Bricht bald die Börse ein?

Die Katastrophe hat Konjunktur. Das gilt besonders, wenn es um die Börse geht. Jeder Hinweis, der auf einen bevorstehenden Absturz hindeutet, wird von den Experten begierig aufgenommen und im Internet ausgeschlachtet.

Jetzt geistert ein neues Crashszenario durchs weltweite Netz. Ein beunruhigender "Chart of Doom" zieht den Vergleich zwischen dem Crash-Jahr 1987 und der jetzigen Situation.

Damals, im Oktober 1987, endete eine gut fünf Jahre währende Börsenrallye mit dem bis heute schlimmsten Tageseinbruch des US-Leitindex Dow Jones. Heute ist der Aufschwung am Aktienmarkt ebenfalls in seinem sechsten Jahr. Damals, zwischen August 1982 und August 1987, hatten die Kurse um üppige 230 Prozent zugelegt. Heute hat die Hausse die Notierungen um 180 Prozent nach oben katapultiert.

Die Bewertungen sind vergleichbar hoch wie damals, und die grafische Darstellung der Kurse – in Börsianersprech Chart genannt – ähnelt sich frappierend.


Damals endete es bitter. Im Spätsommer 1987 begann die Situation zu kippen. Der Markt wurde wackelig. Dann im Herbst gab es keine Halten mehr: Am 19. Oktober stürzte der US-Leitindex S&P500 um 21 Prozent ab – an einem einzigen Tag wurden die Kursgewinne von fast zwei Jahren vernichtet.

"Risiken tauchen an der Börse schnell und unverhofft auf", sagt der Investor und Börsenbriefherausgeber Dennis Gartman. Angst vor einer Wiederholung von 1987 wurde geschürt durch die jüngsten Geschehnisse an der Wall Street. Am Freitag passierte etwas Unheimliches im S&P500: Das Börsenbarometer markierte im Handelsverlauf erst einen historischen Höchststand und stürzte dann vorübergehend ins Bodenlose. Noch stärker bergab ging es im Technologieindex Nasdaq.

Abrupte Trendumkehr an der Börse

"Ich möchte niemanden beunruhigen, aber ganz ehrlich, ich kann mich an keinen Fall in meiner jahrzehntealten Börsenhistorie erinnern, da es zu einer solch abrupten Trendumkehr innerhalb eines Handelstages gekommen ist", sagt Gartman.
Der 63-Jährige, der mit markantem weißem Bart ein wenig wie der Weihnachtsmann aussieht, ist ein mit allen Wassern gewaschener berüchtigter Investor. Er gibt außerdem den "Gartman Letter" heraus, einen der angesehensten Börsenbriefe an der Wall Street.
Gartman sagt von sich selbst, dass er sämtliche Risiko-Positionen reduziert hat, "alle außer die in Gold". Selten habe er etwas derart Verstörendes am Markt erlebt wie vergangenen Freitag. Und selten habe er derart radikal reagieren müssen.

Hohe Wahrscheinlichkeit für Crash am 9. Mai


Verhält sich der Aktienmarkt dieses Jahr genauso wie 1987, steht zwar die Endphase der Rallye erst bevor, doch in ziemlich genau einem Monat wird es dann vorbei sein mit der Partie. Der "Chart of Doom" sagt den ultimativen Crash für Freitag, den 9. Mai 2014, voraus. Kommt es genauso schlimm wie damals, werden an diesem schwarzen Freitag im Deutschen Aktienindex (Dax) auf einen Schlag 2000 Punkte ausgelöscht werden.

Auch ein anderer Investor hat Parallelen zu den Achtzigerjahren ausgemacht: "Anleger sollten sich fragen, inwieweit die jetzige Situation der von 1987 ähnelt", sagt Jim Paulsen, Chefanlagestratege bei Wells Capital Management.
Paulsen sieht zwar nicht unbedingt einen "schwarzen Montag" voraus wie vor 27 Jahren. Doch eine Korrektur von zehn Prozent sei durchaus möglich. Sein Motto für den Aktienmarkt 2014 lautet: "Zurück auf Los".

Quelle

Das muss zwar nicht viel heißen, aber die Börse ist echt überbewertet und hat mit der Realwirtschaft überhaupt nicht mehr zutun. Eine plötzliche Korrigierung ist sehr warscheinlich. Vorrallem wenn sich die Krise in der Ukraine verschärft.