Seite 1 von 3 123 Letzte
Ergebnis 1 bis 10 von 28
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    Europol und Cybercrime

    Ransomware
    Europol lässt Entwickler von BKA-Trojaner auffliegen
    Eine Gruppe Osteuropäer, die eine sogenannte Ransomware in Umlauf gebracht hat, ist in Spanien und Dubai verhaftet worden. An den Ermittlungen war ein Unternehmen aus der Privatwirtschaft beteiligt.


    Kabel rausgezogen (Symbolbild): Rechner für 100 Euro wieder freigeschaltet
    (Bild: Spencer Platt/Getty Images)
    Europäische Strafverfolger haben eine Gruppe Cyberkrimineller verhaftet, die mit Hilfe einer sogenannten Ransomware Internetnutzer betrogen hat. Die Verdächtigen sollen bei ihren Machenschaften mehrere Millionen Euro erbeutet haben.

    Die Gruppe besteht aus elf Personen - sieben Russen sowie je zwei Ukrainer und Georgier. Sie hatten einen Trojaner programmiert und in Umlauf gebracht, der die befallenen Rechner sperrte. Auf dem Bildschirm erschien eine Meldung, der Computer sei wegen mutmaßlich illegaler Aktivitäten von den Behörden gesperrt worden - genannt wurden Besuche von Websites mit Kinderpornografie oder von Tauschbörsen. Gegen die Zahlung einer Strafe in Höhe von 100 Euro werde der Rechner wieder freigegeben. Um der Forderung Glaubwürdigkeit zu verleihen, enthielt die Warnung das Logo einer Strafverfolgungsbehörde, etwa der Bundespolizei oder des Bundeskriminalamtes. Auch als GVU-Trojaner tauchte die Schadsoftware auf.

    In Spanien und Dubai verhaftet
    Die Gruppe agierte von Spanien aus: Die spanische Polizei hatte sechs Immobilien in der südspanischen Provinz Malaga durchsucht. Dabei stellte sie Computer und Kreditkarten sicher. Zehn der Verdächtigen wurden dort verhaftet. Der Anführer, ein Russe, wurde in Dubai gefasst und soll nach Spanien ausgeliefert werden.

    Ransomware heißt diese Art der Schadsoftware - von Ransom, englisch für Lösegeld, das bezahlt werden soll, um die Kontrolle über den infizierten Computer zurückzuerhalten. Die Besitzer sollten das Geld per Ukash, Paysafecard oder Moneypak bezahlen. Nach der Zahlung konnten sie den Computer zwar wieder nutzen. Der Trojaner sei aber weiterhin aktiv gewesen und habe Daten von dem Computer gestohlen, berichtet Europol.

    Mehrere Millionen Euro
    Die Zahl der Betroffenen und der Schaden seien schwierig zu schätzen. Allein in Spanien habe es 1.200 Anzeigen gegeben. Europol geht davon aus, dass insgesamt mehrere zehntausend Computer in über 20 Ländern infiziert wurden. Die Gruppe war seit 2011 aktiv und soll nach Schätzungen von Europol pro Jahr über eine Million Euro eingenommen haben.

    An den Ermittlungen gegen die Cyberkriminellen war neben Europol und spanischen Strafverfolgern auch Trend Micro, ein Hersteller von Antivirensoftware, beteiligt. Computersicherheitsunternehmen unterstützen häufiger Strafverfolger, wenn es darum geht, Cyberkriminellen auf die Spur zu kommen. Trend Micro etwa hatte 2011 dem FBI geholfen, ein Botnetz zu zerschlagen. Symantec und Microsoft legten gemeinsam das Botnetz Bamital lahm.
    Quelle


    Juhu..endlich
    Geändert von delle59 (11.11.14 um 10:48 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  3. #2
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Zitat Zitat von Ex3dl','index.php?page=Thread&postID=44865#post448 65
    Einer geht, andere kommen. Ein endloser Kampf.
    Boh...muß eure Majestät den nur nörgeln, Fakt ist, dieser Kampf ist gewonnen. :approve:
    Klar werden immer neue Betrüger auf den Zug aufspringen, klar ist das ne Hydra, aber der Kopf muß trotzdem abgeschlagen werden.
    Diese Mistviecher sind aber erst mal weg.

