige die Grundlage für das heutige Internet, das die Kommunikation von Milliarden Menschen revolutionierte.

Das Internet ist aus dem heutigen Leben kaum mehr wegzudenken: Nach Angaben von internetlivestats.com gingen allein am Dienstag 3,1 Milliarden Suchanfragen bei Google ein; es wurden mehr als 170 Milliarden E-Mails verschickt. Aktuell gibt es demnach 2,97 Milliarden Internetnutzer, die Grenze von drei Milliarden könnte bald überschritten werden.
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Wie das Internet die Welt verändert
Welt ohne Internet: 2,9 Milliarden Menschen weltweit surfen im Internet – fünf Mal so viele wie noch im Jahr 2002.

Tag für Tag klicken sie sich durch 673 Millionen Websites. Ein Leben ohne das Netz – wie sähe das aus? Hätte J.C.R. Licklider Ende der 50er Jahre nicht den Grundstein fu?r das Arpanet gelegt, gäbe es weder Google noch Instagram oder Amazon – dafür aber Millionen Arbeitslose mehr. Facebook zum Beispiel hat in Deutschland 36.000 Stellen geschaffen. Für jeden Job, den das Internet u?berflüssig macht, entstehen 2,6 neue. Damit spu?lt das WWW jährlich 2,3 Billionen US-Dollar in die Kassen der G20-Staaten. Das entspricht dem Brutto-Inlands-Produkt von Italien. 65 Prozent der Menschen holen sich ihre Nachrichten online. Bei Twitter gibt es pro Minute 350.000 neue Tweets, bei Facebook werden jeden Monat 142 Milliarden Inhalte geteilt. Ohne das Internet würden sich Informationen viel langsamer verbreiten. Mit Hilfe unter anderem sozialer Netzwerke mobilisierten die Ägypter 2011 in nur 18 Tagen genug Menschen, um eine 30 Jahre währende Diktatur zu stürzen. Überall auf der Welt lässt das Netz Menschen näher zusammenrücken. Hier kennt jeder jeden über exakt 4,74 Ecken – deutlich weniger als die 6,6 Ecken,von denen die Kleine-Welt-Theorie ausgeht. Online Kontakt zu halten ist gratis. Wären statt aller US-Mails Briefe verschickt worden, hätten allein die Briefmarken 6,3 Billionen Dollar gekostet – 80 Mal so viel wie alle Internetgebühren der USA zusammen. Da lohnt sich jeder Klick. Danke, dass es dich gibt, Internet!
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