Abschaltung von Torrent-Suchmaschine Isohunt
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Mit der Torrent-Suchmaschine Isohunt lassen sich illegale Kopien von Filmen und Serien finden. Hollywood hat den Betreiber vor Jahren verklagt, nun hat der einem Vergleich zugestimmt: Er soll 110 Millionen Dollar zahlen und Isohunt schließen.

Eine der größten Torrent-Suchmaschinen im Netz stellt den Betrieb ein: Die Website Isohunt soll nach mehr als zehn Jahren abgeschaltet werden. Das kündigt der Betreiber, Gary Fung, in seinem Blog an. "Es ist traurig dabei zuzusehen, wie mein Baby geht", schreibt Fung. "Aber habe für die gute Sache gekämpft, ich habe das Rennen beendet und bin mir immer treu geblieben."

Fung hat sich mit Hollywood-Studios, die ihn verklagt hatten, auf einen Vergleich geeinigt. Darin verpflichtet er sich, eine Entschädigung in Höhe von 110 Millionen Dollar zu zahlen und die Seite vom Netz zu nehmen. Das berichtet das Branchenblatt "Variety". Damit endet ein jahrelanger Streit zwischen der US-Filmbranche und dem Internetportal.

In den vergangenen sieben Jahren hat es immer wieder rechtliche Auseinandersetzungen zwischen Isohunt und der Filmbranche in den USA gegeben. Der US-amerikanische Filmverband Motion Picture Association of America (MPAA) beanstandete regelmäßig, dass die Torrent-Suchmaschine mit illegalen Download-Angeboten das Urheberrecht verletze.

Neben der Tauschplattform The Pirate Bay ist Isohunt eine der größten Torrent-Börsen im Internet. Die Nutzer verwenden eine BitTorrent-Software, um untereinander Songs und Videos auszutauschen, darunter auch aktuelle Kinofilme und Fernsehserien. Mit etlichen Klagen hat die Filmbranche in den vergangenen Jahren versucht, das illegale Angebot im Netz einzudämmen.

Bereits im Jahr 2009 schien das Ende von Isohunt besiegelt. Die MPAA legte damals eine Stichprobe vor, die belegen sollte, dass mehr als 95 Prozent der Dateien im Angebot von Isohunt auf urheberrechtsverletzendes Material verwiesen. Ein Richter ordnete an, dass Isohunt alle Inhalte entfernen müsse. Doch Isohunt entzog sich dem US-Gesetz und verlegte die Inhalte auf Server in Kanada.

Die Filmbranche feiert das Ende von Isohunt als Erfolg. "Die heutige Einigung ist ein riesiger Schritt vorwärts, um das enorme Potential des Internets auszuschöpfen als eine Plattform für legalen Handel und Innovation", sagte der MPAA-Chef Chris Dodd gegenüber "Variety".
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