    Pickel kommen auch wieder, aber trotzdem werden se ausgedrückt.
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  4. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  5. #3
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Hafen von Antwerpen: Hacker halfen Drogenschmugglern beim Containerklau
    Europol hat gemeinsam mit der belgischen Polizei eine Bande von Drogenschmugglern zerschlagen. Die Täter gingen äußerst raffiniert zu Werke: Sie versteckten ihre Fracht in fremden Containern - und engagierten Hacker, um diese Container im Hafen von Antwerpen wiederzufinden.


    REUTERS
    Antwerpen - Am Anfang standen ein paar verschwundene Container. Reedereien beklagten sich, dass im Hafen von Antwerpen Ladung abhanden kam, auf ungeklärte Weise und mit unbekanntem Ziel. Die Polizei wurde eingeschaltet und schließlich auch Europol. Am Ende der Ermittlungen standen Durchsuchungen in mehr als 20 Wohnungen und Geschäftsräumen. Beschlagnahmt wurden mehr als eine Tonne Kokain, außerdem Waffen, Schutzwesten und ein Koffer mit 1,3 Millionen Euro Bargeld. 15 Verdächtige sitzen in zwei Ländern in Haft und warten auf ihre Prozesse.

    Die Bande hatte offenbar jahrelang im großen Stil Drogen aus Südamerika nach Antwerpen geschmuggelt, berichtet die BBC. Dazu nutzte sie Container anderer Unternehmen, in denen die illegale Fracht verborgen wurde, etwa zwischen Holz oder Bananen. Bevor die eigentlichen Eigentümer ihre legale Fracht in Antwerpen abholen konnten, stahlen die Täter die Container - was nur gelang, weil sie stets genau darüber informiert waren, wo auf dem Hafengelände die gerade lagerten.

    Als ein Lastwagenfahrer, der mit der Bande nichts zu tun hatte, im Januar unwissentlich mit einem der Container vom Hafengelände fuhr, wurde es für ihn gefährlich: Mitglieder der Bande griffen ihn in der Provinz Limburg im Osten Belgiens mit AK-47-Sturmgewehren an. Doch der Fahrer entkam offenbar unverletzt. Die Polizei vermutet, dass die Täter den Mann für ein Mitglied einer rivalisierenden Gang hielten.

    Die Ermittlungen förderten eine neuartige Methode zu Tage: Die Täter hatten über spezielle Foren Hacker rekrutiert, die für sie in die Computersysteme von zwei Firmen im Hafen von Antwerpen eingedrungen waren.

    Drogenschmuggler suchten stets nach neuen Wegen, um ihre Ware aus Häfen herauszubringen, erklärte Danny Decraene von der belgischen Polizei der BBC. "In diesem Fall haben sie Hacker angeheuert, hochqualifizierte, intelligente Leute, die viel mit Software arbeiten." Gefunden hätten die Drogenschmuggler ihre Dienstleister offenbar über das Internet. "Es gibt gewissermaßen eine spezialisierte Servicebranche, wo Gruppen aus dem Bereich des Organisierten Verbrechens Hacker mit speziellen Fertigkeiten online rekrutieren können", sagte Europol-Chef Rob Wainwright der BBC.

    Zunächst hatten die Täter auf den Rechnern der betroffenen Unternehmen Trojaner eingeschmuggelt, um sich so aus der Ferne Zugriff auf eigentlich gesicherte Informationen über die Bewegungen von Containern auf dem Hafengelände zu verschaffen. Die Trojaner gelangten auf dem üblichen Weg ans Ziel: Angestellte der beiden Unternehmen bekamen auf sie zugeschnittene E-Mails mit unverdächtig wirkenden Anhängen, in denen sich in Wirklichkeit Spionagesoftware verbarg.

