Tetris wird 30 Jahre alt!
Tetris, das beliebteste Klötzchen-Game aller Zeiten, feiert Geburtstag! Wir blicken zurück auf die aufregende Geschichte des Spieleklassikers und haben ein Geburtstagsständchen in petto.


© press.tetris.com
Auch nach 30 Jahren gelingt es Tetris, sich gegen die Konkurrenz der Smartphone-Games durchzusetzen. Die Erfolgsgeschichte des Pentomino-Puzzles beginnt in der Sowjetunion, wo der Moskauer Programmierer Alexej Paschitnow am 6. Juni 1984 ein Spiel mit von oben herabfallenden Blöcken auf einem Computer-Bildschirm zum Leben erweckte. Paschitnow war damals 28 Jahre alt und ahnte nicht, in was für einen Wirtschaftskrimi er mit der Erfindung von Tetris geraten würde.

Das fesselnde Klötzchen-Spiel breitete sich schnell in Moskauer Computer-Kreisen aus, doch bis Paschitnow mit seiner Idee Geld machen durfte, sollte es noch lange dauern. Zunächst verdienten andere hunderte Millionen Dollar an seinem Puzzle-Spiel.
Über Ungarn gelangte das Spiel in den Westen, wo sich die Firma Mirrorsoft die Computerrechte über einen Mittelsmann sicherte.

Während der Tetris-Entwickler im Westen mit seinem Spielehit schlagartig Millionär geworden wäre, ging das ganze Geld in der Sowjetunion an den Staat. Selbst die Rechteverhandlung wurde nicht von Paschitnow geführt, sondern von einer Außenhandelsfirma.

Die Moskauer Bürokraten hatten zunächst wenig Durchblick und ließen sich einiges Geld entgehen: In Europa und Asien wurden Sublizenzen zum Teil ohne ihr Wissen verkauft, woraufhin der Spiele-Riese Nintendo ins Spiel kam. Nintendo-Manager Minoru Arakawa erkannte schnell, dass Tetris genau das richtige Spiel für den Marktstart des Game Boys war und sicherte sich die Rechte. Dies sollte sich auszahlen, denn allein die Game-Boy-Version von Tetris verkaufte sich 35 Millionen Mal.

Der Unternehmer Henk Rogers besorgte Nintendo nicht nur die Rechte für mobile Geräte, sondern auch für stationäre Konsolen. Die Russen schoben dem Maxwell-Unterhändler eine rückwirkende Vertrags-Ergänzung unter, in der ein Computer ausdrücklich als Gerät unter anderem mit Monitor und Tastatur definiert wurde. Das erlaubte ihnen, die Rechte für Konsolen separat an Nintendo zu verkaufen - sie hatten keine Tastatur.

Der britische Medienmogul Maxwell, der einen guten Draht zum Kreml hatte, brachte die Sache bei einem Treffen mit Staatschef Michail Gorbatschow auf den Tisch. Der habe ihm Hoffnungen auf einen günstigen Ausgang gemacht, behauptete Maxwell später. Am Ende half es jedoch nichts: Die Rechte blieben bei Nintendo. Als Folge musste der Rivale Atari Massen bereits produzierter Tetris-Spiele vernichten.

Während andere sich eine goldene Nase an dem Spielehit verdienten, wurde der Entwickler Paschitnow lediglich mit einem modernen Computer entlohnt. Der bescheidene Erfinder sei darüber aber sehr glücklich gewesen, da er dafür mit seinem damaligen Gehalt 16 Jahre hätte arbeiten müssen. Zudem profitierten seine Kinder mit Nintendo-Konsolen, die es in der Sowjetunion nicht zu kaufen gab.

Das simple Puzzlespiel erweist sich als erstaunlich langlebig, weshalb es für den Spieleklassiker auch noch lange nicht Game Over heißt. Wir gratulieren Tetris mit einer imposanten Orchesterversion der ohrwurmlastigen und weltweit bekannten Titelmelodie und hoffen, dass uns das Kultspiel auch die nächsten 30 Jahre noch erhalten bleibt!
Quelle


Zehn Dinge, die Sie noch nicht über das Klötzchen-Spiel wussten

Hab ich immer auf`m Klo gespielt.^^ :itwasntme: