Seite 1 von 3 123 Letzte
Ergebnis 1 bis 10 von 22
  1. #1
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.119
    Points
    6.805
    Level
    54
    Level completed: 28%, Points required for next Level: 145
    Overall activity: 46,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive

    Raubkopie-Verdacht: Großrazzia gegen Kinox.to-Betreiber



    Schlag gegen mutmaßliche Raubkopierer: Ermittler haben in vier Bundesländern Razzien gegen die Betreiber der Film-Webseite Kinox.to durchgeführt. Die Hauptverdächtigen sind nach SPIEGEL-Informationen auf der Flucht.

    Sächsische Ermittler haben vorige Woche im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Dresden in einer groß angelegten Razzia die Betreiber des Onlineportals Kinox.to aufzuspüren versucht. Die Seite, die auf illegal kopierte Medieninhalte wie aktuelle Kinofilme verlinkt, rangiert unter den Top 50 der von Deutschland aus besuchten Webangebote.

    Eine Spezialeinheit stürmte ein Wohnhaus in einem Ort nahe Lübeck, in dem die Hauptbeschuldigten, zwei Brüder im Alter von 25 und 21 Jahren, bei ihren Eltern leben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Brüdern, die nicht angetroffen wurden, neben gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung auch räuberische Erpressung und Brandstiftung vor. Zwei weitere Haftbefehle gegen führende Köpfe wurden im Raum Neuss und in Düsseldorf vollstreckt.

    Durchsuchungen in vier Bundesländern

    Insgesamt durchsuchten Fahnder sechs Wohn- und Geschäftsräume in vier Bundesländern. Bei einem Zahlungsdienstleister in Berlin seien "Vermögenswerte sichergestellt" worden, so der Dresdner Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein. Nach den Brüdern werde nun "europaweit gefahndet".

    Die mutmaßlichen Kinox.to-Betreiber unterhielten offenbar bereits Kontakte zu den Machern des Vorläufers Kino.to, die teils zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden. Außer der fast identischen Nachahmerseite sollen sie eigene Filehoster wie Freakshare.com und Bitshare.com betrieben haben, also Speicherdienste, auf denen die häufig illegalen Inhalte lagern. Geld verdienten die Beschuldigten demnach mit Abo-Modellen für diese Filehoster sowie mit Onlinewerbung. Allein die Höhe der hinterzogenen Steuergelder taxieren die Ermittler auf mehr als eine Million Euro.

    In einer Mail an ihre Mitglieder sprach die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) von einem "illegalen" und "rein kommerziellen" System. Die GVU rechnet den Beschuldigten weitere Angebote zu - darunter das Portal Movie4k.to sowie Seiten wie Boerse.sx und Mygully.com, über die raubkopierte Spiele, Software und E-Books angeboten werden.
    spiegel.de
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. Bedankos salviner01, Monteee, Struppi, -, Pádraic und 4 weitere bedankte(n) sich für diesen Post
  3. #2
    Avatar von Struppi




    Registriert seit
    Nov 2012
    Ort
    Aus dem weiß-blauen Königreich
    Beiträge
    1.178
    Points
    320
    Level
    6
    Level completed: 40%, Points required for next Level: 30
    Overall activity: 11,0%
    Achievements:
    Social7 days registered1000 Experience Points
    Aber online sind sie noch.....
    Nur ob man diese nutzen sollte, das ist die Frage...
    und ich bin gerade auch am überlegen, ob ich Freakshare.com und Bitshare.com noch nutzen kann...

    Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
    &
    Nehmt mich nicht zu ernst, lacht lieber mit mir - es sei denn, ich höre mich verärgert an

  4. Bedankos Rungor bedankte(n) sich für diesen Post
  5. #3
    Avatar von Pádraic



    Registriert seit
    Jun 2012
    Beiträge
    433
    Points
    485
    Level
    9
    Level completed: 70%, Points required for next Level: 15
    Overall activity: 4,0%
    Achievements:
    SocialYour first Group7 days registered500 Experience Points
    Jop, noch online, heut zu Tage isses ja teils auch tatsächlich nochmal deutlich schwieriger, an die Server zu kommen, âls an die Leute ^^
    Stehn ja sicher außerhalb des Einflusses deutscher Rechtssprechung

  6. Bedankos Rungor bedankte(n) sich für diesen Post
  7. #4
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.119
    Points
    6.805
    Level
    54
    Level completed: 28%, Points required for next Level: 145
    Overall activity: 46,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Folgen für die Nutzer sehr unterschiedlich

    Nach der Razzia gegen die Betreiber von Kinox.to zeichnet sich ab, dass die Folgen für Nutzer des Streaming-Portals gering sein dürften. Ganz anders sieht es bei den Download-Portalen aus, die wohl ebenfalls von den Kinox.to-Machern betrieben worden sind.

    Angesichts der Razzia gegen die mutmaßlichen Betreiber des illegalen Streaming-Angebots Kinox.to stellt sich die Frage, welche juristischen Folgen es für die Nutzer geben könnte. Rechtsanwalt Christian Solmecke erklärt in einer ersten Einschätzung, dass sich Nutzer von Kinox.to keine großen Sorgen machen müssten. Deutlich größer seien hingegen die Gefahren für die Nutzer einiger Download-Portale, hinter denen ebenfalls die Kinox.to-Betreiber stehen sollen.

    "Aus meiner Sicht haben die Nutzer von Kinox.to schon keine Straftat begangen, da der reine Konsum von Streaming-Diensten nicht rechtswidrig ist", erklärt Solmecke zu dem aktuellen Vorfall. Das gelte immer dann, wenn keine Kopie des Streams auf dem eigenen Rechner hergestellt werde. Er geht nicht davon aus, dass gegen Nutzer von Kinox.to im großen Stil vorgegangen werde.

    Will die Staatsanwaltschaft Nutzer auf frischer Tat erwischen?

    Auslöser der Razzia sei offenbar eine Strafanzeige der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) gewesen, die dafür bekannt sei, juristisch vor allem gegen die Betreiber vorzugehen. Das zeige auch die durchgeführte Razzia. Die betreffenden Portale sind vorerst wohl weiterhin erreichbar, die weitere Nutzung birgt allerdings derzeit ein erhöhtes Risiko. So geht die Webseite Tarnkappe.info davon aus, dass die Staatsanwaltschaft die Server weiter betreibe, um zu registrieren, welche Nutzer sich auf der Seite anmelden und diese damit quasi auf frischer Tat erwischen zu können.

    Dieses Szenario hält Solmecke hingegen für eher unwahrscheinlich: Ein solches Vorgehen sei zwar theoretisch denkbar, "aus Sicht der anwaltlichen Praxis aber eher ungewöhnlich". Derzeit ist zudem unklar, ob Server wie Kinox.to überhaupt die IP-Adressen der Nutzer speichern, um diese identifizieren zu können.

    Gerichte sahen Streams vielfach nicht als Urheberrechtsverletzung

    Die Filmindustrie vertrete zwar - anders als Solmecke - die Auffassung, dass schon das Zwischenspeichern eines Films im flüchtigen Speicher eines Computers als illegale Kopie anzusehen sei. In Folge der Redtube-Abmahnungen tendierten allerdings etliche Gerichte dazu, den Konsum von Streams nicht als Urheberrechtsverletzung anzusehen.
    Sollte es trotzdem zu Abmahnungen kommen, müssten die betroffenen Nutzer mit sogenannten Unterlassungserklärungen versichern, künftig keine Filme mehr zu vervielfältigen und Schadensersatzansprüche zahlen, so Solmecke. Der Schadensersatzanspruch setze sich zusammen aus den Anwaltsgebühren, die bei rund 155 Euro gedeckelt sein dürften, und dem tatsächlich entstandenen Schaden.

    Dieser errechne sich aus den Kosten eines Kinobesuchs respektive dem Ausleihen einer DVD, die bei rund 10 Euro liegen dürften. Wesentlich höhere Schadensersatzansprüche und Anwaltskosten würden in den Tausenden Filesharing-Verfahren in Deutschland angesetzt. In diesen Verfahren haben die Nutzer aber das illegale Material selbst mit verbreitet, was bei Kinox.to nicht der Fall ist.

    Auch in Folge der Ermittlungen gegen den Kinox-Vorgänger Kino.to hat zwar die Generalstaatsanwaltschaft Dresden seinerzeit das Vorgehen gegen sogenannte zahlende Premium-Nutzer angekündigt, diese Drohung aber letztlich nicht wahr gemacht. Solmecke vermutet als Grund die rechtlichen Unklarheiten in diesem Fall.

    Größeres Risiko für Nutzer der Download-Portale der Kinox.to-Betreiber

    Tarnkappe geht davon aus, dass auch die Download-Portale Mygully, Freakshare alias Bitshare und Boerse.sx von den Gesuchten betrieben worden seien. Hier sei es nicht um das Streamen von Filmen gegangen, Nutzer konnten illegale Inhalte wie Musik, Filme, Bücher oder Software über sogenannte One-Click-Hoster herunterladen. Falls die Staatsanwaltschaft an die Namen dieser Nutzer gelangt, geht Solmecke davon aus, dass sie mit Abmahnungen der jeweiligen Rechteinhaber zu rechnen haben.

    Ermittler haben sechs Wohn- und Geschäftsräume in vier deutschen Bundesländern durchsucht, um Kinox.to stillzulegen. Doch die beiden Hauptbeschuldigten sind entkommen, gegen sie wird jetzt europaweit gefahndet.
    www.golem.de

    https://tarnkappe.info/meinung-der-b...lly-und-kinox/




    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  8. Bedankos Spammer_007, Struppi, MrLink, Rungor bedankte(n) sich für diesen Post
  9. #5
    Avatar von Struppi




    Registriert seit
    Nov 2012
    Ort
    Aus dem weiß-blauen Königreich
    Beiträge
    1.178
    Points
    320
    Level
    6
    Level completed: 40%, Points required for next Level: 30
    Overall activity: 11,0%
    Achievements:
    Social7 days registered1000 Experience Points
    Interessant wäre es, zu wissen, wie man die erwischt hat. Gab es da jemanden, der geplaudert hat oder hat bei denen die VPN versagt/haben sie Fehler gemacht und wenn letzteres, welche?

    Gruß,

    Struppi
    Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
    &
    Nehmt mich nicht zu ernst, lacht lieber mit mir - es sei denn, ich höre mich verärgert an

  10. Bedankos Rungor bedankte(n) sich für diesen Post
  11. #6
    Böse_Meise
    Avatar von Spammer_007



    Registriert seit
    May 2012
    Beiträge
    373
    Achievements:
    Social7 days registered

    Unhappy

    Würde mich auch interessieren wie die die erwischt haben denke es waren wieder backdoors im spiel wo man nie davon erfährt

    auf jeden fall is das mega scheiße wenn Die Seite Kinox und movie4k offline gehen würden :'(



    in den USA müssen Firmen ja seit paar Jahren backdoors für das FBI einbauen natürlich dürfen sie das nicht sagen

    wie das hier in Deutschland ist weiß ich nicht
    Geändert von Spammer_007 (27.10.14 um 12:41 Uhr)
    Wenn nach Passwörtern Gefragt Wird Dann 404 Spammer_007 oder darklight.to


  12. Bedankos delle59, Rungor bedankte(n) sich für diesen Post
  13. #7
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.119
    Points
    6.805
    Level
    54
    Level completed: 28%, Points required for next Level: 145
    Overall activity: 46,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Zitat Zitat von Pádraic Beitrag anzeigen
    Jop, noch online, heut zu Tage isses ja teils auch tatsächlich nochmal deutlich schwieriger, an die Server zu kommen, âls an die Leute ^^
    Stehn ja sicher außerhalb des Einflusses deutscher Rechtssprechung
    Kampf gegen Streamingmühlen

    Wieso ist das Streamingportal kinox.to immer noch online? Weil die Betreiber gut organisiert sind und es ihren Verfolgern mit allerlei Tricks schwer machen.

    Vergangene Woche hatten Ermittler die mutmaßlichen Betreiber der Streamingplattform kinox.to aufgespürt. Im Raum Düsseldorf nahmen sie zwei Verdächtige fest. In Lübeck durchsuchten sie das Wohnhaus von zwei weiteren Hauptbeschuldigten. Die beiden Brüder im Alter von 25 und 21 Jahren hatten sich allerdings offenbar schon im Sommer ins Ausland abgesetzt und sind nun auf der Flucht.