    Als die Schadsoftware entdeckt und mit Hilfe zusätzlicher Sicherheitssysteme unschädlich gemacht wurde, suchten die Täter einen neuen Zugang: Sie brachen in die Büros der Firmen ein und platzierten dort Schnüffelhardware. Der BBC demonstrierte ein Europol-Beamter ausgetüftelte Systeme - etwa einen Mini-Computer, der sich im Gehäuse einer harmlos aussehenden Mehrfachsteckdose verbarg, einen anderen, der im Festplattenschacht eines Rechners versteckt wurde, sowie kleine USB-Verlängerungen, die als Keylogger zwischen Keyboard und Rechner gesteckt wurden. Fortan konnten damit alle Tastatureingaben mitgeschnitten werden. All die Gerätschaften dienten der Gruppe dazu, stets zu wissen, wo im Hafen sich die Container mit Heroin oder Kokain gerade befanden, die sie in Südamerika losgeschickt hatten.

    Mittlerweile, berichtet die BBC, hätten die Containergesellschaften im Hafen von Antwerpen ihre IT-Sicherheit verstärkt.
    Quelle

    Bei der Kinderpornografie stößt sich die Europol in einem neuen Bericht zu Cybercrime an dem Anonymisierungsnetzwerk TOR.
    Cybercrime-Konferenz von Europol und Interpol: Die Jagd den Privaten überlassen?
    Geändert von delle59 (11.11.14 um 10:48 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  6. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  7. #4
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    Europol und US-Zoll legen fast 700 Domains still

    Europol und US-Zoll legen fast 700 Domains still
    US-Zoll und Europol haben in einer konzertierten Aktion betrügerische Webseiten abgeschaltet. Dafür haben sie sich den "Cyber Monday" ausgesucht, den umsatzstärksten Tag im US-Online-Versandhandel.

    Polizeibehörden in Europa und den USA haben zum Wochenstart Versandbetrüger im Internet aufs Korn genommen: Europol und die US-Zollbehörde US Customs Enforcement beschlagnahmten am Montag knapp 700 Domains und ließen die dazugehörigen Online-Angebote stillegen.

    Ziel der transatlantischen Operation "In Our Sites" waren vor allem Versandhändler, die gefälschte Markenware in eigenen Online-Läden verkaufen. Die Täter betrogen mit gefälschtem Mobiltelefon-Zubehör, mit nachgemachten Kopfhörern, Marken-Trikots, Kosmetika und Schuhen ihre Kunden.

    Teils wurden auch offensichtliche Fälschungen zu Dumpingpreisen verramscht. Auf den beschlagnahmten Webseiten warnt deswegen jetzt ein Banner der Polizei potentielle Kunden vor dem Kauf allzu billiger Markenkopien.

    "Die Betrüger machten sich weltweit den Shopping-Rausch vor Weihnachten zu Nutze, um allzu arglose Kunden mit billigen Fälschungen zu locken", kommentierte US-Zollchef John Sandweg.

    USA sperren 297 Websites, Europol 393
    Die Behörden wählten für ihre Aktion den "Cyber Monday", den traditionell umsatzstärksten Tag im US-Online-Versandhandel nach dem US-Feiertag Thanksgiving, um möglichst öffentlichkeitswirksam vor den Versand-Betrügern zu warnen.

    In den USA sperrten die Behörden insgesamt 297 Seiten, in Europa sperrten Polizeibehörden von Frankreich, Großbrittannien, Belgien, Rumänien, Ungarn, Dänemark und Spanien insgesamt 393 Seiten – zusammen 690 Domains. Deutsche Behörden waren nicht involviert.
    Quelle
    Foto: dpa Erst Anfang des Jahres hat die EU ihr European Cybercrime Center als Europol-Einheit gegründet. Damals stellten die schwedische EU-Kommissarin Cecilia Malmström und der dänische Chef des Cybercrime-Centers Troels Oerting die neue Einheit in Den Haag vor
    Geändert von delle59 (11.11.14 um 10:48 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  8. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  9. #5
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Europol soll mit neuen Befugnissen ausgestattet werden
    Die Europäische Polizeibehörde Europol soll mit neuen, umfassenden Befugnissen ausgestattet werden. Der spanische Politiker und ehemalige Chef der spanischen Polizei Agustín Díaz De Mera möchte Europol erlauben, über private Provider Zugriff auf private Daten zu erlangen. Ein entsprechender Antrag wurde in den Innenausschuss des Europaparlaments eingebracht.

    Weil Europol umfassenderen Zugriff auf private Daten als bisher bekommen soll, laufen Datenschützer und Abgeordnete des EU-Parlaments Sturm gegen einen Antrag im Innenausschuss des Europaparlaments. Dieser soll es Europol erlauben, über Provider auf private Daten zuzugreifen. Der Abgeordnete Jan Philipp Albrecht von den Grünen warnt vor dem Änderungsantrag: „Ein genereller Zugriff von Europol auf die Daten privater Unternehmen ist nicht vereinbar mit dem Grundrecht auf Datenschutz. Die Polizeibehörden vor Ort können bereits jetzt auf Grundlage des geltenden Rechts begrenzt Daten erheben, dazu braucht es nicht auch noch Europol. Europol sollte sich endlich darauf konzentrieren, den schnellen Informationsaustausch zwischen den Polizeibehörden zu verbessern. Da gibt es noch einiges zu tun“

    Der Änderungsantrag soll Europol allerdings auch noch andere, erweiterte Befugnisse geben. So soll Europol die Ausbildungsaufgaben der Europäischen Polizeiakademie übernehmen und außerdem spezielle Fähigkeiten bezüglich Cyberkriminalität. Wie sehr Europol seine Kompetenzen ausnutzt, beziehungsweise überschreitet, ist streitbar. Eine Anfrage zu einer Umorganisierung so genannter „Arbeitsdateien zu Analysezwecken“ (AWF) beantwortete der Sprecher ablehnend: „Please understand that it is limited how detailed Europol as an intelligence agency can report about its acitivities.“ Kritiker behaupten, Europol sehe sich selbst inzwischen eher als Geheimdienst denn als Polizeibehörde. Außerdem werden über Verurteilte, Verdächtige und „potenzielle Kriminelle“ sensible Informationen gespeichert, darunter politische Ansichten, religiöse oder philosophische Überzeugungen, Gewerkschaftsmitgliedschaften, Gesundheit und Sexualleben. Nicht umsonst, so argumentieren Kritiker, fordere der Menschenrechtsausschuss des EU-Parlaments eine parlamentarische Kontrolle für Europol, wie sie sonst für Geheimdienste üblich ist.
    Quelle
    Geändert von delle59 (11.11.14 um 10:49 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  10. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  11. #6
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Machtdemonstration gegen Kreditkarten-Fälscher
    In einer internationalen Aktion haben Ermittler unter Leitung von Europol zahlreiche Personen festgesetzt, die gestohlene Kreditkartendaten verwendeten, um Flugtickets zu erwerben.

    Vom Umfang her habe es sich um die bisher größte Aktion dieser Art gehandelt, teilte die europäische Polizeibehörde mit. An 68 Flughäfen in 32 Ländern seien Personen aus dem Verkehr gezogen worden, die falsche Daten zur Bezahlung ihrer Tickets eingesetzt hatten. Insgesamt kamen 70 Leute in Untersuchungshaft, 113 weitere wurden vorübergehend festgenommen.

    Globaler Maßstab
    Die Aktion erstreckte sich an zwei Tagen der vergangenen Woche über 24 EU-Mitgliedsstaaten, Island, Norwegen, die Schweiz, die USA, Kolumbien, Brasilien, Peru und die Ukraine. Die Ermittler arbeiteten dabei mit Vertretern von 35 Fluggesellschaften sowie den großen Kreditkarten-Unternehmen zusammen. Ausgehend von einer zentralen Koordinierungsstelle wurden Hinweise an die einzelnen Flughäfen geschickt, wo gerade Passagiere unter falschen Angaben unterwegs waren, damit diese vor Ort aufgegriffen werden konnten.

    Insgesamt seien während der Operation 265 verdächtige Transaktionen aufgelaufen und ausgewertet worden. Weitergehende Untersuchungen ergaben, dass ein stattlicher Anteil jener, die hier ins Visier der Ermittler gerieten, auch mit anderen Straftaten in Verbindung stehen. Diese reichen von Diebstahl über Betrug und sexuellen Missbrauch bis hin zu Drogengeschäften.

    Diese beispiellose Operation zeigt deutlich, wie sich die Kriminalität im globalen Maßstab ausgebreitet hat - mit schwerwiegenden Folgen für die Bürger, die Wirtschaft und unsere gemeinsame Sicherheit", sagte Rob Wainwright, Chef von Europol. Aber auch die gewachsene Zusammenarbeit der Polizeibehörden weltweit habe man so demonstrieren können.

    Letzteres dürfte einer der Hauptgründe für die Aktion gewesen sein. Denn es ist kaum zu erwarten, dass die Behörden ständig solch einen Aufwand auf sich nehmen werden, um einzelne Überweisungen mit gestohlenen Daten international zu verfolgen.
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  12. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  13. #7
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Schlag gegen Online-Kriminelle: 350 Durchsuchungen weltweit
    Der Trojaner „Blackshades“ schneidet alle Tastatureingaben mit, verschlüsselt persönliche Daten für kriminelle Erpressungen und kann auch die Bewohner eines Haushalts filmen. Hunderte Kriminelle weltweit haben das Programm genutzt.

    Bei einem koordinierten Einsatz in 15 Ländern stellten Behörden bei zahlreichen Tatverdächtigen die Schadsoftware sicher, mit der digitale Identitäten ausgespäht werden können. Bundesweit seien die Wohnungen von 111 Tatverdächtigen durchsucht worden, weltweit mehr als 350, teilte die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität am Montag mit.

    Ermittelt wird wegen des Verdachts des Ausspähens von Daten und Computerbetrugs. „Das Verfahren markiert einen Meilenstein in der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Cybercrime“, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft.

    Die Beschuldigten sollen den Trojaner „Blackshades“ erworben und eingesetzt haben. Diese Schadsoftware diene „ausschließlich dazu, kriminelle Handlungen zu begehen“, sagte die Sprecherin. Der Trojaner übernimmt die Kontrolle des infizierten Rechners, schneidet die Tastatureingaben mit, verschlüsselt die Dateien - um später die Freigabe zu erpressen -, macht Screenshots, filmt mit der Webcam die Bewohner und kann ganze digitale Identitäten ausspähen.

    Insgesamt wurden 1000 Rechner und Speichermedien sichergestellt. Auch Drogen, Waffen und vermutlich aus Straftaten stammendes Bargeld fanden die Ermittler. Wie viele Opfer es gab, ist unklar. Allein einem Tatverdächtigen in den Niederlanden wird vorgeworfen, 2000 Rechner infiziert zu haben. Ausgangspunkt der Ermittlungen waren US-Behörden, die die Vertreiber des Spähprogramms ausfindig gemacht hatten.

    Die Durchsuchungen sind bereits vergangene Woche erfolgt, teilte die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität mit. Sie ist eine Außenstelle und wird für das Bundeskriminalamt tätig, wenn die örtliche Zuständigkeit unklar ist oder gegen viele Täter ermittelt wird.
    Quelle
    Geändert von delle59 (11.11.14 um 10:50 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  14. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  15. #8



    Registriert seit
    Apr 2012
    Beiträge
    353
    Points
    346
    Level
    6
    Level completed: 92%, Points required for next Level: 4
    Overall activity: 1,0%
    Achievements:
    Social31 days registered250 Experience Points
    Die Nutzer solch einer Software sind in der Regel ja nicht doof! Ständig, auch wenn es um Kinderpornografie geht berichtet die Polizeit von einem "Schlag" gegen die Kinderpornografie, tatsächlich hört man danach aber nie wieder irgendwas davon, dass jemand da verknackt wurde.

    Und da kommen wir zum nächsten Punkt, die Leute die sich mit so einem Scheiss rumschlagen nutzten garantiert sog. Vic-Socks, surfen also über infinzierte Rechner von usern die davon garnix wissen, und wenn dann noch eine VPN dazwischen klämmt kann die Bullerei eh nix machen.

    Da nützt auch kein sich auf die Schulterklopfen
    Ihr wollt DarkLight unterstützen? Dann kauft euch über einen dieser Links euren nächsten Account:
    Share-Online.biz - Uploaded.net


  16. #9
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Gameover Zeus: Gefährliches Botnetz zerschlagen
    Dem FBI ist in Zusammenarbeit mit Europol, der englischen National Crime Agency und verschiedenen privaten Unternehmern ein Schlag gegen das Botnetzwerk Gameover Zeus gelungen. Das Botnetz infizierte weltweit bis zu eine Million Computer und erlaubte es seinen Betreibern die Bankdaten der Betroffenen zu stehlen, um damit anschließend deren Konten zu plündern.

    Spam-Mail ist grundsätzlich schon nervig genug, oftmals versteckt sich dahinter jedoch eine noch viel böswilligere Absicht. Die Betreiber des Gameover-Zeus-Netzwerks infizierten die Computer ihrer Opfer etwa über Mails, die den Anschein machten, als wären sie von einer Bank verschickt worden. Im Anhang befände laut der Mail eine Aufstellung der letzten Kreditkarten-Transaktionen befinden – in Wahrheit wird der entsprechende PC nach dem Download der Datei infiziert.

    Anschließend schaltet sich der Trojaner beim Online-Banking zwischen die Webseite der Bank und den Nutzer und fängt die Login-Daten samt der Sicherheitsfragen ab, wodurch die Angreifer anschließend das entsprechende Konto leerräumen können. Seitdem der Trojaner im Jahre 2011 das erste Mal auftauchte, infizierte er weltweit zwischen 500.000 und eine Million PCs, wie Cnet berichtet. Insgesamt sei so ein Schaden von über 100 Millionen US-Dollar entstanden.

    Zusammen mit Gameover Zeus wurde auch noch die sogenannte Ransomware Cryptolocker auf den PC geladen. Der Virus verschlüsselt die Daten des Opfers, und verhindert einen künftigen Zugriff. Anschließend geben die Cyberkriminellen dem Betroffenen die Möglichkeit, ihnen den Schlüssel für eine bestimmte Geldsumme abzukaufen. Da die Daten sonst nicht mehr entschlüsselt werden konnten und damit verloren gewesen wären, sahen sich einige Opfer gezwungen, der Erpressung nachzugeben. Über 27 Millionen US-Dollar konnten die Verbrecher dadurch bisher erpressen.

    Verantwortlicher Hacker sitzt in Russland
    Dem FBI gelang es nun in Zusammenarbeit mit Interpol, der National Crime Agency (NCA) in Großbritannien sowie privaten Unternehmen wie Symantec und Tripwire, die zentralen Command-and-Control-Server auszuschalten, wodurch die Kriminellen vorübergehend die Kontrolle über das Botnetz verloren. Laut der NCA haben Nutzer nun etwa zwei Wochen Zeit, um ihren PC zu scannen und sich von dem Trojaner und Virus zu befreien. Ein entsprechendes Werkzeug stellte Symantec zur Verfügung.

    Der russische Hacker Evgeniy Mikhailovich Bogachev ist der Kopf der kriminellen Bande, die in den vergangenen Jahren mehrere Millionen US-Dollar erpresste und stahl. In den USA wurde Anklage unter anderem wegen Betrugs, Geldwäsche und Computer-Hackings erhoben. Da der Angeklagte in Russland lebt, ist es jedoch unwahrscheinlich, dass es zu einer Gerichtsverhandlung kommen wird.
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  17. Bedankos märi bedankte(n) sich für diesen Post
  18. #10
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    AW: Europol und Cybercrime

    Behörden schließen Drogen-Plattformen im Dark Web

    Europol und FBI haben auf einen Schlag zahlreiche Schwarzmarkt-Plattformen im Tor-Netzwerk stillgelegt. Wie sie das geschafft haben, wollen sie für sich behalten.



    Screenshot der von den Behörden geschlossenen Schwarzmarktseite "Cannabis Road"
    | © Screenshot ZEIT ONLINE


    Europol und US-Behörden haben in der "Operation Onymous" mehrere Drogenmärkte im Tor-Netzwerk geschlossen und 17 mutmaßliche Betreiber in aller Welt festgenommen. Insgesamt wurden mehr als 400 .onion-Seiten beschlagnahmt und zum Teil vom Netz genommen. Zu den stillgelegten Seiten gehören die mehr oder weniger bekannten Seiten Pandora, Cloud 9, Hydra, Blue Sky, Topix, Flugsvamp, Cannabis Road und Black Market. Die wohl populärste Seite war aber Silk Road 2.0. Sie war entstanden, kurz nachdem das FBI die erste Silk Road im Darkweb geschlossen und ihren Betreiber festgenommen hatte.

    Wie die Behörden es geschafft haben, so viele der Server und ihrer Betreiber im Tor-Netzwerk ausfindig zu machen, ist unklar. Die besondere Architektur des Netzwerks macht es schwer, die Server zu lokalisieren. Nicht umsonst heißen Angebote im Tor-Netzwerk "Hidden Services". Troels Oerting vom European Cybercrime Center wollte im Gespräch mit Wired nicht verraten, wie die Operation Onymous ablief: "Das wollen wir für uns behalten, denn wir wollen es wieder und wieder tun."

    Die meisten der betroffenen Plattformen sind mittlerweile nicht mehr erreichbar, auf anderen steht nur noch eine Mitteilung des FBI und anderer beteiligter Behörden. Die haben außerdem mehrere Geldwäsche-Seiten vom Netz genommen, Bitcoins im Wert von insgesamt rund einer Million US-Dollar, Bargeld in Höhe von 250.000 Dollar sowie Drogen, Waffen und Schmuck sichergestellt.

    Andrew Lewman, der Direktor des Tor-Projekts, glaubt nicht an eine bisher unbekannte technische Schwachstelle im Tor-Netzwerk. "Klingt, als ob klassische Polizeiarbeit weiterhin effektiv ist", sagte er Wired.

    Zumindest im Fall von Silk Road 2.0 scheint das zu stimmen. Nach Angaben des FBI gelang es einem Beamten, das Team von Administratoren zu infiltrieren, das sich um den Betrieb der Seite kümmerte. So bekam er Zugang zu ansonsten verschlossenen Bereichen der Plattform und deren mutmaßlichem Chef, dem 26-jährigen Blake Benthall. Der soll mehrfach unvorsichtig gewesen sein und leicht nachvollziehbare Spuren zu seiner Person im Internet hinterlassen haben. Unter anderen war der Silk-Road-Server auf eine Person mit der E-Mail-Adresse blake@benthall.net registriert, und dass benthall.net wirklich ihm gehörte, geht aus seinem Twitterprofil hervor.

    Staatsanwalt warnt Nachahmer

    Nun wird Benthall Verschwörung zum Drogenhandel, Hacking, Geldwäsche und Handel mit gefälschten Dokumenten vorgeworfen. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Laut der New Yorker Staatsanwaltschaft waren auf der Silk Road 2.0 mehr als 150.000 Nutzer aktiv. Mit dem Handel von Drogen, gefälschten Ausweisen und anderen illegalen Gütern seien monatlich acht Millionen US-Dollar umgesetzt worden.

    Der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara warnte davor, weitere Versionen des illegalen Onlinehandelsplatzes aufzubauen. Die Silk Road führe in jedem Fall ins Gefängnis, sagte er. Mögliche Nachahmer müssten sich bewusst sein, dass die Staatsanwaltschaft immer wieder gegen "schädliche kriminelle Onlinebasare" vorgehen werde.
    zeit.de

    zeit.de: Selbst die Tor-Entwickler rätseln
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  19. Bedankos Rungor, salviner01 bedankte(n) sich für diesen Post
Lade weitere Posts
Seite 1 von 3 123 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 04.02.13, 13:58

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •