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    HADOPI: Erste Verurteilung durch umstrittenes Urheberrechtsgesetz

    HADOPI: Erste Verurteilung durch umstrittenes Urheberrechtsgesetz

    Anfang 2010 erstmals in Kraft getreten, hat das französische Urheberrechtsgesetz erstmals zu einer rechtskräftigen Verurteilung geführt. Betroffen ist ein französischer Internetnutzer, der zu einer Geldstrafe von 150 Euro verurteilt wurde. Er habe über seine Internetleitung Songs von Rihanna heruntergeladen, trotz mehrfacher Verwarnung.


    Das umstrittene Gesetz HADOPI hat erstmals zugeschlagen. In Frankreich wurde ein Internetnutzer zu einer Geldstrafe von 150 Euro verurteilt, da er trotz mehrmaliger Verwarnung illegale Musik-Downloads aus dem Internet getätigt habe. Somit ist er der erste Internetnutzer, der aufgrund des Anfang 2010 in Kraft getretenen Urheberrechtsgesetzes verurteilt wurde. Alain Prévot, der 39-jährige Zimmermann aus Belfort habe durch die Nutzung des Filesharing-Programms uTorrent die Aufmerksamkeit der Behörden auf sich gelenkt. Nachdem Prévot mehrmalige Unterlassungsaufforderungen seitens der Staatsgewalt missachtet habe, sei es nun zu diesem Urteil gekommen, so die zuständige Staatsanwaltschaft.

    Mehrere hunderttausend Warnhinweise wegen angeblichen Urheberrechtsverletzungen hat die 2010 eingerichtete Behörde HADOPI seit ihrer Einrichtung bereits versendet. Alain Prévot ist der Erste, der in den sauren Apfel beißen muss. Interessant ist, dass sich der 39-Jährige Zimmermann keinster Schuld bewusst ist. Demnach habe seine Ehefrau die in Rede stehenden Downloads getätigt. Da die Internetverbindung jedoch über ihn läuft, wird er dafür verantwortlich gemacht.

    HADOPI basiert auf dem so gennannten Three-Strikes-Verfahren: Der verdächtige Internetnutzer, dem eine Urheberrechtsverletzung vorgeworfen wird, bekommt zunächst eine Verwarnung per E-Mail mit der Aufforderung, weitere illegale Downloads zu unterlassen. Zeigt diese Unterlassungserklärung keine Wirkung, erfolgt ein weiterer Warnhinweis per Einschreiben. Bei nochmaliger Missachtung erfolgt ein Gerichtsverfahren. Kommt es zu einem Urteil, werden Geldstrafen oder Sperrungen des Internetzugangs ausgesprochen.

    Bis Juni dieses Jahres wurden bereits über eine Millionen Verwarnungen versendet, 14 Fälle landeten bereits vor das Gericht. Alain Prévot ist nun der erste Internetnutzer, bei dem es tatsächlich zu einer Verurteilung kam.
    Quelle

    Was ist --> HAPODI ?

    HADOPI: Verwirrung um Internet-Sperren
    Hadopi: Französische Copyright-Behörde denkt über Reform nach
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
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    Der Depp hat wohl noch nix von 'ner VPN gehört :D
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    Aus für Three-Strikes-Modell in Frankreich
    Internetzugang so wichtig wie Wasser
    Frankreich hatte eine Behörde ins Leben gerufen, die Raubkopierer verfolgen, gar aus dem Internet aussperren wollte. Doch 18 Millionen Beschwerden und vier Jahre später ändert die Regierung ihren Kurs. Der Internetzugang gilt jetzt als elementar.

    [img=350,right]https://darklight.to/picshare/images/807Hadopi.jpg[/img] Frankreich wird Raubkopierern nicht länger den Zugang ins Internet kappen. Wie die New York Times berichtet, hat die zuständige Ministerin Fleur Pellerin während eines Besuchs in Schweden bestätigt, dass die bisherige Politik unvereinbar mit einem Wachstum in der digitalen Ökonomie sei. "Es ist heute nicht mehr möglich, den Zugang ins Internet abzuzwacken", sagte Pellerin, "das wäre so, als ob man den Zugang zu Wasser blockiert."

    Das Aus hatten französische Medien bereits Ende Mai vermeldet. Frankreich führte das Gesetz 2009 unter dem Akronym "Hadopi" ein. Dieses sah die Gründung einer Behörde vor, die gegen Raubkopierer vorgehen solle. Es sah ein so genanntes Three-Strikes-Modell vor: Internetnutzer, die bei illegalen Downloads erwischt werden, bekamen zwei Verwarnungen. Sollte die Person trotzdem weiter urheberrechtlich geschütztes Material herunterladen, ohne dafür entsprechend zu bezahlen, so kappte man in einem dritten Schritt den Zugang ins Internet.

    Dem Bericht der New York Times zufolge wird auch die Hadopi-Behörde eingestellt. Mehrstufige Warnmodelle im Stil von Hadopi finden sich in abgeschwächter Variante auch in anderen Ländern, zum Beispiel in den USA.

    Die Behörde war von Anfang an überlastet. 2011 berichtete die Technik-Nachrichtenseite Ars Technica, dass insgesamt 18 Millionen Beschwerden eingegangen sein. Nur in einem Bruchteil davon, nämlich in 470.000 Fällen, wurde überhaupt eine von drei Warnungen verschickt. Die Bilanz am Ende: 14 Anzeigen, also dritte Warnungen, zwei Verurteilungen.

    Bereits Mitte Mai hieß es in einem Bericht im Auftrag von Canal Plus, dass es angebrachter sei, lieber Geldstrafen zu verschicken als den Internetzugang zu beschneiden. Das solle eine Behörde übernehmen, die es bereits seit 1989 gibt, die CSA, ein Ratsgremium, das über den öffentlichen und privaten Rundfunk wacht.

    Die digitale Bürgerrechtsbewegung La Quadrature du Net kritisiert auch die neuen Pläne. Die CSA handle ohne richterliche Befugnisse.
    Quelle
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