Bedanken Bedanken:  0
Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.114
    Points
    6.790
    Level
    54
    Level completed: 20%, Points required for next Level: 160
    Overall activity: 49,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    EU-Parlament diskutiert Verbot von Pornografie in den Medien

    EU-Parlament diskutiert Verbot von Pornografie in den Medien
    Das Europäische Parlament will im Rahmen des Abbaus von Geschlechterstereotypen in der EU ein Verbot von Pornografie in allen Medien durchsetzen. Dazu soll mit Internetanbietern eine Charta erarbeitet werden. Kritiker sehen Parallelen mit Acta.


    Mann sieht sich Bilder eines japanischen Pornostars an.
    (Bild: Bay Ismoyo/AFP/Getty Images)
    Über Maßnahmen, um ein Verbot von Pornografie in allen Medien der Europäischen Union durchzusetzen, diskutiert in der kommenden Woche das Europäische Parlament. Um das Verbot durchzusetzen, soll mit den Internetdiensteanbietern eine Charta erarbeitet werden. Das hat Christian Engström, der für die schwedische Piratenpartei im Europaparlament sitzt, in seinem Blog bekanntgemacht.

    In dem Papier heißt es, die EU fordere "ihre Mitgliedstaaten auf, auf ihre Entschließung vom 16. September 1997 zur Diskriminierung von Frauen in der Werbung, die ein Verbot aller Arten von Pornografie in den Medien sowie von Werbung für Sextourismus fordert, konkrete Maßnahmen folgen zu lassen."

    Weiter heißt es, "eine Politik zur Beseitigung von Stereotypen in den Medien" könne "nur mit einer Aktion im digitalen Bereich erfolgreich funktionieren." Zu diesem Zweck sei es erforderlich, auf europäischer Ebene koordinierte Aktionen einzuleiten, die darauf abzielten, "in Zusammenarbeit mit den betreffenden Interessengruppen eine Charta zu erarbeiten, zu der eine Einladung zum Beitritt an alle Internetdiensteanbieter erfolgen würde."

    Engström erklärt, dass es sich bei der Entschließung um einen sogenannten Initiativbericht des Parlaments handelt, der eine Meinungsäußerung des EU-Gremiums darstellt. Falls die Entschließung angenommen wird, "wird sie nicht automatisch zu einem Gesetz". Der Initiativbericht sei aber Grundlage für Gesetzesinitiativen der Europäischen Kommission an das EU-Parlament. Damit würden entsprechende Positionen der EU-Kommission in der Zukunft also gestärkt.

    Der Vorstoß sei vergleichbar mit Acta, erklärte Engström. "Obwohl ich völlig einverstanden damit bin, dass die Beseitigung veralteter Geschlechterstereotypen in der EU ein lohnendes Ziel ist, werde ich nächste Woche gegen diesen Entschließungsantrag stimmen", erklärte der Abgeordnete.
    Quelle

    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. #2
    Böse_Meise
    Avatar von Spammer_007



    Registriert seit
    May 2012
    Beiträge
    373
    Achievements:
    Social7 days registered
    wenn die Pornos weg sind is alles aus
    Wenn nach Passwörtern Gefragt Wird Dann 404 Spammer_007 oder darklight.to


  3. #3
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.114
    Points
    6.790
    Level
    54
    Level completed: 20%, Points required for next Level: 160
    Overall activity: 49,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Proteststurm
    EU-Parlament lässt E-Mails gegen Pornoverbot ausfiltern
    Ein E-Mail-Shitstorm war die Folge des Planes, im EU-Parlament ein Pornografieverbot vorzubereiten. Gegen zu viel Bürgerbeteiligung haben die Abgeordneten eilig den Mailfilter aktivieren lassen, wie Christian Engström berichtet.
    -----------------------------------------------------------------------------------------------
    Wegen eines Proteststurms zu einem möglichen Pornografieverbot in der Europäischen Union haben Parlamentarier einen E-Mail-Filter gegen Bürgermails einrichten lassen. Das berichtet Christian Engström, der für die schwedische Piratenpartei im Europaparlament sitzt. Über Maßnahmen für ein Verbot von Pornografie in allen Medien der Europäischen Union diskutiert das Europäische Parlament in der kommenden Woche.

    Engström hatte nach Medienberichten zu den Plänen in kurzer Zeit 350 E-Mails von Bürgern erhalten, die seine Kritik gegen das Vorhaben unterstützen. Doch plötzlich kamen keine Mails zu der Entschließung mehr. "Die IT-Abteilung des EU-Parlaments blockiert die Auslieferung von E-Mails zu diesem Thema, nachdem sich einige Mitglieder des Parlaments darüber beschwert hatten, E-Mails vom Bürger zu erhalten", erklärte Engström zur Begründung.

    Der Programmierer sagte Golem.de: "Ich weiß nicht genau, wie dieser Filter technisch arbeitet, aber die meisten E-Mails werden die parlamentarische Entschließung benennen. Da ist es für eine moderne Filtersoftware nicht so schwer, E-Mails zu dem Thema zu finden. Aber egal, wie es technisch gemacht wurde, das Prinzip, dass gewählte Vertreter den Kontakt mit Bürgern sperren, ist völlig falsch."

    Der Entwurf einer Entschließung des Europäischen Parlaments fordert konkrete Maßnahmen für "ein Verbot aller Arten von Pornografie in den Medien." Weiter heißt es, "eine Politik zur Beseitigung von Stereotypen in den Medien" könne "nur mit einer Aktion im digitalen Bereich erfolgreich funktionieren." Zu diesem Zweck sei es erforderlich, auf europäischer Ebene koordinierte Aktionen einzuleiten, die darauf abzielten, "in Zusammenarbeit mit den betreffenden Interessengruppen eine Charta zu erarbeiten, zu der eine Einladung zum Beitritt an alle Internetdiensteanbieter erfolgen würde."

    Nachtrag vom 8. März 2013, 15:42 Uhr

    Wie Engström weiter berichtet, stehen im EU-Wortfilter die Begriffe "eliminating gender stereotypes in the EU".
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  4. #4
    Avatar von Rungor


    Registriert seit
    May 2012
    Ort
    Over the Rainbow
    Beiträge
    198
    Points
    9
    Level
    1
    Level completed: 17%, Points required for next Level: 41
    Overall activity: 0%
    Achievements:
    7 days registered250 Experience Points
    Wie war das bei "Scrubs" nochmal?
    Sollte alle Porneseiten im INet gesperrt werden wird es nur noch eine gut besuchte geben: gebtunsunserepornoszurück.com

  5. #5
    Verteidiger des Gummibaums
    Avatar von F3

    Registriert seit
    Apr 2012
    Beiträge
    1.358
    Points
    1.600
    Level
    22
    Level completed: 50%, Points required for next Level: 100
    Overall activity: 6,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered1000 Experience Points


    nicht die Pornos!!!!!!!!

    Ich dachte wir leben hier in ner Dekomkratie?, sollte da nicht alle Macht beim Volk liegen und die Volksvertreter nach dem Willen des Volks entscheiden?O.o Ich muss da was falsch verstanden haben......

  6. #6
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.114
    Points
    6.790
    Level
    54
    Level completed: 20%, Points required for next Level: 160
    Overall activity: 49,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    EU-Parlamentarier stimmen gegen "Porno-Verbot"
    Das EU-Parlament hat in einer Abstimmung die Umsetzung einer neuen Richtlinie zur Verbannung "jeder Form von Pornografie in den Medien" und somit auch dem Internet abgelehnt. Dadurch wird es bei künftigen Versuchen deutlich erschwert, entsprechende Vorstöße umzusetzen.

    Bei der heutigen Abstimmung im EU-Parlament ging es eigentlich um einen Maßnahmenkatalog, zur Beseitigung von Geschlechtervorurteilen in der EU, der von der niederländischen Politikerin Kartika Tamara Liotard angestoßen wurde, berichtet 'Cnet'. Er enthält eine Reihe von Maßnahmen, um die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern auszuräumen und das Bewusstsein für derartige Probleme zu schärfen sowie effektive Maßnahmen gegen die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern in Bildung, Beschäftigung und den Medien.

    Die Mitglieder des Europaparlaments stimmten mit einer deutlichen Mehrheit für die Umsetzung der Maßnahmen, wobei jedoch das "Porno-Verbot" abgelehnt wurde. Da es sich um eine Mehrheitsentscheidung handelt, kann die EU nun konkrete Richtlinien schaffen, die sich an den Vorgaben des Berichts orientieren. Gleichzeitig wird es durch das Ergebnis aber deutlich erschwert, die abgelehnten Teile erneut zur Abstimmung vorzulegen, um sie doch noch umsetzen zu lassen.

    Nach Bekanntwerden des Berichts gab es schnell eine kontroverse Debatte, weil die darin beschriebenen Maßnahmen derart breit formuliert wurden, dass sie praktisch ein Verbot von Pornografie in den Medien und die Schaffung der Grundlagen für ein Vorgehen von Internet-Providern gegen entsprechende Inhalte zur Folge gehabt hätten. Zwar hatte es Änderungen an dem Text gegeben, die Auswirkungen blieben jedoch nach Auffassung von Gegnern des Vorhabens erhalten.

    Weil die Formulierungen nicht spezifisch genug waren, wurde unter anderem befürchtet, dass der Upload von selbst erstellten Inhalten mit sexuellen Inhalten verboten werden könnte, unabhängig davon, ob die Weitergabe über das öffentliche Web, E-Mail oder auch soziale Netzwerke erfolgen würde. Mitglieder der europäischen Piratenparteien hatten sich ausdrücklich gegen die in dem Bericht enthaltenen Formulierungen ausgesprochen, weil durch die geforderten Maßnahmen ihrer Meinung nach die Grundrechte der gut 500 Millionen Bürger der 27 EU-Länder eingeschränkt werden würden.

    Der Bericht hatte zudem wie schon im Fall von ACTA für Verstimmung unter den EU-Parlamentariern gesorgt. So hatte die IT-Abteilung des Parlaments begonnen, per E-Mail eingehende Anfragen von Bürgern abzuwehren, so dass diese gar nicht in den Postfächern von EU-Politikern landeten. Dies wurde als Schande kritisiert, weil es sich um ein vollkommen undemokratisches Vorgehen handele. Als ACTA vor der Abstimmung stand hatte man ebenfalls begonnen, E-Mail-Anfragen von besorgten Bürgern zu dem Thema mit Hilfe der Spam-Filter abzufangen.
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  7. #7
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.114
    Points
    6.790
    Level
    54
    Level completed: 20%, Points required for next Level: 160
    Overall activity: 49,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Passt jetzt nicht zu 100% hier rein, Stein des Anstoßes war aber die Pornografiegeschichte, und extra einen neuen Thread aufmachen möchte ich auch nicht.

    EU-Regelungswahn
    Es lebe die Freiheit! Es lebe die Pornografie!
    Erst Tabak, jetzt Porno: Der Frauenausschuss des EU-Parlaments will uns vor unsittlichen Angeboten aus den Medien schützten. Mit Moral hat das nichts zu tun – das ist ein Angriff auf unsere Freiheit.


    Pornodarstellerin bei der Arbeit: Ginge es nach dem Frauenausschuss des
    EU-Parlamentes, würde Pornografie verboten werden. Foto: Reto Klar
    Die kölsche Folklore kennt viele skurrile Erscheinungen. Da ist der "halve Hahn", mit dem Zugewanderte reingelegt werden, handelt es sich doch nicht um ein halbes Hähnchen, sondern um ein halbes trockenes Brötchen mit einem Stück alten Gouda, garniert mit einer sauren Gurke und etwas Senf. Da sind Tünnes und Schäl, die rheinischen Vettern von Dick und Doof, die von der kölschen Seele als bedeutende Philosophen verehrt werden.

    Und da ist die "Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendschutz e.V.", eine der ältesten Institutionen zur Wahrung von Anstand und Moral. Ende des 19. Jahrhunderts als "Kölner Männerverein zur Bekämpfung öffentlicher Unsittlichkeit" gegründet, nahm der Verein in den 20er-Jahren den Namen "Volkswartbund" an und widmete sich dem Kampf gegen die Freikörperkultur. Anfang der 50er-Jahre erfolgte die Umbenennung in "Bischöfliche Arbeitsstelle für Fragen der Volkssittlichkeit".

    Deren Mitarbeiter warfen Stinkbomben in Kinos, um die Aufführung unsittlicher Filme wie "Die Sünderin" mit Hildegard Knef zu verhindern, sie stellten massenweise Indizierungsanträge bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften, sie hatten einen Riecher für alles Unsittliche, und wenn es nur harmlose Nudistenmagazine waren, die unter der Theke verkauft wurden, die Bückware der 50er-Jahre. Mit der Reform des Sexualstrafrechts Anfang der 70er-Jahre wurde den Sittenhütern der Boden unter den Füßen weggezogen.

    Lustobjekt oder ein Heimchen am Herd
    Seitdem hat sich einiges getan. Das Internet liefert Porno unzensiert frei Haus, in jeder Kleinstadt finden Sex-Messen statt, aber der Gedanke des Volkswartbundes, die Menschen vor unsittlichen Darstellungen schützen zu müssen, lebt weiter. Er hat sich, ebenso wie die Unmoral, in den digitalen Raum verlagert.

    Waren im Volkswartbund vorwiegend Männer tätig, die den Objekten ihrer Begierde im Gewand von Moralaposteln nachstellten, so sind es heute Frauen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, "geschlechterspezifische Klischees abzuschaffen". Der "Kölner Männerverein zur Bekämpfung öffentlicher Unsittlichkeit" heißt mittlerweile "Frauenausschuss des Europäischen Parlaments".

    Wie eben bekannt wurde, hat dieser Ausschuss, der bis jetzt eher im Stillen wirkte, einen 21 Seiten langen Bericht erarbeitet, in dem es um sexistische Darstellungen von Frauen in den Medien geht – und darum, wie man sie verhindern könnte. Denn: "Grundsätzlich sind wir nicht damit einverstanden, dass Frauen in der Öffentlichkeit als Lustobjekt reduziert werden - oder alternativ als Heimchen am Herd."

    Wenn dies das ganze Problem wäre, könnte man es elegant und effektiv lösen, indem man alle Berichte, in denen es um die Rolle der Frau in der Gesellschaft geht, mit einem Bild von Lady Ashton, der Hohen Außenbeauftragten der EU, illustrieren würde, die wirklich nicht im Verdacht steht, ein Lustobjekt oder ein Heimchen am Herd zu sein. Aber so einfach ist es nicht, denn in dem Bericht wird auch ein "Verbot von jeglicher Form der Pornografie in den Medien" gefordert.

    Die Alarmglocken müssen geläutet werden
    Man bzw. frau muss das Positionspapier des Frauenausschusses aus zwei Gründen lesen. Erstens, um zu begreifen, womit sich Politikerinnen und Politiker in Brüssel die Zeit vertreiben: Mit Phantasien, die George Orwell als Optimisten erscheinen lassen. Zweitens, um eine Vorstellung zu bekommen, wie weit der Regelungswahn inzwischen vorangekommen ist.

    Es geht nicht mehr darum, welche Glühbirnen und Duschköpfe wir benutzen sollen, um weniger Strom und Wasser zu verbrauchen; auch nicht darum, unsere Gesundheit durch den Verzicht auf Alkohol, Tabak und Zucker zu retten. Diesmal geht es um unsere Seelen, die von unsittlichen Angeboten in den Medien gefährdet werden, vor allem durch die Darstellung von Frauen als "Lustobjekte" oder "Heimchen am Herd".

    Es ist zu spät, um "wehret den Anfängen!" zu rufen. Jetzt müssen die Alarmglocken geläutet werden. Denn so wie die bürgerlichen Rechte und Freiheiten Schritt um Schritt erkämpft werden mussten, so werden sie heute Schritt um Schritt wieder einkassiert. Machen wir uns nichts vor: Es geht nicht um solche Banalitäten wie "die Frau als Lustobjekt" – wäre Unlustobjekt besser? – oder "Heimchen am Herd". Es geht darum, wie wir leben, was wir lesen und, am Ende, was wir denken sollen. Und wer darüber bestimmen darf.

    Im Jahre 2004 kam aus dem Büro der damaligen Integrationsbeauftragten Marieluise Beck der ernst gemeinte Vorschlag, eine CD mit Texten aus den 20er-Jahren von Walter Benjamin aus dem Verkehr zu ziehen, weil darin von "Zigeunern" und nicht von "Sinti und Roma" die Rede war. Auch ein Schriftsteller wie Benjamin, der 1940 auf der Flucht vor den Nazis Selbstmord begangen hatte, sei "nicht über den Verdacht erhaben ... Vorurteile zu haben".

    Früher Lachnummer, heute tägliche Praxis
    Was vor neun Jahren eine Lachnummer war, ist heute tägliche Praxis. Märchen werden umgeschrieben, um sie dem politisch korrekten Zeitgeist anzupassen, der gute alte "Sarotti-Mohr" heißt jetzt "Sarotti-Magier", und wo früher Einwanderer fröhlich zusammen saßen und Karten spielten, hocken jetzt "Bürger mit Migrationshintergrund" um einen Sozialarbeiter, der ihnen erklärt, wie sehr sie diskriminiert werden.

    Und weil das alles nicht genug ist, um eine "gerechte" Gesellschaft herzustellen, deren Leitmotiv die Gleichheit ist, müssen wir auch zur Kenntnis nehmen, dass die sexuelle Ausprägung als Frau oder Mann keine biologische Tatsache sondern ein "gesellschaftliches Konstrukt" ist, das überwunden werden müsse. Wo solcher Unsinn mit Preisen belohnt wird, da muss auch das Bild einer Frau im "Victoria's Secret"-Outfit als sexistische Provokation verstanden werden.

    Pornografie – beziehungsweise das, was darunter verstanden wurde – war immer ein Gradmesser für die Liberalität einer Gesellschaft. Und für deren Doppelmoral. Während die gebildeten Stände die "Venus im Pelz" von Leopold von Sacher-Masoch lasen, gaben sie sich große Mühe, dem einfachen Volk die Lektüre von Groschenromanen als "Pornografie" zu verbieten.

    Auch in den Privatgemächern von Erich Honecker wurden Pornos gefunden, die kein DDR-Bürger in einem Konsum-Laden kaufen konnte. In repressiven Gesellschaften, sagt Salman Rushdie, kann Pornografie "zum Bannerträger für die Freiheit, ja sogar für die Zivilisation" werden. Im sittenstrengen Pakistan würden "mehr als 60 Prozent aller Internet-Nutzer pornografische Websites" benutzen.

    Nun leben wir nicht in Pakistan, und wer nur einmal kurz RTL einschaltet, kann die grausamen Kollateralschäden der "sexuellen Revolution" besichtigen. Wenn zum Beispiel 20 lobotomierte Barbies um die Gunst eines Ken-Klons buhlen. Das ist peinlich mitzuerleben und immer wieder ein Grund fürs Fremdschämen. Aber der gesellschaftliche Schaden, den solche Darbietungen anrichten, bewegt sich im Promille-Bereich. Dagegen ist das, was in Brüssel ausgeheckt wird, eine reale Bedrohung der Freiheit.

    Die Forderung nach einem "Verbot von jeglicher Form der Pornografie in den Medien" muss ja irgendwie in die Tat umgesetzt werden. Das heißt, irgendjemand muss erst einmal definieren, was Pornografie ist, und diese Definition muss in Finnland ebenso implementiert werden wie in Italien, in Polen ebenso wie in Portugal.

    Es muss also Durchführungsverordnungen und Sanktionen gegen Verweigerer geben, Bußen und Strafen. Bei der Energiesparlampe und dem Duschkopf mag das angehen, bei Fragen von Anstand und Moral ist es ein totalitäres Unterfangen, das sich über Kulturen, Mentalitäten und Traditionen hinwegsetzt, ein weiterer Schritt in Richtung auf eine homogenisierte Gesellschaft, in der Unterschiede par ordre du mufti weg geputzt werden.

    Verglichen mit dem EU-Eintopf, der in Brüssel angerührt wird, ist sogar der kölsche "halve Hahn" eine Delikatesse.
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


Ähnliche Themen

  1. Quecksilber wird aus dem Verkehr gezogen
    Von delle59 im Forum Umwelt und Gesellschaft
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 23.09.16, 09:50
  2. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 08.07.15, 11:16
  3. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 29.01.13, 22:22
  4. EU-Parlament stoppt Acta endgültig
    Von delle59 im Forum Politik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 02.01.13, 14:13
  5. Niederländer wählen neues Parlament
    Von delle59 im Forum Politik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 13.09.12, 21:02

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •