OptOutDay 2012: Deine Daten gehören dir!

Nach Bekanntwerden des geplanten veränderten Meldegesetzes und unzähliger Datenschutzskandale der letzten Jahre möchte man die Bürgerinnen und Bürger erneut mit dem OptOutDay sensibilisieren und ihnen klar machen, dass sie derzeit noch die Möglichkeit haben, der Weitergabe ihrer Daten zu widersprechen. Nach der ersten Veranstaltung im Jahr 2009 ist es am 20. September 2012 wieder soweit.


OptOutDay 2012

Selbst nach den vielen Datenschutzskandalen der letzten Jahre und dem geplanten Ausbau des Adresshandels der Daten aus Melderegistern, sträubt sich das Bundesministerium des Innern und die schwarz-gelbe Koalition noch immer dagegen, uns vor Adresshändlern, Inkassounternehmen und Direktmarketing-Firmen zu schützen. Für diese Unternehmen gilt noch immer das sogenannte Listenprivileg, das es ihnen erlaubt, in Listen zusammengefasste, personenbezogene Daten zu speichern und zu verarbeiten. Der Bürger muss diesem Vorgang nicht im Vorfeld zustimmen. Wer das nicht möchte, muss seiner Datenerfassung und -weitergabe ausdrücklich mit dem Opt-out-Verfahren widersprechen.

Auf OptOut-Day 11.10.2014 | OptOutDay.de sind die Formulare zahlreicher Bundesländer gespeichert, die man für seinen Einspruch benutzen kann. Beim Ausfüllen ist bei vielen Bundesländern Vorsicht geboten, nicht alle Felder müssen angekreuzt werden. Einige Städte und Gemeinden sperren die Datensätze nach Eingang des Antrags übrigens nur für zwei Jahre. Dementsprechend muss der Antrag nach Ablauf der Frist erneut eingereicht werden. Auch nach einem Umzug muss der Widerspruch zumeist erneuert werden, weil die Erklärung ansonsten verfällt.

Am Aktionstag wollen zahlreiche Teilnehmer gemeinsam zum Bürgeramt, Bürgerbüro oder Rathaus gehen, die Bürger für dieses Thema sensibilisieren und der Weitergabe der Daten gemeinsam widersprechen. Wo überall Aktionen stattfinden werden ist noch nicht bekannt, weil die Planung noch nicht abgeschlossen ist. Weitere Infos werden auf der Webseite, dem Twitter-Account und der Facebook-Seite bekannt gegeben. Nach September 2009 ist dies der zweite Aktionstag. Der OptOutDay geht übrigens auf eine Idee der Piratenpartei Hameln zurück.
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