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    Einbetten von Youtube Videos könnte illegal sein

    Einbetten von Youtube-Videos könnte illegal sein
    Obwohl das Einbetten von Youtube-Videos beim Hochladen ausgeschlossen werden kann, beschäftigt die Funktion den Bundesgerichtshof. Wahrscheinlich stellt es eine Urheberrechtsverletzung dar, so Richter Joachim Bornkamm.


    Bahnt sich eine Grundsatzentscheidung an? Am BGH bleibt es spannend. Foto: dpa
    Richter Joachim Bornkamm vom Bundesgerichtshof hat in einer mündlichen Verhandlung erklärt, dass das Einbetten von Youtube-Videos eine Urheberrechtsverletzung sein könnte. Das berichtet die Frankfurter Rundschau. In dem Verfahren wehrt sich ein Wasserfilterhersteller gegen zwei selbstständige Handelsvertreter eines Konkurrenzunternehmens.

    Das Landgericht München hatte zuerst für den Kläger geurteilt, das Oberlandesgericht hatte dagegen entschieden. Der Bundesgerichtshof wird nun am 16. Mai 2013 das Urteil bekanntgeben und die Entscheidung wahrscheinlich dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorlegen. Ungeklärt ist, warum der Wasserfilterhersteller nicht die Esoterikplattform verklagt hat, die das Einbetten des zweiminütigen Videos mit dem Titel "Die Realität Trinkwasser" beim Hochladen erlaubt hat.

    Nach Angaben der Rechtsanwälte Wilde Beuger Solmecke wird eine Entscheidung "erhebliche Auswirkungen auf das Urheberrecht im Internet" haben. "Ob das Einbetten eines urheberrechtlich geschützten fremden Inhalts in die eigene Webseite eine Urheberrechtsverletzung darstellt, ist unter Juristen aktuell hoch umstritten. Konkret geht es um die Frage, ob das Einbetten eine sogenannte öffentliche Zugänglichmachung und somit eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Dies haben die Gerichte in der Vergangenheit unterschiedlich beurteilt."

    Teilweise wurde angenommen, das Einbetten stelle keine öffentliche Zugänglichmachung dar, weil der fremde Inhalt auf einer anderen Seite gespeichert ist und dort bereits abrufbar gemacht wurde. Ein eingebettetes Video ist daher vergleichbar mit einem Link, der nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs aus urheberrechtlicher Sicht zulässig ist. Andere Gerichte wie das Oberlandesgericht Düsseldorf waren der Auffassung, dass die Rechte des Urhebers verletzt werden. Vielmehr werde durch das Einbinden der Inhalt selbst zum Abruf bereitgehalten und somit auch öffentlich zugänglich gemacht, so die Anwälte.
    Quelle
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  2. #2

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    Und 2014 schreibste News mit der Überschrift "Surfen im Internet könnte illegal sein", ja? Das ganze wird doch echt immer lächerlicher.

  3. Bedankos delle59 bedankte(n) sich für diesen Post
  4. #3
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    AW: Einbetten von Youtube Videos könnte illegal sein

    Einbetten von Internet-Videos keine Urheberrechtsverletzung



    "Teilen"-Funktion bei YouTube: Wer ein Internet-Video auf der eigenen Webseite einbettet, verletzt
    nicht das Urheberrecht, befand der EuGH. (Foto: DPA)


    Videos auf der eigenen Webseite einbetten und so weiterreichen – eine Verletzung des Urheberrechts oder nicht? Nein, erklärte nun der Europäische Gerichtshof.


    Wer ein Internet-Video auf der eigenen Webseite einbettet, verletzt nicht das Urheberrecht. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem jetzt veröffentlichten Beschluss.

    Beim Einbetten werden Videos, aber auch Fotos oder Textnachrichten in eine Webseite eingebaut. Sie können dann direkt angesehen werden. Der eigentliche Inhalt stammt aber weiterhin von der Webseite, auf der die Inhalte hochgeladen wurden, etwa der Videoplattform YouTube. Ist das Video auf der Ursprungs-Webseite frei zugänglich, verletzt das Einbetten nicht das Urheberrecht, entschieden die Luxemburger Richter.

    Der deutsche Bundesgerichtshof hatte die Richter gebeten, diese Frage zu klären. In dem Fall ging es um ein Unternehmen, das Wasserfilter herstellt. Die Firma produzierte ein Video zum Thema Wasserverschmutzung und lud den Film auf YouTube hoch. Zwei Handelsvertreter eines Konkurrenten bauten den Film auf ihrer eigenen Webseite ein. Das geht mittels eines "Frames", einer Technik, die Inhalte von einer anderen Webseite einbetten kann. Der Wasserfilter-Hersteller klagte bis zum Bundesgerichtshof. Dieser wiederum wandte sich an den EuGH.

    Die EuGH-Richter befanden das Einbetten für zulässig. Das gilt auch dann, wenn Nutzer den Eindruck bekommen, ein Video stamme von der einbettenden Webseite und nicht von der Ursprungs-Seite. Das sei ein wesentlicher Teil der Framing-Technik, so die Richter.
    n24


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  5. Bedankos Rungor, Struppi, Pádraic bedankte(n) sich für diesen Post
  6. #4
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    AW: Einbetten von Youtube Videos könnte illegal sein

    YouTube: Neue Funktion sagt, welche Musik man hochladen darf


    Videoplattform YouTube (Symbolbild): Welche Lieder darf ich nutzen?

    Kein Urheberrechtsärger mehr bei YouTube-Videos: Eine neue Funktion gibt an, welche Musik man für sein Amateurvideo nutzen darf. Und mit welchen Stücken man sogar über Werbung etwas verdienen könnte.

    So etwas kann die Vorfreude aufs Fest vermiesen: Da will man Freunden, Verwandten, Bekannten ein nettes Weihnachtsgrußvideo schicken - und dann meldet YouTube, dass die darin genutzte Musik leider urheberrechtlich geschützt ist und der Rechteinhaber Ansprüche anmelden könnte. Eine neue Suchfunktion in der Audio-Bibliothek kann ab sofort helfen, solchen Ärger zu verhindern.

    Gibt man in das Suchfeld "Musik mit Anzeigen" den Titel oder Interpreten des Stückes ein, das man nutzen will, zeigt das Suchergebnis nicht nur die Beliebtheit des Titels an, sondern auch, ob das Stück irgendwo auf der Welt nicht gespielt werden darf und ob sich womöglich Werbeeinnahmen erzielen lassen.
    Das war bisher immer erst nach dem Upload möglich, wenn im Video-Manager die Meldung "übereinstimmende Inhalte von Drittanbietern" auftauchte. Möglich wird die Vorwarnung durch eine Funktion namens "Content ID", mit der das Videoportal hochgeladene Videos nach geschützten Inhalten durchsucht. Wer vorsichtig ist, kann eine Enttäuschung vermeiden, wenn der Clip zum Beispiel mit dem unsterblichen Jahresabschluss-Dauerbrenner "Last Christmas" von Wham unterlegt ist. Der ist nämlich in 130 Ländern gesperrt (siehe Screenshot). Wer den Song dennoch verwendet, riskiert mindestens eine Aufforderung von YouTube, die Musik stumm zu schalten.


    Urheberrechtshinweis auf YouTube: "Last Christmas" ist in 130 Ländern gesperrt

    Wer mit seinem Kanal so viele Abrufe generiert, dass er als Google-Werbepartner an den Klicks mitverdienen kann, könnte hier aber ein paar Euro machen. Denn auffällig ist, dass die Technologie in vielen Fällen lange braucht, um ganz offensichtlich urheberrechtlich geschützte Inhalte zu entdecken - selbst wenn sie als "full album" mit vollem Titel und Interpret hochgeladen sind, Hunderttausende Aufrufe haben und mehrfach durch Markenartikel-Werbung unterbrochen werden. Böse Zungen meinen: Klar, daran verdient YouTube ja hübsch mit.
    Wer kein Risiko eingehen möchte, sucht sich vor dem Upload ungefährliche Titel aus - "White Christmas" etwa ist risikofrei. Oder bedient sich aus YouTubes wachsendem Archiv lizenzfreier Musik. Die Stücke sind großenteils von beachtlicher Qualität und zu allen möglichen Themenbereichen findet sich etwas - zu Weihnachten könnte das Angebot allerdings umfangreicher sein. Wenn es doch unbedingt "Last Christmas" sein muss, kann man immer noch das Video als "Privat" hochladen und den Link seinen Freunden, Verwandten, Bekannten zusenden. Dann sind die Grüße nur im kleinen Kreise zu sehen - und es gibt keinen Stress mit der Musikindustrie.



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