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    Donald Duck feiert seinen 80. Geburtstag

    Der ewige Pechvogel wird 80 :Party:

    Die berühmteste Ente der Welt, Donald Duck, im typischen Matrosenanzug.
    Foto: Wald Disney (dpa)
    Dieser Mann, ääh, diese Ente, ist nicht zu beneiden. Und seine Neffen sind es schon gar nicht. Der Vater von Karl Kohlhaupt hat es immerhin zu einem Spielwarengeschäft gebracht. Rolf Rettichs Mutter nennt keinen Gemüse-, aber einen Obstladen ihr eigen. Und Klaus Klingebiers Eltern haben sogar eine Speiseeisfabrik. Das muss man wissen, um zu verstehen,warum Donald Duck ein Pechvogel ist. Der muss mitunter sogar den Schaum von den Bottichen in einer Essigfabrik abschöpfen. Von Mindestlohn keine Rede.

    Donald Duck wird 80
    Mögen unsere Glückwünsche ihm helfen, dass er künftig besser auf seinen Watschelbeinen steht, auch wenn er am 9. Juni bereits 80 Jahre alt wird!

    Man will sich den Kleinen im Matrosenanzug gar nicht erst mit Rauschebart und Stützstrümpfen vorstellen. Und so achten Scharen von Zeichnern und Textern aus dem Haus Disney zum Glück darauf, dass der gute Donald alterslos bleibt. Ein Dank ist ihm gewiss. Der von Generationen von Lesern, die er als Verlierer stets begeistert hat. Mit den Geschichten aus den „Lustigen Taschenbüchern“ etwa, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen. Obwohl auch sie mit dem nachlassenden Interesse für Printprodukte zu kämpfen haben.

    Schade drum: Denn beispielsweise in dem neuen Band „80 Jahre Donald Duck – Held in allen Lebenslagen“ aus der Ehapa Comic Collection (19,99 Euro) erweisen die besten Zeichner Donald ihre Reverenz. Aber keine Liebe für den Gefiederten brennt so heiß wie jene der Fans, die seine Abenteuer zwischen den 1950er und 1970er Jahren verschlungen haben.

    Aber der Reihe nach: Der liebenswürdig-cholerische Erpel ist heute die beliebteste Figur aus Walt Disney’s Entenhausen. Dabei hatte er nur eine kleine Nebenrolle, als er 1934 bei der Uraufführung des Zeichentrickfilms „Die kluge kleine Henne“ aus dem Ei schlüpfte.


    Donald Duck: Die Konkurrenz für Micky Maus
    Zwei Monate später trat er als Kleindarsteller in einem Micky-Maus-Cartoon auf. Mit seiner ungestümen Art bildete der Newcomer das ideale Gegengewicht zum korrekten Herrn Maus, der – in Bundfaltenhosen gewandet – als Privatdetektiv dem tumben Kommissar Hunter auf die Sprünge half.

    1937 erhielt der quakende Donald seine eigene Kurzfilmreihe. In nur zwei Jahrzehnten entstanden weit über 100 Filme. Die schönsten Geschichten aber wurden in Zeitungen und Heftchen gedruckt und stammen von dem großartigen Carl Barks (1901–2000). Der legendäre Zeichner und Texter trat 1943 in Donalds Leben und hat den Entenhausen-Kosmos maßgeblich geprägt. Deshalb haben die meisten aus Italien stammenden Taschenbuch-Storys keine rechte Begeisterung bei den „Donaldisten“ und denen, die diesem Esoteriker-Klub nahestehen, hervorgerufen.

    In Deutschland bildeten Barks und die Kunsthistorikerin Dr. Erika Fuchs (1906–2005) ein ideales Gespann. Mit Barks wurde Donald zu dem Hysteriker, wie ihn die Entenhausen-Fans lieben. „Er organisiert seine eigene Zerstörung, um sich selbst zu beweisen. Das ist seine Tragödie“ , sagte Barks einmal.

