Bedanken Bedanken:  0
Ergebnis 1 bis 2 von 2
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    Verstärktes Vorgehen gegen Cybermobbing

    YouTube-Wettbewerb will Jugendliche über Ausgrenzung aufklären
    Mobbing im Internet geht über „normale“ Hänseleien auf dem Schulhof weit hinaus. Um Jugendliche für dieses Thema zu sensibilisieren, hat YouTube bereits zum dritten Mal einen Online-Wettbewerb gestartet.


    Die Initiatoren und UnterstützerInnen von 361 Grad Respekt auf der Pressekonferenz in Berlin
    © Roger Grahl, AAS
    Immer noch begegnen viele Jugendliche in ihrem Alltag Ausgrenzung. Sei es Mobbing in der Schule, Ignoranz gegenüber Andersdenkenden, Schikanen am Ausbildungsplatz oder im Studium.

    Mit der Initiative 361 Grad Respekt - dem Jugendwettbewerb auf YouTube gegen Ausgrenzung wollen wir sensibilisieren, aufklären und das Engagement für ein respektvolles Miteinander fördern. Wir rufen Jugendliche dazu auf zu zeigen, dass jeder anders ist.

    Wir möchten mit euch den Initiator von 361 Grad Respekt, Laut gegen Nazis, unterstützen und uns zusammen mit Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder als Schirmherrin und zahlreichen Stars und Partnern für ein respektvolles Miteinander einsetzen.

    Wenn ihr im Alter von 13 bis 25 Jahren seid, schreibt allein oder in Gruppen bis zu fünf Leuten beispielsweise einen Rap, kreiert eine Dokumentation oder führt ein Theaterstück durch - eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Wenn ihr wollt, sprecht eure Lehrer an, ob ihr das Thema in den Unterricht integrieren könnt. Setzt ein Zeichen für Respekt und ladet euer Video bis zum 17. März 2013 auf www.youtube.de/361grad hoch.

    Nach Anmeldeschluss ermittelt eine unabhängige Jury die kreativsten Beiträge und kürt die drei besten Einreichungen sowie den "Held des Alltags". Zu gewinnen gibt es ein Exklusivkonzert der Band Glasperlenspiel bei dem Gewinner in der Heimatstadt. Die Zweitplatzierten werden den YouTube-Star Christoph Krachten alias "Clixoom" treffen und in einem Workshop mehr über die Kunst erfolgreicher YouTube-Video-Produktionen lernen. Dritter Preis und weitere Sachpreise sind GoPro-Kameras für spektakuläre Drehs sowie Tickets von FKP Scorpio für die Hurricane-, Southside- und Highfield-Festivals 2013.

    Nach dem Wettbewerb lebt der 361 Grad-Kanal auf YouTube weiter. Dank der Unterstützung der Techniker Krankenkasse und weiterer zahlreicher Partner entsteht dort eine dauerhafte Plattform, die euch als Anlaufstelle für Diskussionen rund um das Thema Respekt dienen und den persönlichen Austausch mit Experten wie von "Laut gegen Nazis" ermöglichen soll.

    Wir freuen uns auf einen spannenden Wettbewerb und eure kreativen Beiträge für mehr Respekt und Toleranz!

    Geschichte des Wettbewerbs
    Schon jetzt kann 361 Grad Respekt stolz auf über 2,3 Millionen Videoabrufe und mehr als 700 Videoeinreichungen von Teilnehmern blicken. Das ist die Bilanz aus den bisherigen zwei Jahren des Wettbewerbs. 2009 startete "361 Grad Toleranz – Der Schülerwettbewerb gegen Ausgrenzung auf YouTube" unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Viele Schauspieler, Sänger, Moderatoren und Institutionen unterstützten das Projekt. Am Ende siegten sieben Gifhorner Gymnasiasten mit ihrem Film gegen Rechtsextremismus, einem Mix aus Kurzfilm, Reportage und Musikvideo. Die Band Silbermond spielte ein Exklusivkonzert in der Sporthalle der Gewinnerschule.

    2010 ging es unter dem Titel "361 Grad Respekt – Jugendwettbewerb gegen Ausgrenzung auf YouTube" weiter. Unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder wurde der Wettbewerb für alle Jugendlichen ab 13 Jahren - egal ob Schüler, Auszubildende oder Studenten - geöffnet. Mit der Aktion sollten junge Menschen motiviert werden, sich mit den Themen Ausgrenzung, Rassismus, Homophobie und Cybermobbing auseinanderzusetzen. Wieder gab es eine große Resonanz auf den Wettbewerb. Abermals werden über 350 Videos eingereicht. Die Gewinnerteams in den drei Einreichungskategorien "Short story", "Music" und "Freestyle" erlebten nicht nur das Fantastische Vier-Konzert in Berlin, sondern trafen die Band vor der Show. Am nächsten Tag empfing Kristina Schröder sie feierlich im Bundesfamilienministerium.
    Quellen:
    Focus
    Stern
    Themenportal
    Unikosmos
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. #2
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.127
    Points
    6.818
    Level
    54
    Level completed: 34%, Points required for next Level: 132
    Overall activity: 45,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Pack ich mal hier mit rein.

    Kinder- und Jugendschutz
    Justizminister packen Cybermobbing an
    Beleidigungen im Internet können Kinder in den Selbstmord treiben. Die Justizminister wollen konsequenter gegen Cybermobbing vorgehen und die Opfer besser schützen. Zudem sprechen sie sich für ein bundesweites Korruptionsregister aus.


    In Binz auf Rügen ging es um Opferschutz und Mobbing im Internet.
    (Foto: dpa)
    Die Justizminister der Länder sagen dem sogenannten Cybermobbing den Kampf an. Zum Abschluss ihrer Konferenz in Binz auf Rügen beauftragten sie Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zu prüfen, ob der aktuelle Strafrahmen bei Beleidigungen im Internet ausreicht. Die Vorsitzende des Gremiums, Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchefin Uta-Maria Kuder (CDU), sagte: "Wir sehen möglichen Handlungsbedarf, da diffamierende Einträge im Internet für die Opfer nachhaltig sein können."

    Das Gesetz sehe bei Beleidigung bislang Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr vor. "Wenn wir Auge in Auge eine Beleidigung aussprechen, ist das ein beschränkter Personenkreis", sagte Kuder. Cybermobbing im Internet habe eine andere Unrechtsqualität, da eine Masse von Nutzern die Äußerungen ungehindert wahrnehmen könne. Kuder berief sich auf eine Studie, der zufolge bereits 32 Prozent der Kinder und Jugendlichen Opfer von Cybermobbing wurden. 22 Prozent der Befragten könnten sich sogar vorstellen, selber Täter zu werden, sagte sie. Die Justizminister wollen auch die Betreiber von Plattformen und sozialen Netzwerken mit ins Boot holen. Sie sollen beleidigende Einträge im Internet zügig löschen und Nutzer intensiver vor strafbaren Handlungen warnen. Die Ressortchefs setzen dabei zunächst auf Freiwilligkeit. "Ich schließe aber nicht aus, dass man dies irgendwann im Rahmen einer verpflichtenden Maßnahme umsetzen muss, wenn es nicht anders geht", sagte Kuder.
    Quelle

    ================================================== ============================================
    Gezielte Verunglimpfung
    Hier eine Beschimpfung im Chat, dort die Weiterleitung eines herabwürdigenden Kommentars: Mobbing ist im Internet zu einer alltäglichen Erscheinung geworden. Nun haben die Justizminister der Länder Gegenmaßnahmen beschlossen. Hilft ein eigener Straftatbestand Cybermobbing?

    Natürlich muss man nicht wissen, warum man - der Wortherkunft nach - auf der "Tribüne" Platz nimmt. Isabel L. aber war sich ihrer Sache sicher. Als "Publikumsjoker" in der RTL-Sendung "Wer wird Millionär" glaubte sie, die Antwort auf eine 125.000-Euro-Frage zu wissen - und irrte. Der Kandidat, der auf die Richtigkeit ihrer Antwort vertraut hatte, schied mit einem Gewinn von 500 Euro aus. Eine kleine, alltägliche Episode aus dem Fernsehen, mehr nicht, möchte man meinen - weiterzappen.

    Im Internet aber musste sich die 19-Jährige danach wegen ihres Irrtums als "Luder" oder "Schlunze" beschimpfen lassen. Um nicht weiter behelligt zu werden, schaltete sie ihren Facebook-Account ab. Zu finden ist ihre Geschichte, die sich vor einem Jahr zutrug, im Netz bis heute. Dass sich ihre Antwort später als durchaus vertretbar herausstellte, wurde dagegen kaum vermerkt.

    Alltägliche Hatz
    Was Isabel L. widerfuhr, ist noch vergleichsweise harmlos. Grobe Beschimpfungen im Netz sind alltäglich geworden, häufig willkürlich gegen Menschen, die sich in Foren oder Chats äußern, mitunter als spontan ausbrechende, massenhafte Empörungswelle (dem sogenannten "Shitstorm"), manchmal als gezielter Versuch, andere zu verunglimpfen. "Cybermobbing terrorisiert", sagt der Passauer Juraprofessor Dirk Heckmann gegenüber tagesschau.de.

    Die Betroffenen können sich natürlich wehren - das Strafrecht enthält mehrere Paragrafen, mit denen man gegen Beleidigung, üble Nachrede oder Verleumdung vorgehen kann. Doch bei Hetze im Internet scheint die Strafandrohung nicht im gewünschten Maß zu greifen.

