Sharehoster FileSonic ging offline

Der Sharehoster Filesonic ist seit letzten Mittwoch nicht mehr erreichbar. Ursache dafür sind wahrscheinlich mehrere Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen. Nachdem Megaupload vom FBI offline genommen wurde, schränkte der einst so populäre Dienst Filesonic sein Angebot als Vorsichtsmaßnahme ein. Doch nicht nur Filesonic ist betroffen, auch bei Oron und Wupload wurden kürzlich die Stecker gezogen.


Nachdem zunächst Oron der Stecker zog, folgte letzten Mittwoch der Sharehoster Filesonic. Der Pornohersteller Lava Works hatte beide wegen dem Vertrieb von urheberrechtlich geschützten Werken mit Klagen überzogen. Weder die BBC noch TorrentFreak konnten vom Betreiber der Domain, Renovatio Management ein Statement erhalten. Im Bericht von Google werden seit Mai 2011 über 151.000 Takedown-Aufforderungen festgehalten, die bei Filesonic eingingen. Die Rechteinhaber, die die Löschung von Schwarzkopien verlangten, waren allen voran Warner Bros., NBC Universal, Microsoft und der britische Musikverband BPI. Pornoproduzent Lava Works beanstandete vor allem das Zahlungsprogramm von Filesonic, welches die Uploader finanziell belohnte, die besonders beliebte Dateien zur Verfügung stellten. Als Reaktion auf den Bust von Megaupload nahm Filesonic ihr "Reward Program" kurze Zeit danach aus dem Angebot. Innerhalb der letzten Wochen sollte man sogar nur noch auf die Dateien zugreifen können, die man selbst hochgeladen hat. Mit dem Geschäftsmodell eines Filehosters hatte dies freilich nichts mehr gemeinsam. Offenbar bemerkte der Betreiber recht schnell, dass man den eigenen Dienst so nicht dauerhaft aufrecht erhalten konnte.

Filehoster Oron wurde Anfang August gerichtlich dazu verurteilt, dem Pornoproduzenten Liberty Media 550.000 US-Dollar zu bezahlen, jetzt ist die Seite offline. Nachdem Demonoid kürzlich offline ging, UKNova seine Torrent-Dateien löschte, der Eigentümer von Surfthechannel.com verhaftet wurde, und diverse Internet-Anbieter in verschiedenen Ländern zur Blockade von The Pirate Bay und Newzbin verurteilt wurden, wird die Luft in diesem Bereich immer dünner. Es bleibt also abzuwarten, wen es als nächstes trifft.
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