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    Top Level Domains: Firmen sichern sich Porno-Domains

    Top Level Domains: ICANN erfüllt Wünsche der Strafverfolger
    Domainregistrare müssen künftig striktere Auflagen bei der Registrierung von Domains für ihre Kunden beachten. Nach fast zwei Jahre dauernden Verhandlungen hätten sich Registrare und die Internet-Verwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) auf entsprechende neue vertragliche Regelungen geeignet, sagte der CEO und Präsident der ICANN, Fadi Chehade, auf dem 46. ICANN-Meeting in Peking. Chehade verkündete vor Regierungsvertretern: "Alle zwölf Empfehlungen der Strafverfolgungsbehörden haben in der neuen Version des Registar Accreditation Agreement Berücksichtigung gefunden. Tatsächlich wird über Formulierungen nach wie vor verhandelt, teilte Volker Greimann vom Registrar Key-Systems auf Anfrage von heise online mit.

    Unter anderem hatten die Strafverfolger schärfere Regeln für die Registrierungsdatenbank Whois einschließlich einer Vorratsdatenspeicherung sowie Maßnahmen zur Verifikation von Domaininhabern gefordert. Bei den Verifikationspflichten gehe der in Peking abgeschlossene Vertragsentwurf sogar über die letzten Forderungen der Strafverfolger hinaus, sagte Chehade. Die Registrare werden demnach sowohl eine Rufnummer als auch ein E-Mail-Adresse sowie weitere Angaben der Domainkunden überprüfen.

    Zwar gehören eine Reihe von Zugeständnissen an die Strafverfolger bei europäischen Registraren längst zum Standard, etwa ein Abuse-Kontakt. Anders sieht es dagegen mit dem Durchgriff auf Dritte aus. Zum einen müssen die Registrare auch ihre Reseller, die nicht bei der ICANN akkreditiert sind, auf die vereinbarten Bestimmungen einschwören und die Reseller der ICANN gegenüber auch angeben. Zum anderen werden auch die Endkunden laut dem letzten veröffentlichten Entwurf verpflichtet, sich nicht nur an die Geschäftsbedingungen ihres eigenen Registrars (also des Domainregistrierngs-Dienstleisters), sondern auch an die der Registry (des Betreibers der Datenbank für die jeweilige Top Level Domain) und der ICANN selbst zu halten. Zu den aufgeführten Verpflichtungen für Domaininhaber gehören stets korrekte Angaben für das Whois und rasche Antwortfristen bei Anfragen des Registrars.

    Eine weitere Gruppe, auf die ICANN mit dem Vertrag durchgreift, sind Privacy- und Proxydienste. Die Proxydienste sollen anonyme Registrierungen ermöglichen und den insbesondere von US-Strafverfolgern erzwungenen Veröffentlichungspflichten entgegenwirken. Laut den künftigen Regeln sollen Registrare Proxy-Registrierungen nur von nach ICANN-Regeln legitimen Diensten entgegennehmen. Um legitim zu sein, müssen die Privacy-Provider unter anderem Ansprechpartner für die Behörden stellen, die 24 Stunden täglich an 7 Tagen in der Woche erreichbar sind. Daten der Kunden müssen sie jeweils nach den Maßgaben ihrer nationalen Gesetzen an Strafverfolger herausgeben. Allerdings müssen sie die Klardaten der Kunden auch bei der ICANN oder einem von der ICANN akzeptierten Treuhänder hinterlegen. Die Regelung für die Privacy-Dienste ist vorläufig, ICANNs Gremien sollen für eine dauerhafte Akkreditierungspolitik entwickeln.

    Regierungsvertreter bei der ICANN, die sich massiv hinter die Forderungen der Strafverfolger gestellt hatten, begrüßten Chehades Ankündigung. Andrea Glorioso, Vertreter der EU-Kommission im Regierungsbeirat, sagte, es müssten auch andere Rechte, darunter der Datenschutz und die Einhaltung geltender Gesetze, gewahrt bleiben. Chehade bestätigte, dass Registrare im Bereich Vorratsdatenspeicherung von Ausnahmen Gebrauch machen könnten. Eine solche Ausnahmeregelung hatten sich europäische Provider früher bereits für die Veröffentlichung persönlicher Daten im Whois erstritten, eingefordert für die eigenen Kunden hat dies jedoch in den vergangenen Jahren kaum ein Registrar.

    Vertreter deutscher Registrare zögerten mit Kommentaren zu den neuen Verträgen. Wwenn sie die neuen Top Level Domains anbieten wollen, sind sie aber über kurz oder lang zur Unterschrift gezwungen.
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    Aus für anonyme Domains
    Das Icann Board hat ein neues Registrar Accreditation Agreement (RAA) verabschiedet. Es schreibt vor, dass Registrare künftig die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse eines Kunden auf Korrektheit überprüfen müssen.

    Das Board der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (Icann) hat Ende vergangener Woche ein neues Registrar Accreditation Agreement (RAA) mit weitreichenden Folgen verabschiedet. Damit setzt die Icann einen bereits im April verabschiedeten Beschluss um, mit dem die anonyme Registrierung von Domains unterbunden werden soll.

    Die neuen Regeln sollen vor allem Kriminalität erschweren, etwa das sogenannte Phishing, also das Abgreifen von Bankdaten mit Hilfe von gefälschten Internetseiten. Damit wird es allerdings auch für Regierungskritiker aufwendiger und risikoreicher, etwas anonym im Netz zu veröffentlichen.

    Die neuen Regeln basieren auf den Vorschlägen einer Icann-Arbeitsgruppe, die wiederum ausdrücklich von zahlreichen Polizeibehörden wie dem FBI und dem Bundeskriminalamt unterstützt werden.

    So müssen künftig die bei der Registrierung angegebenen Whois-Daten überprüft werden und Registrare sind verantwortlich dafür, dass sich Reseller von Domains an diese Regeln halten. Zudem müssen Registrare einen Kontakt zur Verfügung stellen, an den Verstöße gegen diese Regeln gemeldet werden können.

    Darüber hinaus müssen Registrare Daten zur Zahlungsabwicklung sowie IP-Adressen, HTTP-Header und Kommunikationsdaten wie Telefon- und Faxnummern aus der Kommunikation mit Kunden 180 Tage lang speichern. Allerdings sollen Registrare Ausnahmen beantragen können, sollte die Speicherung dieser Daten in ihrem Land nicht erlaubt sein.

    Kritiker bemängeln, die neuen Regelungen erschwerten es zwar einzelnen Regierunsgkritikern erheblich, eine anonyme Domain einzurichten, für kriminelle Organisationen sei es aber ein Leichtes, eine E-Mail-Adresse und Telefonnummer anzugeben, die zur Validierung erreichbar sind, aber keine Rückschlüsse auf die Identität zulassen.

    Das neue Registrar Accreditation Agreement steht unter icann.org zum Download bereit.
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    Vier neue Top-Level-Domains – bis zu 1.400 weitere folgen
    Seit wenigen Stunden sind vier neue Top-Level-Domains in der DNS-Rootzone eingetragen. Noch sind die Domain-Endungen nicht "live" erreichbar, Unternehmen und Rechteinhaber können aber schon jetzt ihre Marken und geschützten Urheberrechte in Form von neuen Domains registrieren. Bis zu 1.400 weitere Top-Level-Domains sollen folgen.

    [img=370,left]https://darklight.to/picshare/images/959games.jpg[/img] Zwar hat die Initiative zur Einführung neuer Domain-Endungen schon zehn Jahre auf dem Buckel, die Entscheidung zur tatsächlichen Einführung der ersten vier neuen Top-Level-Domains (TLD) fiel dann aber quasi über Nacht. "IANA, DoC und VeriSign haben nur einen Tag gebraucht, so etwas habe ich noch nie gesehen", sagte Werner Staub, Koordinator des Ständigen Sekretariats des Internet Council of Registrars. Mindestens 30 Tage wird es allerdings noch dauern, bis die neuen TLDs im Internet aufgerufen werden können. Diese Frist wird Markeninhabern eingeräumt, um Domains mit ihren Markennamen zu registrieren. Die vier neuen Domain-Endungen sind das arabische Wort für "Netz", die kyrillischen Worte für "online" und "site" und das chinesische Wort für "game(s)".

    Anfang des vergangenen Jahres startete die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) das Bewerbungsverfahren für neue Top-Level-Domains. Unter den Einreichungen sind themen-, aktivitäts- und ortsbezogene TLDs wie .berlin, .car oder .music. Insgesamt wurden mehr als 1.400 neue TLDs über den komplizierten, langwierigen und teuren Prozess angemeldet, die nun schrittweise freigegeben werden sollen. Die ICANN hatte ob dieses unnötig aufwändigen Prozesses vielfach Kritik einstecken müssen. Deshalb wird hinter dem raschen Abnicken der vier neuen TLDs durch das US-Handelsministerium ein Signal für Reformen an die ICANN und beteiligte Organisationen vermutet, um künftig Anträge für neue TLDs schneller und unbürokratischer abwickeln zu können.

    Bald tausende Domain-Endungen?
    Eine schnellere Abwickelung ist aber bei Weitem nicht im Interesse aller. Viele Rechteinhaber fürchten um einen vielfach erhöhten Aufwand beim Schutz ihrer Markenrechte, sollten weitere Top-Level-Domains durchgewunken werden, wonach es derzeit aussieht. Die Perspektive, nun noch weitere 1.400 Domain-Endungen "überwachen" zu müssen, dürfte Markeninhabern Albträume und Rechtsanwälten Dollar-Zeichen in den Augen bescheren. Derzeit umfasst die Root Zone Database etwas mehr als 330 Top-Level-Domains wie .de, .ch, .info oder .edu. Dabei wird zwischen generischen (gTLD) und länderspezifischen (ccTLD) Domain-Endungen unterschieden.

    In einer Pressemitteilung nannte die Vizepräsidentin der ICANN die Arbeit des Unternehmens "beispiellos". Das Zulassungsverfahren habe acht Jahre intensiver Vorbereitung bedurft. Im Verlauf der Aktion hätten 47 verschiedene Konsultationsprozesse stattgefunden und insgesamt seien über 2.400 Einträge bei der ICANN eingegangen.
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    AW: Top Level Domains: Firmen sichern sich Porno-Domains

    Neue Top-Level-Domains: Microsoft sichert sich Office.porn

    Bis Ende März können Firmen und Prominente Netz-Adressen mit den Domain-Endungen .adult und .porn für sich beanspruchen - und so der Konkurrenz zuvorkommen. Apple und Microsoft haben die Option schon genutzt.

    Unter Adressen wie Office.porn und Office.adult könnte man bald Angebote von Microsoft finden. Wie andere Konzerne auch hat sich das Unternehmen einige Domains gesichert, die sonst auch für Kritiker, Satiriker oder die Konkurrenz interessant wären.

    Bestimmte Unternehmen und Prominente haben in der sogenannten Sunrise-Phase bis zum 1. April die Option, bevorzugt Internetadressen mit den neuen Endungen .porn und .adult zu registrieren. Ab 1. Juni können sich dann auch andere Firmen und Personen um die jeweiligen Adressen bemühen. Viele Markeninhaber haben ihre Chance zur Vorabregistrierung genutzt: Microsoft sicherte sich zum Beispiel Microsoft.adult und Office.porn, während Apple jetzt unter anderem Apple.porn gehört. US-Superstar Taylor Swift registrierte TaylorSwift.porn, die Automarken BMW und Volkswagen besitzen nun die Adressen BMW.porn und Volkswagen.adult. Porsche hat sich Porsche.sexy reservieren lassen, nicht aber Porsche.porn und Porsche.adult.

    An der Sunrise-Phase kann jeder teilnehmen, der beim Trademark Clearinghouse als Markeninhaber geführt wird. Ob man dafür berechtigt ist und welche Top-Level-Domain gerade in der Vorregistrierung ist, lässt sich mit einem Web-Tool herausfinden.

    Hilfe für Kinderschutzfilter

    Damit es nicht wie in der Anfangszeit des Internets zu einer endlosen Schlacht um Besitzrechte an Domain-Namen kommt, werden also Menschen und Firmen mit einem berechtigten Interesse bevorzugt. Für Firmen und Prominente stellt diese Regelung einen willkommenen Kompromiss dar.

    Die Internet-Verwaltungsgesellschaft ICANN hatte 2011 entschieden, dass es Zeit für eine Erweiterung des Adressraums im Internet ist. Die bis dahin verfügbaren Top-Level-Domains waren nicht genug, um der Vielfalt der Internet-Angebote und der Nachfrage nach Identifikationsmerkmalen gerecht zu werden.

    Die Top-Level-Domains .porn und .adult sollen es Kinderschutzfiltern leichter machen, generell nicht kindergerechte Inhalte zu blockieren und zwei in unterschiedlichen Feldern aktive, aber namensgleiche Institutionen voneinander zu trennen. Jeder Internet-Teilnehmer kann eine eigene, neue Top-Level-Domains vorschlagen. Von 1930 Einreichungen wurden bislang 547 von der ICANN akzeptiert.

    Doch das neue System hat auch Probleme: So ist zum Beispiel Streit um die Top-Level-Domain .sucks entbrannt. Kritiker werfen der zuständigen Registrierungsstelle vor, mit der Angst vor Beleidigungen Geschäfte zu machen. "Sucks" heißt so viel wie "ist scheiße" - und könnte also für Websites nach dem Muster FirmaXY.sucks verwendet werden.

    Wer selbst herausfinden will, welche Firma und welcher Prominente sich bereits neue Internetadressen gesichert hat, kann das im Domain-Checker des Registrators ICM Registry tun. Einfach die Websites der gesuchten Firma oder Person ohne Top-Level-Domain unter "Edit Domain List" Zeile für Zeile eintragen. Interessant sind alle Felder, die mit einem roten X markiert sind: Dort wurde bereits eine Adresse registriert, sehr wahrscheinlich vom gesuchten Markeninhaber.
    spiegel.de
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