    Vor allem unter Jugendlichen ist Cybermobbing ein wachsendes Phänomen. Rund 17 Prozent waren bereits Opfer von solchen Attacken, ergab eine Studie des "Bündnisses gegen Cybermobbing" im vergangenen Jahr. Beschimpfungen und Beleidigungen waren dabei die häufigste Form, gefolgt von der Verbreitung von Lügen und Gerüchten. Und 19 Prozent gaben an, schon einmal Täter gewesen zu sein. Viele handeln unwissend. Dass auch das Weiterleiten eines diffamierenden Beitrags oder Tweets strafbar sein kann, wissen die wenigsten.

    Strafverfolgung bleibt die Ausnahme
    Vor Gericht landen solche Fälle nur selten. Anklagen wie gegen einen 17-Jährigen aus Emden, der 2012 über Facebook zur Lynchjustiz gegen einen vermeintlichen Kindsmörder aufgerufen hatte, sind nach wie vor rar - der junge Mann wurde später zu zwei Wochen Jugendarrest verurteilt.

    Wenn das geltende Recht aber nicht wirkt, wäre dann eine Verschärfung sinnvoll? Ja, sagt Dirk Heckmann und verweist auf den symbolischen Wert einer Einführung eines Strafrechtsbestands "Cybermobbing". Auch er beklagt, dass es im Netz täglich tausendfach zu Ehrverletzungen kommt, die nicht verfolgt werden.

    Cybermobbing solle deshalb nicht nur strafbar werden, sondern zugleich von Amts wegen verfolgt werden, fordert Heckmann. Denn bislang gehen Staatsanwälte möglichen Beleidigungen nicht von sich aus nach, sondern nur, wenn eine Anzeige vorliegt. Diesen Schritt scheuen die Opfer häufig.

    Anonymität schützt die Täter
    Die Täter profitieren vor allem von der Anonymität im Internet. Ihr Opfer haben sie nicht vor Augen, das erleichtert die Wutattacke. Konsequenzen müssen sie selten fürchten.

    Das lenkt den Blick auf die Anbieter von sozialen Netzwerken und Foren. Auch die Justizminister der Länder arbeiten daran, die Betreiber stärker in die Pflicht zu nehmen. Hamburgs Senatorin Jana Schiedeck plädiert dafür, dass sie Meldestellen für Hinweise einrichten, um dann diffamierende Inhalte ihrer Portalnutzer zu löschen. Und Mecklenburg-Vorpommern tritt dafür ein, dass die Netzwerke ihre Benutzer stärker auf die Strafbarkeit von Beleidigungen hinweisen - etwa, indem eine Warnung automatisch vorgeschaltet wird.

    Prüfung so unabhängig wie möglich
    Alles, was das Bewusstsein für Cybermobbing schärft, sei zu begrüßen, betonen Heckmann und Uwe Leest, Vorsitzender des "Bündnisses gegen Cybermobbing". Es müsse aber gewährleistet sein, dass die Betreiber Beschwerden nicht nach ihren wirtschaftlichen Interessen behandelten. Er befürwortet deshalb die Einrichtung einer unabhängigen Schlichtungsinstanz, die auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière vorgeschlagen hat.

    Und Heckmann fragt, ob Warnsignale nicht ihre Wirkung verfehlen - sie könnten die Benutzer bald nerven und dann weggeklickt werden, sagt er voraus. Er schlägt dafür die Einführung eines "Abuse-Buttons" vor, mit dem Nutzer beleidigende Kommentare oder Beiträge direkt an den Betreiber melden können. Vorteil: Der Aufwand für die Benutzer wäre gering und die ehrabschneidende Äußerung sofort dokumentiert.

    Die Eltern und Lehrer sind gefordert
    Strafverschärfung, Abuse-Button oder Schlichtungsinstanz - alles Maßnahmen, die greifen, wenn bereits Menschen zu Opfern gemacht wurden. Der Einsatz für ihren Schutz und der Kampf gegen Cybermobbing müsse viel früher beginnen, fordern Heckmann und Leest. Insbesondere Eltern und Lehrer seien gefordert, der Verrohung im Netz entgegenzuwirken und Heranwachsenden deutlicher die Bedeutung von Beschimpfungen im Internet nahezubringen.

    Noch habe die Gesellschaft die Bedeutung des Phänomens Cybermobbing nicht erkannt, befindet Leest. Eine neue Wertedebatte sei notwendig, glaubt Heckmann, die "digitale Empathie" fördern müsse. Am Ende gehe es um die Solidarität mit den Opfern.
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


Ähnliche Themen

  1. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 17.01.15, 09:15
  2. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 12.09.12, 08:49

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •