McAfee will Urheberrechtsverletzung beim Provider blockieren
Eine neue Software für Internet Provider von McAfee soll Urheberrechtsverletzungen im Internet aufspüren und blockieren. Statt illegaler Filesharing-Angebote bekommt der Nutzer Links auf Downloadshops bereitgestellt.


(Bild: McAfee)
McAfee will eine Software patentieren lassen, die Nutzer daran hindern soll, auf Inhalte zuzugreifen, die das Urheberrecht verletzen. Das geht aus einem Patentantrag (WO 2013055564 A1) des IT-Sicherheitsunternehmens hervor. Entwickelt wurde die Technologie von Davoud Maha, Pravat Lall und Brian Trombley. Die Software ist offenbar für Internet Provider gedacht.

Die Software soll illegale Inhalte aufspüren können und dann, je nach gewählter Voreinstellung, den Nutzer warnen oder den Zugriff blockieren, heißt es in der Patentanmeldung. Wahlweise kann eine legale Downloadmöglichkeit mit Link eingeblendet werden.

"Zum Beispiel könnte ein Nutzer, der ein unangemessenes Angebot auf einer Website sucht, eine Nachricht mit einem Link erhalten. Bei Suchergebnissen einer Suchmaschineanfrage könnte eine Vielzahl von Händlern für den angefragten Film, Song oder Hörbuch angeboten werden", schreiben die Patentexperten von McAfee. "Durch die Information des Nutzers über illegale Quellen und mögliche Alternativen kann die gewünschte elektronische Distribution ohne Verletzung des geistigen Eigentums des Autoren erfolgen".

Zuerst hatte das Magazin Torrentfreak über den Patentantrag von McAfee berichtet.

Der Halbleiterhersteller Intel hatte im August 2010 für rund 7,7 Milliarden US-Dollar das Unternehmen McAfee gekauft. Zuletzt war die Intel-Tochter wegen ihre Firmengründers John McAfee in den Medien.

Das Unternehmen hat bereits seine Siteadvisor-Software im Angebot, die Websites auf Spyware, Spam und Onlinebetrugsversuche untersucht. Für die Enterprise-Version heißt es in der Produktbeschreibung: "Mit Siteadvisor Enterprise können Sie die Autorisierung oder Blockierung des Zugriffs auf Webseiten anpassen, Benachrichtigungen steuern, Maßnahmen auf Grundlage von Sicherheitsbewertungen zuordnen und zusätzlichen Schutz für Remote-Benutzer implementieren."
Quelle