    Kinox.to gilt als Nachfolger von kino.to. Dessen Betreiber wurde 2011 festgenommen und ein Jahr später zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Wie ehemals auf kino.to finden die Nutzer auf kinox.to Links zu Tausenden Filmen und Serienepisoden. Die Links wiederum führen auf sogenannte Filehoster, von wo aus sie meist direkt im Browser gestreamt werden können. Da es sich um urheberrechtliche geschützte Inhalte handelt, ist die Verbreitung illegal. Die Staatsanwaltschaft Dresden spricht von "Verdacht auf gewerbsmäßig begangene Urheberrechtsverletzungen, Steuerhinterziehung, Erpressung und Brandstiftung".

    Trotz der Vorwürfe, trotz Razzia und Haftbefehl ist kinox.to zum jetzigen Zeitpunkt ebenso wie die meisten Inhalte weiterhin online. Den Ermittlern fehlen die Zugangsdaten der Server, um die Seite vom Netz zu nehmen. Die Betreiber geben derweil an, für den Fall der Fälle bereits "30 Ersatz Domains" registriert zu haben. Einen hämischen Gruß an die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) gibt es obendrein: "Danke für die unbezahlbare Werbung!" heißt es auf der Startseite.

    Die Selbstsicherheit der Betreiber hat Gründe. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Behörden einen Kampf gegen Windmühlen führen. Denn nicht nur ziehen sich die Ermittlungsverfahren oft über Jahre hin, während neue Seiten meist binnen weniger Wochen auftauchen. Das Internet bietet den Betreibern genug Möglichkeiten, ihre Identität zu verschleiern und ein lukratives Geschäftsmodell aufzubauen. "Es ist ein illegaler Wirtschaftszweig mit Unterhaltung im Internet entstanden, der die technischen Möglichkeiten und Regularien geschickt ausnutzt", sagt die GVU-Sprecherin Christine Ehlers im Gespräch mit ZEIT ONLINE.

    Verbindungen zur organisierten Kriminalität

    Das fängt bereits bei der Registrierung der Domains an. Kinox.to hat die Länderkennung des Inselstaats Tonga. Dessen Zulassungsbehörde Tonic gilt als besonders diskret. In den Whois-Informationen, in denen eigentlich die Kontaktdaten der Besitzer stehen sollten, finden sich keine Hinweise. Andere Domains, etwa MyGully.com, nutzen Anonymisierungsdienste mit Sitz in Ländern wie Panama, die ihre eigenen Whois-Daten eintragen und Anfragen nach den tatsächlichen Registranten abblocken. Dank nationaler Gesetze und mangelnder internationaler Absprachen ist es heutzutage möglich, eine Domain nahezu komplett anonym zu registrieren.

    Ähnlich sieht es bei den Servern aus, auf denen die Websites liegen. "Es gibt Datenzentren auf der Welt, in denen auffällig viele illegale Angebote gehostet werden", sagt Ehlers. Im Fall von kinox.to führt die Spur zu einem Serveranbieter namens Akrino. Der ist zwar auf den British Virgin Islands registriert, doch es gibt Hinweise, dass er zum Russian Business Network gehört. Diesem wiederum werden Kontakte zur organisierten Cyberkriminalität nachgesagt. Über Proxy-, Bouncer- (BNC) und Cloud-Dienste wird zusätzlich der Standort der Server verschleiert.

    Ohne die Informationen über Domain-Besitzer und Serverbetreiber ist es schwierig, überhaupt ein erfolgreiches Verfahren einzuleiten. Bereits 2011 gab es Indizien auf die Verstrickungen der aktuell Flüchtigen. Im Januar 2013 wurden schon einmal Wohnräume durchsucht und Festplatten beschlagnahmt. Doch erst jetzt, fast vier Jahre nach den ersten Hinweisen, haben die Ermittler genügend Beweismaterial zusammen – eine halbe Ewigkeit im Internet.

    Portale und Filehoster arbeiten zusammen

    Die Betreiber der Server und Portale verweisen gerne auf ihre Rolle als harmlose Linksammler, die selbst keine Inhalte zur Verfügung stellen. Doch es gibt Hinweise, dass dahinter ein komplexeres System steht, das sich gegenseitig befeuert und äußerst lukrativ ist. Auf der einen Seite stehen die Portale, die auf die entsprechenden Inhalte verweisen. Auf der anderen Seite stehen die Speicherdienste, die durch gut vernetzte Uploader mit Filmen, Serien und Games gefüllt werden.

    Die Ermittler im Fall von kinox.to glauben, dass nicht nur weitere Plattformen wie MyGully oder Movie4k, sondern auch Speicherdienste wie Bitshare oder shared.sx den gleichen Betreibern gehören. Deshalb verlinken die Portale vor allem auf diese Speicherdienste. Hinweise auf eine enge Verbindung zwischen mehreren Diensten gibt es in der Filesharing-Szene schon länger. Es ist ein ebenso engmaschiges wie undurchsichtiges Netz aus Filehostern und Zahlungsabwicklern, aus sich gegenseitig verlinkenden Toplisten und Foren, die den illegalen deutschen Streaming-Markt dominieren.

    Die Klüngelei hätte zur Folge, dass die Betreiber von kinox.to nicht nur durch Werbung auf der Seite, sondern eben auch durch die Uploads verdienen. Denn wer mit maximaler Geschwindigkeit streamen oder uneingeschränkt uploaden möchte, benötigt einen Premium-Account, der etwa zehn Euro im Monat kostet. Da die aktivsten Uploader vermutlich zusätzlich belohnt werden, etwa mit einem festgelegten Betrag pro 1.000 Downloads oder Streams, schaffen die Betreiber ihr eigenes Belohnungs- und Geschäftsmodell.

    kinox.to legt die Versäumnisse der Industrie offen

    Das jedenfalls glaubt die GVU: "Kino.to hat angefangen als ein Community-Projekt unter Freunden und Bekannten, das nach kurzer Zeit groß wurde. Erst dann haben die Betreiber das wirtschaftliche Potenzial erkannt", sagt Sprecherin Christine Ehlers. Im Fall von kinox.to dagegen sei es umgekehrt gelaufen: "Nach unseren Erkenntnissen haben die Betreiber zunächst Filehoster gegründet. Eine Gruppe, die mit kino.to in Verbindung stand, hatte nach dessen Schließung offenbar die Absicht, die bestehenden Nutzer abzuwerben. Der freie Informationsgedanke ist längst nicht mehr der treibende Motor. Es geht bei den heutigen illegalen Plattformen nur noch um den Profit."

    Unklar ist, wie viele Menschen tatsächlich hinter kinox.to stehen. Bereits im Fall von kino.to bezweifelten einige, dass es sich bei dem Verurteilten um den alleinigen Hauptbetreiber handelt. Dass offenbar Personen aus dem Umfeld von kino.to auch in kinox.to involviert sind, scheint diese Vermutung zu bestätigen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Hauptverdächtigen zumindest noch weitere Personen projektbezogen beauftragt hatten: Programmierer, Serveradministratoren, Werbebeauftragte und Personen, die Links checken und aktualisieren.

    Kann man dieses System denn überhaupt stoppen? Es ist zumindest schwierig. "Sowohl wir als auch die Behörden können in unserer Rolle nur gegen bestehende Urheberrechtsverletzungen vorgehen", sagt Ehlers. Um das System vorbeugend zu bekämpfen, bedürfe es Änderungen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene.

    Illegale Streaming-Portale sind kaum einzudämmen

    Zunächst müsse man die Domain- und Serveranbieter, aber auch die Anbieter von Werbebannern in die Pflicht nehmen: "Wir haben ein rechtliches Regelwerk aus den neunziger Jahren, das besagt: Internetdienstanbieter sind grundsätzlich nicht dafür verantwortlich, was die Nutzer mit ihren Diensten tun. Man müsste überlegen, ob einige dieser Privilegien noch zeitgemäß sind", sagt Ehlers.

    Als Zweites müsse die Medienkompetenz gestärkt werden. Vor allem unerfahrene Internetnutzer wüssten immer noch nicht, dass es sich bei diesen Seiten um illegale Angebote handelt. Die Nutzer haben – nach Einschätzung von Anwälten – zwar keine Konsequenzen zu befürchten. Allerdings denken viele, dass es sich bei den Betreibern um selbstlose Hacker handelt. Nach Angaben der Ermittler haben die Betreiber von kinox.to aber nicht nur Steuern im großen Stil hinterzogen, sondern auch Konkurrenten gewaltsam bedroht.

    Es gibt noch einen dritten möglichen Lösungsansatz, den vor allem die Nutzer fordern: Gäbe es ein legales Angebot, das ähnlich reichhaltig ist und so einfach funktioniert wie kinox.to, hätten die illegalen Plattformen weniger Kunden. Das Argument ist bekannt: Die Unterhaltungsindustrie bringt sich um das eigene Geschäft, indem sie ihre Inhalte zurückhält und die Zugänge verknappt. Denn wer monatlich zehn Euro für einen Premium-Account bei einem Filehoster ausgibt, könnte dies auch für einen legalen Dienst tun. Theoretisch.

    "Ein legales Angebot muss sicherlich vorhanden sein", gibt auch Ehlers zu und kennt die Probleme: Zwar entwickelt sich mit Angeboten wie Netflix, Watchever und Amazon Video ein legaler Streaming-Markt. Allerdings sind in der Kreativwirtschaft, wie in allen anderen Wirtschaftszweigen, zeitintensive Verhandlungen üblich und notwendig, weshalb die Angebote nur schrittweise aufgebaut werden.

    Anders gesagt: Es dauert eben einfach lange. Die Ungeduld des Publikums sucht sich deshalb andere Wege – und findet sie auf Plattformen wie kinox.to. Dessen Fall liefert deshalb zwei Erkenntnisse: Dem illegalen Filesharing ist technisch nur schwer beizukommen. Den Versäumnissen der Unterhaltungsindustrie ebenfalls.
    www.zeit.de
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  14. Bedankos Rungor, Spammer_007, Struppi bedankte(n) sich für diesen Post
  15. #8
    Awards:
    Posting Award
    Avatar von delle59




    Registriert seit
    Apr 2012
    Ort
    NRW
    Beiträge
    6.119
    Points
    6.805
    Level
    54
    Level completed: 28%, Points required for next Level: 145
    Overall activity: 46,0%
    Achievements:
    SocialRecommendation Second Class7 days registered5000 Experience PointsOverdrive
    Polizei zeigt erstmals Fotos der Kinox.to-Betreiber





    Kreshnik (l.) und Kastriot Selimi werden per Haftbefehl gesucht. Foto: Polizei Sachsen

    Vor einer Woche sollte der Zugriff erfolgen. Polizisten stürmten eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Pansdorf bei Lübeck. Ziel der Razzia: die Brüder Kastriot (25) und Kreshnik S. (21). Sie sollen nach Erkenntnissen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Hintermänner der illegalen Filmportale Kinox und Movie4k sein.

    Die kosovarisch-stämmigen Brüder sollen mehrere Millionen Euro mit den beiden illegalen Filmportalen sowie diversen Filehoster-Webseiten und Download-Angeboten verdient haben. Kinox und Movie4k gehören zu den populärsten Webseiten Deutschlands. Die Vorwürfe gegen die beiden Brüder lauten auf gewerbsmäßige Urheberschaftsverletzung, Steuerhinterziehung, Erpressung und Brandstiftung.

    In Neuss und Düsseldorf wurde je ein Verdächtiger verhaftet, die Brüder jedoch entkamen der Razzia in der vergangenen Woche. Sie hatten Deutschland wohl schon im August verlassen und befinden sich derzeit auf der Flucht. "Die Männer gelten als gewaltbereit und möglicherweise bewaffnet", sagt Wolfgang Klein, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden.

    Staatsanwaltschaft weitet Fahndung aus

    Jetzt will die Staatsanwaltschaft die Fahndung nach den Brüdern nach Informationen der "Welt" ausweiten. Das Landeskriminalamt Sachsen startete noch am Donnerstag mit Fotos eine Öffentlichkeitsfahndung nach den mutmaßlichen Kinox-Hintermännern. Die Ermittler erhoffen sich, so den Druck auf die Flüchtigen zu erhöhen.

    Das Portal Kino.to wurde vom Netz genommen. Wenig später tauchten die Nachfolge-Portale Kinox.to und Movie4k.to auf. Trotz der jüngsten Hausdurchsuchungen und der Flucht der mutmaßlichen Hintermänner laufen diese derzeit weiter. Der Generalstaatsanwaltschaft fehlen nach eigenen Angaben die entsprechenden Zugangsdaten, um die Webseite abzuschalten. Über die nötigen Passwörter verfügen wohl die flüchtigen Brüder.
    www.welt.de
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  16. Bedankos Rungor, salviner01, eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post
  17. #9
    Avatar von LouisGriffin



    Registriert seit
    Jul 2013
    Ort
    Mond
    Beiträge
    1.841
    Points
    171
    Level
    3
    Level completed: 43%, Points required for next Level: 29
    Overall activity: 5,0%
    Achievements:
    Social100 Experience Points
    Zitat Zitat von Struppi Beitrag anzeigen
    Interessant wäre es, zu wissen, wie man die erwischt hat. Gab es da jemanden, der geplaudert hat oder hat bei denen die VPN versagt/haben sie Fehler gemacht und wenn letzteres, welche?

    Gruß,

    Struppi
    GVU - Presse

    Am 9. Januar 2013 durchsuchte die Polizei unter Leitung der Staatsanwaltschaft Lübeck die Privaträume der Beschuldigten und stellten diverse Festplatten, Rechner und Dokumente sicher. Nachfolgende Auswertungen der Asservate verdichteten zunächst Indizien, nach denen die Kriminellen auch die aktuell bekanntesten illegalen Download- und Streaming-Angebote Movie4k.to, KinoX.to, MyGully.com sowie Boerse.sx betreiben. Zudem begründeten weitere Anhaltspunkte den Anfangsverdacht auf mögliche Zusammenhänge mit dem 2011 abgeschalteten illegalen Streaming-Portal Kino.to. Die GVU informierte daraufhin die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, bei welcher der Kino.to-Verfahrenskomplex nach wie vor anhängig ist.
    So sind sie anscheinend auf die gekommen.

    Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) zwischenzeitlich bestätigt, dass die Streaming- und Download-Portale und -Boards Movie4k, MyGully und Boerse.sx sowie die Filehoster Bitshare, Freakshare, Shared.sx und Stream4k den Beschuldigten ebenfalls sicher zugeordnet werden können. Die GVU hatte gegen jetzt die Flüchtigen bereits im Oktober 2012 Strafantrag gestellt, damals allerdings wegen des Verdachts, ein international bekanntes Download-Portal für die illegale Verwertung von Games zu betreiben. Nachfolgende GVU-Analysen hatten Hinweise auf den Betrieb der weiteren, oben genannten Portale und Boards ergeben.

    Dazu GVU-Geschäftsführer Dr. Matthias Leonardy: "Dies ist bislang mit Abstand der schwerwiegendste Fall von organisierter Wirtschaftskriminalität mit strukturell urheberrechtsverletzenden Online-Angeboten in Deutschland. Das aktuelle Verfahren zeigt eindeutig, dass die illegale Verwertung von Kreativinhalten im Netz mittlerweile fest in den Händen von Verbrechern liegt. Erstmals haben wir es hier auch mit gewaltbereiten, skrupellosen Tätern zu tun, die dem Anschein nach von der Idee getrieben sind, ein kriminelles Online-Imperium zu errichten und dazu alle illegalen Plattformen an sich zu reißen." Um die nach wie vor aktiven Portale, Boards und Filehoster vom Netz nehmen zu können, sei nun internationale Unterstützung erforderlich, ergänzt Leonardy. So seien Bitshare und Freakshare GVU-Erkenntnissen nach[ bei einem einschlägig bekannten Rechenzentrum in den USA gehostet.
    GVU - Presse

    Selten so einen Müll gelesen...

    Zumal der Bitshare CEO sich gegenüber Torrentfreak schon gemeldet hat:

    Update: The CEO of BitShare has contacted TorrentFreak stating that his site is being wrongly linked to this investigation and its reputation damaged with zero evidence being produced against it.
    “Our company has not even been contacted by ANYONE and still they are accusing us of being connected to these two guys or other websites,” he explained.
    TF has asked the BitShare CEO for a full statement which we will publish in due course.
    https://torrentfreak.com/manhunt-und...rators-141031/
    Geändert von LouisGriffin (01.11.14 um 03:26 Uhr)

    Zitat Zitat von eines Forenmods
    Ich beleidige keine Mütter, du Hurensohn.

  18. Bedankos Struppi, Rungor, salviner01, Spammer_007, eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post
  19. #10

    Registriert seit
    Oct 2014
    Beiträge
    113
    Ich bin gespannt, welche Seiten am Schluss tatsächlich zusammen gehören.
    Ich weiß nicht ob man das Namen Droping im moment wirklich ernst nehmen kann!

  20. Bedankos eddy-dien8 bedankte(n) sich für diesen Post
Lade weitere Posts
Seite 1 von 3 123 Letzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •