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    [ST] Alles um Wikileaks und Julian Assange / Manning

    Julian Assange hofft auf Verfahrenseinstellung

    Der Wikileaks-Gründer stellt sich nach eigenen Worten auf einen Aufenthalt von bis zu einem Jahr in Ecuadors Botschaft in London ein. Julian Assange hofft, dass Schweden nach einer gründlichen Untersuchung den Fall einstellen wird. Assange wird wegen mutmaßlicher Sexualdelikte per Haftbefehl gesucht.

    Wikileaks-Gründer Julian Assange gibt die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit nicht auf. "Die schwedische Regierung könnte den Fall einstellen. Ich denke, dass ist das wahrscheinlichste Szenario. Vielleicht nach einer sorgfältigen Untersuchung, was passiert ist", sagte Assange in einem im ecuadorianischen Fernsehen ausgestrahlten Interview. "Ich denke, dass es in sechs bis zwölf Monaten gelöst sein wird. Das ist meine Einschätzung."

    Der 41-jährige Australier drückte im Gespräch mit dem Sender Telesur die Erwartung aus, dass seine Situation "durch Diplomatie gelöst" werden werde. Das Interview ist nach BBC-Informationen vor wenigen Tagen im Botschaftsgebäude aufgezeichnet worden. Der britische Außenminister William Hague hatte am Donnerstag der BBC gesagt, dass eine Lösung noch lange nicht in Sicht sei. "Dies könnte noch lange Zeit weitergehen - wir bedrohen die Botschaft Ecuadors also nicht", sagte er.

    Der Internet-Aktivist Assange, Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, hält sich seit Mitte Juni dort auf. Ecuador hat ihm am 16. August Asyl gewährt. Sollte Assange den geschützten Bereich der Botschaft verlassen, will die britische Polizei ihn festnehmen. Assange wird von der schwedischen Justiz wegen mutmaßlicher Sexualdelikte per EU-weitem Haftbefehl gesucht. Assange befürchtet, von dort in die USA ausgeliefert zu werden, wo er wegen Geheimnisverrats verurteilt werden könne. Wikileaks hatte Zehntausende geheimer US-Depeschen im Internet veröffentlicht.

    Quelle


    Privatsphäre: Behörde weist Assange-Klage ab
    WikiLeaks: Secrets and Lies - Julian Assange geht gegen Dokumentarfilm vor

    Buch kostenlos zum Download

    Trailer zum Julian-Assange-Film:


    Geändert von salviner01 (19.12.14 um 19:11 Uhr)
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    Fall Julian Assange: Kondom enthält keine DNA-Spuren

    Britischen Medienberichten zufolge könnten sich die schwedischen Vorwürfe gegen WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange womöglich bald in Luft auflösen. Der Grund: ein zentrales Beweismittel, ein gebrauchtes Kondom, enthält laut einem nun aufgetauchten Polizei-Bericht keine DNA-Spuren des Aktivisten.


    Das Kondom war von einer der beiden Frauen, die Assange sexuelle Nötigung und andere Sexualdelikte vorwerfen, als Beweismittel eingereicht worden. Assanges Anwälte vertreten die Ansicht, dass das Fehlen aussagekräftiger DNA-Spuren auf das Platzieren gefälschter Beweise hindeutet. Sie stellen auf dieser Basis nun den gesamten Prozess gegen Assange in Frage. Auf einem zweiten, von der anderen Zeugin eingereichten Kondom fanden sich allerdings tatsächlich Spuren von Assanges DNA.

    Assange befindet sich derweil weiterhin in der ecuadorianischen Botschaft in London und wartet auf eine Einigung der beteiligten Länder bezüglich seiner Auslieferung.
    Quelle
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    USA erklären Assange offiziell zum Staatsfeind

    Für das US-Militär gilt der Wikileaks-Gründer offiziell als Staatsfeind und steht damit auf eine Stufe mit dem Terror-Netzwerk al-Qaida und den Taliban. Das zeigen Dokumente, die nun von Wikileaks veröffentlicht wurden.

    Die neuen Papiere (pdf) zeigen auf, wie entschieden die USA gegen Wikileaks vorgehen wollen. Demnach könnten Unterstützer dafür belangt werden, „mit dem Feind zu kommunizieren", was die Todesstrafe zur Folge haben könnte. Assange hat die neuen Dokumente persönlich präsentiert, als er am Mittwoch via Videostream zur UN-Vollversammlung gesprochen hat. In diesem Zusammenhang hat er US-Präsident Barack Obama ein Mal mehr aufgefordert, „das Richtige zu tun" und die US-Politik grundlegend zu verändern. Gleichzeitig verhöhnte er auch die USA: Das Land wolle sich laut Assange einerseits als einer der Auslöser für den arabischen Frühling darstellen, hat in der Vergangenheit die repressiven Regime jedoch immer akzeptiert.

    Assange befindet sich nach wie vor in der ecuadorianischen Botschaft in London, da ihm Ecuador politisches Asyl zugesichert hat. Dennoch ist es ihm nicht möglich, die Botschaft in Richtung Ecuador zu verlassen, da Großbritannien angekündigt hat, ihn dann sofort festzunehmen und nach Schweden auszuliefern. Dort soll sich der 41-Jährige wegen eines Sexualdelikts verantworten.
    Quelle
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    Streit um “Bezahlmauern”: Anonymous wendet sich von Wikileaks ab
    Anonymous hat die aufdringlichen Spendenaufforderungen von Wikileaks als “Bezahlmauern” bezeichnet und sich von der Whistleblower-Site distanziert. Besonders verärgert sind die Hacktivisten darüber, dass Wikileaks den schnellen und direkten Zugriff auf die Global Intelligence Files anscheinend nur gegen Spenden freigeben will. Dabei erscheint eine Videobotschaft von Wikileaks-Gründer Julian Assange, die den US-Wahlkampf und die Politik von Präsident Barack Obama thematisiert. Das Video lässt sich offenbar nicht wegklicken, ohne dem Drängen von Wikileaks nachzugeben, zu warten – oder Javascript zu deaktivieren.

    Die Dateien wurden ursprünglich vom Hackerkollektiv Anonymous zugeliefert und bei einem erfolgreichen Hack auf Stratfor erbeutet. Dieses Unternehmen wird wahlweise als Thinktank oder “Schatten-CIA” beschrieben und liefert seinen Kunden geopolitische Analysen sowie Zukunftsprojektionen. Zu seinen Kunden gehören die US-Armee, die US-Luftwaffe, die Polizei von Miami, der Rüstungskonzern Lockheed Martin, aber angeblich auch die Deutsche Bank und die Deutsche Telekom.

    Auf die Kritik hin nahm Wikileaks zunächst das aggressive Drängen zu Spenden zurück, setzte es aber einige Stunden später erneut und intensiver fort. “Aber heute Abend reizen sie uns bis zur Weißglut”, heißt es in einer Stellungnahme von Anonymous. “Die ‘Bezahlmauern’ sind nicht nur wieder vor einzelnen Bereichen der Site erschienen, sondern vor jeder einzelnen Datei. Jetzt reicht es!”

    Anonymous hat Wikileaks wiederholt Material zur Veröffentlichung überlassen, darunter angeblich auch die Syria Files mit 2.434.899 E-Mails syrischer Politiker. Darüber hinaus sprang die Aktivistengruppe bei, als MasterCard, Visa und PayPal das Spendenkonto von Wikileaks sperrten. Mit umfangreichen DDoS-Attacken machte sie die Sites der Zahlungsabwickler vorübergehend unerreichbar. Aus Protest gegen die geplante Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange griff Anonymous britische Regierungsseiten an.

    Mit dieser Partnerschaft scheint es endgültig vorbei zu sein. “Wir waren schon einige Zeit besorgt, in welche Richtung sich Wikileaks entwickelt”, erklärt die Gruppe. Im letzten Jahr habe sich der Schwerpunkt weg von tatsächlichen Enthüllungen sowie dem Kampf um Informationsfreiheit – und hin zur Person von Julian Assange und seinem Betteln um Geld entwickelt.

    “Unsere Schlussfolgerung ist, dass wir nicht mehr unterstützen können, was aus Wikileaks geworden ist – die Ein-Mann-Show mit Julian Assange”, heißt es weiter in einer bei Pastebin veröffentlichten Stellungnahme. “Aber wir wollen außerdem klarmachen, dass wir weiterhin die ursprüngliche Idee hinter Wikileaks unterstützen: Informationsfreiheit und transparente Regierungen. Leider müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass Wikileaks nicht mehr für diese Idee steht.”

    Die Spendenkampagne von Wikileaks soll während des US-Wahlkampfs laufen. Die Mittel sollen die Kosten der Infrastruktur für die Veröffentlichungen und den juristischen Aufwand im Kampf gegen die Finanzblockade abdecken. Mit einem Tweet wehrte Wikileaks die Vorwürfe von Anonymous ab: “Eine Kampagne, die zum Twittern, Teilen, Warten oder Spenden auffordert, ist keine ‘Bezahlmauer’.”

    Trotz der Verärgerung hat Anonymous keine Angriffe auf Wikileaks angekündigt. Informationen will die Gruppe aber nicht mehr an die Whistleblower-Site weiterleiten, sondern vertrauliche Dokumente in Zukunft auf einer eigenen Enthüllungsplattform veröffentlichen. Mit Par:AnoIA (Potentially Alarming Research / Anonymous Intelligence Agency) hat sie bereits im März eine dafür geeignete Plattform vorgestellt.

    Quelle
    Geändert von salviner01 (19.12.14 um 19:12 Uhr)
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    Aaron Swartz: Verbindung zu WikiLeaks?
    Der kürzlich verstorbene Reddit-Gründer und Netzaktivist Aaron Swartz hatte womöglich Verbindungen zur Whistleblowing-Website WikiLeaks. Dies erklärte ein Sprecher der Plattform auf dem Microblogging-Dienst Twitter. Über das genaue Ausmaß und die weiteren Details der Verbindung äußert sich WikiLeaks aber nicht.

    Swartz hatte sich vor Kurzem das Leben genommen. Einer der Anlässe, so wird weithin vermutet, war ein Gerichtsverfahren wegen der unautorisierten Veröffentlichung zahlreicher akademischer Dokumente, wegen der Swartz eine hohe Haftstrafe angedroht wurde. Sein Tod löste in der Netzgemeinde große Trauer und auch Zorn auf die Autoritäten aus.

    Am vergangenen Freitag gab WikiLeaks bekannt, dass Swartz womöglich Verbindungen zu der umstrittenen Whistleblowing-Plattform hatte. Aufgrund der Untersuchung der Geschehnisse um Aaron Swartz und den Secret Service - dieser untersucht unter anderem IT-Delikte - habe man sich entschlossen, bekannt zu geben, dass Swartz WikiLeaks "geholfen" habe, so ein Sprecher über den offiziellen WikiLeaks-Twitter-Account. Er habe außerdem in den Jahren 2010 und 2011 mit Plattform-Chef Julian Assange kommuniziert. "Wir haben starke Gründe, anzunehmen, aber keine Beweise, dass Aaron Swartz eine WikiLeaks-Quelle war," so WikiLeaks. Die Plattform sichert ihre Informanten auf technischem Wege ab, so dass in der Regel auch den WikiLeaks-Mitarbeitern selbst die Identität der Informanten nicht bekannt ist.

    Quelle


    Reddit-Gründer Aaron Swartz ist tot.

    MIT leitet Untersuchung ein und wird gehackt
    Geändert von salviner01 (19.12.14 um 19:13 Uhr)
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    Assange tritt für WikiLeaks-Partei in Australien an

    Assange in der Botschaft Equadors (Archivbild): Antritt in Australien. DPA
    Julian Assange verschanzt sich in Equadors Botschaft in London - doch bald sieht sich der WikiLeaks-Gründer in der australischen Lokalpolitik. Im Bundesstaat Victoria will er in den Senat. Vorher warten jedoch einige Hürden auf ihn.

    Melbourne - Es ist nur der erste Schritt - doch die politische Karriere von Julian Assange ist angeschoben. Wie unter anderem die australische Internetseite TheAge berichtet, hat der WikiLeaks-Gründer in Melbourne die nötigen Papiere eingereicht. Der umstrittene Whistleblower ließ den Antrag durch seinen Vater überbringen. Assange selbst ist unpässlich - er sitzt immer noch in der Botschaft Equadors im politischen Asyl.

    Als Vertreter der WikiLeaks-Partei plant Assange laut dem Bericht den Einzug in den Senat des Bundesstaates Victoria. Die Wahl findet am 14. September statt. Laut Vater John Shipton soll die Kandidatur Teil einer Kampagne sein, die "die Aufrichtigkeit der Regierung" zum Ziel habe.

    Der 41-jährige Australier wehrt sich gegen seine Auslieferung nach Schweden, wo er wegen Vergewaltigungsvorwürfen befragt werden soll.

    Theoretisch kann sich jeder volljährige australische Staatsbürger für einen Sitz im Parlament bewerben, doch die wenigsten schaffen das ohne die Unterstützung einer großen politischen Partei. Assange hatte seine Kandidatur schon vor knapp einem Jahr angekündigt.

    Auch in Übersee ist eine Kandidatur generell möglich, wenn der Kandidat bestimmte Kriterien erfüllt. Dazu zählt der Zeitpunkt der Ausreise. Dieser darf nicht länger als drei Jahre zurück liegen. Außerdem muss der Kandidat spätestens sechs Jahre später ins Land zurückkehren. Vor allem letzteres ist ob der juristischen Wirrungen um Asssange keineswegs garantiert.

    Was allerdings mit seiner Kandidatur gesichert ist, ist eine gehöriges Maß an Aufmerksamkeit für die Mini-Partei. Assange hat in der Vergangenheit bereits durchblicken lassen, dass ein anderes Mitglied seiner Partei nachrücken könnte, wenn er selbst doch nicht antritt. Die WikiLeaks-Partei ist noch nicht von der australischen Wahlkommission registriert und besteht vor allem aus einem zehnköpfigen Komitee.
    Quelle

    Amt soll US-Justiz abschrecken: Assange setzt auf Diplomatenkarte
    Bradley Manning: 1000 Tage ohne Prozess - Unterstützer planen Proteste Photograph: Patrick Semansky/AP
    "Ich werde in diesem Käfig sterben"
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    Bradley Manning: Recht auf zügigen Prozess laut Richterin nicht verletzt
    Die zuständige Militärrichterin Colonel Denise Lind entschied am gestrigen Dienstag, das Recht des mutmaßlichen WikiLeaks-Informanten Bradley Manning auf einen zügigen Prozess sei nicht verletzt worden. Die Länge von Mannings Untersuchungshaft sei "angemessen", so Lind.

    Wie bereits erwartet (gulli:News berichtete) entschied Lind über einen Antrag der Verteidigung, die Anklage gegen Manning aufgrund einer Verletzung seines verfassungsmäßigen Rechtes auf einen zügigen Prozess fallen zu lassen. Die Richterin kam zu dem Schluss, dass dieses Recht durch die mittlerweile knapp drei Jahre andauernde Untersuchungshaft nicht verletzt worden sei.

    Mit dieser Entscheidung Linds wurde die letzte Hürde vor einem vollen Kriegsgerichtsprozess gegen Manning - der planmäßig Anfang Juni beginnen und zwölf Wochen dauern soll - ausgeräumt.

    Bei der heutigen prozessvorbereitenden Anhörung in Fort Meade, Maryland, verbrachte Lind rund zwei Stunden damit, die Begründung ihrer Entscheidung zu verlesen. Sie kam zu dem Schluss, dass Regierung "gewissenhaft" gearbeitet habe und die Verzögerungen fast ausnahmslos durch die sensible und komplexe Natur des Falles gerechtfertigt seien. Somit seien Mannings Rechte nicht unverhältnismäßig eingeschränkt worden.

    Linds Urteil kommt nicht sonderlich überraschend - kaum jemand hatte wohl damit gerechnet, dass die Richterin tatsächlich alle Vorwürfe gegen Manning fallen lassen würde. Dennoch dürften viele Manning-Unterstützer enttäuscht sein, dass die extreme Länge der Untersuchungshaft - erschwert durch zeitweise problematische Haftbedingungen - in dieser Form für gerechtfertigt erklärt wird. Zudem werden Linds heute verkündete Entscheidung und deren Begründung nicht öffentlich einsehbar sein, was bereits mehrfach erhobene Vorwürfe, der Fall finde "im Geheimen" und unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, nicht zum Verstummen bringen dürfte.

    Quelle
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    Verräterisches Geständnis
    Der Soldat Bradley Manning hat in einer Anhörung erstmals zugegeben, vertrauliche Daten an Wikileaks geliefert zu haben.

    US-Medien sprechen vom schwersten Fall von Geheimnisverrat in der amerikanischen Geschichte. Antikriegsaktivisten und Bürgerrechtler loben den Angeklagten für seine Taten: Hunderttausende Dokumente soll der Obergefreite Bradley Manning an die Enthüllungsplattform Wikileaks übergeben haben. Am Donnerstag hat der 25-Jährige bei einer Anhörung vor einem Militärgericht in Fort Meade (Maryland) erstmals zugegeben, tatsächlich Quelle von Wikileaks gewesen zu sein – und Beweggründe für sein Vorgehen genannt. Durch die Weitergabe von Dokumenten und Videos habe er eine Debatte über die Rolle des Militärs und der US-Außenpolitik entfachen wollen, erläuterte Manning in einer langen Erklärung.

    Dem ehemaligen Geheimdienst-Analysten der US-Armee in Bagdad wird vorgeworfen, während seiner Stationierung im Irak zwischen 2009 und 2010 Wikileaks mit 700 000 größtenteils geheimen Dokumenten versorgt zu haben. Darunter waren sowohl Videos von Luftangriffen im Irak und in Afghanistan, auf denen US-Militärs Zivilisten töteten, als auch Berichte über Gefangene in Guantanamo und rund eine Viertelmillion Depeschen von amerikanischen Diplomaten.

    Besonders der von ihm entdeckte Mitschnitt eines Luftangriffs der amerikanischen Streitkräfte am 12. Juli 2007 in Bagdad habe ihn schockiert, erklärte Manning. Bei der Attacke wurden elf Menschen getötet, darunter zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Das Video, das Wikileaks unter dem Titel „Kollateralmord“ veröffentlichte und das -immer noch im Internet abzurufen ist, zeigt, wie US-Soldaten aus der Luft mehrere Menschen im Irak ins Visier nehmen und schließlich liquidieren. „Die offensichtliche Blutrünstigkeit der Angreifer war alarmierend“, sagte Manning und verglich die Soldaten mit Kindern, „die Ameisen mit einem Vergrößerungsglas malträtieren“. Zunächst habe er vergeblich versucht, die Dokumente renommierten US-Medien wie den Zeitungen „Washington Post“ und „New York Times“ zuzuspielen – und die Datensätze schließlich an Wikileaks geschickt. Dem Gründer der Enthüllungsplattform, dem Australier Julian Assange, droht wegen der Veröffentlichung der vertraulichen Daten ein Prozess in den USA. Assange genießt derzeit Asyl in der equadorianischen Botschaft in London.

    Zuvor hatte sich Manning in zehn von 22 Anklagepunkten schuldig bekannt. Neben dem Verrat von Staatsgeheimnissen, den der Soldat zugegeben hat, werfen die Ankläger dem 25-Jährigen auch vor, durch sein Handeln „den Feind unterstützt“ zu haben. Sie machen geltend, es gebe erdrückende Beweise, dass der Gefreite „konstant, bewusst und methodisch“ interne Dokumente aus regierungseigenen Computern gezogen und dann weitergegeben habe. Für jeden gestandenen Anklagepunkt drohen Manning etwa zwei Jahre Haft. Wegen der anderen, schwerenVergehen könnte er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden. Der Hauptprozess gegen Manning soll am 3. Juni beginnen.

    Wie auch immer das juristische Verfahren ausgeht: Von der Strafe, die am Ende verhängt wird, müssen die Richter 112 Tage abziehen. Manning hatte den Erlass im Januar vor Gericht erstritten, wo er gegen seine bisherigen Haftbedingungen geklagt hatte. Der 25-Jährige hatte nach seiner Verhaftung im Herbst 2010 acht Monate im Militärgefängnis von Quantico (Virginia) gesessen. Dort musste er nach eigenen Angaben bis zu 23 Stunden am Tag in Einzelhaft verbringen und nackt in seiner Zelle schlafen. Mittlerweile sitzt Manning im Gefängnis von Fort Meade ein, wo niedrigere Sicherheitsstandards gelten und der Soldat Kontakt zu Mitgefangenen haben darf.

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    Julian Assange ernennt Kampagnen-Manager
    WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange ernannte am gestrigen Montag einen Kampagnen-Manager für seine Kandidatur für den australischen Senat. Er betraute den Juristen, Buchautor und Ex-Politiker Greg Barns mit diesem Amt. Assange wird bei den Senatswahlen am 14. September für seine eigene, kürzlich gegründete WikiLeaks-Partei antreten.
    __________________________________________________ ________________
    Barns erklärte in einem Interview gegenüber dem australischen Rundfunk, es handle sich bei Assanges Kandidatur "ganz definitiv um eine ernsthafte Kampagne". Assange, so Barns, erhalte Unterstützung aus dem gesamten politischen Spektrum. "Die Partei wird eine erfrischende Abwechslung von der australischen Regierungs-Kultur der Geheimnistuerei bieten," zeigte sich Barns mit Bezug auf die WikiLeaks-Partei zuversichtlich. Die Partei, so wurde angekündigt, wird sich vor allem für mehr Transparenz in der Regierung einsetzen.

    Würde Assange tatsächlich einen Senatssitz erringen - ein Ergebnis, das die meisten Kenner australischer Politik für unwahrscheinlich halten - wäre er unter Australiens "Parliamentary Privilege Rules" vor Strafverfolgung aufgrund seiner Äußerungen im Senatsplenum geschützt. Immunität, die ihn vor Strafverfolgung wegen anderer Vorwürfe - etwa der US-amerikanischen Untersuchung, ob WikiLeaks sich des Geheimnisverrats schuldig gemacht hat, oder den schwedischen Ermittlungen aufgrund angeblicher Sexualdelikte - schützen würde, würde er aber nicht erlangen.

    Assange befindet sich nach wie vor in der Botschaft Ecuadors in London, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Er kann in Abwesenheit für den Senat kandidieren und seine Stimme abgeben. Für seine Vereidigung als Senator allerdings müsste er nach Australien zurückkehren, was sich durchaus als schwierig erweisen könnte. Assange hatte angekündigt, sollte er sein Amt nicht antreten können, werde ein anderer Listenkandidat seiner Partei auf seinen Sitz nachrücken.
    Quelle

    Wikileaks-Partei steht in den Startlöchern
    Offshore-Leaks ist "vorbildlich"
    WikiLeaks kündigt Pressekonferenz zum "Special Project K" an
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    Neue Plattform “Plus D” bietet Zugriff auf über 1,7 Millionen neue US-Regierungsdokumente
    Nach dem es längere Zeit keine Veröffentlichung von Wikileaks gab, meldet sich das Enthüllungsportal mit einer neuen Plattform namens “Plus D” zurück, die über 1,7 Millionen “neue” diplomatische Dokumente aus den Jahren 1973 bis 1976 bereit hält. Bei den Dokumenten handelt es sich allerdings nicht wie üblich um streng geheime Papiere von anonymen Quellen, sondern hauptsächlich um Akten, die die US-Regierung mittlerweile freigegeben hat.

    Die Großteil der von Wikileaks veröffentlichten Berichte lassen sich auch in den Archiven der National Archives and Record Administration (NARA) einsehen. Wikileaks hat die Textdokumente jedoch aufbereitet und mit Metadaten versehen, sodass sie sich erstmals auf einfache Weise nach Stichworten und anderen Kriterien durchsuchen lassen.

    Weiterhin finden sich knapp 250.000 Depeschen aus dem Zeitraum von 2003 bis 2010 auf Plus D, die Wikileaks in den letzten Jahren unter dem Schlagwort “Cablegate” veröffentlicht hat. Damit umfasst die Datenbank etwa zwei Millionen Akten mit schätzungsweise einer Milliarde Wörter.

    “Die Sammlung zeigt die Einmischung der USA in sowie diplomatische und Geheimdienstberichte über jedes Land der Welt”, wird Wikileaks-Gründer Julian Assange in einer Ankündigung zitiert. “Es ist die bedeutendste Einzelsammlung geopolitischen Materials, die jemals veröffentlicht wurde.” Gegenüber der britischen Nachrichtenagentur Press Association erklärte Assange zudem, dass auch er von seinem Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London aus an der Zusammenstellung der Dokumente mitgewirkt habe.

    Die Plattform Plus D hat Wikileaks ins Leben gerufen, da man der US-Regierung in vielerlei Hinsicht beim Umgang mit ihren Archiven nicht trauen könne. Sie haben schon mehrfach versucht, freigegebene Dokumente wieder unter Geheimhaltung zu stellen. Laut einer Studie des US National Security Archive aus dem Jahr 2006 sei dies bei 55.000 Seiten von Regierungsdokumenten bereits geschehen. Das betonte Wikileaks-Sprecher Kristinn Hrafnsson gegenüber Forbes.
    Quelle
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    Unterstützung des Feindes muss schlüssig bewiesen werden
    Die zuständige Militärrichterin Colonel Denise Lind erhöhte in der aktuellen prozessvorbereitenden Anhörung die Anforderungen, die die Anklage erfüllen muss, um den WikiLeaks-Informanten Bradley Manning der Unterstützung des Feindes zu überführen. Dazu müsse bewiesen werden, dass Manning durch die Weitergabe der Dokumente an WikiLeaks wissentlich Al Qaida geholfen habe, so Lind.


    Bradley Manning
    Die Unterstützung des Feindes ist ein Verstoß unter dem 1917 eingeführten Espionage Act, einem umstrittenen Gesetzespaket, das die Schwächung der US-Streitkräfte unter Strafe stellt. Dies ist der ernsteste der Manning vorgeworfenen 22 Anklagepunkte und könnte im Höchstfall die Todesstrafe - in Mannings Fall wahrscheinlich lebenslange Haft - nach sich uoehen. Manning gestand kürzlich einen Teil der ihm zur Last gelegten Delikte (darunter die unautorisierte Weitergabe einer Reihe von Dokumenten sowie das unerlaubte Installieren von Software auf Militär-Rechnern), bestreitet die Unterstützung des Feindes aber nach wie vor. Die Anklage allerdings will Manning nach wie vor in allen Punkten anklagen.

    Dies könnte mit der von Lind am Mittwoch verkündeten Entscheidung jedoch deutlich schwieriger werden. Die Militärrichterin erklärte am vergangenen Mittwoch, die Anklage müsse zweifelsfrei beweisen, dass Manning "Grund hatte, anzunehmen, dass solche Informationen" von bewaffneten Gruppen wie Al Qaida oder von feindlich gesonnen Staaten "zum Schaden der USA eingesetzt werden konnten". Manning argumentiert, er habe die geleakten Daten nicht für relevant für die nationale Sicherheit gehalten. Seine Motive seien idealistischer Natur gewesen; er habe Unrecht der USA aufdecken und einen informierten Dialog über militär- und außenpolitische Themen ermöglichen wollen.

    Lind entschied außerdem, dass die Anklage einen Soldaten, der an der Stürmung des Anwesens von Terroristenführer Osama bin Laden beteiligt war - mutmaßlich ein Mitglied der Spezialeinheit "Navy SEALs" - als Zeugen vorladen darf. Der Soldat soll nach Aussage der Anklage durch seine Zeugenaussage belegen, dass ein Vertrauter bin Ladens diesem die von Manning geleakten Dokumente beschaffte, wofür sich angeblich Beweise in bin Ladens Unterlagen fanden. Die Verteidigung hält dies für irrelevant, da es ihrer Meinung nach nicht beweise, dass Manning bewusst und wissentlich Al Qaida geholfen habe.

    Die Hauptverhandlung gegen Manning soll planmäßig am 3. Juni beginnen.
    Quelle
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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