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    Bundestag schafft Routerzwang ab

    Router-Zwang könnte illegal sein

    Deutsche DSL-Provider könnten schon bald die Möglichkeit verlieren, ihre Kunden zur Benutzung eines bestimmten Routers zu zwingen. Wie die Fachzeitschrift PC-Welt berichtet, führt die Bundesnetzagentur aktuell Untersuchungen durch, um die rechtlichen Hintergründe des weit verbreiteten Vorgehens zu klären. Vermutet wird ein Gesetzesverstoß betreffend Telekommunikationsendeinrichtungen.


    Router

    Viele Kunden deutscher DSL-Anbieter erhalten beim Abschluss eines Vertrages zusätzlich einen Internet-Router. In den meisten Fällen muss man das Gerät für die Verwendung seines Anschlusses verwenden, denn nicht selten behalten die Firmen die Zugangsdaten, die für den Betrieb eines Fremdgerätes nötig wären, für sich.

    Die Bundesnetzagentur sieht darin laut einem Bericht des Magazins „PC-Welt“ einen Verstoß gegen das Gesetz „über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen“. Dieses räumt dem Anwender augenscheinlich das Recht ein, jedes geeignete Router-Gerät zu verwenden. Folglich wäre das Vorgehen vieler Unternehmen rechtswidrig.

    Bis zu einer gar gerichtlichen Entscheidung kann es allerdings noch einige Zeit dauern. Bislang ist die Behörde noch Gesprächen mit den einzelnen Internet-Providern, um einen Überblick der Situation zu gewinnen.

    Der Kunde würde vom Wegfall des Routerzwangs sicherlich profitieren. In vielen Fällen sind alternative Router leistungsstärker oder zumindest für die jeweilige Einrichtung besser geeignet als das Standardgerät. Laut Winfuture mahnt PC-Welt allerdings vor den Hürden, die für einen Wechsel genommen werden müssten. Schließlich würden einige der Provider ihren Kunden mittlerweile nur noch einen einfachen Zugangscode statt der komplexen Logindaten zusenden. Damit vereinfacht sich zwar die erstmalige Anmeldung am mitgelieferten Gerät, Benutzern eines anderes Routers fehlen allerdings die konkreten Zugangsinformationen.

    Sollte sich die Vermutung der Bundesnutzagentur bestätigen, dürfte für dieses Problem aber sicherlich eine Lösung gefunden werden. Schließlich sollte es für den Anbieter letztlich keine große Schwierigkeit sein, sowohl den Aktivierungscode als auch die Logindaten zu versenden.
    Quelle
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    Provider dürfen Router-Zwang auf Nutzer ausüben

    Bundesnetzagentur
    Provider dürfen Router-Zwang auf Nutzer ausüben
    Nach eingehender Prüfung steht laut Bundesnetzagentur nun fest: Wer einen eigenen Router einsetzen will, um Blockaden bei Call-by-Call und VoIP zu beenden, hat kein Anrecht auf Herausgabe der dazu erforderlichen Zugangsdaten vom Netzbetreiber.


    Alternativer Router von Belkin (Bild: Belkin)
    Internet Service Provider wie Vodafone und Telefonica dürfen ihre Kunden daran hindern, andere Router einzusetzen, um etwa Beschränkungen bei Call-by-Call und VoIP zu überwinden. Das geht aus einem Schreiben vom Verbraucherservice der Bundesnetzagentur hervor. Der Routerzwang wird durch Geheimhaltung der detaillierten Zugangsdaten erreicht, die im Router voreingestellt sind, oder vom Betreiber fernkonfiguriert werden.

    Die Bundesnetzagentur hatte nach eigenen Angaben über einen längeren Zeitraum hinweg die betroffenen Unternehmen um Stellungnahmen gebeten und die Fragen mit der EU-Kommission und anderen zuständigen Behörden in Europa diskutiert. "Nach dem Ergebnis dieser Prüfung steht allerdings fest, dass die Bundesnetzagentur keine rechtliche Handhabe gegen die Kopplung 'Vertrag nur mit bestimmtem Router' Ihres Netzbetreibers hat", hieß es in dem Antwortschreiben.

    Nach den Vorgaben des Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) müssten Netzbetreiber den Anschluss und Betrieb jedes zulässigen Endgerätes an der entsprechenden Schnittstelle zwar gestatten. Welche konkreten Schnittstellen das Netz des Netzbetreibers mit dem Heimnetz des Nutzers verbänden, habe der Gesetzgeber aber nicht definiert und überlasse diese Entscheidung damit dem jeweiligen Netzbetreiber. Das Gesetz basiere auf einer europäischen Richtlinie, diese zu ändern halte die EU nach eigenen Aussagen weder für rechtlich möglich, noch für erforderlich.

    Der Anbieter könne deshalb auch willkürlich festlegen, ob es sich bei den Routern um Netzbestandteile oder Endgeräte handele. Bestimme der Netzbetreiber, dass es sich beim Router um einen Netzbestandteil handele, seien die Schnittstellen des Routers die Schnittstellen, an denen der Nutzer Endgeräte betreiben dürfe, und nicht die Anschlüsse "an der Wand" oder "an der Dose". "Ein Anspruch auf Umgehung des Routers Ihres Netzbetreibers besteht in der gegebenen Konstellation nicht", erklärte die Behörde.

    Die zur Einrichtung des Routers nötigen Kennwörter müsse der Netzbetreiber nicht nennen. "Nur die vertraglich vereinbarten Dienste müssen durch den Netzbetreiber angeboten werden." Sofern ein anderer Router zusätzliche Funktionalität besitze, müsse der Netzbetreiber diese nicht unterstützen, wenn sie kein Vertragsbestandteil seien, kommentierte die Behörde.
    Quelle
    Geändert von delle59 (05.11.14 um 14:12 Uhr)
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    Neuer Vertrag, alter Router
    Keine Chance dem Router-Zwang!
    Viele DSL-Anbieter versuchen ihren Kunden vorzuschreiben, welchen Router sie zu verwenden haben. Wir erklären, warum das so ist und wie Sie Ihren alten behalten.


    ©iStockphoto.com/Mzagajewska
    Update 11.1.2013: In einem aktuellen Informationsschreiben teilt die Regulierungsbehörde mit, dass sie keine rechtlichen Handhabe gegen die Praxis der Internetprovider sieht, den Internetzugang mit der Nutzung eines vorgegebenen Routers zu koppeln. In diesem Artikel erläutern wir, was es mit dem Router-Zwang auf sich hat und was Sie dagegen tun können.

    Niemand lässt sich gerne zu etwas zwingen. Das interessiert einige Anbieter von Internetanschlüssen jedoch herzlich wenig. Wer zum Beispiel den DSL-Tarif „Classic“ von Vodafone buchen will, muss den angebotenen WLAN-Router „Easy Box“ zwangsweise dazubestellen. Ebenso wie bei vielen anderen Anbietern gibt es keine Möglichkeit, den Router aus der Bestellung herauszunehmen, wenn man schon einen eigenen besitzt. Da der Preis der Easybox mit rund 25 Euro moderat ist, könnte man die Zwangslieferung noch verschmerzen und das Päckchen einfach beiseitelegen. Doch wer das tut und stattdessen seinen eigenen Router anschließt, wird bei der Einrichtung an einer entscheidenden Stelle hängenbleiben: nämlich bei der Eingabe der Benutzerdaten für den Internetzugang und gegebenenfalls beim Eingeben der entsprechenden Daten für die Telefonverbindung. Diese sind im Vodafone-Begrüßungsschreiben nämlich nicht aufgeführt. Stattdessen findet sich dort lediglich ein „Modem- Installationscode“. Dieser lässt sich nur in die Easybox eingeben und bewirkt, dass sie sich die Zugangsdaten von Vodafone holt und selbstständig einträgt. Selbst nach erfolgter Einrichtung lassen sich die Daten nicht auf normalem Wege aus dem Menü des Routers auslesen.

    Installationscode statt Benutzerdaten
    Die Idee, dem Kunden einen kurzen, handlichen Installationscode mitzuteilen, ist prinzipiell gesehen gut. Zahlenkombination eingeben, kurz warten und anschließend sofort lossurfen und telefonieren. Einfacher geht’s nicht. Technisch läuft diese vollautomatische Konfiguration des Routers über ein spezielles Protokoll namens TR-069. Letzteres funktioniert unabhängig von der DSL-Internetverbindung. Lediglich das DSL-Signal muss vorhanden sein.
    Die automatische Einrichtung bekommt stärkere Bedeutung dadurch, dass DSL-Provider aus Kostengründen die Telefonie-Option immer öfter nicht mehr über das klassische Telefonnetz anbieten, sondern per VoIP (Voice over IP) über den DSL-Zugang. Die VoIP-Einrichtung könnte manchen Einsteiger schnell überfordern, vor allem wenn mehrere Rufnummern zum Anschluss gehören. Aus diesem Grund ist die automatische Konfiguration eine tolle Sache.
    Weniger toll ist es allerdings, wenn der Anbieter dem Kunden ausschließlich den Installationscode mitteilt und nicht auch zusätzlich die detaillierten Zugangsdaten. Denn ohne diese Daten lässt sich ein alternativer Router nicht einrichten.

    Warum überhaupt der Router-Zwang?
    Stellt sich die Frage, warum immer mehr Provider so erpicht darauf sind, ihren Kunden bestimmte (Modem-) Router vorzuschreiben. Der entscheidende Grund dafür lautet: Sie wollen Support-Kosten sparen. Die manuelle Konfiguration eines „Fremd-Routers“ ist fehleranfälliger als die automatische Konfiguration über einen Installationscode. Entsprechend häufiger würden sich Anwender alternativer Router an der Hotline des Providers melden. Darüber hinaus kostet es natürlich Geld, Support-Mitarbeiter auf Dutzende von verschiedenen Router-Typen zu schulen. Hinzu kommt, dass die Provider in ihren hauseigenen Routern Diagnose-Schnittstellen eingerichtet haben, auf die Hotline-Mitarbeiter im Support-Fall zugreifen können, um ein bestehendes Problem einzugrenzen. Bei Fremd-Routern können sie das nicht.

    Der Ausweg aus dem Dilemma ist eigentlich ganz einfach: Die Provider könnten dem Kunden neben dem Installationscode auch sämtliche Zugangsdaten mitteilen, verbunden mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass keinerlei Support für Router von Drittherstellern geleistet wird. In der Praxis würden aber viele Nutzer von eigenen Routern im Problemfall wahrscheinlich trotzdem die Hotline des Providers kontaktieren.

    Bundesnetzagentur gegen Router-Zwang
    Juristisch gesehen ist ein Router-Zwang eigentlich gar nicht erlaubt. Denn laut „Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationseinrichtungen“ (FTEG) hat jeder Kunde das Recht der Wahlfreiheit („Anschlussrecht“). Im Gesetzestext heißt es dazu in §11 Absatz 3: „Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze (etwa Provider, Anm. d. Red.) dürfen den Anschluss von Telekommunikationsendeinrichtungen (beispielsweise DSL-Router mit Modem, Anm. d. Red.) an die entsprechende Schnittstelle (zum Beispiel Telefonanschluss, Anm. d. Red.) aus technischen Gründen nicht verweigern, wenn die Endeinrichtungen die geltenden grundlegenden Anforderungen erfüllen.“

    Somit wäre jeder Kunde frei bei der Auswahl seines Endgeräts. Da sich aber sowohl DSL- als auch VoIP-Zugänge lediglich mit Hilfe der entsprechenden Zugangsdaten nutzen lassen, müsste der entsprechende Provider sie eigentlich für seine Kunden freigeben.

    Im Forum von O2 („Alice-DSL“) ist zu diesem Thema eine lebhafte Diskussion entbrannt. Mehrere Forenmitglieder berichten darin darüber, dass sie sowohl O2 als auch die Bundesnetzagentur per E-Mail auf das Problem hingewiesen haben. Die Bundesnetzagentur habe demnach gemäß des Gesetzestextes geantwortet, dass Kunden das Recht hätten, ihre Anschlüsse auch mit anderen tauglichen Endgeräten zu nutzen und dass daher Provider laut FTEG dazu verpflichtet seien, alle Zugangsdaten an ihre Kunden herauszugeben.

    O2 beruft sich in seinen Antworten einerseits darauf, dass das Unternehmen die Zugangsdaten „aus Sicherheitsgründen“ nicht veröffentlichen möchte. Andererseits stellt es sich auf den Standpunkt, dass der Netzabschluss nicht die Telefondose sei, sondern der vom Provider zur Verfügung gestellte Router. Und an den könne man ja beliebige Endgeräte anschließen. Anfang Juli wurde einem der Forennutzer mitgeteilt, dass aktuell ein Fachreferat der Bundesnetzagentur zum Thema „Boxenzwang“ Anhörungen bei den betroffenen Firmen durchführe. Wann eine Entscheidung dazu fällt, ist noch nicht bekannt.
    Quelle
    Weiterlesen: Zu diesen Konditionen zwingen Sie die Provider


    Sicherheits-Check - Den Router absichern
    Tipp: Diese geheimen Router-Einstellungen sollten Sie kennen
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    Fritzbox-Hersteller
    "Routerzwang ist Willkür gegen den Kunden"
    Der Routerhersteller AVM kritisiert, dass die Bundesnetzagentur Betreibern das Recht zugesteht, dem Kunden einen Router vorzuschreiben. In Mobilfunknetzen wäre so etwas unvorstellbar.


    (Bild: AVM)
    Der Hersteller AVM kritisiert die Zustimmung der Bundesnetzagentur zum sogenannten Routerzwang am Breitbandanschluss des Anwenders. Der Netzbetreiber kann dem Kunden dazu auch Kennwörter, beispielsweise für Sprachdienste, vorenthalten. Die Kernfrage "Was ist ein Endgerät beim Kunden?" überlasse die Bundesnetzagentur dabei der willkürlichen Definition der Netzbetreiber.

    "Kurzfristig verliert der Verbraucher die Möglichkeit, ein Endgerät nach seinen Ansprüchen auswählen zu können, das beispielsweise WLAN-, Netzwerkausstattung, Telefonie oder Hausautomation bietet. Langfristig führt der Routerzwang zu einem Ausschluss an Innovationen, da es keinen Wettbewerb um das beste Endgerät mehr gibt", kritisierte der Hersteller der Fritzbox.

    Bei Mobiltelefonen sei es unvorstellbar, dass an einem Mobilanschluss nur ein vom Netzbetreiber vorgegebenes Handy funktioniert. AVM: "Mit einer solchen Einschränkung wäre es kaum zur Entwicklung von Smartphones gekommen." Die Bundesnetzagentur als eine maßgebliche Instanz sollte Sorgen der Verbraucher und der Marktteilnehmer ernst nehmen und ihnen die freie Wahl des Endgerätes ermöglichen.

    Internet Service Provider wie Vodafone und Telefónica dürfen ihre Kunden daran hindern, andere Router einzusetzen, um etwa Beschränkungen bei Call-by-Call und VoIP zu überwinden. Das ging aus einem Schreiben vom Verbraucherservice der Bundesnetzagentur hervor. Der Routerzwang wird durch Geheimhaltung der detaillierten Zugangsdaten erreicht, die im Router voreingestellt sind oder vom Betreiber fernkonfiguriert werden.

    Die Bundesnetzagentur habe "keine rechtliche Handhabe gegen die Kopplung 'Vertrag nur mit bestimmtem Router' Ihres Netzbetreibers", hieß es in dem Antwortschreiben.

    Nach den Vorgaben des Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) müssten Netzbetreiber den Anschluss und Betrieb jedes zulässigen Endgerätes an der entsprechenden Schnittstelle zwar gestatten. Welche konkreten Schnittstellen das Netz des Netzbetreibers mit dem Heimnetz des Nutzers verbänden, habe der Gesetzgeber aber nicht definiert und überlasse diese Entscheidung damit dem jeweiligen Netzbetreiber. Der Anbieter könne deshalb auch willkürlich festlegen, ob es sich bei den Routern um Netzbestandteile oder Endgeräte handele. Bestimme der Netzbetreiber, dass es sich beim Router um einen Netzbestandteil handele, seien die Schnittstellen des Routers die Schnittstellen, an denen der Nutzer Endgeräte betreiben dürfe, und nicht die Anschlüsse "an der Wand" oder "an der Dose". "Ein Anspruch auf Umgehung des Routers Ihres Netzbetreibers besteht in der gegebenen Konstellation nicht", erklärte die Behörde.
    Quelle
    Geändert von delle59 (05.11.14 um 14:14 Uhr)
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    Bundesnetzagentur wird gegen Routerzwang aktiv
    In einer Branchenbefragung geht die Bundesnetzagentur nach langem Zögern nun das Problem des Routerzwangs an. Die erste Reaktion kam von der Free Software Foundation Europe.

    Die Bundesnetzagentur hat eine Befragung zum Routerzwang (PDF) begonnen. "Wir haben das im Amtsblatt veröffentlicht", sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur Golem.de. "Stellungnahmen können bis zum 6. November 2013 abgegeben werden."

    Nach Gesetzeslage dürfen Internet Service Provider ihre Kunden daran hindern, eigene Router einzusetzen beziehungsweise in vollem Umfang zu nutzen. Der Routerzwang wird durch Geheimhaltung der detaillierten Zugangsdaten erreicht, die im Router voreingestellt sind oder vom Betreiber fernkonfiguriert werden. Bundesnetzagentur und Bundesregierung wiesen sich für die Rechtslage bisher abwechselnd die Verantwortung zu. Die Bundesnetzagentur habe "keine rechtliche Handhabe" dagegen, denn laut dem Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) müssten Netzbetreiber den Anschluss und Betrieb jedes zulässigen Endgerätes an der entsprechenden Schnittstelle zwar gestatten. Welche konkreten Schnittstellen das Netz des Netzbetreibers mit dem Heimnetz des Nutzers verbänden, habe der Gesetzgeber aber nicht definiert und überlasse diese Entscheidung damit dem jeweiligen Netzbetreiber, erklärte die Behörde bislang.

    In der Befragung stellt der Regulierer fest, dass Endnutzer befürchten, Anbieter könnten Zugriff auf private Daten nehmen, ihre erfolgte Einstellungen verändern und insgesamt Veränderungen an der Firmware der Boxen vornehmen. Damit könne der Endnutzer die Funktionsherrschaft über seine Infrastruktur verlieren. "Es sei zudem nicht in jedem Fall möglich, beliebige Endgeräte hinter einer Box anzuschließen und die Funktionen im vollen Umfang zu nutzen. Weiterhin könnten durch bestimmte Einstellungen der Box endnutzerseitige Funktionen oder die Nutzung von Diensten und Anwendung be- oder verhindert werden. Damit steht die Thematik insbesondere im Spannungsfeld zur aktuellen Debatte um Netzneutralität und wirft unter anderem die Frage auf, ob durch die Vorkonfiguration der Boxen der Netzbetreiber bereits bestimmte Inhalte, Dienste und Anwendungen priorisiert, verlangsamt oder verhindert werden. Für Unternehmen, die Dienste auf der Basis eines bestehenden Internetzugangsdienstes anbieten, stellt sich damit auch die Frage, ob Boxen durch Vorkonfigurationen bereits zu einer gewissen Steuerung oder Selektion des Wettbewerbs führen können."

    Uneingeschränkter Zugriff auf das private LAN des Kunden
    Die erste Reaktion zur Befragung bekam die Bundesnetzagentur von der Free Software Foundation Europe. Darin heißt es: "ISPs bündeln Router mit ihren Angeboten und streben danach, dauerhaft diese IT-Geräte zu kontrollieren. Daher sind die Router dafür ausgerichtet, das zu machen, was der ISP möchte, aber nicht zwangsläufig an den Interessen der Benutzer. Durch die Kontrolle der Router haben ISPs und Hersteller die Möglichkeit, auf die privaten Netzwerke hinter den Routern zuzugreifen. Dies ist kein theoretisches Problem: Die Router sind meist so konfiguriert, dass nur noch der Hersteller oder ISP diese konfigurieren kann. Damit hat dieser auch uneingeschränkten Zugriff in das eigentlich private Heimnetzwerk (LAN) des Kunden."

    Routerhersteller und Internet Service Provider würden gemeinsam eine Monokultur schaffen, was schlecht für die Nutzer sei. Bekannte und ausnutzbare Sicherheitslücken in Routern würden erst nach mehreren Monaten durch Aufspielen neuer Firmware geschlossen. "Der Kunde ist in dieser Zeit schutzlos. Durch die Zwangshardware bleibt ihm keine Möglichkeit, das Problem selbsttätig oder mit Hilfe Dritter zu beheben."
    Quelle
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    Bundesnetzagentur bewegt sich in Richtung Routerzwang
    In der Anhörung zum Routerzwang stellt sich die Bundesnetzagentur offenbar doch auf die Seite der Internet Service Provider. Danach endet deren Netz am Router, nicht an der TAE-Dose des Kunden.

    [img=350,right]https://darklight.to/picshare/images/851sp_98871_57161_i_rc.jpg[/img] Internet Service Provider sollen selbst festlegen können, ob es sich beim Router um ein Netzbestandteil oder ein Endgerät handelt. "Es sah zum Teil so aus, als ob die Bundesnetzagentur sich bei der formellen Anhörung zum Routerzwang dafür entscheidet, dass das Gerät und nicht die TAE-Dose den Netzabschluss bildet", hat Golem.de von einem Routerhersteller erfahren. Bei einer solchen Beurteilung gehört der Router zum Netz des Providers.

    Fritzbox-Hersteller AVM erklärte, die Bundesnetzagentur versuche, für alle Zugangstechnologien wie DSL, TV-Kabel oder LTE einen einheitlichen Netzabschlusspunkt zu definieren. "Dies ist technologisch schwer umsetzbar und wird der herausragenden Bedeutung von DSL und seiner besonderen Regulierung nicht gerecht." Sollte die freie Endgerätewahl in Zukunft nicht mehr möglich sein, würden Wettbewerb und Innovationen im Festnetz unterdrückt. Offen spezifizierte Schnittstellen zu Netzen seien im Mobilfunk die Grundlage für die Einführung der Smartphones gewesen.

    Nach Gesetzeslage dürfen Internet Service Provider ihre Kunden daran hindern, eigene Router einzusetzen beziehungsweise in vollem Umfang zu nutzen. Der Routerzwang wird durch Geheimhaltung der detaillierten Zugangsdaten erreicht, die im Router voreingestellt sind oder vom Betreiber fernkonfiguriert werden.

    Die Free Software Foundation Europe hatte in der Anhörung zum Routerzwang erklärt: "Durch die Kontrolle der Router haben ISPs und Hersteller die Möglichkeit, auf die privaten Netzwerke hinter den Routern zuzugreifen. Dies ist kein theoretisches Problem: Die Router sind meist so konfiguriert, dass nur noch der Hersteller oder ISP diese konfigurieren kann. Damit hat dieser auch uneingeschränkten Zugriff in das eigentlich private Heimnetzwerk (LAN) des Kunden."
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    Routerzwang für Kunden soll bleiben
    Anfang des Jahres verkündet die Bundesnetzagentur im Zuge der Digitalen Agenda, jeder Kunde solle selbst entscheiden dürfen, welchen Router er für seinen Internetzugang benutzt. Jetzt hat die Behörde ihre Pläne geändert. Wie weit reicht der Arm der Provider?

    Können Internet-Provider ihre Kunden weiterhin dazu zwingen, bestimmte Hardware zu nutzen? Offenbar ist die Antwort: Ja. Die Unternehmen müssten vor dem Abschluss des Vertrages darüber informieren, falls "das integrierte Zugangsgerät vom Kunden nicht ausgetauscht werden darf", wie golem.de aus dem neuen Entwurf der Transparenzverordnung der Bundesnetzagentur zitiert. Wird die Rechtsverordnung so umgesetzt, wären frühere Ankündigungen der Behörde nicht mehr gültig.

    Eigentlich wollte die Bundesnetzagentur den Routerzwang streichen. In der Transparenzverordnung hieß es demnach an gleicher Stelle zuvor, es müsse einen "Hinweis auf Austauschbarkeit des Netzabschlussgerätes mit frei am Markt verkäuflichen Geräten" geben. Auf eine Anfrage von n-tv.de zum Sachverhalt hat die Bundesnetzagentur bislang nicht reagiert.

    Wo endet das Netz?
    Im Februar brüstete sich Behördenchef Jochen Homann noch damit, Kunden sollten bald die Herausgabe der Zugangsdaten bei ihrem Anbieter erzwingen und damit zugleich einen Router ihrer Wahl nutzen. Auch eine politische Dimension erkannte der Präsident: "Wir können damit kurzfristig den politischen Willen der Großen Koalition zur Digitalen Agenda in diesem Punkt umsetzen."

    Warum wurde die Passage nun geändert? Ein möglicher Grund wird im Detail erkennbar. So ist noch immer nicht eindeutig definiert, wo das Netz des Betreibers endet und wo der Einflussbereich des Kunden im eigenen Zuhause beginnt. An der Dose in der Wand? Oder gilt der Router noch als Teil des Provider-Netzes?

    Die Formulierungen legen nahe, dass die verwendete Hardware zum Vertragsbereich des Providers gehört, egal ob er als "Netzabschlussgerät" oder "integriertes Zugangsgerät" beschrieben wird. Damit hätten die Unternehmen weiterhin so gut wie freie Hand bei den Vertragsbedingungen. Die erwähnten "Zugangsdaten" wären in der Konsequenz nur der Zugriff auf die bereitgestellte Hardware, nicht auf den Einwahlknoten. Denn nur so kann der Kunde einen eigenen Router installieren und verwenden.

    Grundlage einer Verordnung über die freie Auswahl von Hardware wäre, diese Schnittstelle zwischen Anbieter und Kunde klar zu definieren. Ansonsten könnte der Routerzwang noch lange bestehen bleiben.
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    "Wir können Routerzwang gar nicht abschaffen"

    Seit der stark kritisierte neue Entwurf zur Transparenzverordnung ungewollt öffentlich wurde, hat sich die Bundesnetzagentur nicht mehr zum Thema Routerzwang geäußert. Jetzt bricht die Behörde ihr Schweigen, und meint gar nichts dafür zu können.


    Netzzugangsschnittstelle nach dem Leitungsabschlussgerät?
    (Bild: bundesnetzagentur.de)


    Die Bundesnetzagentur kann über die Transparenzverordnung den Routerzwang gar nicht abschaffen. Das sagte eine Sprecherin der Behörde Golem.de am 1. Oktober 2014. "Das ist ein Missverständnis, das von Anfang an bestand. Es gibt rein juristisch betrachtet keine Ermächtigungsgrundlage, im Rahmen der Transparenzverordnung festzulegen, wo der Netzabschlusspunkt liegt. Das weiß auch das Bundeswirtschaftsministerium."

    Netzbetreiber definieren den Router als Teil ihres Netzes, indem das Gerät und nicht die TAE-Dose zum Netzabschluss erklärt wird. Nach bisheriger Gesetzeslage dürfen Internet Service Provider ihre Kunden daran hindern, eigene Router einzusetzen beziehungsweise in vollem Umfang zu nutzen. Der Routerzwang wird durch Geheimhaltung der detaillierten Zugangsdaten erreicht, die im Router voreingestellt sind oder vom Betreiber fernkonfiguriert werden.

    Doch das angebliche Missverständnis bestand dann offenbar auch bei der Bundesnetzagentur, denn in einer früheren Version der Transparenzverordnung des Bundesnetzagentur vom Februar 2014 hieß es noch, es müsse einen "Hinweis auf Austauschbarkeit des Netzabschlussgeräts mit frei am Markt verkäuflichen Geräten" geben. Dann änderte die Behörde ihre Position und erklärt im aktuellen Entwurf der Tranzparenzverordnung, Internet Provider müssten ihre Kunden vor Vertragsabschluss lediglich darauf hinweisen, wenn "das integrierte Zugangsgerät vom Kunden nicht ausgetauscht werden darf".

    Heute erklärte die Sprecherin: "Die Transparenzverordnung kann das nicht leisten. Sie ist das falsche Mittel, um einen Netzabschlusspunkt zu definieren. Es fehlt die Ermächtigungsgrundlage für uns als Verwaltungsbehörde. Was sie darf und kann, ist Transparenz zu schaffen. Was wir alle uns wünschen würden, das kann die Transparenzverordnung gar nicht leisten."

    In einer kürzlich veröffentlichten Erklärung des Verbraucherservices der Bundesnetzagentur heißt es: "Die Sicherstellung der Routerfreiheit ist erklärtes Ziel von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur." Dazu müsse das Wirtschaftsministerium aber die Rechtslage ändern, wozu die Bundesnetzagentur sich jedoch nicht äußern könne.

    Die aktuelle Vorlage der Transparenzverordnung sei ein internes Papier des Beirates der Behörde, sagte die Sprecherin. Zu vertraulichen Papieren, die noch in Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium sind, könne die Bundesnetzagentur sich nicht äußern.
    www.golem.de
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    AW: Provider dürfen Router-Zwang auf Nutzer ausüben

    ROUTERZWANG ABSCHAFFEN:
    Ministerium legt Gesetzentwurf noch im Dezember vor

    Noch in diesem Jahr will das Wirtschaftsministerium den Gesetzentwurf zur Abschaffung des Routerzwangs vorlegen. Wegen Übergangsfristen dürfte die Umsetzung erst in der zweiten Hälfte 2015 greifen.


    Provider sollen in Zukunft die Router nicht mehr vorschreiben dürfen.


    Das Bundeswirtschaftsministerium will seine Pläne zur Abschaffung des Routerzwangs noch in diesem Jahr vorlegen. Ein entsprechender Gesetzentwurf werde im Dezember in die Ressortabstimmung gehen und anschließend zur Kommentierung veröffentlicht, hieß es am Freitag aus Regierungskreisen in Berlin. Dem Entwurf zufolge "ist der Zugang zum öffentlichen Telekommunikationsnetz als passiver Netzabschlusspunkt auszugestalten", wie aus einem Positionspapier des Ministeriums hervorgeht, das Golem.de vorliegt. Der Netzabschlusspunkt darf demnach "nicht auf eine von den Netzbetreibern beliebig zu definierende Schnittstelle in einem zusätzlichen Gerät verlagert werden".

    Verbraucher sollen dem Gesetzentwurf zufolge ihre Router "direkt oder indirekt an den Netzabschlusspunkt und damit an das öffentliche Telekommunikationsnetz anschließen". Zu diesem Zweck soll das Telekommunikationsgesetz (TKG) geändert werden. Durch ergänzende Änderungen im Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) will die Regierung sicherstellen, dass alle Arten von Endgeräten, und damit auch Kabelmodems, von der Liberalisierung erfasst sind.

    Um vor allem den Kabelnetzbetreibern die Umstellung zu ermöglichen, ist in dem Entwurf eine Übergangsfrist von sechs Monaten vorgesehen. Außerdem muss das Gesetz noch auf europäischer Ebene notifiziert werden.

    Die schwarz-rote Koalition hatte im Koalitionsvertrag einen Routerzwang für Nutzer abgelehnt. Nachdem zunächst eine entsprechende Verordnung geplant worden war, sprach sich das Ministerium im Oktober schließlich für eine Gesetzesänderung aus.



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    AW: Provider dürfen Router-Zwang auf Nutzer ausüben


    Zuletzt versuchten Internetanbieter, den Router als Teil der technischen Infrastruktur zu definieren und so
    jegliche Modifikation zu verbieten - Foto: Thomas Prenner


    Deutsche Netzbetreiber gegen Abschaffung des Routerzwangs

    Deutschland will den Routerzwang abschaffen. Die Kabelbetreiber warnen jedoch vor technischem Chaos und hohen Kosten.

    Der Plan der deutschen Bundesregierung, den Routerzwang für Internet-Anwender abzuschaffen, stößt auf den Widerstand der Netzprovider. Insbesondere die Betreiber von Kabelnetzen wenden sich in Stellungnahmen zum geplanten Gesetz zur freien Routerwahl gegen das Vorhaben der schwarz-roten Regierungskoalition.

    Sie führen technische Bedenken ins Feld und beklagen sich über höhere Betriebskosten, die bei einer freien Auswahl der Router anfallen würden.

    "Erhebliche technische Bedenken"

    Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am 25. Februar einen Referentenentwurf zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes vorgelegt. Mit dem Gesetz sollen Versuche von Telekommunikationsunternehmen und Kabelbetreibern zurückgewiesen werden, das Gerät zur Internetanbindung (Router) als Teil der technischen Infrastruktur zu definieren, die von den Anwendern nicht verändert werden dürfe. Vor allem bei Kabelnetzbetreibern, aber auch bei einigen anderen Providern, war es bisher gängige Praxis, zum Vertrag einen vorgeschriebenen Router mitzuliefern.

    Vodafone und Kabel Deutschland sprachen in ihrer Stellungnahme von "erheblichen technischen Bedenken", die dem Vorschlag entgegenstünden. Das Gesetz müsse die technologischen Besonderheiten der Kabelnetze berücksichtigen und das Kabelmodem als Bestandteil des Netzes anerkennen. Die Herausgabe der Zugangsdaten für Dienste sollte nur auf Verlangen des Kunden erfolgen müssen.

    Mehr Support erforderlich

    Unitymedia KabelBW beklagte, dass frei vom Nutzer gewählte Router zur "Beeinträchtigung eines ganzen Clusters mit mehreren hundert Teilnehmern führen" könnten. In der Folge seien "garantierte Bandbreiten, Sicherheitsfeatures und weitere Services nicht mehr im gewohnten Umfang" zu leisten. Die geplante Novelle werde zu einer Verschlechterung des Kundenservices und einem Kostenanstieg führen. Man werde erhöhte Serviceanfragen wegen nicht zugelassener Modems erhalten. Außerdem habe man es dann auch mit verärgerten Kunden zu tun, denen man wegen nicht zertifizierten Eigengeräte keinen Support gewährten könne.

    Verbraucherschützer und zahlreiche Branchenverbände der ITK-Industrie begrüßten dagegen das geplante Gesetz. Der Verbraucherzentrale Bundesverband erklärte, für Verbraucher wäre es zweifellos am besten, wenn Netzbetreiber und Gerätehersteller für Störungen gesamtschuldnerisch haften würden. "Denn sonst riskiert er, im Falle von Störungen von jeder der beiden Seiten an die jeweils andere verwiesen zu werden." Es dürfe nicht zu der Situation kommen, dass Netzbetreiber jeglichen Support verweigern, wenn der Kunde ein anderes als das ihm zur Verfügung gestellte Endgerät benutzt - vorausgesetzt, dieses entspricht den technischen Spezifikationen.
    futurezone.at
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
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