    Erika Fuchs, die der Autor dieses Beitrags zwei Mal in ihrem Haus in München besuchen durfte, erzählte gerne, dass sie die Comics von ihrem Schund-Image befreien wollte. So kombinierte sie in den Sprechblasen gerne Shakespeare-, Goethe- und Schiller-Zitate.

    80. Geburtstag von Donald Duck: Da haben wird den Salat
    Und würzte sie mit tatsächlichen wie erfundenen Latein-Zitaten. Donalds Neffen Tick, Trick und Track lässt sie Schillers Rütli-Schwur persiflieren: „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns waschen und Gefahr...“ Winkeladvokaten resignieren zu rätselhaftem Latein: „Icus picus sellericus“ („Da haben wir den Salat“).

    Für Abenteuer in aller Welt, oft gemeinsam mit Dagobert und den Neffen, ist Donald immer zu haben. Ob im Land der viereckigen Eier, beim Beschwören des Regengottes im Indianerland („Komm in poco de locho mit de Wassertanko“) oder auf der Kohldampfinsel in der Auseinandersetzung mit den Panzerknackern in ihrer reaktionärsten Phase („Wir sind die Panzerknacker und tun, was uns gefällt; heute gehört uns die Kohldampfinsel und morgen die ganze Welt.“)

    Nur auf Papier erlebt man die Entdeckerreisen so, wie sie Barks gemeint hat. Kein Wunder, dass Disney-Comics auf Apps nicht der Superhit sind. Wogegen die Action-Helden der Marvel-Comics wie Spiderman oder X-Men im Kino bestens funktionieren.

    Als Barks/Fuchs-Fan ist man durch die Heftchen sowieso verdorben und wird in seinem Forscherdrang niemals froh werden.

    Der Stadtplan Entenhausens ist eine Fundgrube
    Nehmen wir mal Entenhausen, dessen Stadtplan von echten Freaks fast schon archäologisch Detail für Detail eingefordert wird. Die armseligen Donald-Behausungen italienischer Herkunft können nicht mit den Vorgaben zur idealen Entenstadt konkurrieren. Dieses Entenhausen mit seinen Eisdielen, Zeitungsverkäufern, Hydranten und Hochhaus-Büros wie zu Doris Days Glanzzeiten gehört nun mal zu einem nostalgischen Amerika. Wie die Schweinchen mit Zylinder und Frack als inkompetente Bürgermeister.

    Wir legen uns auch gerne mit den Experten an, die Boston als Entenhausen in spe vermuten: Heimstätte der Puritaner – siehe Stadtgründer Emil Erpel –, die Lage am Wasser und die harten Winter.

    Jedoch spräche für Los Angeles ebenfalls die Location am Meer, dazu die Palmen und die Art-déco-Architektur von Kinopalästen.

    Wobei wir die Frage der offenbar sexlosen Fortpflanzung der Enten trotz Nacktheit untenrum und den Umstand, dass nur die weiblichen Enten Schuhe tragen, noch gar nicht erörtert haben.

    Die Liebe zu Donald und Co. ist halt eine, die umso mehr Fragen aufwirft, je mehr man sie zu beantworten sucht. Man müht sich eben sein Leben lang, will man den Menschen verstehen. Und es wird doch niemand ernsthaft behaupten, dass Enten keine Menschen sind.
    Quelle


    :itwasntme: :blush: *Hust*

    Wie tickt Donald Duck?
    Donald Ducks Dilemma

    Wer hat`s nicht gelesen. :inlove:
    Geändert von delle59 (20.03.16 um 15:11 Uhr)
    Ich bin fest davon überzeugt, daß es für den Tonfilm einen Markt gibt.
    Thomas Alva Edison (1847 - 1931)
    [Regeln] News-Bereich


  2. #2
    Avatar von Daver



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    I :heart: Donald und seine Weggefährten! Habe noch immer ein Abo auf die LTBs laufen

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